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Aua787: Auslandstierschutz: Serbische Hündin zu Tode gerettet

 

{TS-Kritik}

 

Es passiert JEDEN Tag! In Deutschland, in Österreich, in der Schweiz – oder wo immer gerade von den jeweiligen Schleppern das „Hundeparadies“ ausgerufen wird: Scheue, gestresste, verhaltensgestörte,  traumatisierte Auslandshunde entlaufen beim dilettantischen Umladen (auf Raststätten und anderen ungeeigneten Hundehandel-Umschlagsorten), durch nicht sichere Halsung, beim Öffnen von Boxen, entkommen den "Pflegeplätzen" aus ungesicherten Gärten etc.

Eine Website, die sich dieses Phänomens ganz besonders annimmt, ist Find-mich-fix.de.

In den einzelnen Rubriken dort werden Ratschläge gerade auch für die Auslandstierschützer gegeben, bei denen man sich fragt: WARUM muss so etwas überhaupt noch einmal gesagt/geschrieben werden?

Ohne besonderen Anlass, nur einfach weil die Massen auf diese Art und Weise zu Tode „geretteter“ Hund jeden Tierfreund wütend machen müssen, greift die Doggennetz.de-Redaktion aus der Fülle diesbezüglicher Meldungen die serbische Hündin Peggy heraus.

 
Ohne Scham: Galama über Tierschutzverteiler

„Tierfreunde“, die sich solcherart an Auslandshunden vergehen, verbreiten sich dann ohne Scham und Hemmungen über ihre einschlägigen Defizite auch noch über Tierschutzverteiler. Dort wird dann laut gewehklagt und gejammert und um Hilfe gebeten.

Die aus Serbien stammende Hündin Peggy jedoch hat jetzt genug von dieser Art „Hilfe“...

Eine „Tierfreundin“ aus Österreich unterrichtet die Szene per Rundmail vom 21. Oktober 2012 und dankt zunächst mal für „eure Anteilnahme“.  Dann berichtet sie von den letzten Lebensminuten einer Hündin, die nach ihren eigenen Angaben fünf Wochen lang „mit der Leine, die noch an ihrem Halsband hing“ durch die Botanik gepanikt ist. Zwei Damen, die bestimmt auch wieder nur Gutes tun wollten, hatten die gesuchte und als entlaufen gemeldete Hündin entdeckt. Ab hier wörtlich:

              

… und wollten sie einfangen. Leider hatten sie offensichtlich zu wenig Erfahrung im Umgang mit scheuen Hunden und Peggy fühlte sich in Panik versetzt, lief auf die Straße und wurde dort von mehreren Autos erfasst. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass die Tierärztin, zu der die beiden Damen sie brachten, sie nur mehr erlösen konnte.

(Zitat aus der Berichtsmail über Tierschutzverteiler vom 21.10.2012 einer österreichischen ???; Hervorhebung d. Red.)  

              

Okay, wieder ein Auslandstierschutzfall abgeschlossen. Jetzt bloß nicht gezögert oder gezaudert oder gar mal nachgedacht, rasch los, die nächste arme Seele zu „retten“!


Erlaubnispflicht? Wozu das denn?

Bei den gegebenen Verhältnissen kann jeder Tierfreund nur noch ironisch, wenn nicht gar zynisch werden:  Denn auf gar keinen Fall brauchen wir eine Erlaubnispflicht für die Einfuhr von Auslandstieren (vgl. Aua772 / Aua773 / Aua774 / Aua778 / Aua780 / Aua782, Aua785), die etwa zumindest ansatzweise sicherstellen würde, dass die dort Agierenden auch über die entsprechende Sachkunde verfügen! Bei den Massen von Auslandshunden, welche nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz eingeschleppt werden, kommt es auf ein paar Hundert „Peggys“ nicht mehr an, die den Dilettantentango all der Menschen um sie herum, die „Gutes tun“ wollen, nicht überleben!

 





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Montag, den 22. Oktober 2012 um 11:27 Uhr
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