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Aua780: Novellierung Tierschutzgesetz (5): Pfotengangs-Welt-Blog PRO Erlaubnispflicht

 
{TS-Kritik}

 

Es ist ebenso erfreulich wie erstaunlich, wie viele Tierfreunde und Tierschutzorganisationen nach dem einmal erfolgten Dammbruch der usurpierten Meinungsführerschaft zweier großer Tierschutzvereine zu dem so wichtigen Thema der generellen Erlaubnispflicht zur Einfuhr, Verbringung und Vermittlung von Auslandstieren (vgl. Aua772) eine klare Position beziehen.

Der nächste offene Brief an Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner ergeht von der Bloggerin Pfotengangs Welt. Und für ihre Positionierung kann sie auf eigene Expertise zurückgreifen, denn sie war selbst jahrelang Pflegeplatz einer Schlepperorga, wie sie berichtet (ohne diesen Begriff zu verwenden).


Lachnummer: "kein Gewinn"!

Zu der von den „Großen“ schamlos vorangetriebenen Behauptung selbstlosen Tuns  ohne jede Chance auf „Gewinn“ schreibt die Tierfreundin:

              

Tierschutzorganisationen finanzieren sich durch solche Programme. Die Kosten sind minimal. Die entstehenden Fahrtkosten übernehmen die sogenannten Fahrketten, die aus Privatpersonen bestehen, Unterbringung, Futterkosten und oftmals sogar die Tierarztkosten werden dann von den sogenannten Pflegestellen übernommen. Ich selbst war lange genug Pflegestelle für ein solches System und habe genauso gehandelt, frei nach dem Motto „wer wenn nicht wir“. Die nicht unerheblichen Vermittlungsgebühren sind dann fast ausschließlich als Gewinn anzurechnen.

(Blog Pfotengangs Welt: Ausweitung der Erlaubnispflicht, 13.10.2012)

              

 

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Bildzitat Screenshot von: http://www.youtube.com/watch?v=0vdEJM8n9c8, einer RTL-Reportage aus dem Jahr 2011, getitelt mit "Hundemafia". An Hand eines Transportskandals bei Nürnberg mit 62 Hunden aus der Slowakei (!!!) belegt auch diese Reportage das fette Geschäft mit den Auslandstieren.



Status quo: Gefahr für Mensch und Tier!

Von den Großen ebenfalls dezent unter den Tisch verwiesen, greift Pfotengangs Welt den sowohl im Hinblick auf den Menschen- wie den Tierschutz relevanten Seuchenaspekt auf:

              

Bei genauerem Hinschauen musste ich auch feststellen, dass ein von mir übernommene Hund laut Impfpass im Alter von 5 Tagen (!!!) gegen Tollwut geimpft wurde, ein späterer Titerwert ergab, dass der Hund gar nicht geimpft war. Ein Pflegehund hatte einen niederländischen Heimtierausweis, der von einem belgischen Tierarzt abgestempelt war.  Dass dies alleine schon Fragen nach der Seriosität aufwirft ist das eine, die Kehrseite der Medaille ist auch, dass man so Krankheiten nach Deutschland bringt, die per se hier schon als ausgestorben galten.

(Blog Pfotengangs Welt: Ausweitung der Erlaubnispflicht, 13.10.2012; Hervorhebung d. Red.)

              

 

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Bildzitat Screenshot von http://www.youtube.com/watch?v=0vdEJM8n9c8 aus der oben genannten RTL-Reportage 2011. Auch mit diesem Transport wurde die Parvovirose nach Deutschland eingeschleppt, wie der Sender berichtet.
Inzwischen haben solche Tierschlepper unter dem Etikett des Tierschutzes übrigens enorm aufgerüstet: Forumsscreenshots belegen, dass aktuell ein solcher Trapo von Anführungszeichen-Tierschützern aus der Slowakei sogar von zwei "Ordnungshütern" selbst gefahren werde. Wo die dann bitte ihre vorgeschriebene Sachkunde herhaben wollen, muss erst bei der zuständigen Dienststelle erfragt werden.

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Bildzitat Screenshot von http://www.youtube.com/watch?v=0vdEJM8n9c8 derselben Doku. Hier parliert die erste Vorsitzende des Bund gegen Missbrauch der Tiere, bmt, Petra Zipp gewichtig von den sogenannten schwarzen Schafen der Tierschutzszene. Doch selbst Frau Zipp müsste doch wissen, dass man diesen verharmlosend als „schwarz“ verleumdeten Exemplaren der Schwarz-Schafe-Herde eben nur mit dem entsprechenden gesetzlichen Instrumentarium Herr werden kann? Fragen Sie den bmt, wie dieses Statement und die Bilder dieser Doku und die zweitausend anderen Tierquälerei-Fakten des Auslandstierschutzes mit der Contra-Erlaubnispflicht-Position des bmt zusammenpassen!

 



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Sonntag, den 14. Oktober 2012 um 10:08 Uhr
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