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Aua757: Unbestrittener Erfolg für PETA: Bekannter Welpenverkäufer gibt auf!

 

{TS-Kritik}

 

Die Tierrechtsorganisation PETA ist umstritten. Die Kritik ist berechtigt (vgl. hier und hier und hier). 

Fakt ist und bleibt aber auch: Von allen aktiven großen deutschen Tierschutzorganisationen lassen sich für PETA Deutschland e. V. die beeindruckendsten Erfolge nachweisen. Damit verbunden ist dann auch gleich die Frage, warum diese Leistungsnachweise andere Tierschutz-Spenden-Sammler nicht zu erringen in der Lage (?) sind. Es kann doch nicht nur an den Methoden liegen?


Bundesweit bekannter Hundehändler macht die Grätsche

Zu diesen nachweisbaren Erfolgen gehört ganz aktuell die Geschäftsaufgabe eines bekannten Welpenverkäufers in nordrhein-westfälischen Ascheberg. PETA-Ermittler Stefan Bröckling hatte dort erst jüngst wieder katastrophale Zustände aufgedeckt, filmisch dokumentiert und die Behörden alarmiert (PETA-Doku). Die Medien hatten mit Überschriften wie Jeden Tag ein totes Tier über die gruseligen Haltungsbedingungen berichtetet. Auf RTL2 gab es einen Fernsehbericht mit eindrücklichen Bildern.

Aua757PETA 

Bildzitat Screenshot von:  http://www.peta.de/web/welpenhandel.6272.html
Von Fliegen übersäte, im Verwesungsstadium weit fortgeschrittene Kadaver toter Schweine und Hunde in unmittelbarer Nähe der Hundezwinger bei einem Welpenverkäufer in Ascheberg.
In
Aua756 wurde von einem Veterinäramt berichtet, das seinen Job hervorragend erledigt. Für das Veterinäramt, das für diesen Hundevermehrer und -händler zuständig ist, darf man diese Pflichterfüllung bei aller juristisch gebotenen Zurückhaltung zumindest in Frage stellen. Denn die Missstände in Ascheberg sind seit vielen Jahren bekannt und wurden in zahlreichen Foren diskutiert (vgl. Aua297).
Nun hat es die umstrittene Tierrechtsorganisation PETA geschafft, den für Tierleid wie obiges Verantwortlichen aus dem Geschäft zu treiben. Soll dieser Erfolg unter den Tisch fallen, weil die Kritik an der Orga berechtigt ist? Doggennetz.de meint: nein! Das eine tun (loben, was zweifelsohne lobenswert ist), das andere nicht lassen (kritisieren, was aufgezeigt werden muss).


Jetzt gibt der Welpenverkäufer bekannt, dass er sein Geschäft aufgebe. Wie Westline mit Bezug auf die Ruhr-Nachrichten berichtet, erklärte er: „Ich werde den Betrieb einstellen, weil ich dem medialen Druck nicht mehr gewachsen bin“ (Quelle). Wann das passiert, dazu erklärte sich  der Geschäftsmann noch nicht. Tatsache ist aber, dass seine Web- und Verkaufsseite im Internet nicht mehr aufrufbar ist. Außerdem laufe gegen ihn ein Strafverfahren.

Dieser beeindruckende Erfolg PETAs bei einem bundesweit bekannten und seit vielen Jahren schwelenden Tierschutzproblem macht Hoffnung und verdient Würdigung! Eine produktive Tierleidquelle wurde abgeschaltet.

Eine Binsenweisheit jedoch ist auch die von der Medaillen-Doppelseitigkeit. Deshalb gewichtet das nächste Aua dieses PETA-Lob schon wieder gegen …


Aktualisierung vom 24.09.2012:

Der WDR brachte am 20. September 2012 in Lokalzeit Münsterland einen kurzen, aber die weiteren Hintergründe zumindest anleuchtenden Bericht. Darin wird auch nach dem Verhältnis zwischen dem Welpenstuben-Betreiber und dem zuständigen Veterinäramt Kreis Coesfeld gefragt ...

 





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Freitag, den 21. September 2012 um 07:28 Uhr
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