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Aua730: Nie vergessen: Tiere sind NUR Markt! Kopfhörer für Katzen

 

{TS-Kritik}

 

Der Hauptteil der viel besungenen zentraleuropäischen und nordamerikanischen „Tierliebe“ erklärt sich nur aus nur einem, dafür aber im globalen Kapitalismus ausschlaggebenden Faktum: Tiere sind ein gigantischer Markt! Nur aus diesem Grunde auch interessieren sich die Global Player wie Futtermittelkonzerne und Co. überhaupt für „Tierschutz“ bzw. das, was sie aus diesem einst hehren Ansinnen inzwischen gemacht haben. (Das Endergebnis nach Umgestaltung durch die Konzerne ist etwa wöchentlich samstags in der  Tierfreundeverdummungsseife hundkatzemaus zu bewundern.)

Systemimmanent, wenn auch etwas skurril ist das neueste Angebot aus Amerika: Kopfhörer für Katzen! Dabei scheinen sich die Hersteller ihres Absatzerfolgens so gewiss zu sein, dass sie selbst mit solchen gravierenden Vorführ-Defiziten wie in diesem Video an die Öffentlichkeit gehen!  


So quält der Profi: Kochlöffel statt Ohrhörer

Das Votum der Katzen in obigem Video ist ungefähr so eindeutig wie das ihrer verwilderten Kollegin in der Tiere-suchen-ein-Zuhause-Sendung vom 29.07.2012, die unter Anleitung einer „Katzenpsychologin“ mit einem Kochlöffel zwangsgezähmt wurde. Katzenquälerei im Öffentlich-Rechtlichen geht glatt durch, wenn die dazugehörige Moderatorin einen blinden Labi hat und das Etikett „Tierschutz“ einfach drübergekleistert wird.

Aua730TiereMarktKatze30  
Bildzitat Screenshot von:  http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2012/0729/00_verhaltenstipps_katze.jsp
Unter Anleitung einer so genannten Katzenpsychologin wurde eine so genannte Katzenschützerin dazu aufgefordert, den klar artikulierten Willen der verwilderten und bei ihr dauerhaft inhaftierten Katze grob zu missachten und sie per Kochlöffel zwangzuzähmen. Wer Katzen lesen kann, liest in diesen Szenen Grauenhaftes! Dass die vor Angst halb irre Katze sich nach einigen Wochen schon weitgehend aufgegeben hat und dem verhassten Kochlöffel nichts mehr entgegensetzt, wird als "Erfolg" gefeiert. Dieser "Erfolg" siedelt auf derselben Höhe wie unter Folter erpresste Delinquenten-Geständnisse!
Respekt vor der Kreatur? Um Gottes Willen! Damit kommt man aber nicht ins Fernsehen!


Die Satirikerin jedoch hat Bedenken hinsichtlich des Katzen-Ohrhörer-Verkaufsvideos: Ist das wirklich ernst gemeint? Oder ist es eine Eigenart amerikanischen Humors, einen Moderator mit ausgeprägter Katzenhaarallergie einzusetzen? Und sind die Amis tatsächlich so durchgeknallt, dass sie nach diesem Werbevideo 1.000 Dollar hinblättern? Vermutlich. Dann ist aber die deutsche Variante mit dem Kochlöffel die billigere, wenn man Katzen Gewalt antun möchte.





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Sonntag, den 05. August 2012 um 10:31 Uhr
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