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Aua593: Tierschutz und Menschenverachtung VIII: Morddrohungen mit KZ-Bildern

{TS-Kritik}

 

Status quo: Doggennetz.de sieht sich zunehmend außerstande, allen Phänomenen der nach rechts steuernden Radikalisierung in der Tierschutzszene nachzuschreiben. Darüber hinaus ist diese Redaktion der felsenfesten Überzeugung, dass es sich bei diesen an verschiedenen, überwiegend virtuellen Orten auftretenden Phänomenen unterschiedlicher Akteure  NICHT um Zufälle oder individuelle Entgleisungen handelt, sondern um gezielte Aktionen einer von verfassungsfeindlichen Motiven gesteuerten und im Verborgen agierenden politischen Kraft. Diese Kraft oder Kräfte haben mit Tierschutz überhaupt nichts zu tun, sondern benutzen diesen nur für ihre Zwecke.

Neuerlich bitten wir die Doggennetz.de-Leser und alle, die auf dem Boden unserer Verfassung stehen, wach, sensibel, kritisch und wehrhaft zu sein bei folgenden, in der Tierschutzszene zunehmend massiert auftretenden Phänomenen:

               !!!  Aufrufen zur Menschenjagd                
!!! Auslandshetze
!!! populistischen Forderungen nach härteren Strafen (z. B. für Tierquäler)
!!!

nachgewiesene Verbindungen einzelner Tierschützer oder Tierschutzorganisationen zu kriminellen Vereinigungen oder solchen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden (wie z. B. dem Motorradclub Gremium; vgl. Wikipedia-Eintrag)

!!! KZ-Vergleiche und Verharmlosungen des Holocaustes (vgl. dazu aktuell Aua592)


Doggennetz.de hegt keine Sympathien für die Zoophilen

Eine weitere Vorab-Abgrenzung ist bei dem äußerst heiklen Opfer der aktuellen Morddrohung mit KZ-Bildern leider notwendig: Doggennetz.de hegt keinerlei Sympathien für die Zoophilen und ihre Aktivitäten. Nach Auffassung dieser Redaktion ist JEDE Art von Sex und sexuelle Betätigungen im Kontext mit Tieren völlig inakzeptabel!

Trotzdem bleibt als blanker Fakt: Der sexuelle Kontakt mit Tieren ist in der aktuellen Rechtsprechung nicht strafbar. Die öffentlich agierenden und ihr Anliegen erklärenden (z. B hier)  Zoophilen grenzen sich von jeder Gewalt im sexuellen Kontakt mit Tieren ab. Das ist zunächst einmal anzuerkennen.

Diese Redaktion nimmt es den extremistischen Kräften in der Tierschutzszene auch ganz besonders übel, dass sie uns mit ihren völlig maßlosen und menschenverachtenden Aktivitäten dazu zwingen, hier ein lautstarkes Veto zugunsten der Zoophilen einzulegen. Das Risiko, nun auch noch dahingehend verleumdet zu werden, dass Doggennetz.de die Partei der Zoophilen ergreife, muss diese Redaktion eingehen. In diesem Fall hat Zivilcourage eindeutig Vorrang.

Denn was in der Auseinandersetzung mancher „Tierfreunde“ mit dieser Minderheitengruppen in jüngster Zeit passiert, ist nicht mehr hinnehmbar.

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Bildzitat Screenshot von: http://blog.zeta-ev.de/ am 08.04.2012 mit freundlicher Genehmigung von David Z.
Solche Morddrohungen erhalten diejenigen der Zoophilen, die an die Öffentlichkeit treten und ihre Identität im Impressum einer Webpräsenz preisgeben. Zu beachten ist die Bildunterschrift: "Du Tierf... bist auch bald dran!!!!!!". Wer solche Drohungen verschickt, kann auf keinen Fall Tierfreund oder gar Tierschützer sein, denn Tierschutz bedeutet zu allererst Respekt vor (jeglicher) Kreatur. Damit ist quasi schon bewiesen, dass die angeblichen Tierfreunde inzwischen weitreichend von rechtsextremistischen Kräften unterlaufen sind.

 

Menschenjagd konzentriert sich auf die Zoophilen

Die extremistischen und staatsfeindlichen Kräfte, die in der Tierfreunde- und Tierschützer-Szene Besorgnis erregenden Zulauf genießen, konzentrieren sich immer deutlicher und immer pointierter auf die Zoophilen.

Das wird ihnen durch die Offenheit, mit denen diese Gruppe an die Öffentlichkeit tritt, auch noch erleichtert. Nicht nämlich verstecken sich die Zoophilen in irgendwelchen Hinterzimmern und dunklen Ecken, sondern sie pflegen eine sehr seriöse und sachlich argumentierende Internetpräsenz (z. B. hier und hier). Um das Maß ihrer personellen Gefährdung voll zu machen, geben sie dort auch noch ordnungsgemäß ihren Namen im Impressum an.

Kritik am Rande: Da Doggennetz.de auch bei Tierschutzorganisationen formaljuristische Defizite anmerkt, seien auch die Zoophilen davon nicht ausgenommen. Es ist der Seriosität der Organisation ZETA nicht förderlich, überall auf der Website und im Blog den Eindruck zu erwecken, es handele sich um einen eingetragenen Verein. ZETA wurde mit Beschluss des Berliner Kammergerichts vom 19.10.2011 diese Eintrag versagt (Quelle).

Auch bei der Demo gegen Zoophilie am 24. März 2012 in Köln waren die Zoophilen anwesend. Das gereicht ihnen jetzt zum Nachteil, denn auf Facebook etwa wird mit Fotos, welche bei dieser Gelegenheit aufgenommen worden waren, zur Jagd auf diese Minderheit aufgerufen.

 

Die Verantwortung etablierter Tierschutzorganisationen

Es soll nicht Thema dieses Artikel sein, mit welchen unseriösen Mitteln etwa Ulla Saure auf ihrer Website Tierleid.org Stimmung für diese Demo und die Aktionen gegen die Zoophilen gemacht hat und es weiterhin tut: Verwendung des Falles <Doggenrüde Boss>, für den der sexuelle Missbrauch nicht nur nicht nachgewiesen werden kann, sondern eher unwahrscheinlich ist (vgl. dazu Aua348, Aua350, Aua364, Aua558); Verwendung von Bildern, für die keine Quellen angegeben werden etc.

Es soll auch nicht Thema dieses Artikels sein, warum sich vorgeblich seriöse Organisation und andere Großorgas einem solchen Aufruf anschließen, der auf derart unbelegten Dokumenten fußt. 

Mit welchen unseriösen Mitteln die angeblichen Tierschutz-Aktivisten bei diesem Thema arbeiten, dokumentiert dieses Video auf YouTube: Gezielt wird Zoophilie durch die Großaufnahme auf die Kinderschaukel und den "Tatort" Kinderspielplatz mit Pädophilie vermengt.

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Bildzitat Screenshot von: http://www.youtube.com/watch?v=bfWOFbcnGsU am 09.04.2012.
In dem Video zum Demonstrationsaufruf gegen Zoophilie am 24. März 2012 in Köln wird mit übelsten Propagadamethoden gearbeitet, indem das Phänomen Zoophilie ganz gezielt mit Pädophilie vermengt wird. Vielleicht sollten sich renommierte Großorganisationen das "Infomaterial" von den Organisatoren solcher Demonstrationen etwas kritischer ansehen, bevor sie sich solchen Aufrufen ungeprüft anschließen. Fakt auf jeden Fall ist, dass inzwischen aus einem berechtigten tierschützerischen Anliegen ein gut geschmiertes Volksverhetzungsinstrument für politische Kräfte geworden ist, die eine ganz andere Agenda verfolgen.


Aber alle namhaften Tierschutzorganisationen dürfen gern zur Kenntnis nehmen, dass das sicherlich tierschützerisch berechtigte Anliegen, eine strafrechtliche Regelung zum sexuellen Missbrauch von Tieren zu erwirken, inzwischen von ganz anderen Kräften usurpiert wurde und zur hemmungslosen Menschenjagd missbraucht wird.  Und wenn diese menschenverachtenden Kräfte nicht bald gestoppt werden, dürfen sich diese großen Tierschutzorganisationen auch nicht wundern, wenn sie eines Tages nach ihrer Verantwortung für die zunehmend außer Kontrolle geratende Lynchjustizstimmung gefragt werden.


Morddrohung mit KZ-Bildern

Eine solche Frage etwa wäre: Wie verträgt sich der Tierschutzgedanke damit, dass man einer missliebigen Minorität, in diesem Fall den Zoophilen, Morddrohungen mit KZ-Bildern zuschickt? 

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Bildzitat Screenshot von: http://blog.zeta-ev.de/ am 08.04.2012 mit freundlicher Genehmigung von David Z.
Anonyme Morddrohung an die Zoophilen. Die Bildunterschrift "ZETA's unter sich" bezieht sich auf den Organisationsnamen Zoophiles Engagement für Toleranz und Aufklärung ZETA.
Übrigens geschieht es nicht (nur) aus linguistischer Arroganz, wenn auf Doggennetz.de wieder und wieder auf die nahezu typischen Rechtschreibschwächen der aus dem Ruder laufenden Tierschutz-Fundamentalisten hingewiesen wird. Denn sie lassen, wie auch in diesem Fall des fälschlich gesetzten Apostrophs, Rückschlüsse auf die Täter zu. Abgesehen von diesen ermittelungstechnischen Feinheiten müssen sich aber zunehmend auch die renommierten großen Tierschutzorganisationen fragen lassen, ob nicht ein sensiblerer und gegen solche faschistoiden Auswüchse abgrenzender Umgang mit dem Thema angesagt wäre?



Wie verträgt sich der Tierschutzgedanke damit, dass diesen Menschen per Post Rasierklingen zugestellt werden mit der Aufforderung, das „Problem“ doch bitte selbst zu beseitigen, also sich umzubringen?

Muss sich der „etablierte“ Tierschutz nicht andere Formen der Auseinandersetzung mit einem so heiklen Thema wie dem sexuellen Missbrauch der Tiere überlegen?

Ist ein Waren-Angebot, wie das T-Shirt mit dem Aufdruck „Härtere Strafe für Tierquäler“, das  in dem  mit dem Ralf-Seeger-Verein Helden für Tiere kooperierenden Shop angeboten wird (vgl. Aua563), nicht auch als ein Faktor in dieser zunehmend hochkochenden Stimmung von Menschenjagd und Lynchjustiz zu sehen?

 

Nicht mehr akzeptabel

Wer – außer Doggennetz.de – in der Tierschutzszene erhebt sein Veto, wenn eine Minderheit in unserer Gesellschaft, die ein zumindest derzeit nicht strafbares Anliegen vertritt, solche Drohungen erhält?

Möchten Tierschutzorganisationen oder einzelne Tierfreunde Solidaritätsbekundungen und Statements von Zivilcourage zu dieser Art von Drohungen gegen Menschen  abgeben, werden diese auf Doggennetz.de gern veröffentlicht!

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Sonntag, den 08. April 2012 um 13:23 Uhr
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