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Aua550: Die neuen Aktivitäten der Margit Oeltze: Chancenlos?

{TS-Kritik – ein ironischer Kommentar}

 

In den unendlichen Weiten des WWW geht schnell eine liebe Seele verloren. Wer möchte das schon? Deshalb freut sich Doggennetz.de ganz besonders, die Auslandstierschutzszene von den neueren Aktivitäten der bekannten Tierschützerin Margit Oeltze zu informieren.

 
Eine erstickte Galgohündin

Bisher war dieser Name vorrangig im Kontext mit dem Verein Hundehilfe Hundeherzen e. V. bekannt (vgl. Aua176, Aua178, Aua179, Aua181, Aua188, Aua200, Aua280).

Bedauerlicherweise kam es 2011 zu einigen unschönen Vorfällen, zu denen aber die Dokumentenlage exquisit war. Wer erinnert sich nicht des Pathologieberichts der Galga Mora, die in einem Anhänger eines Transportes von Hundehilfe Hundeherzen e. V. qualvoll erstickt war, so dass der Pathobericht neben vielen anderen Qualmerkmalen „prämortales Leiden“ konstatierte (vgl.
Aua200) ?

Auch CharityWatch.de berichte mehrfach über diesen bemerkenswerten Verein:

http://www.charitywatch.de/?id=1268

http://www.charitywatch.de/?id=1400

http://www.charitywatch.de/?id=1481

http://www.charitywatch.de/?id=1525

 

Neue Märkte, neue Rechtsform 

Nachdem sich der „Tierschutz“ in Spanien irgendwie nicht so wahnsinnig bewährt hat, erobert sich Margit Oeltze jetzt neue Märkte. Neue Märkte, neue Orga. In der  Hoffnung, dass der Vereinsname ein Omen ist, hier der ganze Genuss:

aua550margitoeltzessimpressum60 
Bildzitat Screenshot von: http://chancenlos.net/contents/de/contactus.html am 12.03.2012.
Bitte schauen Sie sich diese Site gründlich an. Empfehlen kann diese Redaktion etwa die rubrik "Emotions" und "Spenden Sie".

Es handelt sich also um eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft in Gründung. Über die juristischen Finessen von gUGs  hatten wir schon einmal ausführlich hier informiert.

Damit es nun wirklich auch jeder versteht, wo das steuerrechtliche Leckerchen bei diesem Konstrukt steckt, hier noch einmal der entscheidende Passus:

              

„gUG“? Das Kürzel „guG“ dürfte den meisten nicht geläufig sein. Es bedeutet „gemeinnützige Unternehmer-Gesellschaft“ und ist eine ganz neue Rechtsform, die mit dem Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts zum 1. November 2008 in Kraft trat. Juristische Experten weisen bei der guG auf den Drahtseilakt zwischen den gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen, zum Beispiel der Pflicht zur Rücklagenbildung und dem Gemeinnützigkeitsrecht hin. Die Finanzverwaltung hat diesen Widerspruch zwischen der sogenannten Thesaurierungspflicht (Rücklagenbildung) und dem nach Gemeinnützigkeitsrecht bestehenden Gebot zur zeitnahen Verausgabung der Mittel zugunsten der Rücklagen gelöst. Spender sollten deshalb wissen, dass es bei dieser Rechtsform juristisch und fiskalisch zwingend ist, der Rücklagenbildung bis zum Erreichen des Stammkapitals von 25.000 Euro den Vorrang zu geben. Bis diese stattliche Summe erreicht ist, müssen 25 Prozent des jährlichen Gewinns für die Rücklagen verwendet werden. Eine andere Frage ist die, warum man für diesen Spendenzweck eine derart komplizierte und für den Laien undurchsichtige Gesellschaftsform wählt.

(CharityWatch.de: Stiftung Menschen für Tiere gUG Tolldreiste Etketten-Pirouetten; Hervorhebung d. Red.)

              

 
Noch ein Formfehler?

Einer Leserzuschrift zufolge verlangt das GmbH-Gesetz in Paragraf 5a, dass eine Gesellschaft, die mit einem Stammkapital von unter Eur 25.000 startete, im Firmennamen die Bezeichnung "Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)" oder "UG (haftungsbeschränkt) führen MUSS.

Die DN-Redaktion erwähnt das hier nur der Vollständigkeit halber ... und so ... !


Neustart mit den bekannten Wundern

Doch Margit Oeltze enttäuscht uns nicht: Auch mit dem neuen Konstrukt gibt es schon wieder wahre Wunder. Denn – das hatten wir oben gerade erst gelernt – die „gUG“ sei ja nun gerade erst in Gründung. Wenn sie aber gerade erst in Gründung ist, kann sie doch unmöglich schon als gemeinnützig anerkannt sein?

Trotzdem – oh große Herrlichkeit – kann Chancenlos? gUG i. Gr. aber schon wieder Spendenquittungen ausstellen:

aua550margitoeltzessspenden60 
Bildzitat Screenshot von: http://chancenlos.net/contents/de/d7.html am 12.03.2012
Doggennetz-Tipp: Immer wieder wird diese Redaktion gefragt, wie so etwas (noch "in Gründung", aber schon gemeinnützig und zum Ausstellen von steuerlich abzugsfähigen Spendenquittungen in der Lage)  möglich ist? Und immer wieder kann diese Redaktion nur auf die zuständigen Staatsanwaltschaften verweisen, die allein eine solche Frage beantworten können.

Ist das Leben nicht schön?

 

„Angebot“ an polnisches Tierheim

Neue Märkte, neue Akquise:  Nachdem Margit Oeltze über Verteiler von einem Spendenaufruf für das polnische Tierheim Zabrze/Hindenburg erfahren hatte (bei denen hocken 300 Hunde!!!), wandte sie sich per E-Mail an die als Katzenmama bekannte Tierschützerin Sawa. Über sich selbst berichtet sie in der Mail an Sawa von acht Jahren Tierschutzarbeit, davon sieben Jahre als Vorsitzende eines eigenen Vereins – den wir nun ja alle kennen: Hundehilfe Hundeherzen e. V. Dort, so berichtet Oeltze weiter, wollte sie "neue Wege gehen", aber ihre Mitstreiter seien dazu nicht bereit gewesen. Stolz verweist sie darauf, in diesem Verein 3.000 Hunde vermittelt zu haben.

Jetzt sucht die Tierretterin ein Tierheim (im Ausland!!!), welches mit „uns“ zusammenarbeiten möchte.

Sawa bot Margit Oeltze dann an, sie möge doch ihre Interessenten aus Deutschland an sie bzw. dieses polnische Tierheim weiterleiten, da vor jeder Vermittlung selbstverständlich Kontrollbesuche stattfinden müssten.

Dann berichtet Sawa nur noch, dass Margit Oeltze auf einmal nicht mehr so nett gewesen sei und sie mal gründlich über deutschen Datenschutz aufgeklärt habe (der solchen Vor- und Nachkontrollen nämlich entgegenstehe).


Polnische Tierschützer bemühen sich um Bekanntheitsgrad

Sawa und diejenigen polnischen Tierschützer, die schon länger kritisch die Tierschlepperaktivitäten einiger deutscher Orgas beobachten (vgl. Aua316, Aua317, Aua320, Aua341, Aua369, Aua372) wollen jetzt wohl dafür sorgen, dass dieses wunderbare neue Konstrukt Chancenlos? gUG i.Gr. in Polen richtig dolle bekannt wird, damit der Name seine Erfüllung finde!

Und sei es nur, um dieser Hündin hier postmorale Ehre zu erweisen:

aua185galgamora 

Zu Tode gerettet: Dies ist bzw. war die Galga "Mora", die auf dem "Tierschützer"-Transport des Vereins Hundehilfen Hundeherzen e. V. qualvoll erstickt sein soll - gemäß einem den spanischen Tierschützern vorliegendem Pathobericht. Sie soll zusammen mit einem weißen Galgo in der Transportbox spediert worden sein.
Bild: spanische Tierschützer

 

Aktualisierung vom 13. März 2012:

Doggennetz.de wirkt!!!

Es ist so schön zu sehen, dass sich diese Redaktion all die Mühe nicht umsonst macht! Neben einigen nicht zielführenden Ausschweifungen der Verantwortlichen der obigen gUG i. Gr. (haftungsbeschränkt) in (verständlicher) Reaktion auf diesen Artikel sowie einer unwahren Tatsachenbehauptung , für die heute schon eine Abmahnung aus dem Haus ging, wurde die Website an der sensibelsten Stelle prompt geändert und sieht jetzt so aus:

aua550oeltzeaktspenden60

Bildzitat Screenshot von: http://www.chancenlos.net/contents/de/d7.html am 13.03.2012 / 13.06 Uhr.
Jetzt findet sich hier nur noch ein Fehler: Denn von  "möchten" kann eigentlich nicht die Rede sein; "müssen" wäre das korrekte Modalverb. Aber jetzt wollen wir mal nicht kleinlich werden!





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Montag, den 12. März 2012 um 11:08 Uhr
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