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Aua485: Hundehilfe Russland: Gelähmt, inkontinent, inoperabel und der Pflegeplatz macht die Grätsche

{TS-Kritik}

 <<<Bitte beachten Sie die unten stehende Aktualisierung vom 25.01.2012>>>


Es ist wieder einmal die Hundehilfe Russland (vgl. Aua301, Aua303, Aua306, Aua322, Aua376,  Aua397), die insbesondere im Kontext von schwerst gehandicapten Hunden erneut auffällt: Da holt man eine gelähmte und inkontinente Hündin aus Russland nach Deutschland und der dafür ausgesuchte Pflegeplatz macht schon nach vier Tagen die Grätsche. Jetzt ist die Not wieder groß und das übliche SOS-Gefunke beginnt!


Nur der Tierarzt möchte den Hund erlösen!  

Hinzu kommt: Das Votum des deutschen Tierarztes ist wohl eindeutig: Nichts zu machen, keine Operation möglich. Er empfehle die Einschläferung, so berichtet Hundehilfe Russland.

Über den Fall als solchen erübrigt sich jede weitere Diskussion.


Kritische Stimmen werden laut

Ganz besonders erfreulich aber ist die Tatsache, dass in dem von Doggennetz an anderer Stelle schon häufiger kritisierten Forum Verlassene Pfoten sich kritische Stimmen erheben, die mindestens zwei  sehr berechtigte Fragen stellen:

-          Was haben die Tierschützer eigentlich bei der Vorkontrolle dieses Pflegeplatzes gemacht?

-          Gibt es in Russland keinen Tierarzt, der vor der Einfuhr hätte abklären können, ob die Hündin eine realistische Option hat?

 

Moralischen Druck aufbauen

Aber natürlich und leider gibt es auch schon wieder die andere Seite: Wird von den verantwortlichen Tierschützern auch nur andeutungsweise signalisiert, dass man der tierärztlichen Einschätzung nachgeben könnte, kriegen diese stante pede Druck von einigen Usern. Sofort melden sich bewährte Märtyrer, die solche Hunde schon jahrelang in der Gegend herumzerren und sich als moralisches Beispiel begreifen.

Auch wenn sonst insbesondere der Schaschlik-Tierschutz mit hoffnungsvollem Blick gern zu Dr. Schweda als berühmte Kapazität pilgern, sein Votum zu gelähmten Hunden, die auch noch inkontinent sind, dieses Votum blendet man wohlweislich aus.

Zu dem angelieferten gelähmten Hund Melonik (vgl. dazu aber Aua382) sagte dieser seinerzeit in VOX:

              

Also im schlimmsten Fall muss  man jetzt gucken was uns da hinten erwartet, wenn da also ein gravierendes Problem ist, dass man davon ausgehen müsste, dass er hinten auch nicht laufen kann, dann hieße das für mich ganz klar: einschläfern. Weil liegende Hunde mit Pampers oder ähnlichem, was man  manchmal so im Tierschutz-Bereich beobachten kann, das möchten wir hier nicht unterstützen.
(Tierarzt Dr. Schweda in VOX Menschen, Tiere & Doktoren)
 

              

 

Wer nicht „neutert und released“: Hundehändler!

Weg von diesem gruseligen Einzelfall hin zur Struktur dieser Art von Tierschutz: Vielleicht möchten die Diskutanten im obigen Forum die „Tierschützer“ der Russland-Hilfe fragen, ob sie schon einmal etwas von „neuter and release“ gehört haben? Und daran geknüpft die Frage, wie viele Hunde in Russland sie auf ihre Kosten dort haben kastrieren lassen, die sie NICHT nach Europa schleppen?

Nach Doggennetz-Meinung: Nur wer ein nahezu identisches Quantum von Tieren (zur Anzahl der eingeführten) vor Ort im Ausland kastrieren lässt, kann für sich in Anspruch nehmen, so etwas wie Tierschutz zu machen.

Wer ausschließlich Hunde nach Deutschland schleppt, ist ganz klar das, was das Verwaltungsgericht Schleswig, das Finanzgericht Baden-Württemberg und das Verwaltungsgericht Koblenz von solchen Organisationen sagt: Hundehändler!


Aktualisierung vom 25.01.2012:

In Aua488 gibt die Pflegestelle dieses Hundes einen erschütternden Bericht über die wahre Situation der armen Hündin!

 

 

 





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Dienstag, den 24. Januar 2012 um 09:34 Uhr
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