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Aua415: Hundetötungen Ukraine: Schwere Vorwürfe gegen deutsche Tierschutzorganisationen

 

{TS-Kritik}

 

Seit Wochen erleben deutsche Tier- und Hundefreunde einen Hype um die Hundetötungen in der Ukraine, der seinesgleichen sucht. Neben PETA sticht als eine der Organisationen mit den meisten Verlautbarungen und „Aktionen“ der Europäische Tier- und Naturschutz e. V. hervor. Eine Auswahl der ETN-News der letzten Wochen zu diesem Thema hier:

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/buergermeisterkiew.html ;

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/pressekonferenzkiew.html ;

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/ukrainetreffen.html ;

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/hundemassakerkenntnis.html ;

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/fussballukraine.html ;

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/hundemassaker.html ;

http://www.etn-ev.de/news/meldungen/massenmordfussball.html

 

Nichts außer "heißer Luft und Versprechungen"

Das Hundemagazin Hounds & People erhebt in einem aktuellen Artikel vom 5. Dezember 2011 nun schwere Vorwürfe gegen deutsche Tierschutzorganisationen. Derzeit starte das österreichische Boulevardblatt „Die Kronen-Zeitung“ eine beispielhafte Hilfsaktion für die Hunde in der Ukraine, welche zeige, wie Hilfe unbürokratisch und schnell funktionieren könne. Ein vorausgehender Artikel von Hounds & People vom 18.11.2011 habe weltweit für so viel Aufsehen gesorgt, dass innert weniger Stunden der Server zusammengebrochen sei.

Hounds & People benennt die gemeinten deutschen Tierschutzorganisationen nicht. So bleibt dem kritischen Tierfreund und Spender nur die Möglichkeit, diese Vorwürfe mit den Aktivitäten der großen deutschen Tierschutzorganisationen abzugleichen.

Die entscheidenden Aussagen des HP-Artikels sind (Zitate im Original mit Fehlern übernommen):

              

In der Ukraine gibt es ca. 10 Tierheime die bisher aus Deutschland weder Spenden noch Hilfsgüter, wie uns Ukrainische Tierschützer berichten, erhielten.
(Hounds & People: Österreich hilft gejagten Hunden in der Ukraine vom 05.12.2011; Hervorhebung d. Red.)

              


Der nachfolgende Hinweis erhält besondere Brisanz dadurch, dass Tamara Tarnawska gleichfalls in einer Pressemitteilung des ETN  vom 17.11.2011 ausdrücklich erwähnt wird. Sie nahm nämlich zusammen mit dem ETN und dessen Botschafterin Maja Prinzessin von Hohenzollern, an einer Pressekonferenz in Kiew am 17.11.2011 teil.

                      

Auch das Tierheim SOS Spa in Kiev von Tamara Tarnawska, dem wir helfen wollten, ist bis heute von Tierschutzorganisationen aus Deutschland nicht unterstützt worden.
(Hounds & People: Österreich hilft gejagten Hunden in der Ukraine vom 05.12.2011; Hervorhebung d. Red.) 

              


In der ETN-News "ETN e. V. Pressekonferenz in Kiew / Protest gegen Hundemord / EM 2012 in der Ukraine" liest sich das dann so:

              

Neben Dieter Ernst, Präsident des ETN e.V. und Maja Prinzessin von Hohenzollern, Botschafterin des ETN e.V. nahm die Ukrainische Tierschützerin Tamara Tarnawska, Präsidentin, SOS International Animal Protection Society, an der Pressekonferenz teil, Dolmetscherin war Alina Nosenko vom Büro  Klitschko-Stiftung teil.
(
ETN-News  v. 17.11.2011; Hervorhebung d. Red.)

              


Hounds & People gibt in dem referierten Artikel weitere Hinweise darauf, um welche deutsche Tierschutzorganisation es sich handeln könnte:

              

Zwar hätte eine deutsche Tierschutzorganisation in der Ukraine immer wieder Pressekonferenzen vor allem vor westlichen Medien gegeben, aber "außer viel heißer Luft und Versprechungen" sei nichts passiert, so die Ukrainer und Tomi Tomek von der Organisation SOS Chats Noiraigue in der französischen Schweiz, die das Tierheim in Kiev seit 2009 auch über Spenden aus der Brigitte Bardot Foundation versuchen zu unterstützen.
(Hounds & People: Österreich hilft gejagten Hunden in der Ukraine vom 05.12.2011; Hervorhebung d. Red.)
 

              



Ukrainer hätten keine konkrete Hilfe erhalten

Es wird in dem Hounds & People-Artikel auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass besagte deutsche Tierschutzorganisation Spendenaufrufe getätigt habe, konkrete materielle Hilfe jedoch hätten die Ukrainer nicht erhalten:

              

Obwohl der deutschen Tierschutzorganisation und ihrer Repräsentantin die Not bekannt gewesen sei und in Deutschland grosse Spendenaufrufe stattgefunden haben, sei man nach den medienwirksamen "schicken" Auftritten sofort wieder, ohne weitere Hilfe, abgereist. Spenden von dieser Organisation aus Deutschland seien, so die Ukrainer, bis heute keine eingetroffen.
(ibid.; Hervorhebung d. Red.)
 

              

Der Hounds-& People-Artikel gibt auch endlich einmal konkrete Zahlen zur Situation in der Ukraine an.

Besonders glaubwürdig wird die Berichterstattung des noblen Hundemagazins durch Angabe eines Spendenkontos IN DER UKRAINE selbst! Denn wer kann effektiver die Situation vor Ort einschätzen und an ihr modulieren als die Tierschützer dort?

Auch der ETN ruft zur Spenden für seine Arbeit in der Ukraine auf:

aua415etnspendenaufruf50    
Bildzitat Screenshot von: http://www.etn-ev.de/ am 08.12.1011

Und wenn Sie den Spendenaufruf des Deutschen Tierschutzbundes e. V. zum Thema Hundetöten in der Ukraine noch einmal hören möchten, wie er von Präsident Thomas Schröder am vergangenen Sonntag in der Sendung Tiere suchen ein Zuhause verkündet wurde, lesen Sie Aua407 und folgen dort dem Link zum Video der Sendung!

Der HP-Artikel wurde bundesweit auch über Presseverteiler verteilt:

Überdies wurde er über die Fellbeisser Tierschutznachrichten von 08.12.2011 verschickt, der auf die "Freie Pressemitteilungen" rückverweist.

 





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Donnerstag, den 08. Dezember 2011 um 11:05 Uhr
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