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Aua407: Ukraine: Besonnene Töne vom Deutschen Tierschutzbund

{TV-Kritik}

 

Thomas Schröder: So einen schlanken Fuß wie Wolfgang Apel macht er auf dem Bildschirm nicht. Aber glücklicherweise wurde das Breitbandkabel ja vor dem Präsidentenwechsel beim Deutschen Tierschutzbund e. V. eingeführt. Und schließlich kommt es auf den Inhalt an. Und der war gestern Abend in Tiere suchen ein Zuhause zum Thema Hundetöten in der Ukraine gut!

Es waren nämlich die leiseren, besonneneren Töne, welche der neue Präsident des Deutschen Tierschutzbundes im Gespräch mit Claudia Ludwig in lichtdurchfluteter Wohnzimmeratmosphäre Tierfreunden und Tierschützern darbot. Schröder praktizierte nicht den Griff in die saftigen Farbtöpfe von grausamen Einzelbeschreibungen wie bei anderen spendenakquirierenden Großakteuren auf diesem Parkett. So  lud er nicht den gesamten emotionalen Ballast schonungslos auf  hilflosen Tierfreunden ab, sondern nannte unaufgeregt Handlungsalternativen: Spenden an erster, die Sponsoren der Fußball-Europameisterschaft kontaktieren an zweiter Stelle. Deren Verantwortung als Profiteure an dem Fußball-Event, in Vorgriff auf dieses derzeit angeblich massive Streuner-Säuberungsaktionen erfolgen, benannte Schröder klar.

Zu den genauen Vorgängen in der Ukraine äußerte er sich mit Vorbehalten, auch wenn er die Brutalität der Tötungen bestätigte. Ludwig selbst wies auch darauf hin, dass diese schlicht „Tradition“ in dem Land haben.

Das war ein gelungener Auftritt, bei dem die nicht zu übersehende Unsicherheit des Prinzenpräsidenten die zur Mütterlichkeit neigenden Herzen der Tierfreundinnen im Sturm erobert haben dürfte.

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Bildzitat: Screenshot von http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/index.jsp am 05.12.2011
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, zu Gast bei Claudia Ludwig 
in der WDR-Sendung Tiere suchen ein Zuhause.
Handlungsoptionen zum Thema Hundetöten in der Ukraine.
Glücklicherweise hat die Sendung gerade erst für eine neue Studioeinrichtung gesorgt. Man stelle sich diese Szene bitte auf dem berühmten Strohballen vor ...


Ausgewogene Impfinfos

Und noch ein Lob für die von Doggennetz ansonsten vollständig enthaarte Sendung: Der Beitrag über das Impfen war grandios! Beide Seiten kamen zu Wort; für die Impfkritiker die sehr geschätzte Monika Peichl. Und die Tierärztin Elisabeth Kellerwessel, die eher dem traditionellen, für Tierärzte und Pharma einträglichen Impfkanon zuneigt, räumte zum Ende des Beitrags ein, dass Tierärzte auch nur die Vorgaben der Hersteller weitertragen.

 
Fußballgroßer Tumor verborgen

Damit die Doggennetz-Leser bei so viel Lob für Tiere suchen ein Zuhause sich nicht über Wesensveränderungen der Redaktion sorgen müssen: Bei der Hündin Ashra aus dem Tierheim Essen den gut fußballgroßen Tumor nicht zu zeigen, nein ihn klar zu verbergen, in dem die Hündin nur von der gesunden Seite präsentiert wird, das ist unfair! Da fallen Interessenten ja vom Glauben ab, wenn sie das riesige Geschwür sehen! Ashra hatte nämlich gerade tags zuvor in der VOX-Spendensammelsendung „Martin Rütter hilft“ schon ihren Auftritt gehabt. Dort allerdings musste der Eindruck entstehen, dass es eine ernsthafte Interessentin für die Hündin gibt. 





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Montag, den 05. Dezember 2011 um 10:24 Uhr
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