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Aua396: Schaschlik-Tierschutz: Bestialische Katzenquälerei mit Spender-Support

{TS-Kritik}

 
Hinweis: Die Überschrift "Bestialische Katzenquälerei" bringt eine Meinungsäußerung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung zu nachfolgend geschilderten Fall zum Ausdruck.


Mancher Doggennetz-Leser wird sich fragen, wie die Redaktion in dieser Fülle auf immer neue gruselige Dokumentationen des Schaschlik-Tierschutzes stößt. Für den folgenden Fall geht der Dank an unsere Leser zurück, die uns auf dieses erbarmungslose Vorgehen von Tierschützern – wie gewohnt unter der gut verdienenden Schützenhilfe von Tierärzten – aufmerksam gemacht haben mit der Bitte, darüber zu berichten.

Das Ganze firmiert unter der Überschrift Streunerhilfe Katalonien (Punkt de) und wie immer braucht es den zweiten Blick, um festzustellen, dass es sich für die deutsche Zusammenballung nicht um einen Verein, sondern Privatpersonen handelt. Verwiesen wird auf den spanischen Partnerverein Seproan – Societat protectora d‘ animals. Klitzeklein findet sich dann in der Rubrik „Über uns“ der Hinweis: „Die Streunerhilfe Katalonien ist ein Zusammenschluss von derzeit in Deutschland 8 aktiven ehrenamtlichen Privatpersonen“ (Quelle).  

Doggennetz lässt die Tierschützer weitgehend selbst zur Rede kommen. Das spricht für sich!

 

Setting des Grauens

Die fünf Überschriften des Berichts sind eine Anhäufung von Schreikrämpfen. Dabei zerhacken die selbst ausgekosteten und ungebrochen an den Leser/Spender weiterzugebenden Horrorschauer gelegentlich auch die Syntax:

             

NOTFALL!

Katze SERE!

Ihr wurde der Schwanz aus ihr herausgerissen!

Ihr fehlt das linke Auge!

Sie kämpft seit zwei Wochen in der Tierklinik um ihr Leben

(Quelle; Hervorhebung: K. B.)    
 
              


Berichtet wird über die Katze Sere, die Unterschlupf in einer Garage in Spanien suchte. Dort wurde sie auch geduldet und gefüttert.

Und dann geht's los:

             

Als sie jedoch nach einigen Tagens eines Morgens die Garage öffneten, fanden sie ein Bild des Grauens vor: Ein perverser Mensch oder ein Tier ? muss in der Nacht in jene Gagage eingedrungen sein und hat Sere grauenvoll verstümmelt.
(ibid.; Hervorhebung: K. B.)

              

Der Katze sei der Schwanz herausgerissen worden. Wie die Tierschützer auf die Vermutung „ein perverser Mensch“ kommen, bleibt – comme d’habitude – unklar und unbelegt. „Eine tiefe Fleischwunde klaffte an ihrem Hinterteil.“ Ein Auge hat sie auch noch verloren.

Wie die Wunde genau aussieht, darf der Spender dann erfahren:

              

Neben dem extremen Blutverlust, dem Schock und dem Schmerz hat Sere damit zu kämpfen, dass das „Etwas“ was ihr den Schwanz aus dem Körper herausgerissen hat, ihr die gesamte Haut um ihren After vom Körper gerissen hat.
(ibid.; Hervorhebung: K. B.)

              

An dieser Stelle muss auf den ersten Satz des Berichtes zurückgekoppelt werden: Wieviel [sic!] Leid und Schmerz kann ein Lebewesen ertragen? fragen diejenigen, die genau das gerade austesten.

Auch die Prognose ist wohl eindeutig: Sie wird immer von ihrer bestialischen Verstümmelung gekennzeichnet sein, was die Zyniker zu verbinden wissen mit dem Appell an jene, die sich für so etwas begeistern können: „aber vielleicht wird es mit der Zeit einen Menschen geben, der sie gerade deshalb zu schätzen weiss [sic!].“

Für die experimentelle Tierchirurgie war das einmal wieder ein Glücksfall! Natürlich – und wäre es je anders gewesen? – sei die Operation nach Aussage der Tierärzte erfolgreich verlaufen. (Was solche erfolgreichen chirurgischen Interventionen anbelangt, können die Hündin Mercy und andere ein strophenreiches Lied siegen – vgl. Aua292, Aua275 etc.).


Wir spielen nicht, wir SIND Gott!

Nach Doggennetz-Meinung sind hier wieder einmal Tierschützer ohne jedes Erbarmen zu Werke, die ihre eigene Angst vor dem Tod gnadenlos an der wehrlosen Kreatur unter ihrer Fuchtel ausagieren. Das ist keine Interpretation, das geben die Gnadenlosen mit drei Ausrufezeichen selbst zu:

             

Es wird dauern, bis das Leiden der verzweifelten Katze sich bessern wird, ihren Schwanz und ihr Augen hat sie verloren, aber ihr Leben darf sie nicht verlieren!!!
(ibid.; Hervorhebung: K. B.)

              

Sagt wer?
Sagt jemand, der noch nie gehört hat, dass der Tod auch als Erlöser kommen kann?

Bei strittigen Euthanasien werfen so genannte Tierschützer jenen, die das Wort Gnade noch kennen, gelegentlich vor, sie würden Gott spielen.

Was spielen „Tierschützer“, die einer menschenscheuen Katze so etwas zumuten?

Denn wie immer man zu den Verletzungen stehen mag, für Katzenschützer vielberedt kommt in diesem Fall hinzu, dass – aus welchen Gründen auch immer – Menschennähe für diese Katze der blanke Horror ist. Mit Körpersprache kommuniziert Sere das hier selbst:

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Screenshot von http://streunerhilfe-katalonien.de/ am 27.11.2011 / 13.05 h
Die spanische Kätzin Sere, welcher der Schwanz großflächig mit Hautläsionen aus dem Körper gerissen wurde, die überdies noch ein Auge verloren hat und die ganz genau weiß, warum sie Menschen flieht ...

DAS allein schließt normalerweise schon jede Behandlung aus. Unter kalt lächelndem Rückgriff auf vermenschlichende Interpretationen wissen die „Tierschützer“ hier aber gleich, wie diese Angst richtig zu deuten ist:

              

Da sie aber nun soviele [sic!] Schmerzen durch menschliche Hände ertragen muss, weicht sie verständlicher Weise vor diesen im Moment zurück. Diese bringen ihr im Moment ja nur Spritzen und Salben.
(ibid., Hervorhebung: K. B.)

              

 

Die eindringliche Wiederholung „im Moment“ soll Spender und Interessenten dahingehend täuschen, dass es sich um einen vorübergehenden Zustand handelt. Dieser Täuschungsversuch kann nur bei jenen gelingen, die nicht wissen, dass es eher umgekehrt ist und sonst eher menschenscheue Katzen in physischer Not oder bei lebensbedrohlicher Krankheit paradoxerweise Menschennähe suchen.


So kommt man ins Fernsehen!

Vielleicht wissen es diese „Tierschützer“ nicht, aber mit Sere haben sie zweifellos eine Eintrittskarte ins Fernsehen zur Hand.

Doggennnetz
empfiehlt die Redaktion der Vox-Sendung Menschen, Tiere und Doktoren. Wenn die Streunerhilfe Katalonien nur halb so erfolgreich werden will wie die Tierschützer in Aua382, dann sollten sie Sere am besten noch mit frischer Wunde einen mindestens 17 Stunden währenden Landtransport von Spanien nach Deutschland zumuten und sie dort sofort vor laufender Kamera auf den nächsten OP-Tisch arrangieren!

Da schaut ein Millionenpublikum zu und findet das ganz normal!


Nachtrag vom 28.05.2012:

Mit Datum vom 27. Mai 2012 erhält die Redaktion eine Mail von einer Mitwirkenden der Streunerhilfe Katalonien.

Keine Tierschützermail ohne die branchenüblichen Unterstellungen: „Wahrscheinlich interessiert es Sie überhaupt nicht, was aus dieser Katze geworden ist“(Zitat aus der E-Mail von Michaela Sch., Streunerhilfe Katalonien, an die DN-Redaktion vom 27.05.2012).

Und obwohl es diese Redaktion nicht interessiert, erfahren wir trotzdem, dass es Sere hervorragend geht: „Sie hat in Spanien ein sehr schönes Zuhause gefunden, wo sie nun ihr Leben in Liebe und Geborgenheit genießen darf“ (ibid.).

Zum aktuellen Zeitpunkt ist diese Behauptung sehr hellsichtig.

Die Mail enthält dann noch diesen Link auf ein „Filmchen von Sere in ihrem neuen Zuhause“:

Von der Gesamtsumme der Spenden, den die Tierfreunde des deutschen Nicht-Vereins mit diesem spektakulären Fall akquirieren konnten, sowie dem Abgleich mit den tatsächlich entstandenen Kosten für die tierärztliche Versorgung von Sere,  davon schreibt Michaela Sch. leider nichts …

Ablage: < Einer kam durch! >

 





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Sonntag, den 27. November 2011 um 12:13 Uhr
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