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Aua394: Fortbildungschance für Tierschützer: "Tierschutz beim Transport"

{TS-Kritik}

 

Zwar sind Tierschützer nicht die mit diesem Angebot angesprochene Zielgruppe, zweifelsohne jedoch sind sie die gesellschaftliche Ballung mit dem größten Fortbildungsbedarf. Deshalb böte sich eine Anfrage (in Demut) beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen an, das im Dezember ein Fortbildungsseminar Tierschutz beim Transport anbietet.

Denn inzwischen werden an Bauern, die ihr Vieh in der Regel eher auf Kurzstrecken transportieren, höhere Anforderungen gestellt, als die Mehrzahl der Tierschützer erfüllen können, welche mehrtägige internationale Langstreckentransporte durchführen: einen Befähigungsnachweis.

Folgende Info jedoch sollte man den Tierschützern ganz schonend beibringen: „Die EU macht für die Beförderung von Tieren strenge Auflagen“ (Quelle).

Vielleicht möchten einige Tierschützer auch erst noch abwarten, ob das Ansinnen der Tierschutzgroßorgas von Erfolg gekrönt sein wird, durch die Berufung zum Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig doch noch zu erreichen, dass Tierschutz- und Tierseuchenrecht ausgerechnet für Tierschützer nicht gelten soll (vgl. Aua375).

 
ETN:
Gegen 8 Stunden bei Dritten - selbst aber 15 Stunden transportieren

Welche Paradoxien tierschützerische Forderungen im Abgleich mit dem eigenen Handeln inzwischen produzieren, darauf macht auch ganz wunderbar eine Anfrage im CharityWatch.de-Frageportal an den ETN aufmerksam. Da fragt ein Leser an, wie sich die ETN-Unterschriftenaktion gegen (Nutztier-)Transporte über acht Stunden mit deren eigenem Handeln eines nicht genehmigten Pferdetransportes von 15 Stunden verträgt (vgl. dazu auch mein CW-Artikel Ungenehmigter Pferdetransport aus Österreich).

Aber mit der verlorenen Glaubwürdigkeit steht der ETN wenigstens nicht allein. Der Deutsche Tierschutzbund e. V. macht da auch keine bessere Figur (vgl. die Satire Aua244 und die Persiflage Aua241). Und beim bmt wird es ganz jämmerlich (vgl. u. a. Aua333).

Aber es ist nicht das gemeinsame starke Band der allseits längst verlorenen Glaubwürdigkeit, welches alle Großen aneinanderkettet. Nein, das ist es nicht ...

 

 





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Freitag, den 25. November 2011 um 09:41 Uhr
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