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Aua337: Gastbeitrag Marla Elan: Stuss-Zitate von Tierschützern

{TS-Kritik}

Ein Gastbeitrag von Marla Elan

Wenn Menschen denken,
dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen,
dass Menschen nicht denken!
 


Bitte, auf welchem Planeten leben wir? Müssen wir das Feuer immer noch vom Nachbarstamm stehlen, weil wir selber keines entzünden können?

99 Prozent der Menschen wissen, dass Tiere Gefühle haben. Die intelligenten Affen entwickeln Hospitalismus, wenn man sie einkerkert und nur zur Belustigung herausholt, gesellige Papageien reißen sich das Gefieder aus, wenn man sie einzeln hält, und das Steppentier Pferd in Boxenhaltung zeigt häufig aggressives oder gestörtes Verhalten, das der Stressminderung dient.

Soll das jetzt privilegiertes Wissen von Tierschützern sein?

Aber nein, die lieben Tierschützer, die haben noch nie einen Hund gesehen, der im Überschwang einer GEFÜHLSÄUßERUNG wie Freude oder Angst unter sich macht. Deshalb ist der da oben einer ihrer Lieblingssprüche.

Oder gibt es noch eine andere Erklärung?

Vielleicht sind die Tierschützer mit diesem ebenso bedeutungsschwangeren wie abgenutzten Spruch die ÜBERmenschen, während der restliche Mob zu blöd ist, zu merken, dass ein Hund quiekt, wenn man ihm weh tut.

Na, mal sehen, der Hund quiekt, also denkt der Mensch, wo Rauch ist, da ist auch Feuer, also hatte der Hund etwas. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, auch wenn der frühe Vogel den Wurm fängt. Da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, sagen wir uns, gut Ding will Weile haben. Doch wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen. So bleibt es weiter spannend, wird der Mensch erkennen, dass er dem Hund Schmerzen zugefügt hat? Erkennt er die innewohnende Botschaft des „Quiiiiiiiiiek“?

Die Enzyklopädie der Sprücheweisheiten kostet auf dem Grabbeltisch keine zwei Euro! Etwas, was früher Poesiealbum hieß und heute Freundschaftsbuch genannt wird, können sogar Grundschulkinder mit allerlei Sprüchen füllen. Doch zugegeben, das „Quiiiiiek“ ist nicht so eindeutig wie „Sei wie das Veilchen im Moose,…“ Hier besteht Spielraum für Interpretation. Tröstlich ist, dass die Hoffnung zuletzt stirbt und sich der dumme Mensch bestimmt doch noch einen Reim auf das „Quiiiiiek“ wird machen können. 

Liebe Tierschützer, abgerechnet wird zum Schluss und man muss immer aufpassen, dass man die Rechnung nicht ohne den Wirt macht. Ihr habt die Qual der Wahl, möchtet Ihr vielleicht eure Sprüche wie „Die größte Kunst, die man im Leben lernen muss, ist die Wiedergutmachung von Irrtümern. Eines der Mittel ist, sie einzugestehen“  auf euch selbst und eure Hasskampagnen gegen Andersdenkende anwenden, oder zur Abwechslung einen ehrlichen Spruch über eure peinlichen und schwülstigen Texte schreiben?

Zur Auswahl stehen beispielsweise: Geld stinkt nicht.
Oder: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.
Oder: Wer die Welt verbessern will, kann gleich bei sich selber anfangen.

Quiiiek!

 


 

 

 





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Dienstag, den 04. Oktober 2011 um 11:22 Uhr
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