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Aua316: Widerstand polnischer Tierfreunde - ein offener Brief

 

{TS-Kritik}

[23.09.2011]

Wichtiger redaktioneller Hinweis:

Mit am 02.11.2011 per förmlicher Zustellung eingehendem Schreiben der Rechtsanwältin des Vereins Dobermann Nothilfe e. V. wird die Doggennetz-Redaktion für die Inhalte des offenen Briefs der polnischen Tierfreunde verantwortlich gemacht. Über dieses Konstrukt der redaktionellen Verantwortung für die Inhalte des offenen Briefes wird auf Unterlassung wegen falscher Behauptungen gedrängt.
Dabei werden drei Passagen des offenen Briefes als „falsche und unhaltbare Verdächtigungen“ moniert. Eine der Passagen jedoch ist inzwischen durch Bild- und Schriftdokumente von Behörden als Tatsache belegt, weshalb Doggennetz diese Passage nicht ändern wird. In zwei weiteren Passagen des offenen Briefs der polnischen Tierfreunde wird zum einen eine Befürchtung geäußert und in der anderen eine allgemeine Behauptung über den Auslandstierschutz aufgestellt.
Einen Unterlassungsanspruch anerkennt Doggennetz nicht. Gemäß § 10 Telemediengesetz sind wir jedoch verpflichtet, nach Aufforderung entsprechende Änderungen vorzunehmen oder diese im Zweifel gerichtlich zu vertreten.  Zur Vermeidung von Gerichtskosten hat die Redaktion die vom Verein Dobermann Nothilfe e. V. im offenen Brief der polnischen Tierfreunde monierten zwei Passagen gelöscht. Die Stellen der Löschung wurden kenntlich gemacht.
gezeichnet: Doggennetz-Redaktion Karin Burger

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Der Widerstand ausländischer Tierfreunde gegen die Zwangsmissionierung durch deutsche Tierschützer und gegen den massenweisen Export der Hunde des jeweiligen Landes in ein ungewisses Schicksal wächst.

In der Vergangenheit waren es eher Einzelkämpfer, zum Beispiel in Griechenland, die warnend ihre kritische Stimme erhoben. Das mussten sie bitter büßen: Sie wurden bedroht und bedrängt, in Foren auf unterstem Niveau verleumdet und so dermaßen unter Druck gesetzt, dass sie nicht standhalten konnten. In Griechenland ging der Fall sogar vor Gericht und führte für deutsche Tierschützer zu einer Verurteilung durch ein griechisches Gericht.

In Italien lief es nicht anders. Als illustratives Beispiel dient die Hetzkampagne gegen die italienische Tierfreundin Alma Galli (vgl. dazu Aua93).

Diese wurde in italienischen und deutschen Foren in einer Art und Weise verleumdet und verunglimpft, wogegen das, was derzeit im KSG-Forum passiert, noch harmlos ist. Jede Kritik ist (natürlich!) sofort eine „Hetzkampagne“; kritische Äußerungen ausländischer Tierschützer sind „schleimiger Auswurf“ (vgl. Seite 2 einer enthüllenden Diskussion im Forum „Verlassene Pfoten“).

Aber auch diese Belegstellen sollten sich Doggennetz-Leser sehr rasch ansehen. Denn das Taktieren der deutschen Foren, denen in dieser „speziellen“ Szene eine Schlüsselrolle zukommt, ist bezeichnend und gleichbleibend.

Beispiel:  In Aua73 hatte Doggennetz einen Link auf die Diskussion dazu im Forum „Verlassene Pfoten“ gesetzt. Die Linksetzung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Aua73 war nur möglich, weil der Thread seinerzeit noch öffentlich war. Kaum war der Artikel auf Doggennetz erschienen, wurde dieser Thread in den nichtöffentlichen Bereich des Forums verschoben und ist mithin nicht mehr zugänglich und als Beweis aufführbar.

Nur: Machen sich nicht schon diejenigen verdächtig, die solche Belegstellen verschwinden lassen müssen? Was bedeutet es, dass fast alles im Auslandstierschutz geheim sein muss, geheim gehalten werden muss, dass schon die Tierschutzverteiler nicht der kritischen Presse zugänglich sein dürfen (vgl. dazu Aua310 und Aua313).

Und: So langsam merken auch die Tierfreunde im Ausland, dass etwas faul ist im Staate <Hundeparadies>! Und wessen Denken über den Begriff "Tierfreunde im Ausland" stolpert, darf sich trefflich als Opfer der umfassenden und ganze Nationen als Tierquäler verunglimpfenden Propaganda deutscher "Tierschützer" erkennen.

Offener Brief an einen polnischen Bürgermeister

Ob die Denunziationsschiene der Kritiker auf die Dauer den Auslandstierschutz retten wird, ist mehr als fraglich. Im Moment sieht es eher danach aus, als würde der Schaden dadurch nur größer. 

Derzeit findet in einem großen polnischen Forum eine lebhafte kritische Diskussion statt. Diese nun hat zu einem offenen Brief an einen polnischen Bürgermeister geführt. Die Übersetzung dieses Briefes hier {die Links konnten nicht aktiv kopiert werden und sind nachgefordert; die DN-Redaktion reicht diese nach}:

Das entscheidende Stichwort in diesem Brief ist "Klärung der geheimgehaltenen Situation". Situationen, die geheimgehalten werden, sind intransparent. Das Gegenteil von diesen Strategien und dieser Taktiererei ist Transparenz, die gemeinsame Forderung von Doggennetz und CharityWatch.de.

Wenn sich der Auslandstierschutz nicht zügig hin zur Transparenz bewegt, werden ausländische Tierfreunde die bisherigen Praktiken nicht mehr unterstützen. Mehr noch: Sie werden sich ihnen aktiv widersetzen!

              

An den Bürgermeister von Mielec
Janusz Chodorowski
ul. Zeromskiego 26
39-300 Mielec 20.09.2011


Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bürgermeister !

Wie wir in Erfahrung bringen konnten sollen am 7./8.Oktober aus dem Tierheim in Mielec,ul.Towarowa 11, ca. 70 Hunde nach DE gebracht werden.

Wir fordern die Einstellung dieser Aktion, zumindest bis zu einem Zeitpunkt, wo sämtliche Zweifel und Befürchtungen in diesem Zusammenhang ausgeräumt sein werden und auch die Zweckmäßigkeit der Ausfuhr von Hunden nach DE eine Erklärung bzw. Begründung finden wird.

Lt. unseren Informationen handelt es sich in diesem Fall um einen weiteren Transport von Hunden aus Mielec nach DE , durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Verein Dobermann - Nothilfe.

Wir sind beunruhigt durch die Tatsache, daß das Los der aus Polen nach Deutschland ausgeführten Tierheimhunde größtenteils unbekannt bleibt.

(...) [Die DN-Redaktion hat an dieser Stelle eine vom Anwalt der Dobermannn Nothilfe geforderte Löschung vorgenommen. ]

(...) [Die DN-Redaktion hat an dieser Stelle eine vom Anwalt der Dobermann Nothilfe geforderte Löschung vorgenommen.]

Schon seit einiger Zeit gibt es beunruhigende Signale in den Reihen der freiwilligen Tierheim-Helfer, aber auch auf deutschen und polnischen Internetseiten. Links dazu sind unten angeführt.

Wir sind uns im Klaren darüber, daß das Tierheim in Mielec, ul.Towarowa 11, sich in einer schwierigen Situation befindet und daß der Unterhalt für die Hunde eine ziemliche finanzielle Belastung für die Gemeinde darstellt.
Nichtsdestotrotz hoffen wir, daß Sie als Bürgermeister von Mielec sämtliche erforderlichen Schritte unternehmen werden um eine Klärung der geheimgehaltenen Situation herbeizuführen, wobei Sie vor allem das Wohlergehen der Tiere im Auge behalten , unter Beachtung auch des gesetzlichen Aspektes.

Links :
1.
http://www.sos-galgos.net/2009-07-09...andshunde.html
2
http://www.karinburger.de/index.php?...Aaua&Itemid=53
3
http://www.karinburger.de/index.php?...Aaua&Itemid=53
4
http://www.charitywatch.de/index.asp?id=1537

5 http://www.dogomania.pl/threads/1355...ech-%29/page56
6
http://www.dogomania.pl/threads/89321-Co-powinnismy-wiedzie%C4%87-wyadoptowuj%C4%85c-poza-granice-Polski!!!/page75
7
http://www.dogomania.pl/threads/76664-G%C5%82uchy-foxterier.-Jedzie!-Jedzie-do-Niemiec!/page48
8
http://www.dogomania.pl/threads/132092-gdzie-si%C4%99-podzia%C5%82y-4-psy-ze-schroniska-w-Zamo%C5%9Bciu-!!!/page11
9
http://www.dogomania.pl/threads/1885...n%C4%99%C5%82y!
10
http://www.dogomania.pl/threads/1177...Niemiec/page28
11
http://www.dogomania.pl/threads/1355...kciuki./page10
12
http://www.dogomania.pl/threads/1674...bez-odpowiedzi


Verteiler :
1. Gemeinderat von Mielec
2. Wojewode der Wojewodschaft Podkarpackie
3. Amtsveterinär der Wojewodschaft Podkarpackie
4. Oberster Amtsveterinär für ganz Polen
5. Kanzlei der Ministerrates
6. Medien

Unterschriften :
 
  

(Quelle)

              

 

Wie deutsche Tierschutzvereine, insbesondere solche, für die sich eine direkte personelle Verbindung zu Institutionen nachweisen lässt, welche Tierversuche durchführen, wie also solche Tierschutzorganisationen auf die globale Konsensforderung nach Transparenz reagieren, dokumentiert sich hier.

Dass man auf solche Art und Weise die berechtigten Sorgen ausländischer Tierfreunde eher noch stützt als ausräumt, versteht sich von selbst.

Dem insbesondere von Intellektuellen an dieser Stelle gern vorgebrachtem Einwand, der Tierversuch benötige das so genannte genormte Tiermodell, sei die Novellierung der EU-Tierversuchsrichtlinie "zum Schutz der Versuchstiere" entgegengehalten, welche die "Verwendung" von Straßenhunden und -katzen erlaubt. 


Weitere Artikel zu diesem Thema:

Aua317:
Ein Brief an einen polnischen Tierschutzverein

CharityWatch.de: 
Polnische Tierfreunde wehren sich gegen deutsche Tierschützer 
 

 
Aktualisierung am 26.09.2011 / 21.00 Uhr:

Auf eine Leseranfrage hin hat die Redaktion bei den Initiatoren des Briefes die aktuelle Resonanz abgefragt. Mit Stichzeit 26.09.2011 / 12.00 Uhr haben 224 Personen den offenen Brief unterzeichnet. Bis zum Abend waren viele weitere Zeichnungen hinzugekommen; darunter auch etliche aus Österreich. Besonders gefreut haben sich die Initiatoren darüber, dass auch einige Tierärzte das Anliegen namentlich unterstützen!

Die Diskussion im polnischen Forum finden Sie hier!





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Freitag, den 23. September 2011 um 19:09 Uhr
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