die neuesten Texte




Startseite 
Aua315: Alle lieben MERCY oder wie ein toter Hund Karriere macht!

{TS-Kritik}

 

Die arme Mercy soll endlich ihre Ruhe haben“, erklärte Andrea Berthold vom Tierheim Herzsprung in einem Gespräch mit Doggennetz (vgl. dazu Aua292).

„Die arme Mercy“, das ist die aus Ägypten stammende gelähmte Hündin, die vom Verein Stray einsame Vierbeiner e. V. in die Bundesrepublik geflogen und dort mehrfach operiert wurde, wobei man ihr auch ein Bein abnahm.

Nach diversen Platzwechseln kam sie im Tierheim Herzsprung an. Die Tierärzte dort diagnostizierten bei Mercy eine erschütternd lange Liste von Krankheiten und körperlichen Belegen der Vernachlässigung.

Die Dokumentation des Zustands der Hündin nach Übernahme durch das Tierheim Herzsprung war auch bis August 2011 auf deren Website nachzulesen; untermauert mit schrecklichen Bildern. Heute ist diese Liste der Krankheiten und Leiden der Hündin Mercy, die am 9. Juli 2011 eingeschläfert wurde, nur noch in Aua292 dokumentiert.

„Die arme Mercy soll endlich ihre Ruhe haben“, das auch war die gegenüber Doggennetz angegebene Begründung von Andrea Berthold für die Entscheidung, diese Dokumentation schnell aus dem Netz zu nehmen, nachdem klar war, dass die Leidensgeschichte dieser Hündin kritisch recherchiert wird.

Schade, dass „Die arme Mercy soll endlich ihre Ruhe haben“ nicht dazu geführt hat, dass diverse „Tierschützer“ sich mehr als zwei Monate nach ihrem Tod nicht mehr ihrer bedienen, um „Spenden, Patenschaften“ und allgemein Aufmerksamkeit auf ihren Verein, ihre Website und ihr Tun zu ziehen.

Dass Mercy und andere schon längst tote Hunde munter für die Spendenwerbung eingesetzt werden, wurde aktuell auch in Aua311 dokumentiert. Dort muss Mercy aber wenigstens nicht allein postmortal Präsenz beweisen, sondern tut dies in Begleitung der ebenfalls schon toten Hündin Demi.

Wie Demi zu Tode gekommen ist, können DN-Leser gerne in  Aua275 nachlesen!

Aber für den Moment müssen wir uns jetzt auf einen der vielen toten Hunde konzentrieren und bleiben deshalb erst einmal bei Mercy.

Mercy also sollte zur Ruhe kommen? Aber wie  soll „die arme Mercy“ zur Ruhe kommen, wenn sie zum Beispiel auf Zergportal unter der Überschrift „Zuhause gefunden“ geführt wird? (Auf den aktiven Link verzichten wir an dieser Stelle aufgrund der zu erwartenden Halbwertzeit; selbstverständlich ist das Faktum per Screenshot gesichert.)

Auf die obige Frage wird Zergportal sicherlich eine überzeugende Antwort finden; die Frage dazu finden Sie hier!

Wie soll die „arme Mercy“ unter der Grasnarbe zur Ruhe kommen, wenn Animal Hope – Verein für Tiere in Not e. V. noch einen Platz für sie sucht? Die Frage an den Verein finden Sie hier.

Wie nur soll die „arme Mercy“ ihren Frieden finden, wenn sie sogar noch anderen Vereinen als dem ursprünglich verantwortlichen – Stray einsame Vierbeiner e. V. (vgl. dazu Aua292) – zur Spendenwerbung dient? Mit heutigem Datum und damit mehr als zwei Monate nach dem Tod der armen Hündin fragt der Tierschutzverein Hundeleben retten e. V. auf der Plattform www.animels.de: „Wenn Sie Mercy helfen möchten, sei es mit einer Spenden, einer Patenschaft oder einer Adoption […]“ (http://animels.de/tiervermittlung/hund/166/)

Auch an diesen Verein wurde die Frage direkt gerichtet; lesen Sie hier!

„Mercy“ ist nur ein (1!)  Hund von einer aktuell zusammengestellten Liste von insgesamt 47 toten Hunden. Das sind alles Auslandshunde, die nach Deutschland verbracht und dort innert weniger Wochen oder Monate verstorben sind.

Doggennetz bittet seine Leser um Verständnis dafür, dass es aus arbeitsorganisatorischen Gründen nicht möglich ist, für die anderen 46 Hunde zu dokumentieren, welche Tierschützer und welche Tierschutzvereine sich alle dieser toten Hunde bedienen, um ihre Seiten mit erschütternden Leidensgeschichten zu füllen, um sich als Märtyrer und lichtvoller Retter darzustellen, um für  „Spenden und Patenschaften“ zu werben etc.





Texte sind mein Beruf. Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, können Sie ihn über PayPal honorieren. Danke!

Lesegeld
 
Freitag, den 23. September 2011 um 12:09 Uhr
PDF Drucken E-Mail