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Aua287: Tierärzte: "Hemmunglose Bereicherung" mit Hilfe von GOT(T)

{TS-Kritik}

 

Zum einen ist es mehr als zu begrüßen, wenn diese seltsamen Fernseh-Tierärzte einmal genauer unter die Lupe genommen werden. Auch auf Doggennetz entstanden zu diesem Thema jüngst brisante Fragen (vgl. Aua267, Aua277 in Resonanz auf Aua 275; ein weiteres Aua dazu kommt morgen), die dann auch mehrheitlich unbeantwortet blieben.

Das OnlineMagazin Hounds & People greift den aktuellen Fall des Hamburger Fernseh-Tierarztes Dr. Specht auf. Ein wohltuender Trost für alle durch  Tierarztrechnungen verarmte Tierhalter sind dabei die herzerfrischenden Kommentare von Dirk Schrader. Zum Stöhnen gut:

              

Diese GOT schafft dem Tierärztestand die Möglichkeit, ungestraft eine Profitmaximierung zu betreiben, die einem die Schamesröte ins Gesicht steigen lässt. Es handelt sich um die gesetzliche Grundlage für hemmungslose Bereicherung und stellt eine stetig größer werdende Zahl von Hunde- und Katzenhalter ins Abseits.
(Quelle; Hervorhebung: K. B.)  

              

Zum anderen aber lassen sich wohl Merkwürdigkeiten im Prozedere selbst feststellen. Mit publizistischer Konsequenz geht Schrader auch diese an und hat den Rücktritt des Vorstands der Hamburger Tierärztekammer gefordert. Darüber berichtet Astrid Ebenhoch.


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Doggennetz-Senf:

 

Ich finde auch, man sollte viel mehr Rücktritte fordern! Doggennetz tat dies erst jüngst im Zusammenhang mit dem Deutschen Tierschutzbund e. V. und dessen Präsidenten Wolfgang Apel (vgl. Aua243) . Passieren tut danach natürlich nix, aber man hat es wenigstens mal gesagt.

Darüber hinaus ist es für die Tierschützer-Szene vielleicht tröstlich: Auch bei den Tierärzten geht es keinen Deut anders zu als im Tierschutz. Die prügeln sich auch nicht vornehmer. Hier wie dort gehe es stets um dasselbe: Geld!

Der dritte Punkt ist der entscheidende: die unglaubliche Abzocke der Tierhalter, die zahlenmäßig natürlich den ersten Rang belegen. Aber die Abzocke hört beim Tierschutz ja nicht auf! Und da sind es Spendengelder, die über die Wupper gehen. Und wenn man Tag für Tag hört und liest und sieht, wie Tierschützer sämtlichen Therapieempfehlungen ihrer im Götterstatus befindlichen Tierärzte kritik- und kenntnislos folgen, dafür Spenden einwerben, die Tiere bedenkenlos auf die OP-Tische hieven und die Rechnungen anschließend brav bezahlen, packt den Skeptiker das kalte Grauen.

Dass so manche Therapiemaßnahme nur den Tod hinauszögert, das hat Marla Elan in Aua275 blitzblank herausgearbeitet!

 

 

 

 





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Sonntag, den 28. August 2011 um 09:21 Uhr
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