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Aua283: Zoo Zajac als Konkurrenz für den Tierschutz

{TS-Kritik}

 

Als unseriöse Journalistin freut man sich schier weg, wenn einem ein derartiges Glanzstück journalistischer Recherche und Schreiberei unter die Augen kommt, wie der Artikel Wo ist denn die Cockerspaniel-Abteilung?“ – Zoo Zajac in Duisburg in xtranews.de von Manuela Ihnle.

Schon viel wurde über Zajak in den verschiedenen Medien berichtet sowie auf Doggennetz (vgl. Aua137, Aua140, Aua142, Aua146, Aua147, Aua151, Aua222, Aua231). Allerdings handelte es sich bei den üblichen Medienberichten mehrheitlich um das Widerkäuen der stets gleichen Infos und Stereotypien.

Ihnle dagegen protokolliert auf sagenhaften vier Seiten (im Ausdruck) die von Zajac angekündigten Abläufe der Welpenhälterung und deren Verkauf. Die Kritiker des weltgrößten Zoo-Geschäfts haben damit eine detaillierte Liste an Zusagen an der Hand, auf die sie den vifen Geschäftsmann dann später festnageln können.

 

Das wahre Tierschutz-Protestmotiv: Konkurrenz

Nicht genug damit, stößt Ihnle aber endlich einmal und nach Medienbeobachtung der Redaktion als Erste (außer Doggennetz) in die hochsensible Kernzone des tierschützerischen Protestes vor: Zajac ist eine potenzielle Konkurrenz – insbesondere für den Auslandstierschutz. Ob die Autorin des Artikels weiß, wie tief sie mit Formulierungen wie „Dies wäre geschäftsschädigend für den Tierschutz“ ins Schwarze trifft?

„Konkurrenz“ und „geschäftsschädigend“ – herrlich nah an der Wahrheit! Diese beiden Begriffe sind aussichtsreiche Kandidaten, die wahren Motive des Tierschützerprotestes absolut zutreffend zu bezeichnen.

 

Diese Auas wird Zajac nicht machen

Vergleicht man das ungeliebte Duisburger Welpen-Verkaufsprojekt mit den jüngsten Skandalen und offenbar gewordenen verheerenden Missständen in der Tierschutzszene, lässt sich ziemlich exakt voraussagen, welche Auas Zoo Zajac nie produzieren wird:

 

-         Herumzerren von Resthunden als Spendenmagnete wie in Aua275

-         Mitverkauf politisch extremer Positionen wie in Aua272

-         Zustände wie bei Uwe Stierand, Zwinger vom Evaschacht (z. B. Aua 270)

-         Tierärzte-Impfmurks wie in Aua272

-         Hundetransporte von Tierschützern wie in Aua263 u. v. a. m.

-         aus dem Ausland eingeschleppte Tollwut wie in Aua262

-         Zustände wie auf einem Gnadenhof Momo (u. a. Aua260)

-         keine vorgetäuschte Gemeinnützigkeit wie in Aua246

-         Ein auf dem von Tierschützern ausgesuchten Pflegeplatz buchstäblich verschimmelter weil gelähmter Auslandshund wie in Aua245

Hier brechen wir den  Countdown ab, der sich problemlos bis Aua1 durchführen ließe.


Runtergewirtschafteter Tierschutz
ohne moralische Kritikkompetenz

Auch wenn man von dem  Welpenverkaufsprojekt des Zooprofis nicht begeistert ist, betrachtet man die Qualität des Status quo im Tierschutz der Republik, tröstet die Aussicht darauf, was Zoo Zajac im Gegensatz zum Tierschutz den Tieren auf jeden Fall nicht antun wird (schon aufgrund von Struktur und behördlicher Kontrolle), doch stark. 

Und ein Tierschutz, der moralisch gerechtfertigt Kritik an Zoo Zajac übt, sollte erst mal die vielen Auas in seiner Ethikperformance eliminieren.

    Oder anders:
Mit Hilfe intransparenter, unseriöser und ganz andere Ziele verfolgender Groß-Orgas
sowie eines hysterischen
Hausfrauen-Rudels im Auslandstierschutz
zuzüglich der Riesenfraktion der Panik-Tierschützer
zuzüglich der Märtyrer-Truppen
plus bekennend seelisch kranker Kompensations-Gutmenschen
wurde der deutsche Tierschutz
auf ein derart unterirdisches Niveau heruntergewirtschaftet,
von dem aus er jede moralische Berechtigung verloren hat,
im Grundsatz durchaus beklagenswerte Projekte
wie den Welpenverkauf bei Zoo Zajac
zu kritisieren.

TOLL!

                                 



 

 



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Samstag, den 27. August 2011 um 08:36 Uhr
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