die neuesten Texte




Startseite 
Aua243: Bilder des Grauens aus dem früheren DTSB-Tierheim Haßfurt

{TS-Kritik}

 

Nach Aua241 und vor Aua244, deren satirische Wucht auch diese Redaktion immer wieder einmal innehalten lassen zu prüfen, ob das Maß noch stimmt, liegen inzwischen weitere und komplett verstörende Informationen zu dem früheren Deutschen-Tierschutzbund-Tierheim Haßfurt vor. Was sich dort abgespielt haben muss, übersteigt das inzwischen leider „übliche“ Level der Skandalzustände in deutschen Tierheimen bei weitem!

 

Zahlreiche Schreckensberichte, grausame Bilder

Die Mainpost kommt mit den Schreckensberichten kaum nach (hier und hier; weitere der zahlreichen Artikel sind auf Mainpost online neben jedem Bericht verlinkt) Und ein besonderes Lob dieser Redaktion. Nicht selten halten die Medien vor Ort solche Skandale flach; nicht zuletzt auch deshalb, weil Lokalgrößen über die entsprechenden Kontakte zur Presse verfügen!


Liste der Leiden

---> Hunde mit Tumoren
---> Hunde mit eiternden Wunden
---> ein Hund, der bis aufs Skelett abgemagert war
---> Hunde mit eiternden Ekzemen
---> Hunde in schlechtem Ernährungszustand
---> Hunde, die aufgrund einer Muskelatrophie durch Bewegungsmangel kaum
       noch laufen können
---> Hunde mit starken Schmerzen ohne Behandlung
---> Tiere „tierschutzwidrig vernachlässigt“
---> Katzen mit Katzenschnupfen
---> Katzen mit Durchfall
---> Hunde mit Ganzkörper-Flohekzemen
---> Hund „Nero“ mit eingewachsenem Halsband

Und das alles in einem Tierheim, das bis vor wenigen Wochen Mitglied im Deutschen Tierschutzbund e. V. war.


Ausschluss aus dem Dachverband als Hilfe für gequälte Tiere?

Da kommt die von Tessy Lödermann, Vorstandsmitglied des Landesverbands des Deutschen Tierschutzbundes, gemäß Mainkurier zitierte Äußerung, man habe den Haßfurtern mehrfach und auch finanzielle Hilfe angeboten, reichlich dürftig? 

Wie den verschiedenen Zeitungsartikeln zu entnehmen ist, zieht sich dieses extreme Leiden der Tiere in Haßfurt schon mehrere Jahre hin. Und in all der Zeit hat der bis vor kurzem zuständige Dachverband keine Wege gefunden, diesen Tieren zu helfen?


Haßfurt als Tierleid-Anklage gegen den Auslandstierschutz

Im Übrigen wendet sich auch der Fall Haßfurt ganz klar gegen den Auslandstierschutz und dem völlig unangemessenen Quantum an Aufmerksamkeit, das dieser erheischt. Da pilgern deutsche Tierschützer durch ganz Europa, um von einer Höhe vermeintlicher moralischer Überlegenheit herab über andere den Stab zu brechen ... derweil in deutschen Tierheimen Tiere die oben aufgezählten Qualen erleiden, ohne dass jemand überhaupt hinsieht!


Die Großen entziehen sich der Verantwortung

Besonders zynisch angesichts des Falls Haßfurt klingt dann auch die äußerst schräge Rechtfertigung der neuen ersten Vorsitzenden des Bund gegen den Missbrauch der Tiere, Petra Zipp. Primär natürlich für die Interessen ihres Vereins, der permanent Auslandshunde einführt, argumentiert sie in dem Artikel "Politik entzieht sich der Verantwortung" des neuen bmt-Magazins für das unbedingte Muss und die strahlende Plausibilität immer weiterer Auslandshundeimporte (vgl. bmt-Magazin, dort den Artikel Politik entzieht der Verantwortung, Seite 6 unter der Headline "Letzter Tagesordnungspunkt: Auslandshunde").


Klare Doggennetz-Forderung an Wolfgang Apel

So ein Skandal wie Haßfurt in der Politik - da wären die Konsequenzen unausweichlich. Deshalb formuliert Doggennetz heute unzweideutig:

Herr Apel, was haben Sie aus dem Deutschen Tierschutzbund gemacht? Ein Skandal jagt den nächsten. Tiere müssen in katastrophalem Ausmaß in deutschen Tierheimen leiden. Den hier zuständigen Verein wenige Wochen vor der amtstierärztlichen Schließung noch schnell aus dem Dachverband auszuschließen, enthebt diesen und Sie als deren Präsidenten nicht der Verantwortung für dieses Tierleid!

Treten Sie zurück und geben Sie Ihre Ämter frei für junge aktive und kompetente Bewerber, die zu modernem und effizientem Tierschutz in der Lage sind und die nicht weiter eine einst lobenswerte Position des deutschen Tierschutzes in Europa verspielen!

Ober kürzer:

Übernehmen Sie, Herr Apel, die politische Verantwortung für diesen Skandal!






Texte sind mein Beruf. Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, können Sie ihn über PayPal honorieren. Danke!

Lesegeld
 
Montag, den 01. August 2011 um 07:42 Uhr
PDF Drucken E-Mail