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Aua161: Neue Todesart für Auslandstiere dokumentiert: Verdursten!

{TS-/DS-Kritik}

 

Das Thema lässt sich leider nicht mehr anders als zynisch behandeln …

Neuerlich geht eine Warnmail durch den Tierschutzverteiler, in der vor einer bestimmten Pflegestelle für Katzen gewarnt wird.

Die Mail titelt Warnung vor Katzenquälerin und erzählt die Horrorgeschichte eines Katers Grauli/Clooney, der auf einer Pflegestelle zusammen mit fünf anderen Katzen verdurstet ist. Festgestellt habe das die Offenbacher Polizei, welche die Wohnung der wohl verschwundenen „Pflege“-Frau öffnete und dort die Kadaver der "geretteten" Katzen fand! Denn weitere drei Katzen stammen aus dem Tierschutz, wie die Mail angibt: Die Tierhilfe Miezekatze haben diese dorthin vermittelt.

Vermutlich ist es müßig, die Frage zu stellen, wann die Tiereinschlepper endlich merken, dass es sich um einen SYSTEMFEHLER, nicht um einzelne Personen handelt, die sich – Suprise – mal wieder nicht des Vertrauens würdig erwiesen.

Überraschung Zarenhof.
Überraschung Gnadenhof Momo.
Überrasch X, Y, Z und dann beginnen wir munter wieder bei A.

Neuerlich auch empört man sich wieder nur über den versagenden Dritten. Das hilft mächtig dabei, die eigene Verantwortung nicht wahrzunehmen.

JETZT stellt man im Internet gefundene Bildchen der „Hobbyhure“ in ein Forum, bei der man zuvor Auslandskatzen abgeladen hatte. (Quelle: http://www.istrien-live.com/forum/showthread.php?t=5482%5bhttps://freemailng0605.web.de/online/jump.htm?goto=http%3A%2F%2Fwww.istrien-live.com%2Fforum%2Fshowthread.php%3Ft%3D5482; der aktive Link wurde entfernt, da nach DN-Meinung in dem Forum die Persönlichkeitsrechte der "Gesuchten" verletzt werden)

Schade, dass sich kaum präzise ausrechnen lässt, wie viel Prozent der „geretteten“ Tiere, Hunde oder Katzen, ihre „Rettung“ überhaupt mit einem vertretbaren Ausmaß an Lebensqualität und einem akzeptablen Zeitfenster überleben.

Die einen überleben schon den Transport nicht oder sie werden tausende von Kilometern mit offenem Bauch transportiert, um dann am Zielflughafen aufgrund des ganz offensichtlichen Verstoßes gegen die Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung und des Gesundheitszustandes des Tieres euthanasiert zu werden (Aua152) ; die nächsten gehen bei all den dilettantischen Verlade- und Umladeaktionen verschütt (Aua139) oder können auf dem ersten, zweiten oder dritten Spaziergang ihren Rettern „entkommen“ (Aua104). Sie werden von Gnadenhof zu Gnadenhof verschoben (Aua150), bis ein mutiger Amtstierarzt einschreitet und beschlagnahmt (Aua94). Vermutlich eher Wenige werden in Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes von den dort beschäftigten Mitarbeitern eigenhändig um die Ecke gebracht (Aua157). Und sie werden – wissen wir das auch! – auf Pflegestelle gesetzt, deren Betreiberinnen, wie sich offensichtlich erst hinterher herausstellt, etwas branchenfremde Hobbys betreiben und die mit viel Spendengeld Geretteten in einer Wohnung zurück und dort verdursten lassen!

Und all die Blauäugchens reden sich tapfer ein, man müsse nur noch genauer hingucken bei den Pflegestellen, dann wird’s schon funzen.

Herr Kapellmeister, bitte die nächste Runde:

Der Auslandstierschutz tanzt den Dilettantentango!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





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Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 09:01 Uhr
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