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Aua154: Tierschutz und Menschenverachtung II: Beispiel Gnadenhof Momo

{TS-/DS-Kritik}

 

Nach über 150 Auas darf man es vielleicht noch einmal wiederholen: Ja, ich war selbst ein Elch!

Als Elch, weil aktive Tierschützerin,  hatte ich, Karin Burger, noch eine andere Perspektive auf das Thema.

Jahre zurück und weit VOR den aktuellen Beschlagnahmungen auf dem Gnadenhof Momo 2010 und März 2011 habe ich als Elch tadelnswerterweise mit meiner (heutigen) Meinung nach unseriösen und/oder unprofessionellen Doggen-Schutz-Organisationen zusammengearbeitet.

In jener Zeit hatte Lydia Muus von der Privatpersonorganisation <Doggenschutz>, anlässlich seinerzeit erneut aufflammender Diskussionen zum Thema Gnadenhof Momo, ein nicht öffentlich zugängliches Internetforum „gegenanimalhoarding“ eingerichtet. Zu diesem Exklusivforum hatte nur ein Handvoll Tierschützer Zugang.

In diesem Forum ging es primär um den Gnadenhof Momo.

Eine Tierschützerin berichtete dort u. a., wie man sich in der Nähe des Grundstücks beobachtend aufgehalten habe. Die Betreiber des Gnadenhofs hätten die Beobachter dann auch bemerkt und nach Auffassung der postenden Tierschützerin deutliche Anzeichen von Nervosität und Hektik gezeigt.

Die Schreiberin gab sich begeistert über diese Reaktionen.

Daraufhin habe ich das Posting kritisiert und darauf hingewiesen, dass solche Aktionen sich meiner Meinung nach bedrohlich dem nähern, was man als Menschenjagd bezeichnet. Ich habe diese Beobachtungsattacken als nicht zielführend und verwerflich kritisiert.

Das war dann so ziemlich das Ende dieses Forums. Die postende Tierschützerin war tödlich beleidigt und zog sich sofort zurück. Danach kam dieses Forum nie mehr zu Kräften.

 

Doggennetz hat seine Kritik an den dokumentierten Zuständen auf dem Gnadenhof Momo umfänglich und in verschiedenen Auas dokumentiert. Die vorliegenden Befunde wurden durch Behörden erhoben und gesichert. Verschiedene Rechtsverfahren sind dazu anhängig.

Aber bei aller Kritik an den Betreibern des Gnadenhofs darf diese eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Solche Aktionen, wie die oben beschriebene, fallen unter den bekannten tierschützerischen Aktionismus, sind absolut sinnlos, überhaupt nicht zielführend, u. U. kontraproduktiv  und verletzen die Rechte der Kritisierten in inakzeptabler Art und Weise.

Das kritisierte Posting, die perfide Begeisterung an der Hektik der Beobachteten („Jagderfolg“?) und vor allem die ausbleibende Kritik anderer Forumsteilnehmer auf dieses Posting ist keine Ausnahme, kein Ausrutscher – sondern charakteristisch für einen viel zu großen Teil der Szene!

Auch das zeigt aktuell der Fall der thailändischen Katze LuiLui und die virtuelle Hetzjagd auf die Amtstierärztin.

 

 

 

 

 

 





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Mittwoch, den 15. Juni 2011 um 08:50 Uhr
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