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Aua156: Die erste Adresse im Doggen-Schutz: Notdogge e. V.

{TS-/DS-Kritik}

 

Im Tierschutz ändert sich nichts! Das ist das bisher überwiegende Fazit der Beobachtungen in der Szene nach den teilweise gruseligen Erfahrungen der letzten zwölf Monate. Und es ist dauerhaftes Lamento auf dieser Site.

Einzelne ändern etwas, und das auch noch hin zum Besseren! Das ist die überraschende Erkenntnis für Doggennetz nach der Beschäftigung mit der Doggen-Schutz-Organisation Notdogge e. V.

Dieser vergleichsweise kleine Verein reicht deshalb mit seinem aktuellen Profil ganz weit aus der Doggenszene heraus. Damit möglichst viele ihn und seine bemerkenswerten Innovationen wahrnehmen, ist mein aktueller CharityWatch.de-Artikel Vorbildliche Transparenz und Kompetenz für Tierschutzdoggen  über Notdogge e. V. besonders zu empfehlen.

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Professionelle Strukturen statt gehuldigter Märtyrerinnen

Was der erste Vorsitzende Dominik Daul zusammen mit dem Notdogge-Team in den letzten 15 Monaten auf die Beine gestellt hat, ist beachtlich. Es sind vor allem kodifizierte und professionelle Strukturen. Das beginnt mit dem professionellen Internetauftritt, der demnächst auch noch ein Relaunch erfährt, setzt sich fort über das akribische Auswahlverfahren für Pflegeplätze und endet im umfassenden Serviceangebot sowie bei den vorbildlichen Abgabeverträgen noch lange nicht.

Und die Strukturen sind entscheidend; nicht die Personen! Das dürfte auch so ziemlich das vorderste Kriterium sein, das Notdogge e. V. von den anderen Organisationen der Szene gravierend unterscheidet.

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Doggenhündin Aéla: Lebt hochbetagt und wohlauf in der Schweiz. Der Kontakt dieser Vermittlung noch aus dem tierschutz-aktiven Zeiten von Doggennetz steht! Im Gegensatz zu den Vermittlungen vieler anderer Organisationen ist der Endplatz dieses Hundes auch nicht "geheim" oder gar nebulös!
Bild: Pierrette Houmard

Und hier ist auch wirklich – und nicht nur nominell – ein Team am Werk, was sich schnell an Hand der unterschiedlichen Zuständigkeiten für die verschiedenen Aufgaben im Verein überprüfen lässt. Dabei übernimmt Daul diejenigen Aufgaben, welche auch in das Pflichtenheft eines ersten Vorsitzenden fallen – er führt den Verein. Und kein Besucher der professionellen, nüchternden und informativen Website muss dort lesen, was sich in Dauls Schlaf- oder Wohnzimmer abspielt. Wie angenehm! Wie herausragend!

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Traumhafter Oskar (†)! Diese Dogge gehörte in das klassische Aufgabenprofil von Doggen-Schutz-Organisationen; ebenfalls eine Vermittlung von Doggennetz aus vergangenen Zeiten.
Bild: Nina Taphorn



Kein Blinken, keine Wäsche

Auf der Notdogge-Site blinkt nichts! Nicht wird dringend und leuchtend und zappelnd zu Spenden aufgerufen, mit tränenreichen Leidensgeschichten dieser Aufruf noch verstärkt. Wie angenehm! Wie herausragend!

Manche Doggen-Szene-Insider werden irritiert nach der dreckigen Wäsche suchen, die man üblicherweise im Gäste- oder Tagebuch der Internetpräsenzen in dieser Szene um die Ohren geklatscht zu bekommen gewohnt ist. Die Notdogge-Site informiert über die Arbeit des Vereins und über Notdoggen; sie informiert nicht über die Empfindlichkeiten, den monopausalen Hormonspiegel, die mangelnde Impulskontrolle und das ausufernde Rachebedürfnis der jeweiligen Organisations-Alleinherrscherin an früheren Pflege- und Endplätzen oder an Kritikern.

Entweder waren die Wasserträger aus oder sie haben sich so endgültig im Norden und Südwesten um ihre je eigene Märtyrerinnen konzentriert, dass Notdogge nun ohne auskommen muss. Oder gar will?

Der ersten Vorsitzende Dominik Daul vermittelt seinem Gesprächspartner final den Eindruck, dass er sich sehr gut selbst artikulieren kann. Er hatte nichts Heiliges an sich. Fast entstand der Eindruck, nein, er kann nicht über das Wasser gehen! Ein Alleinstellungsmerkmal in der Szene!

Ungern hebe ich es heraus. Aber vielleicht hat diese Professionalität, Sachlichkeit, Unaufgeregtheit und Zielorientiertheit doch etwas mit dem Geschlecht des Vereinsvorsitzenden zu tun?

Können professionellen, strukturierten, seriösen Doggen-Schutz wirklich nur Männer?

So bitter das ist, aber die unglaubliche Doggen-Szene legt diesen Schluss dringend nahe!

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Schade, dass so dramatische Biografien wie des Doggenrüden Samir (vgl. Aua119) nicht in Profi-Hände wie die von Notdogge kommen.
Bild: Screanshot von der Vox-HundKatzeMaus-Site

 

Alleinstellungsmerkmale in der Szene

Für Szene-Insider erhebt sich die berechtigte Frage, warum Doggennetz erst jetzt von der ausgesuchten Vorzüglichkeit dieses Vereins Kunde gibt. Bisher war davon nichts und in <Dogge praktisch> anderes zu lesen.

Das stimmt! (Und wird in <Dogge praktisch> umgehend geändert.)

Es erklärt sich eventuell mit der Volksweisheit des nahe liegenden Guten? Und es erklärt sich aus dem Überraschungsmoment der Lern- und Wandlungsfähigkeit eines Vereins. Damit konnte man doch nicht rechnen?

Bei Notdogge hat sich einiges geändert. Diejenigen Aspekte, welche diesen Verein vormals aus der Optik schoben, sind hinfällig und brauchen deshalb nicht mehr diskutiert zu werden.

Man beachte die „Alleinstellungsmerkmale“:

  • Transparenz nicht nur als geheucheltes Lippenbekenntnis, sondern als unterschriebene Selbstverpflichtungserklärung bei der Initiative Transparente Zivilgesellschaft
  • Qualität statt Quantität in allen Bereichen. Als Ausfluss dieses konsequenten Grundsatzes dann: Die explizite Begrenzung der Vermittlungsquantität mit dem einzigen Ziel der Vermittlungsqualität. Dazu gehört auch die Reduktion der Auffangstationen und die personellen Umbesetzungen bei den einzelnen Vereinsaufgaben.
  • Die explizite Abgrenzung von radikal-fundamentalistischen Einstellungen und Methoden. Ein programmatischer Ansatz mit pragmatischer Ausrichtung.
  • Klare Strukturen, klare Abläufe, geschlossene, demokratisch gewählte Führung, eindeutige Ansprechpartner.
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Die Wahrscheinlichkeit und Hoffnung, dass sich so furchtbare Zuchthündinnen-Schicksale wie das von Lilly (heutiger Name!) vielleicht in Zukunft nicht mehr so häufig wiederholen, wird durch das Konzept einer Doggen-Schutz-Organisation wie Notdogge e. V. größer als durch das ganze rosarothimmelblaue Tamtam des Rests der Szene.
Bild: HP

Startschuss zur Fehlersuche

Das wird den Damen aber nicht gefallen? Es ist nicht völlig abwegig anzunehmen, dass mit der Veröffentlichung dieses Vereinsprofils der Startschuss zum Nachweis dessen gefallen ist, was Notdogge alles falsch macht oder warum Notdogge überhaupt verwerflich ist.

Bestimmt macht auch Notdogge e. V. einmal Fehler. Eher noch als andere, da hier Menschen zu Werke sind. Das Entscheidende aber ist: Der Verein hat transparente Strukturen geschaffen, die sicherstellen, dass Fehler 1. auffallen (müssen – schon wegen der Transparenz!), 2. thematisiert und 3. konstruktiv verwertet werden.

Notdogge e. V. bedient die drei wichtigsten Forderungen, welche die aktuelle Diskussion an modernen Tierschutz stellt:

  1. Transparenz
  2. Professionalität
  3. Qualität statt Quantität

Doggennetz empfiehlt den Verein Notdogge e. V. sowohl zum Spenden wie zur Information wie zur Übernahme von Notdoggen wie für Interessenten, die eine Tierschutzdogge übernehmen wollen – ohne sich in eine Glaubensgemeinschaft zwangsintegrieren lassen zu müssen.

Die Situation der Deutschen Dogge in Deutschland ist nicht gut. Aber die Verfügbarkeit eines Vereins wie Notdogge e. V. ist ein starker Trost!

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DIE Deutsche Dogge schlechthin, DER Fall, MEIN Marius (†) ! Wenn es eine Organisation gibt, welche die Lehren und meine Erfahrungen aus diesem ganz besonderen Tierschutzfall verwerten und umsetzen kann, könnte das Notdogge e. V. sein. Die anderen hat es noch gar nicht interessiert bzw. haben das "Geheimrezept" dieses Falls nicht verstanden und würden es auch nicht akzeptieren.

 

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     





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Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 06:55 Uhr
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