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Aua107: Es ist euer Bier! Oder: Wie lange kann ein Hund mit Maulkorb überleben?

{TS-/DS-Kritik}


So viel Hoffnung! Überall tut sich etwas. Immer mehr humane Tierfreunde sagen oder schreiben, was sie offenbar schon länger denken, sich bisher aber wohlweislich nicht getraut haben zu artikulieren. Die Stimmung schlägt um!

Immer mehr Bewegung kommt ins Spiel. Lesen Sie nur den kraftvollen Leserbrief von „Amy“ mit dem Titel „Tiersch(m)utz“ auf CharityWatch.de zum Artikel „Wo sind die Hunde aus Italien?“

Allein: Die Aufgabe ist so mächtig, sie kann von den Journalisten und Publizistinnen allein nicht gewuppt werden. Schlicht: Es ist auch euer Bier!

Die Gelegenheiten sind mannigfaltig: In jedem Forum bieten sich Möglichkeiten. In jedem Tierheim in eurer Nähe! Bei jedem Gespräch, in dem Tierschutz Thema ist. Mit jedem Leserbrief zu einem verklärenden Artikel über die angeblich so wertvolle Arbeit der Tierschutzorganisation XYZ, die Hunde aus dem Ausland „rettet“. Und natürlich zu vorderst: Dreht ihnen den Geldhahn ab!

Oder macht es so wie der Kreuzbube in Sachsen. Der Hundefreund in der Nähe des Tierheims Oelzschau hat einen interessanten Blog eingerichtet. Neben phantastischen Bildern und einer Menge kynologisch fundierter Beobachtungen werden dort auch kritische Gedanken zu Auslandshunden und insbesondere den nicht fachgerechten Umgang mit ihnen in manchen Tierheimen geäußert.

kreuzbubeblog2

DAS könnte man als Lebensqualität in Deutschland für immigrierte Südhunde durchgehen lassen? Schon! Und wie vielen dieser ist hier leinenlose Begegnung und Bewegung vergönnt?
Bild: Kreuzbube

Auch der Fall Sammy, der mit aufmontiertem Maulkorb entlaufene Podenco des Tierheims Oelzschau, kommt in dem Blog zur Sprache.

Sammy ist jetzt schon seit mehr als einer Woche verschwunden. Ob es ihm gelungen ist, den Maulkorb loszuwerden? Wie lange kann ein Hund, dem Trinken und Fressen verwehrt ist, in der freien Wildbahn überleben? Wie viele Hunde aus dem Ausland müssen noch so ein Schicksal oder eine der zahlreichen Varianten  davon erleiden, bevor all die tierliebenden Menschen merken: Mensch, das ist ja auch unser Bier!

Wie viel wäre für den Tierschutz und vielleicht sogar für Sammy gewonnen, wenn Milchpulverpartymythosverbreiter stattdessen ihre Tastatur hochkant stellen und den geknebelten Podenco suchen würden? Oder den für diese Schandtat Verantwortlichen mal so richtig schmerzhaft vors Schienbein treten? Am Henkel rütteln!

Ob Tierwelt im Schatten, CharityWatch.de oder Doggennetz

wir schreiben gern die Etiketten!

Aber es ist euer Bier!

 

 

 

 

 





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Montag, den 11. April 2011 um 08:12 Uhr
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