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Aua105: Das Prinzip TIERE, TITTEN, TOTE und die Ersatzreligion

{TS-/DS-Kritik} 


Hardy Prothmann
tut es wohltuend sachlich und schockierend offen. In seinem mehr als empfehlenswerten Artikel Tiere, Titten, Tote: Was von der Tierschutzorganisation PETA zu halten ist  beleuchtet er die weit verzweigten Implikationen der Tierschutz-Ideologie – am Beispiel von PETA.

Absprachelos zählt der Artikel Punkte auf, die Doggennetz   wieder und wieder, jedoch weit über eine einzelne Organisation hinaus, kritisiert:

         
  • die Begeisterung, im Namen des Tierschutzes zur Menschenjagd aufzurufen
  • unzulässige Analogieschlüsse mit katastrophalen menschenverachtenden Folgen
  • die Radikalität vieler Tierschutzorganisationen
  • Instrumentalisierung des Grauens, um Herzen und Portemonnaies zu öffnen
  • willkürliche, außerhalb jeden gesellschaftlichen Diskurses liegende Deutungshoheit über moralische Werte
  • ersatzreligiöses Ambiente, kultartige Orgas mit autoritärem Führungsstil
  • radikaler Wertekanon führt zu Idealisierungen (bei Prothmann im Menschenbild, bei Doggennetz darüber hinaus auch im Hinblick auf das Tier und z. B. den für dieses reklamierten Haltungs- und Versorgungsansprüchen)
  • Viele Tierschutzorganisationen bewegen sich mit diesem Merkmalcluster schon lange nicht mehr auf dem Boden unserer Verfassung ( Doggennetz: und gehören deshalb eigentlich in den Fokus des Verfassungschutzes).
  • Kritiklosigkeit der Medien, die sich bereitwillig zum Multiplikator jedwelcher Botschaft machen lassen, wenn nur das Etikett „Tierschutz“ aufs Ganze gekleistert wird.
    
         

Anlass und Ansatz für Doggennetz in seiner heutigen Form war die schockierende Feststellung, dass sich fast alle diese Merkmale schon auf unterster Ebene der Tierschutzszene finden lassen; für meinen Themenbereich in der Doggen-Schutz-Szene!     

Zurück zu PETA will mir in meinem dementen Kopf partout nicht einfallen, welcher Deutsche dort federführend aktiv ist und sich z. B. für ganz bestimmte, mehr als suspekte Auslandstierschutzorganisationen juristisch einsetzt! Wenn's mir wieder einfällt, gebe ich Bescheid!    
 

Quintessenz des fundamental zutreffenden Artikels von Hardy Prothmann ist:

         

Im Zusammenhang mit „religiösen Anspielungen“, einem radikalen Wertekanon und „Idealbildern“ von Menschen ergibt sich aber eine krude Mischung, die schnell zu einer Art „Ersatzreligion“ wird. Die Gefühle „Barmherzigkeit und Mitleid“ werden mit Systemkritik verbunden und ein Gemeinschaftsgefühl angeboten.

   
         


Doggennetz-Senf: 

Ehrlich, Kollege Prothmann, gerade im Moment suhle ich mich auch in einem ganz wunderbaren Gemeinschaftsgefühl ... !!!

 





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Samstag, den 09. April 2011 um 08:34 Uhr
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