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Aua88: Tierschützer rufen zu Straftaten auf?

{TS-Kritik} 


Auslandstierschutz: Dass die Behörden zunehmend härter bei den massenhaften Einfuhren von Hunden durch Tierschutzorganisationen aus der ganzen Welt durchgreifen, weil ihnen dazu auch das rechtliche Instrumentarium zur Verfügung steht, das spricht sich allmählich bei den Auslandstierschützern herum.

Ganz im Geiste der Kumpanei unter jenen, die ohne Gewissensbisse Gesetze brechen und Vorschriften umgehen, wird per Rundmail um Vorschläge gebeten, auf welchen Wegen man die Behörden austricksen kann. Und hierbei handelt es sich um den besonders brisanten Bereich der Einfuhr von Hunden aus nichtgelisteten Drittländern!

Dazu werden in dem Text gleich zwei handfeste Vorschläge gemacht, von denen zumindest der erste illegal ist. Da es sich bei Variante 1 eventuell um den Straftatbestand der Urkundenfälschung handelt, wäre juristisch zu prüfen, ob diese Mail nicht ein Aufruf zur Straftat ist. Oder man hängt es nicht ganz so hoch und kategorisiert die Rundmail als freundliche Einladung zum Erfahrungsaustausch zu illegalen Praktiken?

Liebe Herren Staatsanwälte: Sie dürfen sich vertrauensvoll an Doggennetz wenden. Aus rechtlichen Gründen veröffentlicht Doggennetz.de besagte Mail anonymisiert. Wir freuen uns aber sehr, wenn Ihrerseits Interesse am Thema besteht und geben Ihnen dann die Urheber mit Quellenangabe gern bekannt!  Über den Urheber dieses Textes kommt man auch direkt an diejenigen, die derlei bisher schon praktizieren (siehe unten).


Zitat anonymisierte Mail vom 11.03.2011 :

         

Betreff: WG: Einfuhr Drittländer und verschärfte Kontrollen und Maßnahmen

Betreff: Einfuhr Drittländer und verschärfte Kontrollen und Maßnahmen

 

Hallo liebe Tierschutz-Kolleginnen und Kollegen,

ich wollte einerseits mein Wissen mit euch teilen: Ich habe heute erfahren, dass es wohl 2010 ein Treffen gab in Hannover, bei dem beschlossen wurde, dass man nun bundesweit bei der Einfuhr von Tieren härter durchgreifen will bzw. die EU Gesetze zur Einfuhr stärker angewandt werden sollen. Noch gab es keine definitiven Beschlüsse zur Umsetzung und ich weiß auch nicht ab wann das so sein soll, aber anscheinend wird mancherorts (teils ohne das Wissen von übergeordneter Stelle) schon dementsprechend hart durchgegriffen.

Die Kontrollen werden also sicherlich noch mehr verschärft, es wird noch härter durchgegriffen werden und die Maßnahmen verschärft. :-(

Und nun zu dem Problem mit der Eigentumsübertragung: Die innerhalb der EU können ja mit TRACES arbeiten, die gelisteten Drittländer haben ja auch die Möglichkeit die Tiere gewerblich in die EU zu bringen, aber ganz besonders für Organisationen, die Tiere aus nicht gelisteten Drittländern einführen, die das Ganze nicht gewerblich machen können, wie eben auch unsere Organisation, wird es immer noch schwieriger. :-(

Ich würde mich freuen zu hören wie es andere Organisationen aus nicht gelisteten Drittländern, also, wo es auf gewerblichem Wege nicht möglich ist, machen. Wie macht ihr das nun?

Ich habe von 2 Möglichkeiten gehört bisher (muss dazu sagen, dass wir bisher keinen der beiden Wege probiert haben, also noch keine Erfahrnungswerte):

1. Die Flugpaten als Eigentümer in die Papiere eintragen und diese auch sagen lassen, dass sie die Eigentümer sind und bleiben werden.

Bisher scheint es so, dass alle Organisationen dies so handhaben, mit welchen ich bisher gesprochen habe. Nur ist dies ja auch nicht ganz \"richtig\". :-(

 

2. Schon den neuen Eigentümer/Adoptanden in die Papiere eintragen und den Flugpaten ein Dokument mitgeben, dass der Eigentümer es ihnen erlaubt das Tier mitzunehmen.

Ich habe bisher diese Variante nur 2 mal gehört und kenne bisher keine einzige Organisation, die das so macht und bin mir folglich unsicher, ob es auch klappt??? Fast alle sagten uns bisher nur: schreibt sie auf die Flugpaten.

Ich würde mich deshalb sehr über Erfahrungsberichte freuen!!!       

         

Zitatende anonymisierte Mail 





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Samstag, den 12. März 2011 um 09:02 Uhr
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