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Aua77: Diskussionswürdige Spendenaufrufe (1): 5000 Euro für Krebsbehandlung

{TS-/DS-Kritik} 

Durch einen großen deutschen Tierschutzverteiler ging letzte Woche folgender Spendenaufruf, den ich hier aus psychischen Wellnessgründen anonymisiert zitiere. Der Urheber spielt auch nicht die primäre Rolle; die Akzeptanz solcher Spendenaufrufe in der Szene ist das eigentliche Problem!

Es geht um eine Hündin in Italien. Obwohl die für diesen Fall verantwortliche Tierschützerin nach Angaben der Spendenaufruf-Verfasser 700 Hunde (!!!) zu betreuen habe, ließ sie eine ausrangierte Jagdhündin an einer Krebsgeschwulst operieren.

Wörtlich dann „Um die Krankheit zu besiegen [,] sind Radiotherapien in einer Spezialklinik erforderlich.“ Mit der Redewendung „Krankheit besiegen“ werden hier Hoffnung geschürt, die zumindest bisher wissenschaftlich gar nicht belegbar sind.

Und: Wer von den hier agierenden Tierschützern hat eine solche Bestrahlungstherapie und ihre desaströsen Folgen beim Menschen schon einmal miterlebt?

Die angekündigten und erbettelten Behandlungskosten gehören auch nicht in den Peanutsbereich: „Je nach Heilungsstand kann die gesamte Behandlung bis ca. € 5.000 betragen.“

5.000 Euro?

Wie viele Tonnen Trofu kann man für 5.000 Euro kaufen und in osteuropäische Tierheime bringen, um dort das Verhungern von Hunden zu verhindern? Nimmt man das Billigste von einem namhaften Discounter, kommt man auf 5 Tonnen!

Wie viele Hündinnen kann man von 5.000 Euro kastrieren?

Wie viele Hartz-IV-Aufstocker müssen ein ganzes Jahr sehr hart arbeiten, um ein Jahreseinkommen in dieser Höhe zu erwirtschaften?

Oder kürzer und ohne ein Ausspielen verschiedener Benachteiligter gegeneinander:

 

Wie kann man glaubwürdig
für ein berechtigtes
moralisches Anliegen – Tierschutz – werben,
wenn man die Gesellschaft mit solchen Ansprüchen überfordert?

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Cosetta Prontu vom italienischen Tierschutzverein LIDA SEZ. DI OLBIA möchte das Leben des Hundes ALBERTA retten und bittet um finanzielle Hilfe:

Alberta war die ausgebeutete Hündin eines Jägers auf Sardinien.Sie lebte Jahre an der Kette , war Wind und Wetter, vor allem der heissen Sonne im
 Sommer ausgeliefert.Als sich ein Geschwür auf dem Rücken bildete wurde sie ins Tierheim zum Einschläfern gebracht.Cosetta kümmerte sich
neben "ihren" 700 Hunden um Alberta und ließ sie an der Krebsgeschwulst operieren.

Um die Krankheit zu besiegen sind Radiotherapien in einer Spezialklinik erforderlich.Die Klinik verzichtet auf 30% der Kosten - je nach Heilungsstand
kann die gesamte Behandlung bis ca. € 5.000.- betragen.

Weitere Bilder, Informationen und Videos können Sie unter :    http://www.lidaolbia.it/appelli/alberta.html          sehen.

Bankverbindung:     
Banca di Credito Sardo di Olbia                                  
IBAN: IT48Q0305984981100000005559
BIC: BCITITMM
ALBERTA

Bitte helfen Sie mit das  Leben dieses Hundes zu erhalten. Diese Organisation ist dem ETN und uns seit Jahren als zuverlässig bekannt.

Vielen Dank im Namen von ALBERTA

Helli Pries/Dieter Ernst
Europäische Strassentierhilfe e.V.
02426 903656   -   0174 9909449



 





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Sonntag, den 27. Februar 2011 um 10:41 Uhr
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