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Aua1521: Doggennetz.de stellt die Arbeit ein (1): Ein vollkommen pervertierter Tierschutz lässt kaum Hoffnung für die Tiere

 

{TS-Kritik}

[12.03.15]

Die DN-Stammleser kennen sie noch: die Satire vom Doggennetz.de-Dingi, das sich nach dem Verlust von CharityWatch.de allein durch die gefährlichsten Gewässer der publizistischen Weltmeere, den Tierschutz-Patzlantik, kämpft (Aua575). Das war im März 2012.

 

Die Satire vom Doggennetz.de-Dingi in Aua575. Jetzt gleitet das Dingi sanft am Ufer hinauf. Die Reise ist beendet. Letzte Worte beim Deboarding!
Zeichnung: Erri Emra

 

Drei Jahre lang also ist das kleine Boot durch die trüben Gewässer des Tierschutzes geschippert und hat nahezu alle Himmelsrichtungen nach etwas Hoffnung (für die Tiere) abgesucht. Die Suche ist beendet. Das Ergebnis steht für diese Redaktion fest: keine Hoffnung mehr für den Tierschutz.

Sanft gleitet das DN-Dingi an einem neuen Ufer hinauf. Letzte Worte beim Deboarding:

Stand der Dinge für die Tiere: Die Situation hat sich insgesamt verschlechtert. Zu den unsäglichen Qualen, welche diese durch kommerzielle Tiernutzer und sadistische Tierquäler erleiden, kommt inzwischen noch das nicht unerhebliche Quantum an Leid hinzu, das ihnen von Tierschützern zugefügt wird (nur wenige Beispiele nur eines (1!) Vereins: Aua1472, Aua1481, Aua1492).

Ein extrem krasser Fall ist auch der aus TL224/14 (Tageslinks 2014), zu dem der DN-Redaktion inzwischen eine Strafanzeige gegen die verantwortlichen „Tierschützer“ vorliegt. Die nicht mehr junge und sehr erfahrene Tierärztin, der man diesen von Tierschützern gequälten Hund auf den Tisch gelegt hatte, musste zunächst den Raum verlassen, weil sie sich übergeben musste. Ihre Tränen über diese Qual konnte sie nicht mehr zurückhalten.  Erst danach war sie in der Lage, die so unendlich gequälte Kreatur von ihrem Leiden zu erlösen.

 

Für den Tod dieser fünf rumänischen Straßenhunde ist der Verein Streunerparadies verantwortlich. Sie sind Opfer eines unverantwortlichen Dilettantismus geworden, ein wichtiges Stichwort auf diesem Blog. Da hilft es wenig, wenn die "Tierschützer" anschließend Besserung geloben! Wenn DAS Tierschutz heute ist, ist den Tieren nicht mehr zu helfen! Näheres zu diesem Vorgang in Aua1481.

 

 

Den Tieren geht es immer schlechter

Abgesehen von der löblichen Arbeit einiger deutscher Tierheime, deren Hauptteil sich jedoch ganz unpretentiös auf die schiere Tierverwaltung als Partner der Kommunen beschränkt, kann der Tierschutz über die Jahrzehnte hinweg kaum etwas an Erfolgen vorweisen. Am 9. März 2014 strahlte das ARD-Politikmagazin fakt einen Beitrag mit Filmmaterial der Soko Tierschutz über die Zustände im Schlachthof Aschaffenburg. aus Was dort zu sehen war, unterscheidet sich in Nichts von den Zuständen und Problemen, wie sie Karin Burger schon vor 25 Jahren im Rahmen ihrer damaligen noch aktiven Tierschutzarbeit in einem kleinen regionalen Schlachthof festgestellt und dokumentiert hatte und glücklicherweise auch abstellen konnte. Nach Einschaltung der Behörden wurde dem Schlachthof die Betriebserlaubnis entzogen und die Anlage musste umgebaut werden.

25 Jahre! Was haben all die Tierschützer, Tierschutzvereine, Tierrechtsorganisationen in der Zeit eigentlich getrieben? Was haben die ganze vehemente Vegan-Propanda und die Millionen an Spendengeldern, welch den entsprechenden Vereinen zugeflossen sind, gebracht, wenn es keinen Unterschied zwischen den Abläufen im Schlachthof Konstanz 1990 und denen in deutschen Schlachthöfen 2010 und 2015 gibt?

Anderes Thema, dasselbe Ergebnis: Trotz jahrzehntelanger Aktionen und Demonstrationen steigen die Anzahl und die Grausamkeit der Tierversuche (vgl. TL211/14 in Tageslinks 2014). Wenn die erste Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche, Dr. Corinna Gericke, in ihrem Resümee zu den Tierversuchszahlen 2013 konstatiert, es seien doppelt so viel wie 1997 (Zitat hier), entzieht sie damit ihrem Verein recht eigentlich die Existenzberechtigung. Denn das Experiment, wo die Tierversuchszahlen ohne alle diese gemütlich vor sich hin agierenden und agitierenden Tierschützer lägen, steht noch aus. Dass diese dann noch höher wären, ist vorläufig reine Hypothese - wenn auch zugegebenermaßen von verführerischer Plausibilität.

Noch schlimmer steht es beim Thema Massentierhaltung. Fleischproduktion und Fleischkonsum sind dank EU-Subventionen in Milliardenhöhe längst entkoppelt. Trotzdem treiben die einschlägigen Tierrechtsorganisationen die große Lüge um, Fleischverzicht hätte irgendeine Auswirkung auf das Leid der Tiere in der Massentierhaltung. Die wenigen ehrlichen Stimmen wie die von Peter Arras, Aktion konsequenter Tierschutz, gehen im lauten Getöse der geld- und mitgliederstarken Hauptvermarkter von „Empathie“ unter (vgl. TL13/15).

Die Schere zwischen Streicheltieren und Nutztieren in Deutschland öffnet sich immer weiter. Trotzdem geht auch die Tierschutzinfrastruktur in Deutschland, wie sie hauptsächlich und in Form der vielen von Tierschutzvereinen getragenen Tierheime den sogenannten Haustieren zugutekommt, kaputt (vgl. z. B. TL62/15).

 

Auslandstierschutz: Süd- und Osteuropa wehren sich

Nachdem sich deutsche und andere zentraleuropäische Tierschützer in den ärmeren Ländern Süd- und Osteuropas jahrzehntelang wie die Imperialisten aufgeführt, ganze Nationen als Tierquäler und Barbaren abgeurteilt und die heimische Bevölkerung mit der moralischen Keule bearbeitet haben, gehen diese nun zunehmend zur Gegenwehr über.

Griechenland hat seine Grenzen für die gewerbsmäßigen Hundehändler unter dem Etikett Tierschutz erst einmal dicht gemacht (vgl. Aua1512). In Polen rumort es schon länger (vgl. Aua369). Um aufkeimende Zweifel und berechtigte Fragen in Rumänien zum Verbleib der Massen von Straßenhunden, die durch sogenannte Tierschützer aus Rumänien weggeschleppt werden, zu beruhigen, ist gerade erst der Europaabgeordnete und Presseauskunftsverweigerer Stefan Eck dorthin gereist (vgl. TL43/15). Spanien hat neue und das Geschäft der gewerbsmäßigen Hundehändler unter dem Etikett Tierschutz erschwerende Bedingungen erlassen hinsichtlich der Zuständigkeiten für die Abfertigung der endlosen Transporte (TRACES-Meldungen) durch spanische Veterinäre.

Obwohl deutsche und andere zentraleuropäische Tierschützer seit mindestens zwei Jahrzehnten unter dem Vorwand der angeblich guten Tat in den genannten Ländern herumfuhrwerken, hat sich die Situation der Straßentiere dort teilweise sogar noch verschlimmert (Beispiel Tötungsgesetz Rumänien 2014). Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Missionare in Sachen Tierschutz über kurz oder lang komplett aus den genannten Ländern ausgewiesen werden. Moderner, konstruktiver, nachhaltiger Auslandstierschutz, wie er in der DN-Artikelserie "Ein neues Konzept für den Auslandstierschutz" skizziert wurde (Linkliste in Aua1502), bleibt eine so seltene Ausnahme, dass darüber dann sogar die Hundehandel-Werbesendung des WDR,  Tiere suchen ein Zuhause,  berichtet (Aua1502). Unerledigte DN-Recherche in diesem Zusammenhang übrigens: Ist das Bewerben der vom Gesetzgeber als gewerbsmäßiges Handeln definierte Einfuhr von Auslandstieren eines öffentlich-rechtlichen Senders (WDR) mit dem Rundfunkstaatsvertrag vereinbar?

Doch auch diese Frage ist der DN-Redaktion - hurra! - inzwischen stoffwechselendproduktmäßig egal!

 

Der karitative Tierschutz als stabilisierender Faktor eines menschen- und tierverachtenden Kapitalismus

Und so ließe sich die Liste munter fortführen mit den vielen sogenannten Tierschützern, die rechtskräftig wegen Tierquälerei verurteilt wurden/werden, mit den offensichtlich zunehmenden Fällen perverser Tierquälereien sonstiger Personen sowie der wohl ebenfalls steigenden Zahl von Animal-Hoarding-Fällen in Deutschland.

Tierschutz in Deutschland ist eine schamlose Lüge, die vorzüglich von Tierschützern selbst und das zu ihrem eigenen Vorteil aufrechterhalten wird. Insbesondere der karitative Tierschutz ist inzwischen zum stabilisierenden Faktor eines menschen- und tierfeindlichen Kapitalismus verkommen. Tiere, vornehmlich Hundele und Katzele, werden unter Direktive der entsprechenden Schleppervereine nur noch konsumiert.

Auch dazu hatte die Redaktion noch einen langen Artikel vorbereitet und geschrieben. Aber nachdem das DN-Dingi jetzt so sanft und wohltuend an einem neuen Ufer gelandet ist, fehlt der Redaktion selbst für die Veröffentlichung schon geschriebener Texte jegliche Lust.

Ein sicheres Zeichen: die DN-Reise ist zu Ende!

 

Lassen Sie sich nichts erzählen: DAS ist alles, worum es in den meisten Bereichen des Tieschutzes heute (?) noch geht. Ob das früher anders war, kann diese Redaktion nicht beurteilen. Siehe dazu auch das Gesamtwerk von CharityWatch.de sowie Stefan Loipfingers Buch Die Spendenmafia.
Foto: I-vista / pixelio.de

 

 

Journalistisches Arbeiten im Themenbereich Tierschutz nicht möglich

Ursprünglich hatte Karin Burger schon bei Aua1000 über Aufhören mit tierschutzkritischen Veröffentlichungen nachgedacht. Und dann lief es irgendwie doch weiter. Immerhin kommt der Schlussakkord jetzt zu einem Zeitpunkt der Stärke: DN hat keine laufenden Gerichtsverfahren mehr; alle Prozesse sind gewonnen (siehe Artikelserie Hinter den DN-Kulissen; komplette Linkliste in Aua1511). Auch sind dieser Redaktion keine offenen Strafanzeigen bekannt. Da diese allerdings manchmal mit zehn Monaten und mehr Verzögerung dieser Redaktion bekannt werden (vgl. Aua1462), lässt sich im Moment noch keine sichere Aussage darüber treffen, ob nicht doch noch die eine oder andere Strafanzeige unterwegs ist. Bisher jedenfalls sind ALLE Strafanzeigen gegen DN schon bei den Vorermittlungen eingestellt worden (vgl. auch dazu Artikelserie Hinter den DN-Kulissen).

„Normales“ journalistisches Arbeiten ist im Themenbereich Tierschutz schlicht nicht möglich. Das dokumentiert nicht zuletzt die DN-Rubrik Auskunft verweigert (Pav) auf diesem Blog. Statt Pressefragen zu beantworten, werden kritisch fragende Journalisten von den Tierschützern bedroht und eingeschüchtert, sie werden angeschrien (vgl. Aua1346), mit ordinärster Hurensprache beschimpft (Aua1367P), sie werden für ihre Presseanfrage wegen Nötigung angezeigt (vgl. Aua974), zum Arbeitseinsatz nach vorheriger empfohlener Tollwut-Impfung einbestellt (vgl. Nachtrag in TL48/15) oder sie müssen Vorbedingungen erfüllen, die nicht mehr mit dem verfassungsmäßigen Grundsatz von Pressefreiheit zu vereinbaren sind. So verlangte etwa der Verein VIER PFOTEN auf eine Presseanfrage zum Thema Rumänien von der DN-Redaktion, diese müsse sich erst von Stefan Loipfinger und seinem Buch Spendenmafia lossagen. Frage: Wer spendet Vier Pfoten  ein Grundgesetz?

Die Rubrik „Auskunft verweigert“ ist auch nicht vollständig und wird auch nicht mehr komplettiert werden. Darin fehlt unter anderem auch der Europaabgeordnete Stefan Eck, der eine Presseanfrage zum Thema Rumänien und seinem zweifelhaften Einsatz dort für gewerbsmäßige Hundehändler zum Thema hatte. Es ist eine nahezu charakterisierende Haltung im Tierschutz: ein von Steuergeldern alimentierter EU-Abgeordneter verweigert die Presseauskunft! Großartig!

Da Karin Burger schon seit Monaten den „Ausstieg“ vorbereitet, hat die Redaktion diese Problematik der systematischen Behinderung ordnungsgemäßer Pressearbeit im Vorgriff auf das „Ich bin dann mal weg“ auch in Aua1515 thematisiert.

 

Vielleicht hätte die DN-Redaktion den Tierschützern für die Auskunft zu ihrer dem Steuerprivileg der Gemeinnützigkeit unterliegenden Arbeit Geld anbieten sollen? Zugegeben: den Versuch hat DN ausgelassen! Dabei machen Tierschützer für Geld heute fast alles!
Foto: Hiero / pixelio.de

 

+++ Fortsetzung in Aua1522! +++

 

DN-Artikel der Serie Hinter den DN-Kulissen:

Aua931 / Aua932 / Aua933 / Aua934 / Aua935 / Aua941 / Aua952 / Aua971 / Aua972 / Aua973 / Aua974Aua979 / Aua981 / Aua984 / Aua997 / Aua999 / Aua1009Aua1037 / Aua1050 / Aua1058 / Aua1096 / Aua1132 /Aua1140/  Aua1178 / Aua1181 / Aua1204 / Aua1215 / Aua1216 / Aua1227 / Aua1250 / Aua1258 / Aua1259 / Aua1262 / Aua1284 / Aua1294 / Aua1319 /Aua1325 / Aua1335 / Aua1342 / Aua1358 / Aua1379 /Aua1394 / Aua1422 / Aua1423 / Aua1444 / Aua1457 / Aua1462Aua1511/





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Donnerstag, den 12. März 2015 um 10:35 Uhr
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