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TL36/15:Affenversuche Tübingen: Hausdurchsuchung beim Max-Planck-Institut

 

[30.01.15]

Der Streit um die Affenversuche eskaliere, beginnt der gestrige SPIEGEL-online-Artikel von Markus Becker. Und er berichtet von einer Hausdurchsuchung beim Tübinger Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (MPI), die von der Staatsanwaltschaft Tübingen veranlasst worden war.

Bekannt geworden war jüngst, dass auch Ärzte gegen Tierversuche eine Strafanzeige gegen das MPI gestellt hatten (TL16/15). Den Verdacht von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz nahm die Staatsanwaltschaft zum Anlass für die spektakuläre Maßnahme. Die bei der Durchsuchung sichergestellten Unterlagen würden jetzt ausgewertet. Und die Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber SPIEGEL online auch, dass der TV-Beitrag im September bei Stern TV Anlass für die Durchsuchung war.

Der Artikel lässt die Sprecherin der Max-Planck-Gesellschaft, Christina Beck, zu Wort kommen, die ihrem Arbeitgeber keinen Dienst erweist, wenn sie den staatsanwaltlichen Durchsuchungsanlass als „inszeniert“ vom Tisch wischt. Die DN-Redaktion fragt sich, ob sich die Max-Planck-Gesellschaft eigentlich keinen Image- und Medienberater leisten kann?

 

SPON Artikel nennt SOKO Tierschutz nicht!

Bemerkenswert am SPON-Artikel ist des Weiteren, dass die SOKO Tierschutz, die zusammen mit der BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection) die Missstände bei den Affenversuchen dokumentiert und öffentlich gemacht hatte, mit keinem Wort namentlich erwähnt wird. Die Kollegen werden schon wissen warum! Vermutlich noch im Laufe dieses Tages wird es auf DN einen weiteren kritischen Bericht über diese Tierrechtler geben, die sich inzwischen auch offen zu österreichischen Tierrechtlern bekennen, die im Internet mit äußerst fragwürdigen Kunstwerken zur Verherrlichung von Terror und Gewalt auftreten (vgl. dazu Aua1503).

 

Staatsanwaltliche Ermittlungen auch wegen der Morddrohungen

Über diese Lücke im SPON-Artikel hinweg gelangt der Leser dann zu der anderen Seite der Medaille und der staatsanwaltlichen Ermittlungen um Beschimpfungen und Morddrohungen gegen Mitarbeiter des Instituts. Etwas flapsig formuliert könnte es nämlich durchaus sein, dass beide Seiten Dreck am Stecken haben und sich die ganze Tübinger-Affenversuche-Chose nicht so bequem in der Rubrik die Guten vs. die Bösen ablegen lässt. Die Realität ist eben doch sehr häufig weit komplexer, als die Vertreter je eigener Interessen (Tierexeperimentatoren hier, Tierrechtler da) es dem Fußvolk glauben machen wollen.

 

Bidzitat Screenshot der Webseite von Chris Moser Radikalkunst: (Rubrik: Motive für T-Shirts, Buttons und Plakate) Hier wird unverhohlen mit dem Symbol der Terrororganisation RAF Rote Armee Fraktion gearbeitet. Die SOKO Tierschutz, Friedrich Mülln, hat sich gerade erst von diesem Künstler ein T-Shirt kreieren lassen. In einer Presseauskunft (Artikel folgt)  bekennt sich Friedrich Mülln uneingeschränkt zu Chris Moser und seinen Mitstreitern um Martin Balluch (VGT). Ob das zu dem gegebenen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der staatsanwaltlichen Ermittlungen auch im Umfeld der Tierrechtler klug ist, wird von der DN-Redaktion füglich bezweifelt!

 

Der österreichische Künstler Tierrechtler Chris Moser hat gerade erst für die SOKO Tierschutz ein T-Shirt entworfen, das von dieser beworben wird. Interessant sind die sonstigen Arbeiten dieses Künstlers (siehe Screenshot oben und Aua1503). Bei dem "Kunstwerk" "Rache für jedes ermordete Tier" ist das von Moser verwendete Motiv für seine Botschaft nach Meinung dieser Redaktion die Übertragung des Logos der Terrororganisation RAF Rote Armee Fraktion (RAF) auf den militanten Tierschutz:

 

Das bekannte Logo der deutschen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) und offensichtlich die Vorlage zu dem Motiv des österreichischen Künstlers und Tierrechtlers Chris Moser.

 

Es bleibt dieser Redaktion unverständlich, warum sich die SOKO Tierschutz, Friedrich Mülln, mit einem Künstler gemein macht, der solche Botschaften kreiert. Aber Mülln erklärt sich in einer Presseauskunft an die DN-Redaktion uneingeschränkt solidarisch und wirft diesem Blog schlechte Recherche vor. Ausführlich dazu: Aua1503.

 





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Freitag, den 30. Januar 2015 um 08:17 Uhr
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