die neuesten Texte




Startseite 
Aua1433: TIERSCHUTZERFAHRUNGEN.de: Anlaufstelle für Geschädigte der Tierschlepper und des Tierschutzes geschaffen

 

{TS-Kritik}

 

Mit quälender Regelmäßigkeit rufen sie auch in dieser Redaktion an: die Geschädigten der Tierschlepper und des Gehuha-ulats. Jüngster Fall ist eine Pflegestelle des Warnliste-Vereins Dobermann Nothilfe e. V. (vgl. Aua1427).

In der Regel weist DN die Geschädigten ab. Berichterstattung erfolgt nur noch in relativ spektakulären Fällen wie eben der in Duisburg. Spektakulär daran war das massive Auftreten der Polizeibeamten.

Aber auch dieses Phänomen wird DN nicht zum ersten Mal vorgetragen. Bei einem ähnlich gelagerten Fall in Bayern sollen die Polizisten eine Adoptantin ähnlich massiv bedrängt, Drohungen durch den Briefkastenschlitz gerufen und gegen die Wohnungstür gewummert haben.

 

Zahl der Geschädigten wächst rasant

Parallel zur immer exzessiver betriebenen Deportation angeblicher Straßenhunden aus dem Ausland nach Deutschland wächst die Gruppe derer, die als Pflegestellen oder Adoptanten ihre teilweise erschütternden Erfahrungen mit dieser ganz speziell rabiaten Art des Tierschutzes öffentlich machen wollen. In Aua1245P hatte DN deshalb schon ganz erschöpft die flehentliche Bitte geäußert: „Macht doch einen eigenen Club auf!“

Diese Bitte wurde erhört! Seit vergangener Woche bietet sich die Internetpräsenz Tierschutzerfahrungen.de als Anlaufstelle für all jene an, die ihre Erfahrungen öffentlich machen und damit weitere Tierfreunde vor Schaden insbesondere durch die teilweise gewaltbereiten, auf jeden Fall aber rücksichtslosen Akteure des gewerbsmäßigen Hundehandels unter dem Etikett des Tierschutzes (Gehuha-ulats) bewahren möchten.

 

Adoptanten und Pflegestellen sind vollkommen rechtlos

Vielen Adoptanten ist nicht klar, dass sie in der Mehrzahl der Fälle einen „Schutzvertrag“ unterschrieben haben, der von einigen Juristen als sittenwidrig bezeichnet wird. Der Hund geht niemals in das Eigentum des Halters über. Und wenn der Gehuha-ulats gerade knappe Kasse hat oder sich an einem Adoptanten etwa für erhobene Kritik rächen möchte, wird der Hund einfach wieder abgeholt. Diesem Blog wurden schon Fälle vorgetragen, wo ein und derselbe Hund bis zu fünf Mal "vermittelt" wurde. Solche Mehrfachvermittlungen sind nicht selten. In jedem Fall erhält der vorherige Adoptant seine teilweise beträchtlich hohe Schutzgebühr nicht zurück und der nächste Adoptant muss sie auch wieder zahlen.

Vor Gericht haben Adoptanten, die derartige Verträge unterschrieben hatten, kaum eine Chance.

Aktuell laufen bundesweit mehrere Prozesse der großen Tierschlepper-Orgas gegen ihre Pflegestellen oder Adoptanten zu exakt diesem Thema.

Noch schlimmer trifft es die Pflegestellen, die ebenso rechtlos wie die Übernehmer der Auslandshunde sind. Wie sogenannte Tierschützer mit Pflegestellen umgehen, verdient die Bezeichnung Ausbeutung. Denn viele Pflegestellen sind schon gemäß ihres Vertrags verpflichtet, die Futterkosten, in einigen Fällen sogar die Tierarztkosten zu übernehmen. Diese Redaktion hat Pflegeverträge archiviert, in denen die Pflegestelle sogar verpflichtet wurde, das aufgenommene Tier auf eigene Kosten kastrieren zu lassen.

Doch solange die Tierschützer den Pflegestellen Honig um den Bart schmieren, tappen diese immer wieder in die Falle der „guten Tat“. Hat sich was mit „guter Tat“. Warum einige Tierfreunde nicht in der Lage sind zu erkennen, dass es in der Mehrzahl der Fälle um blanken Hundehandel ohne jede tierschützerische Dimension geht, wird sich der DN-Redaktion wohl nicht mehr erschließen.

 

Möchten Sie SO ETWAS erleben?

Als eindrückliches Beispiel hier die Impressionen von der Übergabe des Pflegehundes „Witus“ der Frau D. aus Duisburg (vgl. Aua1427) an die Adoptanten des Warnliste-Vereins Dobermann-Nothilfe. e. V.

              

Die Adoptanten von Witus haben ihn gestern vormittag um 11 Uhr bei mir abgeholt. Ich habe das junge Mädchen und ihren Freund mehrfach gebeten hineinzukommen und sich erst ein wenig mit Witus anzufreunden. Nein, sie wollten ihn auf der Strasse übernehmen. Der junge Mann ist sehr groß und dick und so groß und massig wie er ist beugte er sich über den kleinen Witus, anstatt in die Hocke zu gehen. Witus hat geschlottert vor Angst. Witus wollte nicht mitgehen. Immer wieder drehte er sich um.......Sie brachten eine Flexi Leine mit für den kleinen Kerl. So schwer und groß wie für einen Dobermann und zerrten ihn hinter sich her....

Das ist kein Tierschutz. Das ist mieser Hundehandel.

(E-Mail von Frau D., ehemalige Pflegestelle des Vereins Dobermann Nothilfe, an die DN-Redaktion vom 21.10.14 über die erzwungene Herausgabe ihres Pflegehundes Witus an die Adoptanten; Hervorhebg. d. DN-Red.)

              

 

Pflegestellen sollten sich bewusst machen, dass all ihr Einsatz, ihre Fürsorge und ihre Liebe für einen Pflegehund mit Füßen getreten werden, wenn die gewerbsmäßigen Hundehändler unter dem Etikett des Tierschutzes Adoptanten wie in diesem Fall auswählen. Die haben offensichtlich keinerlei Sachkunde. Schon das Hinüberbeugen von oben über einen kleinen und bekannt ängstlichen Hund zeigt gravierende Defizite im Basiswissen von Hundehaltung. Die mitgebrachte Flexi-Leine für einen ängstlichen Auslandshund ist dann die vollständige Bankrotterklärung.

Was nützt das Engagement, der Einsatz von Pflegestellen, ihre emotionale Bindung an den Pflegling, wenn Auslandshunde auf solche Endplätze verkauft werden?

Übrigens wohnen diese Adoptanten nach Angabe von Frau D. im dritten Stock. Der Hund kam nicht stubenrein aus Polen nach Deutschland. Aufgrund seines zwar unklaren, aber mutmaßlich hohen Alters ist demnächst mit Inkontinenz, mindestens aber mit enger getaktetem Gassi-Bedürfnis zu rechnen. Und das alles bei einer Hundehaltung im dritten Stock ….

 

Tierschutzerfahrungen.de ist noch im Aufbau

Hinter der von Daniela A. geführten Webseite Tierschutzerfahrungen.de steht inzwischen eine ganze Gruppe von Geschädigten des Gehuhu-ulats.

Für permanenten Zulauf sorgt auch die DN-Redaktion, die alle Anrufer mit solchen Leidensgeschichten an die Seitenbetreiberin weiterleitet.

Die Seite selbst befindet sich im Aufbau. Momentan sind noch wichtige Rubriken leer. Außerdem soll die Seite um ein Forum zum Gedankenaustausch Betroffener eingerichtet werden.

Die DN-Redaktion wünscht dem Projekt viel Erfolg, den Betreibern Geschick und juristisches Feingefühl bei der Veröffentlichung der teilweise erschütternden Erlebnisse Geschädigter und mutiges Standing gegen die zu erwartenden Anfeindungen des organisierten Hundehandels unter dem Etikett des Tierschutzes!





Texte sind mein Beruf. Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, können Sie ihn über PayPal honorieren. Danke!

Lesegeld
 
Donnerstag, den 23. Oktober 2014 um 10:54 Uhr
PDF Drucken E-Mail