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Aua43: Vorbildlicher Auslandstierschutz

{TS-/DS-Kritik}  Guter, seriöser, effizienter Tierschutz ist immer nur derjenige, welcher sich selbst langfristig gegenstandslos macht. Dazu muss er die Strukturen dort, wo er seinen Gegenstand vorfindet, verändern. Alles andere ist auf Einzelfallkosmetik fixierter Pflaster-Tierschutz, der bis in alle Ewigkeit Spendengelder verbrennt. Dümmliche Seestern-Romantik, mit der man in 100 Jahren nichts ändert.

Leider wird es im Sachzwang bestehender politischer, ökonomischer und sozialer Verhältnisse in Europa wie auch in Deutschland vorläufig auch immer noch eines gewissen Anteils an Pflaster-Tierschutz bedürfen. Nur: Wer außer dieser Variante nichts anderes betreibt, gehört eben nicht zum guten, seriösen, effizienten Tierschutz.

Für den Doggen-Schutz ist da leider kein Land in Sicht: endloser Import von Auslandshunden, ohne verlautbart und überprüfbar die Strukturen dort zu verändern, wo man die Tiere herholt. Keine spürbare kritische Auseinandersetzung mit der Primärquelle allen Doggenelends: der Zucht. Im Gegenteil! Hoch gefeierte Vorzeige-Tierschützerinnen dieser Fraktion bekennen offen: „Zucht interessiert mich nicht!“ Und oben drauf ein nahezu peinliches Unvermögen, sich mit Kritik sachlich auseinanderzusetzen. Ohne Frucht – okay. Aber auch ohne Anstand?

 

Gratulation, Dobi!

Streng auf der Suche nach Hoffnungszeichen sind wir auf eine rassespezifische Tierschutzorganisation gestoßen, bei der das alles ganz anders ist: Auslandstierschutz mit Plan, Aufbau von tierschutzkonformen Strukturen vor Ort, definierte Ziele und benannte Zeitfenster. Die Quintessenz dieser Tierschutzarbeit ist damit auch Anerkenntnis des Faktums, dass wir nicht ad infinitum alle vierpfötigen Elendsbiographien aus dem Ausland ins bundesdeutsche und manchmal eben auch nur angebliche Paradies holen können. Glücklicher Dobermann, du!

Lesen Sie mein Porträt des Verein Dobermann Rescue Hungaria e. V. hier:

http://www.charitywatch.de/index.asp?id=1380

Dieser Fall gibt auch neue Anregungen für unsere Liste der Seriositätskriterien guten Tierschutzes. Kann, soll oder muss es sogar ein Merkmal sein, wenn es doch noch tierheimlose Tierschutzvereine gibt, deren Vereinsleben nicht zu 95 Prozent in Wohn- und Schlafzimmer der ersten Vorsitzenden stattfinden?

 

 

 

 





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Samstag, den 18. Dezember 2010 um 10:33 Uhr
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