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Aua1352P: Streunerparadies Helmut Hirmann (3): Freie Fahrt für Tierquäler

 

{TS-Kritik}

[Im DNPA erschienen: 01.07.14; online verfügbar ab: 04.08.14]

 

Dass die Tiertransporte der sogenannten Tierschützer mit Straßenhunden aus Süd-und Osteuropa überwiegend eine schaurige Tierquälerei sind, weiß jeder Kenner der Szene und jeder Leser von DN. Deshalb hat der deutsche Gesetzgeber jetzt auch eingegriffen und mit dem neuen Tierschutzgesetz diese Verbringungen unter dem Label Tierschutz als gewerbsmäßiges Handeln definiert, erlaubnispflichtig gemacht und verschärften Bedingungen unterstellt. Leider gilt noch eine Übergangsfrist bis zum 1. August 2014, die derzeit exzessiv von den Tierschützern ausgenutzt wird.

Aktuell wird dieses seit Jahren bekannte Faktum aktiver Tierquälerei an Straßenhunden durch verschiedene Transportskandale neu belegt. Als jüngster derer bekannt ist der Transportskandal Wunsiedel (vgl. dazu die gleichnamige DN-Artikelserie und Linkliste am Ende vom Text).

 

Auch TRACES garantiert nüx

Doch die neuen Bestimmungen werden an der Quälerei wenig ändern. Die Vollprofis unter den gewerbsmäßigen Schleppern mit e. V. haben schon Wege gefunden, die Bestimmungen zu umgehen. Und selbst TRACES-Meldungen garantieren keinen tiergerechten Transport, weil die Veterinäre in den Abgangsländern wie Rumänien, Bulgarien etc. die Bestimmungen entweder gar nicht kennen, nicht kennen wollen oder gegen Bakschisch jeden noch so tierquälerischen Trapo einfach starten lassen. Denn Nachfrage oder Ärger gibt es doch nur dann, wenn ein solcher Trapo in Österreich oder Deutschland gestoppt und kontrolliert wird. Und das ist von Tausend vielleicht einer. Dieser Redaktion ist bisher kein Fall bekannt, in dem ein ausländischer Amtstierarzt spürbar und schmerzlich dafür haftbar gemacht wurde, sich an dieser unendlichen Tierquälerei zu beteiligen.

Aber abseits der wenigstens noch halbwegs offiziell transportierenden gewerbsmäßigen Hundehändler unter dem Etikett Tierschutz gibt es ebenso viele oder noch mehr, welche diese Transporte mit ihrem privaten PKW ausführen. Von den Vorschriften her ist das für Tierschutzhunde jeder Couleur ohnehin völlig ausgeschlossen und illegal! Jeder einzelne Tierschutzhund, für den ein Besitzerwechsel in Deutschland vorgesehen ist, fällt unter die strengeren Bestimmungen für gewerbsmäßige Transporte.

 

Erlebnisbericht eines Tierquäler-Trapos mit PKW

Von einer solchen Transporteurin, die mit ihrem eigenen PKW und unter unglaublichen Bedingungen Hunde aus Rumänien nach Deutschland schleppt, handelt ein auf Facebook verfügbarer Erfahrungsbericht [Quelle 1 am Ende vom Text]. Er bezieht sich auf einen Transport im März 2014 und wurde (auch?) auf der Facebook-Seite des gerade eben vom Hundezüchter Helmut Hirmann neu gegründeten österreichischen Vereins Gegen Tierquälerei (vgl. Aua1351) veröffentlicht.

Bedauerlicherweise ist der Text von Birgit H., Augenzeugin der Vorgänge und Verfasserin des Berichts, kaum lesbar. Die Verfasserin schreibt ohne Punkt und Komma, ohne Absätze, ohne Struktur und ohne Gliederung die mehr als zwei DIN-A4-Seiten an einem Stück runter. Die wenigstens User werden sich durch diesen schwer lesbaren und noch schwerer verständlichen Text hindurch quälen.

Und auf Facebook ist er ohnehin vollkommen verloren, fließt in kein Google-Ranking ein und ist mithin für die Katz. Da nützt die Aufforderung „Bitte Bitte Teilen Stoppt diese Frau!!!“ (gemeint ist die Transporteurin) herzlich wenig.

Die besondere Pikanterie dieses Berichts liegt in der Tatsache, dass auch Hunde für den österreichischen Verein Streunerparadies auf diesem Transport waren. Und nachdem der Bericht veröffentlicht worden war, hat der Obmann des Vereins, der Hundezüchter und Hundehändler Helmut Hirmann, dazu eine öffentliche Bankrotterklärung Stellungnahme abgegeben, auf welcher der Spannungsbogen dieses Artikels kulminiert.

 

Zusammenfassung der Kritikpunkte von Blauäugchen

Abgesehen von allem anderen enthält der Bericht von Birgit H. auch noch eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte, denn die Transporteurin wird mit vollem Namen genannt. Deshalb kann die DN-Redaktion den Bericht auch nur als Quelle angegeben, nicht jedoch hyperlinken, weil die Facebook-Seite Gegen Tierquälerei mit Veröffentlichung dieses Berichts bei voller Namensnennung gegen die Rechte Dritter verstößt.

Aber mit Recht und Gesetz haben die Gründer dieses Vereins und die Betreiber dieser Facebook-Seite ohnehin ein nachweisbares Problem. Für Marion S., die zweite Vorsitzende, ist ein strafbarer Lynchjustizaufruf bewiesen; Helmut Hirmann fertigt entgegen geltenden Rechts unerlaubte Telefonmitschnitte an; außerdem vergreift er sich am geistigen Eigentum Dritter und lässt es zu, dass die Geschädigte hinterher auch noch öffentlich verhöhnt und beleidigt wird.

Deshalb ist es nur folgerichtig, wenn dieser eigenartige Verein das beeindruckende Dokument von Birgit H. veröffentlicht.

Die berichtet: Die Deutsche Miriam K. führe mit ihrem PKW Tiertransporte für sogenannte Tierschützer durch. Dabei behaupte K., eine entsprechende Genehmigung des Veterinäramts für ihr Fahrzeug zu haben.

Blauäugchen Birgit H. hat Miriam K. auf einer solchen Fahrt begleitet und legt der Welt ihre Beobachtungen vor.

Fängt gut an: Auf der Fahrt nach Rumänien lassen besagte Transporteurin und ihre berichtende Begleiterin frisch verunfallte Hunde ohne Hilfe am Straßenrand liegen. An der Verladestelle angekommen, berichtet die Augenzeugin, wie die Hunde in viel zu kleine Transportboxen gezwängt werden. Dabei werden die Boxen vorschriftswidrig mit mehreren Hunden belegt. In große Transportboxen hinein werden zusätzlich noch kleine Boxen (Katzentransportkäfige) mit weiteren Hunden gezwängt, so dass die Hunde selbst in größeren Boxen nicht ausreichend Platz haben. Dazu einige Zitate in Originaldiktion:

              

Daisy wurde mit einer Hündin in eine Box gesteckt, worauf Daisy anfing die andere zu beissen. […]

Eine der Boxen hiehlt drei grosse Hunde, einer davon für Österreich bestimmt, und von ihr als völlig unsozial bezeichnet. […]

Die Grosse Boxe mit bekam einen kleinen Käfig ins Innere, und einer der anderen Grösseren Boxen genau so um jeden cm Platz auszunützen und mir wurde gesagt das die Hunde lieber in ganz engen Käfigen wären, da sie wärend Kurven nicht hin und her rutschen würden.

(Reisebericht von Birgit H., auf Facebook Gegen Tierquälerei; Hervorhebg. der DN-Red.)

              

Immer wieder versucht die unerfahrene Begleiterin und spätere Berichterstatterin auf die Transporteurin einzuwirken, wird aber wohl von dieser als nicht sachkundig und unerfahren zurückgewiesen. Überdies beschreibt die Berichterstatterin Miriam K. als „aggressiv“.

Auch der Zustand des Fahrzeugs lässt den Tierfreund schaudern. Obwohl die Fahrt im tiefsten Winter stattfindet, seien die Reifen „nicht in sehr gutem Zustand“ gewesen, weshalb es bei der Einreise schon am rumänischen Zoll Probleme gegeben habe.

In welchem Zustand müssen wohl Autoreifen sein, wenn rumänische Zöllner aufbegehren?

 

Abladepunkt Streunerparadies Österreich

Auf diesem mutmaßlich völlig illegalen Transport befanden sich auch Hunde mit der Zieldestination Streunerparadies Österreich. Die Augenzeugin beschreibt das Abladen, das als komplett dilettantisch bezeichnet werden muss: Die Transporteurin habe versucht, einzelne für den Hundezüchter bestimmte Tiere aus den mehrfach besetzten Käfigen herauszuziehen.

Das nächste Highlight:

              

Der letzte Hund wurde weggebracht, und wir gaben all den Hunden Wasser, und Miriam wechselte einige der Käfige, ich hatte keinerlei Einblick, weil sie jegliche Hilfe, die ich mit den Hunden leisten wollte sowieso ablehnte, da ich ja keine Ahnung hätte, und mir auch war die Sicht verstellt, ausser das ich sie bat doch den einen Hund aus dem kleinsten Katzenkäfig in die Freigewordene grössere Box zu tun.

(ibid.)

              

Der Bericht behauptet, es würden Hunde in „kleinsten Katzenkäfig“en transportiert.

Jetzt kommt der geniale Auftritt des großen Tierschützers Helmut Hirmann, wozu wir wieder auf die Äußerungen der Augenzeugin zurückgreifen:

              

Zwischen zeitlich erklärte Helmut ihr wenn sie erwischt wird mit den Hunden in Katzenboxen werden alle wegen Tierquälerei konfisziert.

(ibid.)

              

Hier halten wir einen Moment inne: Ein angeblicher Tierschützer wird Augenzeuge eines von ihm selbst als Tierquälerei und verboten festgestellten Vorgangs. Was tut dieser Tierschützer? Er erklärt. Gedankenstrich.

Das wird etwas nützen bei einer Transporteurin, die mit ihrem Privat-PKW zehn Hunde aus Rumänien über Österreich nach Deutschland schleppt und sich dabei pro Hund, so die Angaben der auf Facebook Herumkrakeelenden, 130 Euro bezahlen lässt (10 x 130 = 1.300 abzüglich Unkosten).

Die DN-Redaktion würde eine Berichterstattung über diesen Vorgang nicht wagen, läge nicht auch noch und als Sahnehäubchen oben drauf eine offizielle Stellungnahme von Helmut Hirmann, Obmann der Vereine Streuneparadies und Gegen Tierquälerei, vor.

Würde DN nicht! Doch für den Moment sei der Spannungsbogen noch gehalten.

 

Bis Österreich schon 10 Stunden unterwegs

Die Dauer dieses unglaublichen Transports lässt sich nur vage schätzen: Die Berichterstatterin spricht von neun bis zehn Stunden Fahrt allein bis zum Ablad in Österreich bei Herrn Obertierschützer Hirmann. Die Entladung dort habe irgendwann mitten in der Nacht stattgefunden. Am nächsten Tag um 15.00 Uhr kommt der Horrortransport in Regensburg an. An der Stelle wird der Bericht dann vollends unklar. Wenn DN das richtig versteht, mussten die Hunde über Nacht in diesem Fahrzeug bleiben, während die Transporteurin und die Begleiterin bequem in einer Pension übernachteten. Und am nächsten Tag ging die Reise weiter - und dann durch ganz Deutschland! Besagte Miriam soll einige der Hunde nach Konstanz, Mannheim und Frankfurt (das liegt nicht auf einer Linie!) gefahren haben.

 

Gewerbsmäßiger Hundetransport im Ford Ka

Bitte anschnallen: Jetzt wird es richtig schräg! Die Berichterstatterin lässt sich von der Transporteurin drei Hunde (!) in ihren Ford Ka einladen. You know: Ford Ka, diese Großraumfahrzeuge für Hobbits! Für einen Hund kann sie den zu engen Käfig dadurch verhindern, dass dieser Hund „mit Sicherheitsgurt befestigt“ auf der Rückbank herumturnt. Eine bedauernswerte „Erika“ wurde in eine Transporttasche gestopft und nur die glückliche „Trudy“ erhielt wohl eine „angemessene Box“.

Das lassen wir jetzt einmal einen Moment sacken.

 

Nahtloser Übergang zum Adoptanten-Dilettantismus

Hirnträger und Tierfreunde sollten sich bitte nicht mit der Vorstellung trösten, dass auch der tierquälerischeste Transport irgendwann zu Ende gehen muss; und sei es nur aufgrund des Ablebens der transportierten Ware.

Denn welcher Rumänienhund einen derartigen Horrortransport überlebt, dem blüht als nächstes der schrankenlose Dilettantismus der Adoptanten. Da auch diese keine Scham kennen, veröffentlichen sie ihren unfassbaren Murks in der Attitüde der empörten Tierfreundin, um Dritte anzuklagen. So geschehen auf besagter Facebook-Seite durch die Adoptantin Michaela O.

Die nämlich nagelt ihre Anklage gleich hinter den Bericht von Blauäugchen Birgit H.

Die Adoptantin ist Empfängerin oben schon einmal erwähnter Hündin Daisy. Erst berichtet sie von den angeblichen Einnahmen der angeklagten Transporteurin. So ganz nebenbei erfährt der Leser auch noch, dass Miriam K. den Rumänienhunden die Ohrmarke entfernt. Das ist eine besondere Delikatesse, denn die Ohrmarken besagen, dass diese Hunde von Tierschützern in Rumänien schon kastriert wurden und deshalb überhaupt nicht von der Straße weggefangen werden sollten/dürfen. Die Kosten für die Kastration haben in dem Fall andere Tierschützer bezahlt, sehr wahrscheinlich mit (auch: deutschen) Spendengeldern. An dieser wahrhaft tierschützerischen Leistung bereichern sich dann die illegalen Tierschlepper, indem sie von authentischen Tierschützern kastrierte Hunde von der Straße wegfangen, nach Deutschland schleppen und dort unter Verweis auf die angeblichen Kosten (z. B. auch für die Kastration) zu entsprechenden Preisen verhökern.

Zurück zur Adoptantin, die zu Daisys Transportbedingungen zu berichten weiß:

           

In den Kombi waren mehrere Käfige hineingequetscht, auf dem Vordersatz sprang ein Hund frei umher. Daisy war in einem viel zu kleinen und engen Kennel eingequetscht, in den kleinen Käfig neben ihr ein ebenso großer Hund, der unglaublich vor sich hin hustete.

(Michaela O. auf Facebook Gegen Tierquälerei im Anschluss an den Reisebericht von Birgit H.)

           

Es ist also nicht so, dass Frau O. nicht gewusst hätte, welchen Horror und welche Tortur Daisylein hinter sich hat. Doch all diese Strapazen der bedauernswerten Hündin veranlassen die Adoptantin keinesfalls dazu, dem armen Hund erst einmal ankommen zu lassen, den Schock von den Beißereien (siehe oben) und dem Transport zu überwinden, sich zu erholen, sich auszuruhen, zu schlafen, zu trinken, zu fressen, sich zu lösen und getrennt von anderen Hunden zur Ruhe zu kommen.

Nein, dazu veranlasst sie nichts. Auch nicht etwa Mitleid oder Erbarmen.

Stattdessen führt sie die Hündin Daisy sofort mit ihren eigenen Hunden zusammen. Ihre Beschreibungen dieser „Zusammenführungen“ belegen zweifelsfrei: Die Frau hat keine Ahnung. Und das obwohl sie eine unbekannte Anzahl von Hunden hält und noch dazu Welpen im Haus hat.

Das – keine Sachkunde, kein Erbarmen, keine Rücksicht, kein Mitleid, kurz: keine Tierliebe - muss nun leider auch Daisylein lernen, denn es kommt sofort zu einer (weiteren) Beißerei mit dem Golden Retriever der Adoptantin.

Der fällt jetzt aber immerhin auf, dass Daisylein „schwanke […] als ob sie betrunken sei“.

Okay, da mag die Gute-Tat-Ware wohl ein wenig schwanken, wenn einem so viel geballter Dilettantismus trifft und man gerade erst einen Höllentransport aus Rumänien überlebt hat. Strafe muss sein: Jetzt wird Daisy – wieder! - in einen Käfig gesperrt, „da sie selbst die Welpen durch die Gitterstäbe massiv bedrohte“.

Aber es ist doch für Tierärzte erfreulich zu lesen, dass Straßenhunde-Adoptantinnen, die gerade erst den Reisekumpel ihres tierquälerisch transportierten neuen Lieblings verdächtig hatte husten hören, diesen dann sofort mit Welpen zusammen lassen. Zwingerhustenerreger marschieren durch so Gitter einfach hindurch! Aber nur so kommt Husten und Schlimmeres richtig rum!

So viel zum „Hundeparadies Deutschland“. Schuld jedoch sind nur die anderen:

              

Dies ist ganz sicher kein Tierschutz, und ich dachte wirklich, dass private Tierheim dort wäre ein gutes und denen würde an den Hunden liegen. Aber wer so etwas zulässt, dass der Hund mit Beruhigungsmitteln komplett voll gepumpt wird, und danach vermutlich tagelang durchdreht, wohl nicht allzu viel an den Tieren.

(ibid.)

              

„Dachte“; nicht: Ich habe mich meiner Verantwortung gemäß vorher eingehend dazu erkundigt und mich von der Seriosität der Akteure überzeugt.

Ja, steht da so! Auf Facebook. In aller Öffentlichkeit. Schamfrei.

Die Adoptantin denkt; der Kommerz lenkt!

 

Helmut Hirmann und der Komfort des Konjunktivs

Das Faszinierende am Dilettantentango ist die Überbevölkerung des Tanzparketts mit Akteuren. Nicht allein eine gewissenlose Transporteurin und eine völlig blauäugige und sich an den Taten beteiligende Berichterstatterin weisen in den vorliegenden Texten ihre Erbarmungslosigkeit nach, nicht nur eine Adoptantin wirft sich in Empörungspose, die selbst keine Ahnung hat, nein, jetzt kommt noch Herr Tierschützer und setzt seinen Klops noch oben drauf.

Das dürfen die DN-Leser ungekürzt genießen, Syntaxmurks und Rechtschreibfehler inklusive:

              

Stellungsnahme von Helmut ( Streunerparadies )

Also an alle als der Tansport im Streunerparadies angekommen ist habe ich meinen Augen nicht getraut. 10 Hunde in einen PKW , mittlere Hunde in Katzen transportboxen , ein großer Hund in einer Gitterbox in der noch ein Katzenbox stand , der Hund mußte sitzen oder auf der Katzenbox liegen. Drei Hunde in eine mittlerenBox die zwei anderen haben ständig die schwächere gebissen. zwei Hunde mit 3 Beinen eine davon fast Blind in einer Katzenbox. Die konnten sich nicht mal umdrehen oder normal liegen. Ich habe Ihr angeboten die Hunde zu versorgen und mal raus zu lassen , nein sie hat Ihnen noch Wasser gegeben damit die Blase noch voller wird. Eine Pause hat sie abgelehnt. Birgit durfte grad und grad aufs Kloo . Und das allles um 4 Uhr Morgens. Was soll das , ich hätte den Amts Tierarzt rufen sollen. Ein Hund hat den Schwanz gebrochen müssen denb Morgen entfernen lassen. das hat mit Tierschutz nichts mehr zu tun das ist ein Massentransport um Kohle zu machen nicht mit uns.

(Stellungnahme Helmut Hirmann auf FB Gegen Tierquälerei im Anschluss an Reisebericht von Birgit H. und Adoptantin-Anklage Michaela O.; Hervorheb. d. DN-Red.)

              

Für die Tele-Epistemiker unter den DN-Lesern: „hätte … rufen sollen“ ist Konjunktiv. Der Konjunktiv ist auch als Möglichkeitsform bekannt. Also etwa die Möglichkeit, moralisch zu handeln, Tiere vor Quälerei zu schützen, einen Qualtransport sofort zu beenden, Tierquäler zur Verantwortung zu ziehen und illegale Tierschlepper von den Behörden aus dem Verkehr ziehen zu lassen.

Der Konjunktiv besagt dann aber gleichzeitig, dass Helmut Hirmann von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat. Denn sonst hieße es: „Ich habe den Amtstierarzt gerufen“ bzw. die Polizei verständigt. Oder Bilddokumente von dieser Tierquälerei angefertigt und sie gleich am nächsten Tag zur Anzeige gebracht.

Andererseits: Wie hätte der „Tierschützer“ Polizei und Behörden auch erklären wollen, dass der „Tierschutzverein“ Streunerparadies sich Hunde Ware per von ihm selbst als Tierquälerei bezeichnete Transporte anliefern lässt?

Und was ist eigentlich mit der Hirmann-Behauptung aus Aua1346P, dass das Streunerparadies NUR mit Traces fahre?

 

aua125katzehngt 

 

Doggennetz.de-Senf:

Erster Einwand: Die berichtende Adoptantin oben gibt an, die Transporteurin Miriam K. rechne 130 Euro pro geschlepptem Hund ab. Das wäre ein ungewöhnlich hoher Preis? Die Profi-Transporteure bieten diese zweifelhafte Dienstleistung zu Einzelpreisen in einem Preisfenster von 60 bis 100 Euro an.

Doch wenden wir uns lieber der Leichenschau zu: An der Sauerei beteiligt sind (mindestens) vier Täter mit unterschiedlich starkem Aktienparket Verantwortung: Miriam K., Blauäugchen Birgit H., Helmut Hirmann und die Adoptantin Michaela O. Drei der Täter einigen sich reflexartig darauf, von ihrer Mitschuld an dieser Schinderei durch lautes Brüllen auf Facebook „Haltet den Dieb“ abzulenken.

Über die Transporteurin Miriam K. ist jedes weitere Wort zu viel. Indiskutabel. Allerdings dürfte es Tierschützern keine Probleme bereiten, die Dame per Behörden und Polizei mit Hinweis an das Finanzamt relativ schnell aus dem Verkehr zu ziehen.

               

Blauäugchens Empörungsmasturbation

Die toleranteren unter den DN-Lesern werden auch Blauäugchen schnell aus der Verantwortung entlassen, ist sie doch ganz offensichtlich grenzenlos naiv und von der Situation komplett überfordert gewesen. DN ist da weniger nachsichtig: Spätestens nach der Ansage des großen Tierschützers Helmut Hirmann beim nächtlichen Ausladen im Streunerparadies war Blauäugchen bekannt, mit welcher Maßnahme sie diese Tierquälerei sofort beenden kann. Sie hätte einfach nur bei der nächsten Pinkelpause die Polizei verständigen müssen. Hirmann hatte es doch erklärt: Die Hunde wären sofort beschlagnahmt worden. Die weitere Schinderei wäre ihnen erspart geblieben. Stattdessen beteiligt sich Birgit H. noch am dreckigen Schleppergeschäft und transportiert drei Hunde in einem Ford Ka zu den Abnehmern. Wer Mittäter wird, kann bei dieser Redaktion keinen Milchmädchen-Bonus mehr reklamieren.

Anschließend betreibt sie auf Facebook öffentlich Empörungsmasturbation, die keine Konsequenzen haben wird. (Es sei denn, die DN-Redaktion greift den Fall auf!) Dieses Empörungsmimikry sichert ihr die Aufmerksamkeit der angeblichen Tierfreunde. Nun versichern sich alle wechselseitig ihrer eigenen moralischen Vorzüglichkeit. Von ihrer Mittäterschaft spricht keiner!

 

Sicher nicht die letzte in der Reihe: die Adoptantin

Die wahrscheinlich immer noch nicht letzte Schinderin in der langen Kette derer, welche sich hier an wehrlosen rumänischen Straßenhunden vergehen, ist die Adoptantin. Auch sie übernimmt keinerlei Verantwortung. Denn würde sie durch ihren Hundekonsum keine Nachfrage schaffen, die zu bedienen Tierschlepper von anderen Tierschützern schon kastrierte Hunde von rumänischen Straßen wegfangen, könnten Transporteure wie Miriam K. auch kein Geschäft damit machen. Sachkundefrei und unbeschwert von jedem kynologischen Basiswissen perpetuiert sie das Leiden der bedauernswerten Hündin Daisy, die sich am Ende dort wiederfindet, wo sich schon seit Tagen war: in einem Käfig. Denn immerhin hat sie „selbst die Welpen durch die Gitterstäbe massiv bedroht“. Man stelle sich vor: SELBST die Welpen!

Was sagt eigentlich das Vorhandensein von Welpen bei einer Adoptantin eines Tierschutzhundes über die Qualität dieses Endplatzes aus?

 

Und für Hirmann der Profit sichernde Komfort des Konjunktivs

Die drei Frauen haben also komplett versagt. Der einzige Mann in der Handlungskette macht es ihnen vor. Tierschützer möchte Helmut Hirmann sein und lässt einen von ihm selbst als Quälerei bewerteten Transport weiterfahren! DAS sind die Tierschützer von heute!

Um von ihrem eigenen Versagen abzulenken, fallen die Drei sich auf Facebook traulich in die Arme und geilen sich am erigierten moralischen Fingerzeig auf die Transporteurin auf. Dabei sind sie keinen Deut besser. Sie alle sind Mittäter und tragen Verantwortung für die von ihnen selbst geschilderten Abläufe.

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Quelle 1 (Leerschritt entfernen): https: //es-es.facebook.com/neinzutierquaelerei/posts/647793728589434?comment_id=6237480&offset=0&total_comments=23

HINWEIS: Wer Interesse an dem Original-Bericht hat, sollte sich den Text rasch sichern. Die Erfahrung zeigt, dass solche Dokumente des Komplettversagens von Tierschützern unmittelbar nach Veröffentlichung der dazugehörigen DN-Artikel sofort aus dem Netz verschwinden. Diese Redaktion hat das Dokument selbstverständlich gerichtsfest gesichert.

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Medienberichterstattung über den Transportskandal Wunsiedel:

>>> http://www.sat1bayern.de/news/20140617/hundeschmuggel-transporter-mit-30-tieren-beschlagnahmt/

>>> http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/hundetransport-beschlagnahmt-wunsiedel-128.html

>>> http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/nachrichten/landkreis_wunsiedel/art279956,3408150

>>>http://n-land.de/lokales/lok-detail/datum/2014/06/20/31-auf-einen-streich.html#.U6fkGUCltBQ

>>> https://www.youtube.com/watch?v=CwNOanrNbyI

>>>http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/nachrichten/landkreis_hof/art278486,3421802

Weitere DN-Artikel der Wunsiedel-Serie:

Aua1338 / Aua1339 / Aua1341 / Aua1342 (in der Serie "Hinter den DN-Kulissen") / Aua1343 / Aua1344 /

Weitere DN-Artikel über Streunerparadies:

Aua1346P / Aua1349 / Aua1352P / Aua1371P / Aua1464 / Aua1465 / Aua1472 / Aua1473 / Aua1475 / Aua1476 /

DN-Artikel über den Parallelverein Gegen Tierquälerei:

Aua1351 / Aua1354 / Aua1403

DN-Artikel über weitere dubiose Orgas im Umfeld:

Aua1367P (Tierschutzengel Grenzenlos e. V. i. Gr. und Hundehilfe Koblenz) sowie Pav13 und Pav14

 





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Dienstag, den 01. Juli 2014 um 12:25 Uhr
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