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Aua36: Doggennetz, der Dalai Lama und gute Quellen

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{TS-Satire}  Der Popularitätsgewinn von Doggennetz ist geradezu atemberaubend. Vermittels der emsigen Hilfe einer ganzen Reihe von Eiferern in Nord-, Ost- und Rest-Deutschland steigt die Zahl der Klicks rasant an. Rund 100 Besucher pro Tag. Tendenz steigend.

Doggennetz wirkt!

Wie bei allen Heilmitteln mit Wirkungsnachweis wird es deshalb höchste Zeit für einen Beipackzettel. Keinesfalls möchte Doggennetz hier hinter profanen Kopfwehtabletten und dem gemeinen Fieberzäpfchen hintanstehen. Deshalb dürfen wir Warnhinweise vor Doggennetz auch nicht verschweigen.


Eine lange Liste von Fehleinschätzungen

Natürlich war die Umfirmierung von Doggennetz im Sommer 2010 von jeder Menge realitätsferner Phantasien hinsichtlich zu erzielender Wirkung und zu erreichendem Bekanntheitsgrad begleitet. Dachte ich.

Erratum: Noch nicht einmal sechs Monate später schenken mir wissenschaftliche Größen ihre Aufmerksamkeit, die sich sonst nur mit dem Dalai Lama, Barbara Rütting und anderen Weltenlenkern befassen.

Beweis? Hier: http://www.4pawsnet.de/seite-des-monats.html.

Bitte lassen Sie sich dort nicht davon irritieren, dass die Liste der Irrtümer und Fehleinschätzungen bezüglich zu empfehlender Internetseiten dieser Autoren so lang ist, dass man sie sogar durchnummerieren muss. So geht wissenschaftliches Arbeiten eben.

Daran sieht man auch sehr schön, wie unwissenschaftlich Doggennetz ist! Da gibt es kein Erratum und keine Errata. Unsere frühesten Geißelungen der Inzucht bei der Deutschen Dogge (vgl. unseren Artikel „Inzucht und Lebenserwartung“ vom 03.07.2003 in der Rubrik „Dogge pur & Zuchtkritik“)  sind heute Bestandteil des Dortmunder Appells. Unser „Offener Brief an den VDH“ vom 06.02.2009 bekommt Schützenhilfe durch den offenen Brief an den Verband für das Deutsche Hundewesen von Christoph Jung (http://petwatch.blogspot.com/2010/11/offener-brief-den-vdh-zur-zuchtpraxis.html) und traurige Bestätigung durch die aktuelle Übernahme einer Doggenhündin aus einem früheren Zwinger des nämlichen Verbandes (vgl. Aua 35).

Unser der behördlichen Maßnahme fast zwei Jahre vorausgehender Artikel „Das Warnwort ‚Gnadenhof“ vom 11.01.2009 zu einer jetzt unter dem Schlagwort „Tierschutzskandal Dörrieloh“ bekannten Tierschützer-Hundehaltung wird durch die Beschlagnahme von rund 100 Hunden im November 2010 bestätigt (http://www.charitywatch.de/index.asp?id=1356).

Kein Erratum in sieben Jahren! Das ist kein gutes Zeichen!

 

Mit buddhistischer Güte

„Und jetzt?“, habe ich die Buddhisten gefragt, die sich schließlich am besten mit Goldner-Outing auskennen.

„Sie müssen auch das Positive sehen!“, entgegnete man mir dort mit Milde. „Schauen Sie mal genau hin. Da gibt es bestimmt Gutes?“

„Nun ja. In einer E-Mail an mich schreibt er, die Seiten meiner Website aufmerksam und mit großem Interesse gelesen zu haben. Vieles davon, wenn nicht fast alles, könne er unterschreiben.“

„Ach. Und womit denn dann haben Sie sich den Zorn seiner heiligkeit aufs Haupte gezogen?“

„Von den ca. 75 Artikeln mit genau einem: Aua 28!“

„Aber das ist doch unlogisch. Das richtet ja jetzt erst recht Aufmerksamkeit auf den Text?“

„Finde ich ja auch. Denn eigentlich war ich mit dem Thema erst einmal durch, weil ich im Moment auch viel dringendere Recherchen habe.“

Dann bedankte ich mich recht herzlich für diesen Beistand, ging meiner Wege und beschloss, mich künftig noch viel mehr um den Buddhismus zu kümmern.

 

Der Dalai Lama und ich

Zwar habe ich damals im Oktober 2008 und den langen Monaten danach gar nichts von der zweifelhaften Auszeichnung von Doggennetz als Seite des Monats obiger Internetpräsenz gewusst und gemerkt. Keine Steigerung der Klicks. Erfahren habe ich davon erst etwa ein Jahr später, ganz zufällig in einem Telefonat mit einer Tierschützerin im Ausland.

Aber das Downranking unter Abgabe dieser gravierenden Diagnose eines ausgewiesenen Experten seines Faches macht sich schon nach zwei Tagen positiv bemerkbar. Allerdings kommen die vermehrten Doggennetz-Besucher weniger von der Verdikt-Site direkt, wie unsere detaillierte Seitenstatistik verrät. Aber nicht verzagen, die Hilfe der Eiferer ist gewiss. Und so schaufeln uns die Doggenszene-Kollegen durch sofortige Verlinkung des expliziten Downrankings massenweise Besucher zu, die gemäß Seitenstatistik dann auch irgendwie hängenbleiben, verschiedene Artikel lesen und sich kaum noch von Doggennetz lösen können! Hoffentlich ergeht es denen nicht, wie dem Verdikt-Editor: mit großem Interesse gelesen, fast alles unterschreiben ...

War es das, was mein buddhistischer Freund gemeint hatte? Aber das hat er doch auch nur bei den Marketing-Profis abgekupfert, wo man schon immer weiß: Es gibt keine schlechte Werbung!

Das mit dem Dalai Lama ist mir auch schon etwas zu Kopfe gestiegen. Gestern an der Käse-Theke in unserem Supermarkt: Eine lange Schlange Kunden. Und ich hatte es eilig, zog es mich doch zurück an meine Tastatur, um neue Gift- und Galletexte (Gästebucheintrag einer Vorbild-Orga) zu produzieren. Also griff ich zum Äußersten: „Lassen Sie mich vor! Colin Goldner schreibt über den Dalai Lama und über mich!“ Okay, die Wirkung war noch nicht ganz so bombastisch. Es lag allerdings nicht an dem, dass irgendjemand meine publizistische Augenhöhe zum Dalai Lama bezweifeln wollte. Aber kaum zu überhören war die aufmuckende Frage: „Who, the frog, is Colin Goldner?“ Es ist ein Kreuz mit der Dummheit!


Link-Prügeleien

Die Tierschützer-Szene hält sich streng an ihre Herkunft und achtet darauf, nicht zu viel Distanz zum Sandkasten aufkommen zu lassen. Lediglich das Instrumentarium wurde inzwischen ausgetauscht. Zog man sich früher noch frohgemut die Förmchen über den Scheitel, schleudern sich die Streitenden heute wechselseitig die Links um die Ohren. Ähnlich wie beim Imponierverhalten von Hunden gilt dabei die irrige Annahme, diejenigen hätten am meisten recht, welche den größten Haufen scheißen oder den kleinen wenigstens mit maximalem Kollateralschaden umscharren können. Umso mehr Links, desto rechter!

Grundsätzlich erkennt man diejenigen mit den schmalbrüstigen Argumenten an Links auf irgendein Forumsgewäsch, Gästebuch-Einträge, legasthene Schreibversuche und andere Kostproben richterlich noch nicht bewerteter Persönlichkeitsrechtsverletzungen.

Schlagende Argumente beziehen ihre Kraft aus Links und Quellenangaben zu Gerichtsurteilen, renommierten Publikationsorganen oder seriösen Kritikern, deren Analysen schon richterlich abgesegnet sind.

Z. B. so:

http://de.nntp2http.com/soc/menschenrechte/2002/10/b7b58a11e78ee71d0
62eab7312f1d978.html

http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410780B68403A11F948B/Doc~E4
D192A17A44B4A52A443E7F6EE158591~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://info-buddhismus.de/Colin_Goldner_Dalai_Lama_Gottkoenig_Wissenschaftsjournalist.html

 

 

tags: Colin Goldner, Dalai Lama, Karin Burger, Barbara Rütting, Doggennetz, Buddhismus, Zuchtkritik, offener Brief, Verband für das Deutsche Hundewesen, Christoph Jung, Doggenszene, Aua 28





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Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 09:21 Uhr
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