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Aua1336P: Hat Daniel Lange zu viel Christian Wulff gelesen?

 

 

[im DNPA erschienen: 15.06.14; online verfügbar ab: 19.07.14]

[Aktualisierung vom 14.10.14: Bitte beachten Sie zu diesem Thema unbedingt auch Aua1422. Daniel Lange hielt es aufgrund der DN-Berichterstattung für angemessen, diese Redaktion abmahnen zu wollen und mit Anwalt zu drohen!]

 

{der satirische Kommentar zu einem Leberwurst-Statement und einer Buchdrohung} 

Realität 2014: Ein abgehalfterter Bundespräsident lädt die Medien ein, um mit ihrer Hilfe seine Abrechnung mit den Medien zu vermarkten. In Buchform, die Abrechnung: „Ganz oben – ganz unten“.

Das NDR-Medienmagazin ZAPP konnte dem satirischen Potenzial dieses skurrilen Wulff-Kalküls auch nicht widerstehen und hat mit maximaler ironischer Eleganz die sensible Begegnung paartherapeutisch analysiert (hier).

Dieser Redaktion liegt dazu aus dem Weltall schon eine Protestnote vor. „WIR sind die Aliens!“

Im Windschatten solcher medialen Großereignisse dümpelt der SAT1-Meta-productions-Daniel-Lange-Schlamassel (Aua1328) weitgehend missachtet vor sich hin.

 

Exklusiv-Interview mit letzter Kraft

Halb schlapp über dem Stuhl hängend, ist es dem Branchendienst und Online-Magazin Quotenmeter.de gelungen, den von Sat1 ausgewrungenen Starreporter Daniel Lange kurz vor um noch zu interviewen (hier).

Erkenntnistheoretisch ist der frühere akte-„Reporter“ immerhin schon einmal weiter: „Ich bin schwer enttäuscht!“

Prima, Enttäuschung ist das Ende einer Täuschung. Von dieser Ende-Täuschung umfasst ist wohl auch die Wahrnehmung von akte-Moderator Ulrich Meyer.

Schlimm! Schlimmschlimmmschlimm.

„Etwas kraftlos sieht er schon aus, der 39-jährige Fernsehreporter Daniel Lange“, konstatiert Quotenmeter.de eingangs des Protokolls des „exklusiven Gesprächs“ (dieses wie alle nachfolgenden Zitate stammen aus dieser Quelle). Das kommt von all der Hilflosigkeit im unterstützungslosen Ringen um seine Reputation, erfährt der interessierte Leser; er erfährt aber nicht: WELCHE Reputation?

Entgegen anderslautender Meldungen sei es Lange gewesen, der den Vertrag mit Meta productions gekündigt habe, stellt Quotenmeter.de den Staat für drei Monate von der Zahlung von ALG I frei!

Das zehrt!

 

Mit letzer Kraft gibt der Stalljunge Daniel Lange (vormals: Sat1/Meta productions und Gesicht des „tollsten und einzigartigen“ journalistischen Formats Lange undercover) dem Branchendienst Quotenmeter.de ein erschütterndes Interview. Nach dem Ende einer endlosen Reihe von Täuschung will Lange sich jetzt selbst therapieren, das Ganze in zwei Buchdeckel pressen und Ihnen zum Kauf anbieten!

Foto: © Rike / pixelio.de

 


Entsetzender Euphemismus

Dann geht es in dem Interview um eins der kurzlebigsten Investigativrecherche-Formate ever: Lange undercover. Das, was SAT1 in seinem Scheidungsantrag an Meta als „unsaubere journalistische Arbeit“ bezeichnet habe, verwässert im Quotenmeter.de-Interview zu „Themen ganz anders an[]gehen“.

Ja, oder so: Zum Beispiel bei der Recherche zum Thema Zoophilie / Tierbordelle / Tierpornos. Wie sich „anders angehen“ dann genau gestaltet, dazu gibt es auf YouTube einen illegalen, strafbaren, nichtsdestotrotz aber hochinteressanten Mitschnitt eines Telefonats zwischen einem Meta-Mitarbeiter und einem „Informanten“ aus der Tierschutzszene mit nachgewiesener Muh-Mäh-Schwäche (Aua1329) [Quelle 1 am Ende vom Text].

 

Dicke Luft – die Analyse

Die Luft zwischen den drei Beteiligten SAT1, Meta und Daniel Lange ist dick. Das haben inzwischen alle mitgekriegt. Endlich erfährt der Zuschauer nun auch, welche Substanzen für diese harmoniefeindliche Konsistenz verantwortlich sind: Behauptungen! Lächerliche dazu. Die wurden erst erfunden, dann dort abgelegt und anschließend wieder aus der Luft gegriffen.

Shocking!

Was Daniel Lange jedoch verschweigt: In dieser geschwängerten Luft wabern noch ganz andere Teilchen umher: Tierbordelle zum Beispiel! Die These solcher: gleiche Herkunft!

Und irgendetwas an der Luft um Daniel Lange scheint tatsächlich nicht gesund zu sein? Oder wie kommt es zu solchen hyperbolischen Selbstwahrnehmungen wie diejenige, dass die Sendung Lange undercover „ein aus seiner Sicht ‚tolles und einzigartiges‘ journalistisches Format“ (gewesen †) sei?

Toxisch!

 

Die Nachteile von dicker Luft sind vielfältig. Im vorliegenden Fall besonders ungünstig: Man sieht gar nicht, was da alles so herum wabert: Vor lauter aus der Luft gegriffenen, deshalb frei erfunden und auch noch lächerlichen Behauptungen zum Nachteil des „Investigativ-Journalisten“ Daniel Lange könnte der geneigte Betrachter übersehen, dass darinnen auch noch komplett unseriöse Informanten herumproleten, mit denen zusammen Daniel Lange und Meta zehn Monate lang am Thema Zoophilie / Tierbordelle / Tierpornos herumrecherchiert haben. Auch diese zehn Monate „knallharter“ Recherche haben zur These der Existenz von fest adressierten Tierbordellen in Deutschland nicht mehr als ein Glaubensbekenntnis des Daniel Lange hervorgebracht (vgl. dazu Aua1327).

Foto: © Claudia Hautumm / pixelio.de

 


Der gesamte <akte>-Lorbeer auf dem Daniel-Lange-Haupt

Immerhin erfährt die Welt (endlich), wem in Wahrheit der gesamte akte-„Ruhm“ zuzuschreiben ist. Puuh, das war knapp: „Ich habe über zehn Jahre maßgeblich an der <akte> mitgearbeitet, diese Sendung war und ist ein Teil meines Lebens“. Potzblitz und Regenwurm: ein Lebenswerk! Und zwar: das eines „Steigbügelhalters“, wie er selbst und schonungslos bekennt.

Es sagt doch eine Menge über die journalistischen Qualitäten der bekannten SAT1-Sendung aus, wenn es dort „Steigbügelhalter“ (vormals als „Stalljungen“ bekannt) sind/waren, „die maßgeblich für eine Zweistelligkeit der Quoten der <akte> gesorgt“ hätten.

Die DN-Redaktion möchte jetzt nicht in die Investigativ-Attitüde verfallen zu fragen, wem genau denn dort die Steigbügel gehalten wurden …

 

Von der DN-Redaktion erhaschte Originalblätter aus dem gigantischen Lorbeerkranz auf dem Haupte des ehemaligen Polizisten Daniel Lange, der genuin für den „Ruhm“ des SAT1-Magazins akte verantwortlich zeichnet. Sie verhüllen nur notdürftig das Lebenswerk des ehrgeizigen Stalljungen, der im Interview mit Quotenmeter.de eiskalt auch noch seine Ansprüche auf Arbeitslosengeld I versemmelt.

Foto: © segovax / pixelio.de

 


The Worst Case: Drohung mit Autobiographie

Wer hinsichtlich des SAT1-Meta-Daniel-Lange-Schlamassels auf ein Ende mit Schrecken gehofft hatte, sieht sich ebenfalls enttäuscht. Es sieht bitter nach Schrecken ohne Ende aus, denn es tritt der Worst Case ein: Der Stalljunge will seine Memoiren schreiben. Geplanter Titel: „Mein Leben für die <akte>“!

Aua!

Dahinter steckt – wie schon im Falle Christian Wulff – ein primär eigentherapeutischer Ansatz: „ein Verarbeiten von Wut, Trauer, Enttäuschung und ein Schritt in ein neues Leben“. Also: Psychotherapie zum Mitlesen! Protokolle heilender Selbstgespräche unter dem Leitmotiv „Keiner hat mich richtig lieb!“.

Wer’s mag!

 

Alternative Buchtitel

Die nächste zu erwartende Fehlkategorisierung im Taumel posttraumatischer megalomanischer Selbstzuweisungen könnte die eines „SAT1-Whistleblowers“ sein.

Achten Sie sicherheitshalber auf das Zittern des SAT1-Balls am oberen Bildrand Ihres Fernsehers!

Als einen alternativen Buchtitel schlägt die DN-Redaktion deshalb vor:

Warten auf die einstweilige Verfügung

 

Hinsichtlich der Dynamik der Karriere-Topografie von Daniel Lange anerböte sich des Weiteren und in Analogie zum gleichfalls von den Medien geschlachteten Ex-Bundespräsident:

Noch nicht einmal halb oben und schon pfeilgerade abwärts

 

Oder, drittens, zum Anfüttern eines potenziellen Leserkreises außerhalb von Psychotherapie und Selbsthilfegruppen:

Was Sie sowieso nicht interessiert!

 

Oder einfach auf den Punkt gebracht:

Das Maulwurfen-Syndrom oder: zu lange undercover?

 

Zu erwarten sind darin die Unterkapitel:

>>> Ein träger Kabelträger
>>> Mein Leben im Schatten des Mikrofongalgens
>>> Die wechselseitige Bedingheit von "undercover" und "unterirdisch"

Sure: Es wird ein Bestseller!

 

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Quelle 1: https://www.youtube.com/watch?v=Cmly28dNdbc&feature=youtu.be





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Sonntag, den 15. Juni 2014 um 11:29 Uhr
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