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Aua1334P: Tierschutzpartei-Dilettantentango fräst furiose Schlieren ins Medienparkett

 

{TS-Kritik, satirisch notiert

[im DNPA erschienen: 10.06.14; online verfügbar ab: 17.07.14]

 

Es ist nicht so, dass Tierschützer sich nicht Tag für Tag bemühen, den Tieren selbst und ihrem ethischen Anliegen maximal zu schaden und der Gesellschaft immer wieder vor Augen zu führen, dass Akteure unter diesem Label emotional überqualifizierte Spinner und potenzielle Rechtsbrecher ohne jedes Gefühl für Verhältnismäßigkeit sind. Keiner weiteren Beachtung wert. Das Wirken ist kontinuierlich, die Erfolge sind eher kleinschrittig. Quasi Handarbeit. Besonders im Auslandstierschutz. Da müssen verängstigte Reisende auf vier oder weniger Pfoten einzeln dilettantisch ent- und umgeladen werden, um sie entlaufen zu lassen, damit sie auf Autobahnen, Bundesstraßen und in freier Flur zu Tode kommen. Es sei denn, man findet Tierärzte, welche solange mit dem Narkosegewehr auf sie ballern, bis sie an einer Überdosierung mit Betäubungsmittel sterben (vgl. Aua1272).

Herausragende Leistungen in dieser Sparte wie etwa <Karlsruhe 2011> sind selten. Seinerzeit konnten Tierschützer bei einem „Rettungstransport“ aus Spanien mit einem Schlag inoffiziell 19 (Bericht Augenzeugen), offiziell neun Hunde und Katzen qualvoll im Transporter ersticken lassen (vgl. Linkliste in Aua639).

Fast schon vergessen auch ist der Ruhm des Bund gegen Missbrauch der Tiere aus dem Jahr 2005, wo bei einem solchen durch und durch vorschriftswidrigen und tierquälerischen Transport nach offizieller Verlautbarung (nur?) sieben Hunde erstickt sind (hier, hier und hier). Doch natürlich werden solche Heldentaten im Tierschutz auch entsprechend belohnt: Der für diese unsägliche Tierquälerei Verantwortliche ist heute erster Vorsitzender des gesamten Ladens! Tja: Von nix kommt eben nix!

 

Gerade noch führend: Deutscher Tierschutzbund e. V.

Das alles jedoch reicht nicht annähernd an die berauschende Erfolge heran, welche der Deutsche Tierschutzbund e. V. (DTB) als Trägerorganisation des Pseudo-Tierschutz-Fleischlabel NEULAND in jüngster Zeit feiern konnte. Als Vollprofi der Branche hat er den Schaden gleich auf mehrere Ebenen ausgerichtet: Der Vertrauensverlust in den Tierschutz im Allgemeinen und die Organisationen, die ihn (angeblich) vertreten, kopuliert ekstatisch mit dem Waterloo im Kampf gegen Massentierhaltung und bedenkenlosen Fleischkonsum. Deshalb beschäftigen sich mit dem NEULAND-Skandal auch nicht irgendwelche Lokalzeitungen. Dieser ist seit Monaten Thema der sogenannten Leitmedien:

* DIE ZEIT
* SPIEGEL

* Deutschlandfunk

Berichterstattung aber natürlich auch regional!

Wer einmal so richtig lachen möchte, der guckt sich für den Berichtzeitraum die Pressemitteilungen des DTB an. Die titeln in der beliebten Kuscheltierschutz-Zone: „Osterfeuer“ (15.04.14), „LKW-Aktion gegen Tiertransporte“ (28.04.14; gemeint sind selbstverständlich NICHT die Tiertransporte vom bmt und anderen „Tierschützern!), „Kollege Hund“ (03.06.14) oder mit herzerweichender Bambi-Referenz „Mähtod“ (06.06.14).

Die Beteuerungen der Neuland-Trägerorga DTB in diesem Zusammenhang gewinnen für denjenigen an galoppierender Unglaubwürdigkeit, der das Tote-Mann-Spiel des Dachverbandes im Kontext mit dem Skandal um seinen Mitgliedsverein Nordische in Not, Ralf Hewelcke, im Auge hat (vgl. Aua1302P und Linkliste dort). Auch Ralf Hewelcke produziert für NEULAND!

 

Jetzt überholt von: Tierschutzpartei

„Das kann man besser machen!“, dachte sich möglicherweise der Bundesvorsitzende Stefan Eck der Tierschutzpartei, die gar nicht so heißt, sondern Partei Mensch Umwelt Tierschutz (MUT).

Ein erster Vorstoß in diese Richtung beim „Zoophilen Rights Day 2014“ in Berlin brachte noch nicht den nötigen Imageschaden für den Tierschutz insgesamt. Dort waren MUT-Aktivisten Seite an Seite mit der NPD und dem bekannten Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke aufgetreten (vgl. Aua1240).

 

Bildzitat Screenshot. Den Forderungen der Zoophilen nach Toleranz oder gar Akzeptanz ihres für die meisten Tierfreunde inakzeptablen Anliegens entgegenzutreten ist die eine Sache. Dabei Seite an Seite mit Rechtsextremisten und bekannten NPD-Funktionären aufzutreten ist die andere. Besonders, wenn eine solche Veranstaltung unter verstärktem Polizeischutz stattfinden muss. (vgl. dazu Aua1240).

 

Außer von irgend so einem tierschutzkritischen Blog im Internet fand diese politische Willens- und Sympathiebekundung noch nicht die entsprechende mediale Verbreitung.

Doch nachdem Stefan Eck nun bei der Europawahl am 25. Mai 2014 sagenhafte 1,2 Prozent der Stimmen und damit erstmals einen (saugut dotierten!) Sitz im Europaparlament erringen konnte, startet er voll durch. In nicht einmal zwei Wochen Amtszeit als Europaparlamentarier hat er im Mediendschungel einen Imageschaden für den Tierschutz angerichtet, für den andere Politiker Jahre brauchen! Wie dem DTB auch gelingt es ihm, diese Demontage eines berechtigten ethischen Anliegens über die wirklich relevanten Medien zu multiplizieren.

 

Unerreicht: dieses SPIEGEL-Interview

In SPIEGEL 23/2014 wurde der dünn gebackene Europaparlamentarier zu der Frage interviewt, wie man Politik für Tiere mache. Diese Riesenchance setzt Eck für die Tiere wie folgt um:

              

Stefan Bernhard Eck hat am Telefon jede dieser Fragen beantwortet. Der SPIEGEL gab ihm die Gelegenheit, das Interview zu autorisieren, wie das beim SPIEGEL üblich ist. Eck strich alle Antworten ersatzlos. Die Fragen zu Frischluft und seiner Kompetenz in der Verteidigungspolitik wollte er ebenfalls streichen. Er wünschte sich außerdem, ein paar Fragen selbst zu formulieren. Der SPIEGEL lehnte diese Vorschläge ab.

(SPIEGEL 23/2014)

              

Der SPIEGEL hat das Interview dann ohne die Antworten des „Tierschützers“ abgedruckt.

Die Republik lacht.

 

Aufgespießt von NDR-Zapp

Mit diesem spektakulären Hattrick es der politisch mandatierte „Tierschützer“ dann sogar am vergangenen Mittwoch ins Fernsehen und dort ins Medienmagazin ZAPP (Rubrik: Durchgezappt) geschafft.

Die Republik lacht und legt die Tierschützer mitsamt ihrem (wichtigen) Anliegen unter Dilettanten ab.

 

Deutschlands berühmtestes Satireportal verulkt die Tierschützer

So viele Steilvorlagen hätte der Postillon, Deutschlands bekanntestes Satireportal, gar nicht benötigt. Das ging schon zwei Tage nach der Europawahl mit der Meldung an den Start, die MUT-Partei entsende den Spitz Lumpi ins Europaparlament.

Wenn diese Satire auch nicht gerade zu den Highlights des Grimme-Preis-dekorierten Satirikers Stefan Sichermann gehört, dokumentiert sie doch eindrücklich, auf welcher Ebene das Anliegen der Tierschützer immer noch wahrgenommen wird: Hunde und Katzele!

 

Bildzitat Screenshot

 

Und dann noch die Tierschutzparteileaks!

Abgesehen davon, dass Stefan Eck auch seine Dauerkritiker mit diesen kapitalen Ausrutschern auf dem Medienparkett prächtig munitioniert (z. B. im AV-Forum), dokumentiert parallel das Whistleblower-Portal Tierschutzparteileaks weitere Fehltritte.

Das aktuelle Mediendesaster wird auch dort protokolliert und in weiser Voraussicht schon einmal durchnummeriert (Quelle 1). Die Whistleblower spießen dann weitere linkische Antworten des großen Vorsitzenden in aller Öffentlichkeit unter der Headline „Politischer Gammelfleischskandal“ auf (Quelle 2). Und auch die Tierschutzpartei-Dauerpeinlichkeit Harald von Fehr erfährt weitere Behandlung (Quelle 3). Zum Thema Klau der Domain des MUT-Landesverbands Berlin gäbe es ebenfalls interessante Neuigkeiten (Quelle 4).

DN-Fazit: Mehr Schaden in zwei Wochen für das politisch wichtige Anliegen des Tierschutzes geht nicht! Vielleicht sollten der DTB und Eck auch noch enger zusammenarbeiten?

 

Quelle 1: http: //tierschutzpartei-leaks.info/2014/06/05/mediendesaster-1/

Quelle 2: http: //tierschutzpartei-leaks.info/2014/06/06/politischer-gammelfleisch-skandal/

Quelle 3: http: //tierschutzpartei-leaks.info/2014/06/05/harald-von-fehr/

Quelle 4: http: //tierschutzpartei-leaks.info/2014/05/23/dr-petra-kuppinger/

 





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Dienstag, den 10. Juni 2014 um 11:41 Uhr
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