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Pav3: Tierheim Meißen Winkwitz e. V. aktion tier Meißen Tierschutzcentrum (1)

 

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Es ist nach Meinung dieser Redaktion schon ein äußerst schlechtes Zeichen, wenn die Namen von Vereinen und Tierheimen derart unübersichtlich und umständlich sind. Was der Volksmund als „Tierheim Winkwitz“ kennt, firmiert im Internet unter dem sperrigen Titel aktiontier Meißen – Tierschutzcentrum. Im Impressum dann aber steht Tierheim Meißen Winkwitz e. V.

 

Namensvermischung eines nicht gemeinnützigen mit einem gemeinnützigen Verein

Besondere Brisanz erhält diese eigentümliche Vermischung der Vereinsnamen durch die Tatsache, dass aktion tier nicht gemeinnützig ist (vgl. dazu auch hier und diverse Links aus Pav1), der Verein hinter dem „aktion[wieso wird der Name hier auf einmal zusammen gschrieben?]tier Meißen – Tierschutzcentrum“ jedoch, der Tierheim Meißen Winkwitz e. V., eben doch.

Damit wird aktion tier in der Namensgebung mit einem gemeinnützigen Verein verknüpft. Wie praktisch!

Gemeinnützigkeit hin, nicht förderungswürdig – für aktion tier – her, was aktion tier an Intransparenz auszeichnet, übernimmt der Verein Tierheim Meißen Winkwitz e. V. offensichtlich auch für sich.

Zumindest blieb die Presseanfrage der DN-Redaktion zu diesem Screenshot unbeantwortet:

 

Ausschnitt aus Bildzitat Screenshot des Facebook-Account des Tierheims Winkwitz vom 09.02.2014. Auf diesem Account eines gemeinnützigen Vereins betreibt der Kandidat für die Partei Alternative für Deutschland, Mario Aßmann, seine - nach Meinung dieser Redaktion - antidemokratische Agitation. Ein Artikel zu diesem Vorgang wurde in Aua1244 angekündigt. Die Presseanfrage dazu wurde von dem Verein Tierheim Meißen Winkwitz e. V. bis heute nicht beantwortet.

 

Diese politisch brisanten Äußerungen im Zusammenhang mit einer Kreistagskandidatur für die Partei Alternative für Deutschland hatte Mario Aßmann auf dem Facebook-Account vom Tierheim Winkwitz gepostet (siehe dazu Aua1244, Pav1, Pav2).

Die erste Vorsitzende des Vereins Tierheim Meißen Winkwitz e. V. sei, so nennt es das Impressum, Katrin Aßmann. Diese Namensgleichheit widerspricht gängigen Seriositätskriterien.

Am 9. Februar 2014 hatte die DN-Redaktion eine schriftliche Presseanfrage an Katrin Aßmann zu obigen Äußerungen von Mario Aßmann auf dem Facebook-Account des Tierheims Winkwitz gerichtet. Die Presseanfrage wurde bis heute nicht beantwortet.

Bei einer telefonischen Nachfrage der DN-Redaktion gab Mario Aßmann zur Auskunft, mit Aua1244 sei eine Berichterstattung schon erfolgt, weshalb man eine Antwort auf die Presseanfrage nicht für nötig befinde. Tatsächlich jedoch wurde in Aua1244 eine Berichterstattung nur angekündigt und mit dem dazugehörigen Screenshot versehen. Die in der Presseanfrage gestellten Fragen wurden deshalb selbstverständlich in Aua1244 auch nicht behandelt.

Nachstehend veröffentlicht DN die Presseanfrage an das Tierheim Winkwitz vom 9. Februar 2014:

 

DN-PRESSEANFRAGE vom 09.02.14:

Politische Tätigkeit Mario Aßmann – Satzungsverstoß

 

Sehr geehrte Frau Aßmann,

Doggennetz.de ist ein tierschutzkritischer Blog im Internet, herausgegeben von der Journalistin und Publizistin Karin Burger. Thema dort ist die kritische Begleitung der Tierschutzarbeit.

Sie sind Vorsitzende des als gemeinnützig ausgewiesenen Vereins Tierheim Meißen Winkwitz e. V. Gemeinnützige Vereine sind satzungsgemäß zur politischen und konfessionellen Neutralität verpflichtet; andernfalls riskieren sie ihre Gemeinnützigkeit.

Der Tierheimleiter des Tierschutzzentrums Meißen, Herr Maio Aßmann,kandidiert jetzt für die Partei Alternative für Deutschland.Dabei benutzt er seine Bekanntheit als Tierschützer und den Facebook-Account vom Tierheim Winkwitz für politische und teilweise antidemokratische Agitation und Werbung für die Partei Alternative für Deutschland.

Dieser Redaktion liegen mehrere Screenshots vor, in denen Hr. Aßmann alle demokratisch legitimierten Parteien im Parlament mit dem Spruch diskreditiert „Wir haben die Kraft, gemeinsam unser Land zu ruinieren“. Darunter befindet sich dann die Bemerkung: „Manchmal muss man das Schiff versenken, um die Ratten loszuwerden.“ Diese Äußerung versteht diese Redaktion dahingehend, die parlamentarische Demokratie müsse versenkt werden, um die Ratten (die demokratisch gewählten Parteien, die in der Grafik einzeln aufgeführt werden) loszuwerden.

Herr Aßmann veröffentlicht auf der Facebook-Seite des Tierheim Winkwitz Broschüren der Partei Alternative für Deutschland und teilt dort deren Links.

 

PRESSEANFRAGE:

1. Ihr Tierschutzverein ist nach seiner SAtzung verpflichtet, sich parteipolitisch und konfessionell neutral zu verhalten. Wie verträgt sich diese Neutralitätsverpflichtung mit den Veröffentlichungen des Hr. Mario Aßmann auf dem Facebook-Account vom Tierheim Winkwitz, das Aktion Tier angeschlossen ist?

2. Abgesehen vom Missbrauch der für den Tierschutz eingerichteten Accounts in den Social Media: Wie stehtIhr Vereinzu dem Leiter seines Tierheims Winkwitz, wenn dieser antidemokratische Parolen im Internet veröffentlicht?

3. Wie verträgt sich ein zeitmäßig ohnehin intensives Amt wie das eines Tierheimleiters und Tierschützers mit der angestrebten politischen Tätigkeit für die Aufgabe eines Kreisdelegierten einer gelegentlich auch als rechtspopulistisch kategorisierten Partei?

4. Bitte erläutern Sie dieser Redaktion Ihre Lesart der obigen Aßmann-Äußerung unter den namentlich genannten und im Bundestag vertretenen Parteien: "Manchmal muss man das Schiff versenken, um die Ratten loszuwerden".

5. Die Webseite Ihres Vereins führt kein ordnungsgemäßes Impressum, das unter anderem mindestens eine Telefonnummer und auch eine E-Mailadresse angeben sollte. Warum ist das Impressum des Vereins nicht ordnungsgemäß?

 

Es wäre sehr freundlich, wenn Sie unsere Presseanfrage bis Mitte der Woche beantworten könnten. Sollen Sie dafür ein größeres Zeitfenster benötigen, so geben Sie bitte Bescheid.

Für Rückfragen steht Ihnen die Unterzeichnete gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Karin Burger
www.doggennetz.de- der tierschutzkritische Blog

 

Hinweis: Das Impressum des Vereins wurde NACH der DN-Presseanfrage dann um eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse ergänzt!

 

Weitere DN-Artikel über verweigerte Presseauskünfte, die mit diesem Vorgang in Zusammenhang stehen:

Pav1 / Pav2 /





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Dienstag, den 08. April 2014 um 12:42 Uhr
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