die neuesten Texte




Startseite 
Pav0: Neue Rubrik auf Doggennetz.de: Presseauskunft verweigert

 

{Pav - Presseauskunft verweigert}

 

Schade. Ärgerlich. Plöd! Darauf hätte die DN-Redaktion auch schon früher kommen können: die Legion von Presseanfragen an Tierschutzvereine, Tierschutzpromis, Dachverbände und sonstige Institutionen, die einfach nicht beantwortet werden, zu veröffentlichen.

Der tiefere Sinn des tierschutzkritischen Blogs DN ist es, die defizitären Strukturen des Tierschutzes aufzuzeigen. Hinter diesem ersten liegt wünschenswerterweise der zweite Move: Dass sich etwas ändern möge.

Schlichtere Gemüter jedoch kommen über den ersten Schritt nicht hinaus und pflegen die Auffassung: Die will den Tierschutz kaputt machen!

Ja, oder so.

 

Bildzitat Screenshot der Webseite des Tierschutzvereins Kaufbeuren mit dem Tierheim Beckstetten. Auf dieses Pav freut sich die DN-Redaktion ganz besonders. Denn nicht nur wurde eine sehr brisante und umfangreiche Presseanfrage nicht beantwortet; inzwischen hat sich der TSV Kaufbeuren nicht entblödet, gegen den DN-Informanten Strafanzeige wegen Verleumdung zu stellen. Also ein echtes Leckerstückchen!

 

Mimosenhafte Ferne zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit

Zum Status quo im Tierschutz gehört die großflächig abwesende Transparenz; „mangelnde“ trifft es nicht wirklich.

Diese Undurchsichtigkeit hinsichtlich der Finanzen war das Thema von Stefan Loipfinger und seinem Portal CharityWatch.de, für das Karin Burger rund 50 Artikel, mehrheitlich Porträts von Tierschutzvereinen, und Kommentare geschrieben hat.

Das Transparenzkriterium war neben weiteren auch spielentscheidend für das vernichtende Ranking der Stiftung Warentest zu Tier- und Naturschutzorganisationen Ende 2013 (vgl. Aua1163).

 

Bildzitat Screenshot des Dogs Magazin: Die neue Rubrik "Pav" auf DN gibt endlich auch Gelegenheit, ein ziemlich kapitales Stückchen des Dogs Magazin zu veröffentlichen. Deren Redaktion hielt es nicht für nötig, auf eine DN-Presseanfrage zu antworten, die unter anderem Fragen zu einem von dieser Redaktion festgestellten kapitalen Verstoß gegen den Pressekodex beinhaltete. Inzwischen allerdings hat das Dogs Magazin seine Aktivitäten gegen DN massiv ausgeweitet: Im Forum des Dogs Magazin kümmert sich der Administrator persönlich darum, öffentlich und namentlich vor DN zu warnen! Eine hohe Auszeichnung für diesen Blog - als Gegenpart zu den am angeblichen Auslandstierschutz prächtig verdienenden Konzernen. Auch presserechtlich sollte die offizielle und namentliche Warnung vor anderen Publikationen durch eine Hundezeitung mehr Beachtung verdienen!

 

Widerlegte Ausrede

Bei Presseanfragen von Loipfinger und CharityWatch.de lautete die Standardausrede der Tierschützer, sie seien nicht bereit, ihre Zahlen an Dritte herauszugeben.

Inzwischen und nach vier Jahren Erfahrungen der DN-Redaktion ist belegt: Tierschützer meinen, kritische Fragen GRUNDSÄTZLICH nicht beantworten zu müssen.

Gelegentlich entsteht diesseits auch der Eindruck, dass sie es manchmal aus intellektuellen und sprachlichen Gründen auch nicht können.

 

Unerträglicher Medienkitsch beim Tierschutz-Thema

Wie auf der Startseites dieses Blogs schon hervorgehoben, ist der Tierschutz an die kritische journalistische Begleitung nicht gewöhnt. Die Tagesjournaille und alle anderen Medien wenden sich diesem Thema fast ausschließlich völlig unkritisch zu. Dabei heraus kommt ein unerträglicher Kitsch, Tierschutz-Folklore in Reinkultur und daraus folgend eine systematische Desinformation der Gesellschaft darüber, was und wie Tierschutz heute wirklich ist. Das übelste Machwerk aus den Produktionshallen der Rosa-Wolke-Fabrik ist die VOX-Sendung hundkatzemaus; dicht auf gefolgt von Tiere suchen ein Zuhause.

Als ein weiteres aktuelles Beispiel in der Sparte Tagesjournaille sei hier ein Jubelbericht der Neuen Westfälischen über das Tierheim Bad Driburg zitiert. Man kann den Artikel kaum lesen; der Text ist unerträglich! Was sich wirklich in dem Tierheim abspielt, ist einem Artikel des Westfalen-Blatts vom 15. Februar 2014 wenigstens ansatzweise zu entnehmen, will man der Kritik von aktion tier, wie sie dort zitiert ist, glauben. Zumindest bleibt von dem nicht auszuhaltenden Schmus im Dezember-Artikel nichts mehr übrig!

Noch weniger bliebe übrig, wenn DN die dieser Redaktion vorliegenden Informationen veröffentlichen und das Thema bearbeiten würde.

 

 
Bildzitat Screenshot Deutscher Tierschutzbund e. V., der mutmaßlich auch in Zukunft die meisten Treffer in der neuen DN-Rubrik Pav verzeichnen darf. Der vor lauter Transparenz-Siegeln kaum noch erkennbare Deutsche Tierschutzbund e. V. weigert sich grundsätzlich, irgendeine Presseanfrage von DN zu beantworten; seien es auch bloß schiere Sachfragen! Nach Meinung dieser Redaktion eine klare Behinderung von kritischer Pressearbeit. Siehe auch hier!

 

Maximale Differenz am rbb-Beispiel

Ein illustratives Beispiel für die Riesenlücke zwischen verkitschender Berichterstattung und korrekter journalistischer Arbeit ist der Skandal um Ralf Hewelcke und das Tierheim Kremmen (vgl. Aua1249, Aua1251 fff). Hewelcke war bisher ausschließlich unkritisch und als nicht hinterfragter Tierschutz-Held etwa von der rbb-Sendung tier zuliebe dargestellt worden.

Der rbb-Redaktion klartext dagegen ist es zu danken, dass endlich einmal Journalisten auch beim Thema Tierschutz ihre Arbeit tun: recherchieren, kritisch nachfragen, Distanz halten und vor allem die Angaben der Tierschützer überprüfen. So wie sie es bei allen anderen Themen auch tun. Das Ergebnis ist entsprechend: hier!

Die rbb-Redaktion tier zuliebe soll glaubwürdigen Quellen zufolge deswegen beleidigt gewesen sein und erlaubte es den Kollegen vom gleichen Sender nicht, ihr Filmmaterial in die Dokumentation über Hewelcke mit aufzunehmen. Deshalb war der Beitrag kurzfristig in der rbb-Mediathek nicht mehr verfügbar. Inzwischen wurde das Kitsch-Material von rbb tier zuliebe herausgeschnitten und der klartext-Beitrag kann wieder aufgerufen werden.

Der Schmuse- und Kuschelumgang von rbb tier zuliebe hatte die DN in Aua149 schon einmal zur Satire getrieben.

 

Keine Presseauskunft, keine Berichterstattung?

Wie kalkulieren die Tierschutzvereine und Tierschützer, welche Auskünfte an kritische Journalisten verweigern? Der Deutsche Tierschutzbund e. V. etwa fährt auf diesem klapprigen Fahrrad seit Jahren. Der größte Dachverband beantwortet Presseanfragen der DN-Redaktion grundsätzlich nicht.

Geholfen hat ihm das sicherlich nicht. DN berichtet dennoch. Und die Tierfreunde und DN-Leser sind mündig genug, sich auf diese Verweigerungshaltung des DTB einen entsprechenden Reim zu machen.

Auch aktion tier ist dafür bekannt, kritische Presseanfragen nicht zu beantworten. Diese Erfahrung durfte jüngst auch die DN-Redaktion machen. Das spielt auch nächste Woche eine Rolle, denn nach bisherigen Recherchen sieht es so aus, als werde gerade die Gemeinnützigkeit des Tierheims Zossen verpokert (vgl. auch Aua1283)!

Völlig anders verhält es sich mit PETA Deutschland e. V. Die Tierrechtler beantworten alle Anfragen dieser Redaktion kurzfristig und umfassend. Selbstverständlich darf sich DN aus dem Fotofundus der Tierrechtler bedienen. Überdies herrscht ein freundlicher Ton, auch wenn DN kritisch über PETA berichtet. Profis halt!

Ganz kleine, ganz offensichtlich dilettantische Vereine hoffen möglicherweise darauf, dass die verweigerte Presseauskunft eine Berichterstattung verhindert. Das tut sie natürlich nicht! Da liegt aktuell ein interessanter Fall mit dem Tierschutzverein Kaufbeuren vor.

 

Die Bockigkeit der Tierschützer dokumentieren

Gerade anlässlich der Presseanfragen an aktion tier, das Tierheim Winkwitz und den Tierschutzverein Kaufbeuren ist jetzt die Idee geboren, auf DN eine eigene Rubrik für die verweigerten Presseauskünfte einzurichten, um damit zu dokumentieren, wie der Tierschutz systematisch versucht, Pressearbeit zu be-, recht eigentlich zu verhindern. Wenn sie kritisch ist; so wie auf DN!

Diese Dokumentation ist auch hinsichtlich der Suchmaschinen-Treffer auf bestimmte Vereinsnamen wichtig. DN hat trotz der thematischen Nische, welche dieser Blog besetzt, ein vergleichsweise hohes Google-Ranking. Die Hälfte der täglich im Schnitt 800 Zugriffe auf diese Seite kommen über Suchmaschinen-Anfragen. Da wäre es schade, wenn die Treffer für verweigerte Presseauskünfte verloren gingen; denn die kommunizieren doch eine ganz beredte Aussage.

 

Kein DN-System ohne spezielle Nummerierung

Stammleser fangen schon an zu grinsen: Klar, auch diese Artikel erhalten wieder eine spezielle, durchlaufend nummerierte Kennzeichnung:

Pav + fortlaufende Nummer

Also Pav1, Pav2 und so fort. „Pav“ steht für Presseauskunft verweigert.

Damit ist jeder einzelne Artikel, jede einzelne verweigerte Antwort kurz und bündig markiert und jederzeit und leicht auffindbar.

Von der Systematik her erscheinen auch Pav-Texte zunächst in der Rubrik „aktuell & kritisch“ und werden erst nach einigen Wochen dann in die eigentliche Rubrik „Auskunft verweigert“ umsortiert. Diese Rubrik wird erst in einigen Wochen freigeschaltet, wenn Artikel dorthin umsortiert wurden.

 

Rücklaufende Dokumentation

Die DN-Redaktion wird versuchen, möglichst ALLE in den vier Jahren verweigerten Presseauskünfte zu dokumentieren. Ob das umfassend gelingen wird, ist an dieser Stelle noch nicht ganz abzusehen. Dabei folgt dem „Pav“ und der fortlaufenden Nummer einfach nur der Vereinsname oder Name der Institution mit ebenfalls einer fortlaufenden Nummer: also z. B. „PavX: Deutscher Tierschutzbund (25)“. Zweifelsohne wird der Deutsche Tierschutzbund die meisten Pav’s generieren!

Die Dokumentation erfolgt rücklaufend: Sie beginnt in der Gegenwart, listet dann erst ältere erfolglose Anfragen, durchbrochen von aktuellen verweigerten Auskünften. Bei jedem Pav wird der Bezugszeitraum klar genannt.

 

Keine Verdachtsberichterstattung

Nun wäre es natürlich sehr verführerisch, die jeweiligen Presseanfragen einfach in der Version zu veröffentlichen, in der sie auch gestellt wurden. Das jedoch ist aus presserechtlichen Gründen nicht in jedem Fall möglich. Ganz rasch nämlich schreibt man sich damit in den justiziablen Bereich der Verdachtsberichterstattung.

Und gerade Vereine und Tierschützer, welche Presseanfragen nicht beantworten, hecheln jedem Fehltritt der DN-Redaktion aufgeregt entgegen, um dann die mit den Geld der Tiere fürstlich honorierten Anwälte von der Leine zu lassen.

DN wird die Presseanfragen nur in den Fällen komplett veröffentlichen, wo diese Gefahr ihrer Meinung nach nicht besteht. Ansonsten wird der Inhalt der Anfrage zusammenfassend dargestellt.

Pav’s runden die dokumentarische Leistung des tierschutzkritischen Blogs DN sinnvoll ab.





Texte sind mein Beruf. Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, können Sie ihn über PayPal honorieren. Danke!

Lesegeld
 
Samstag, den 05. April 2014 um 08:50 Uhr
PDF Drucken E-Mail