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Aua1247P: Eine gute Adresse für Schadnager und Parasiten: aktion tier

 

{der satirische Kommentar zu einem Fall fürs Veterinäramt}

[im DNPA erschienen: 17.02.14; online verfügbar ab: 25.03.14]

 

Zuerst die schlechte Nachricht: Rassisten sind sie schon, die „Tierschützer“ von aktion tier und dem Tierheim Winkwitz. Gerade eben noch bekämpften sie Ratten und wollten diesen wunderbaren Mitgeschöpfen durch Schiffsversenkung sogar ihr Zuhause rauben (vgl. Aua1244). Dann aber wieder lassen sie Schadnagern und Krankheitsüberträgern wie Mäusen in den Futtermitteln der Geschäftssstelle von aktion tier ganz besondere Pflege und Zuwendung angedeihen:

 

 

Bildzitat Screenshot von Facebook aktion tier am 15.02.14

 

Zur bessseren Lesbarkeit:

 

(Ausschnitt aus obigem Bildzitat Screenshot Facebook aktion tier)

 

Bitte helfen Sie durch Daumendrücken mit, dass das zuständige Veterinäramt von diesen hygienischen Missständen nichts erfährt. Die nämlich reagieren auf „Schadnagerbefall“ vergleichsweise unelastisch. Das kommt auch ein bisschen von der verdammten Sachkunde der Amtstierärzte, die so etwas wissen wie das hier:

 

              

Schadnager kommen überall vor, wo ihnen Fressmöglichkeiten und Schutz vor natürlichen Feinden geboten werden. Sie leben saisonal innerhalb und außerhalb von Gebäuden, meist in der Nähe von Vorratshaltungen, landwirtschaftlichen Betrieben, Müllplätzen und Nahrungsmittelbetrieben. Die sichtbare Schadwirkung besteht in der Verschmutzung und dem Fraß von Nahrungs- und Futtermitteln (eine Ratte vertilgt im Jahr bis 32 kg Getreideprodukte) und in der Zerstörung von Bausubstanzen durch die Nagetätigkeit. Häufig unterschätzt wird die Bedeutung der Schadnager als Überträger oder Zwischenwirt von Krankheitserregern, die für Mensch und Tier gefährlich sein können. Historisches Beispiel hierfür ist die Verbreitung des Pesterregers durch Rattenflöhe. Für das Schwein relevante Erreger, die durch Schadnager übertragen werden können, sind u.a. Salmonellen, Leptospiren, Campylobacter, Togaviren (Maul-u. Klauenseuche), Picornaviren (Schweinepest) und Herpesviren (Aujeszkysche Krankheit) und andere mehr.

(Schweineforum Infopool zu Parasiten -> Schadnager Ratten und Mäuse; Hervorheb. d. DN-Red.)

              

 

Apropos Sachkunde:
 
              

Mäuse, die man im Haus fängt, überleben NIE im Wald, auch nicht im Sommer.

Mäuse sind stark Revierbezogene Tiere, die werden von fremden Rudeln kurzerhand tot gebissen, fertig. Und auf dem Feld und im Wald leben in aller Regel auch keine Hausmäuse, sondern Feldmäuse, Wühlmäuse oder Rötelmäuse, das ist gleich noch eine andere Tierart.

Lebendfallen sind daher bei weitem nicht so human wie man meint, wenn man die Mäuse nicht in unmittelbarer Nähe raus lässt (etwa im Keller oder der Scheune) ist das ebenfalls tödlich - nur langsamer, mit viel Angst, Hunger und Kampf verbunden.

(Forum haustier-wg.net, Posting Nr. 4 Susanne C. vom 02.02.2012; Hervorheb. d. DN-Red.)

              

Übrigens erklärt die Machtübernahme der Geschaftsstelle von aktion tier durch die Mäuse möglicherweise auch das bisherige Ausbleiben einer Antwort auf die Presseanfrage der DN-Redaktion im Kontext von Aua1244. Ohne Rückmeldung nach Verstreichen des nicht alternativlos angebotenen Zeitfensters wird vielleicht auch diese von den Mäusen gefressen worden sein?

 

aktion tier: Vorbildliches Auswilderungsprogram für Zecken!

Es ist nur der ewigen Bescheidenheit von Tierschutzorganisationen geschuldet, dass all die anderen Vorzeigeprojekte von aktion tier zur Bewahrung von Schädlingen und Parasiten nicht bekannt sind.

Da wäre etwa das ganz vorbidliche Auswilderungsprogramm für Zecken, das eigens von veganen Wissenschaftlern entwickelt und begleitet wurde. Oder der ethisch vorzügliche Einsatz gegen Mangelernährung bei Flöhen: Entschlossen und den Tierschutz liebend setzen diese Größter-Knall-im-All-Tierschützer unterernährte Ektoparasiten auf Igel (keine Gegenwehr) oder kleine Katzen (zarte Haut). Da lacht das Tierschützerherz, wenn die krabbeligen Mitgeschöpfe deren Blut schmatzend sich sichtlich wieder erholen.

Uns sind alle Tiere wichtig“! Soo ist es recht. Das ist Moral!

 

Nudelsalat von ethischer Vorzüglichkeit? 

Eine Herausforderung für aktion tier war noch der Schädlingsbekämpfungsschutz für Endoparasiten wie etwa die verschiedenen Arten von Würmern und Darmbewohnern. Da Hunde und Katzen möglicherweise von verantwortungsvollen Besitzern regelmäßig entwurmt werden, bietet die Reimplantierung von Endoparasiten bei den Säugetieren von aktion tier keinen langfristigen Schutz.

Deshalb werden Band-, Spul- und Hakenwürmer liebevoll und wohl temperiert in Nährlösungen gelegt. Und dann warten die „Tierschützer“ in aller Ruhe den nächste Tag der offenen Tür oder andere Veranstaltungen mit Verköstigung ab. Wenn Besucher und Tierfreunde sich unter allerlei Mmmhs und Aaahs die Bandwürmer in Nudelsalat reinziehen, klopfen sich die Verantwortlichen bei aktion tier gegenseitig auf die Schulter: „Wir leben Tierschutz!“

 

© Maja Dumat / pixelio.de

Zwischengelagerte Zutaten für Nudelsalat bei Veranstaltungen von aktion tier. Das ist der Beweis: "Uns sind alle Tiere wichtig!" Dieser gesamtethische Ansatz beim Rollback einer Dekadenzgesellschaft schont auch die Spendengelder, denn diese Zutaten für die Verköstigung von Tierfreunden braucht man nicht einzukaufen.

 

Weitere Lobpreisungen von aktion tier:

Die DN-Redaktion hat extra noch einmal die bisher verfügbare Literatur zu aktion tier durchgesehen: Da steht von allem Möglichen und Interessanten etwas, von Spendenskandalen, verlorener Gemeinnützigkeit und sonstigen Unwichtigkeiten, nur von der ethischen Vorzüglichkeit im Umgang mit Schädlingen und Parasiten bei aktion tier steht da natürlich wieder nix. Typisch! Recherchieren Sie selbst:

* Wikipedia :

* DER SPIEGEL: Geschäfte mit dem Dackelblick

* Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen DZI: Einstufung von aktion tier als nicht förderungwürdig:

CharityWatch.de: Artikel 2009 : Undurchsichtig und wenig Geld für Tierschutz CharityWatch.de: Artikel 2010: Aufschrei in der Tierschutzszene

Artikel DER WESTEN 2011: Verbraucherzentrale warnt vor Tierschutzaktivisten

Artikel Stern.de 2010: Spendenabzocke: Hey, Big Blender!  

Diese Liste ist leider nicht vollständig ....

 





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Montag, den 17. Februar 2014 um 09:54 Uhr
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