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Aua1239P: Rüsselheim e. V.: Eine Schweinekopfthautverkäuferin zu Gast bei hundkatzemaus Frank Weber

 

{TS-Kritik}   [im DNPA erschienen: 03.02.14; online verfügbar ab: 12.03.14]

 

Deutschlands medienpräsentester Tierschützer, Frank Weber, hat mal wieder einen ganz kapitalen Bock geschossen. Ausgerechnet der Verein Rüsselheim e. V. mit seiner skandalträchtigen Vorsitzenden Doris Rauh war zu Gast in der VOX hundkatzemaus-Sendung am 1. Februar 2014.

Die bisher bekannten „Leistungen“ von Doris Rauh umfassen die von den Behörden nicht genehmigte Unterbringung von Mastschweinen in einem Reitstall (!) in den neuen Bundesländern (siehe Linkliste der dazugehörigen DN-Artikel am Ende vom Text), die Produktion von zahlreichen Schweineleichen, teilweise mit mehrwöchigem Leiden der betroffenen Tiere, die Hervorbringung des berühmtesten Diskussionsfadens im Antivegan-Forum sowie eine bisher unbekannte Anzahl von Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren mit ihren bisherigen „Projekt-Partnern“.

 

 

Die am Ende vom Text im Einzelnen gelistete DN-Artikelserie zu dem Verein Rüsselheim e. V. gehört mit zu den beliebtesten dieses Blogs! Denn jede einzelne Rettungsaktion der Doris Rauh mündet in die vollständige Katastrophe! Die DN-Grafiker erhielten so jede Menge Inspirationen für ihre grafischen Umsetzungen dessen, was die "Rüsselheimer" als sogenannten "Tierschutz" produzieren. Rüsselheim e. V. macht genau so sicher Tierschutz wie die TITANIC unsinkbar war! (Grafik aus Aua874).

Grafik: Paloma Picassa

 

Der Verein Rüsselheim e. V. besteht schon den üblichen Seriositätscheck nicht. Leitfaden für die Beurteilung der Seriosität von besprochenen Vereinen bleiben nach wie vor gängige Transparenzkriterien sowie die auf CharityWatch.de veröffentlichte Checkliste.

 

Der Trick mit der Fördermitgliedschaft

Darin gelistet ist der Satzungstrick einer Fördermitgliedschaft. Fördermitglieder sind keine ordentliche Mitglieder eines Vereins. Sie sind aller üblichen Mitgliedsrechte entkleidet, können keine Ämter übernehmen und haben weder aktives noch passives Wahlrecht bei Mitgliederversammlungen. Fördermitglieder können den Verein, dem sie „beitreten“, in keiner Weise kontrollieren. Ihre Funktion beschränkt sich schier aufs Zahlen!

Wie aber kann ein Vereinsvorstand sicherstellen, dass sich ein Interessierter nicht womöglich doch als Vollmitglied anmeldet? Das ist ganz einfach. Rüsselheim e. V. zeigt, wie es geht: Im Internet ist ein „Aufnahmeformular“ NUR für die Fördermitgliedschaft verfügbar.

 

 
Bildzitat Screenshot von der Vereinswebseite, Rubrik „Downloads“. Dort gibt es nur ein „Aufnahmeformular“. Und das bezieht sich exklusiv nur auf eine Fördermitgliedschaft!

 ***

  

 

Bildzitat Screenshot aus dem von der Webseite des Vereins Rüsselheim e. V. heruntergeladenen „Aufnahmeformular“. Die einzige Option ist die Fördermitgliedschaft.

 

 

Im sonstigen Sprachgebrauch auf der Vereinshomepage wird sorgfältig vermieden, auf den spielentscheidenden Unterschied zwischen einer Vollmitgliedschaft und einer Fördermitgliedschaft hinzuweisen. So behauptet der Verein in der Rubrik „FAQ“:

 

Wie werde ich Mitglied bei Rüsselheim e.V.?

Für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 30,00€ könnt Ihr Mitglied in unserem Verein werden. Ein Mitgliedsantrag kann hier online bei uns angefordert werden!

(Homepage Rüsselheim e. V., Rubrik „FAQ“)

 

Kein Wort mehr davon, dass es sich de facto (nur) um eine Fördermitgliedschaft handelt!

So etwas ist nach Meinung der DN-Redaktion Irreführung der an einer Mitgliedschaft interessierten Tierfreunde.

Mit welchem Frust die Mitgliedschaft im Verein Rüsselheim e. V. beladen sein kann, dokumentieren sehr schön die schriftlichen und inzwischen veröffentlichten Bemühungen dieses Mitglieds im Versuch, irgendeine solide Auskunft von den Vereinsverantwortlichen zu erhalten. Auch Paten wird nach Angaben dieses Schreibers jede Information über die Verwendung der Gelder vorenthalten.

 

 

Manchmal bringt eine Grafik die Problematik eines Vereins viel pointierter auf den Punkt als alle DN-Rhetorik! Diese phantastische Bildlichkeit stammt aus Aua862.

Grafik: Paloma Picassa

 

 

Vorstand besteht nur aus drei Personen

Mit dem legalen (!) Konstrukt <Fördermitgliedschaft> können Vereinsvorstände sonst drohende demokratische Gefahren seitens kritischer Mitglieder weitgehend bannen. Häufig geben solche Vereine auch keine Auskunft darüber, über wie viele Voll- und wie viele Fördermitglieder sie verfügen; das trifft offensichtlich auch auf Rüsselheim e. V. zu (Beleg). Theoretisch (und in der Praxis sehr verbreitet) kann ein Verein aus nur sieben Vollmitgliedern bestehen; das sind zumeist die Gründungsmitglieder. Dazu dann noch die Minalversion eines Vorstands – und die unangefochtene Alleinherrschaft ist so gut wie sicher!

Auch bei dem Verein Rüsselheim e. V. besteht der Vorstand nur aus drei Personen: Doris Rauh, Petra L. als zweiter Vorstand sowie einer Kassenwartin.

Der Verein führt auf seiner Homepage ein ordnungsgemäßes Impressum, ist nach eigenen Angaben ins Vereinsregister eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Leider ist der Freistellungsbescheid nicht veröffentlicht.

 

Auch bei Rüsselheim e. V.: Schaschlik-Ethik

Die Doppelmoral dieses Vereins ist beeindruckend. Das fängt schon damit an, dass die erste Vorsitzende Doris Rauh, die sich neuerdings und medienpräsent so engagiert für Nutztiere einsetzt, ihr Geld früher mit dem Verkauf von Schweinekopfhaut und anderen Produkten verdient hatte. Wobei noch nicht einmal das „früher“ wirklich amtlich ist!

 

 

Bildzitat Screenshot vom 30.12.2012. Im dazugehörigen Impressum dieses Futtermittelvertriebs firmierte Doris Rauh als Beraterin für Hunde- und Katzennahrung. Ausführlich besprochen wird dieser Screenshot in Aua857.

 

 

Doch nicht genug damit: Der gemeinnützige Verein, der anderen Moral vorexerzieren möchte, unterstützt einen Großunternehmen mit maximal miesem Sozialimage: Amazon!

 

 

Bildzitat Screenshot der Rüsselheim-Homepage: Die Schaschlik-Ethiker dieses Vereins wollen Tieren mit Geld helfen, das sie als „Verkaufsprovision“ eines für seine miesen Arbeitsbedingungen (Ausbeutung von Menschen) bundesweit in die Medien geratenen Konzerns abgreifen?

 

 

Hier bereichert sich ein gemeinnütziger Verein mit ethischem Anspruch an Umsätzen eines massiv in der Kritik stehenden Großunternehmens, das sich für seinen ausbeuterischen Umgang mit Arbeitnehmern und seine verheerende Arbeitsbedingungen rechtfertigen muss. „Billig, geizig, monopolistisch“ lauten die einschlägigen Schlagzeilen.

Das Geschäftsprinzip von Amazon basiert nach Meinung dieser Redaktion auf denselben Mechanismen wie die tierfeindliche Agrarindustrie. Bei Amazon überhaupt noch einzukaufen, wird für viele Menschen schon zur Gewissensfrage. Angeblich haben schon Tausende von Amazon-Kunden nach dem Bekanntwerden der skandalösen Arbeitsbedingungen ihre Kundenkonten gelöscht. Doch die Tierrechtler von Rüsselheim e. V. versuchen, an der Ausbeutung der Amazon-Mitarbeiter auch noch mitzuverdienen.

Auch die Tatsache, dass das Unternehmen mit den Milliardenumsätzen in Deutschland kaum Steuern abführt, interessiert die Schaschlik-Ethiker von Rüsselheim e. V. nicht.

Damit zeigt der Verein Rüsselheim e. V. aber formvollendet, wie unglaubwürdig Tierschutz und Tierrecht heute agieren.

 

 

TUTT bedeutet: tiergeschützt und trotzdem tot! Die beiden Schüsseln mit Kartoffelpüree rechts und links symbolisieren die skurrile Aktion der Rüsselheim-Damen, die angeblich geretteten Schweine Weihnachten 2012 unter fahrlässiger Missachtung aller Tierseuchenvorschriften bei Einzelbesuchen mit Kartoffel- und Möhrenbrei zu füttern! Diese Grafik stammt aus der dazugehörigen Satire Aua865!

Grafik: Paloma Picassa

 

Scheinheiligkeitsprofil qualifiziert für hundkatzemaus

Mit diesem – nach Meinung dieser Redaktion – perfekten Scheinheiligskeitsprofil hat sich Doris Rauh ganz klar für einen Auftritt in dem VOX-Tiermagazin hundkatzemaus qualifiziert. Denn Frank Weber graut es offensichtlich vor gar nichts mehr!

Die Aktivitäten des Vereins Rüsselheim e. V. haben bisher nur für Negativschlagzeilen und Massen von toten Tieren gesorgt. Die Unfassbarkeiten dieser Tierrechtler unterhalten im Antivegan-Forum den bisher umfangreichsten und am meisten gelesenen Thread „Der Wahnsinn fängt erst richtig an“. Mit inzwischen 305 Seiten und mehr als 160.000 Zugriffen ist dieser Diskussionsfaden der Blockbuster des kritischen Forums.

Weder VOX noch Frank Weber gehen bei der Heiligsprechung von Doris Rauh in der Sendung vom 1. Februar 2014 auf die massive Kritik an dem Verein Rüsselheim e. V. und seiner mehr als umstrittenen Vorsitzenden ein. Auch die Vorgeschichte der Dame als Schweinekopfhautverkäuferin wird unterschlagen; ebenso wie die Massen an toten Tieren, welche Doris Rauh und ihre Mitstreiterinnen bisher produziert haben. Dass diese im Dezember 2012 eine ganze Ladung Mastschweine in einer dafür gar nicht geeigneten Reithalle ohne jede Genehmigung des zuständigen Veterinäramts abgestellt hatten, erfahren die VOX-Zuschauer natürlich auch nicht.

Auf der Rüsselheim-Homepage sind bisher keine Geschäftszahlen veröffentlicht. Aber aus den teilweises offensichtlich impulsiv und völlig unkontrolliert gemachten Verlautbarungen der Vereinsvorsitzenden wird klar: Der Vereine macht sich permanent Feinde. Fast jeder bisherige Standort der Schweine, die sich auf einer unendlichen Rundreise durch die gesamte Bundesrepublik befinden, musste aufgrund von Streitigkeiten mit den Standortbetreibern aufgegeben werden. Der jeweilige „Diskussionsverlauf“ sowie oberpeinliche Verlautbarungen der Vereinsvorsitzenden selbst legen den Verdacht nahe, dass der Verein jede Menge Gerichtsverfahren zu stemmen hat. Gerade erst wieder wurde der Standort Treuenbrietzen (vgl. Aua889) aufgegeben.

Wer sich den unerträglichen Schmus in hundkatzemaus (Link) am 1. Februar 2014 ansehen möchte, findet die dazugehörigen Horrorszenen in Teil 2 ab Videolaufmeter 11:20 bis 15:30 sowie in Teil 3 ab Videolaufmeter 4:40 bis Ende.

 

DN-Artikelserie Rüsselheim e. V. Schweineleichen-Ticker:

Aua857/ Aua858/ Aua860/ Aua861/ Aua863/ Aua864/ Aua866/ Aua868/ Aua869/  Aua872/ Aua873/ Aua876/ Aua877/ Aua883/ Aua888/ Aua889/Aua897/ Aua904/ Aua908/ Aua909 / Aua930 /

satirisch: Aua859
/ Aua862/ Aua865/Aua870  Aua871  / Aua874/ Aua879/ Aua880(!!!) /

 

 

Grafik: Paloma Picassa




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Montag, den 03. Februar 2014 um 13:13 Uhr
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