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Aua1217: Gewissenlose Auslandsschlepper: Rumänische Welpen schleppen Staupe in Baden-Württemberg ein

 

{TS-Kritik}

 

Nachdem gerade erst die Pseudo-Tierschützer von ACM – Tierfreunde für Tiere in Not einen kapitalen Erfolg bei der Verbreitung von Staupe in Deutschland errungen haben (vgl. Aua1214), meldet die AHO Redaktion am 9. Januar 2014 einen weiteren Sieg aus Baden-Württemberg: Drei aus Rumänien importierte Welpen sind der häufig tödlichen Krankheit erlegen. Letzte Ruhestätte: Villingen-Schwenningen.

Nun ruft das Landratsamt des Schwarzwal-Baar-Kreises Hundehalter auf, den Impfschutz ihrer Lieblinge überprüfen und ggf. auffrischen zu lassen.

Die drei betroffenen Welpen seien – wieder einmal – ohne Schutzimpfung von Rumänien nach Deutschland verbracht worden, wo sie kurz nach ihrer Ankunft erkrankten. Trotz intensiver tierärztlicher Behandlung konnten die Hunde nicht gerettet werden und mussten eingeschläfert werden.

Hinweise auf die Orga, welche für diesen tödlichen und unverantwortlichen Murks in Haftung genommen werden sollte, enthält die Meldung leider nicht.

Die Meldung greift jedoch nur einer Bitte der DN-Redaktion vor, die ohnehin auf dem Plan stand:

 

Behalten Sie die Smeura im Auge!

Der Verein Tierhilfe Hoffnung e. V. mit Sitz in Baden-Württemberg, früher geleitet von der nahezu zur Heiligen hochstilisierten Ute Langenkamp, jetzt geführt von Matthias Schmidt, betreibt in Rumänien das angebliche größte Tierheim der Welt, die Smeura. Der Verein fällt derzeit durch permanente Hilferufe und SOS-Mails über Tierschutzverteiler auf. Darin wird behauptet, derzeit 4.200 Hunde zu beherbergen. Alle 14 Tage müsse man weitere 300 Hunde aufnehmen, um sie vor dem Tod zu bewahren. Der Appell richtet sich an deutsche Tierheime und Tierfreunde sich daran zu beteiligen, diese Hunde „von Ihrem Tierheim nach Deutschland, Österreich, Schweiz etc. zu vermitteln“.

Parallel dazu werden über die Medien mit den oben genannten Horrorzahlen Spenden akquiriert (Beispiel).

Dass es sich dabei keinesfalls um modernen effizienten Tierschutz handelt, erkennt der Profi daran, dass zu Hilfsgüterspenden aufgerufen wird. Warum jedoch Hilfsgütertransporte nach Rumänien und in andere Länder die Strukturen dort zerstören und mit Tierschutz nach Meinung dieser Redaktion nichts zu tun haben, wird in Aua914 und Aua923 dezidiert erklärt.

Offensichtlich begreifen diese „Tierschützer“ nicht, dass es schlicht unmöglich ist, alle rumänischen Straßenhunde zu retten. Welche Lebensqualität ein „Tierheim“ in Rumänien bietet, das 4.200 Hunde beherbergt, mag man sich gar nicht vorstellen. Zumal es Besuchsberichte der Smeura gibt, die zu großer Sorge Anlass geben (vgl. Aua421).

 

<hundkatzemaus> bewirbt Smeura

Vor einigen Wochen (14.12.2013) wurde die Smeura auch in der Tierfreunde-Verdummungssendung hundkatzemaus von Frank Weber beworben (vgl. auch Aua1191). Aufgrund von Äußerungen von Mitwirkenden der Sendung sowie weiterer Merkmale ist anzunehmen, dass die dort gezeigten Filmaufnahmen häufig sogenannte scripted reality sind.

Um so beunruhigender ist es, dass die in obiger Sendung gezeigten Transportmodalitäten gegen die bestehenden Gesetze und Bestimmungen verstoßen. Es wurden Hunde verladen, die zumindest wie Welpen aussahen. Die Einfuhr von Welpen jedoch ist im Rahmen der gewerbsmäßigen Verbringung nicht erlaubt. Die Verbringungen von Tieren aus dem europäischen Ausland nach Deutschland durch Tierschutzorganisation IST gewerbsmäßiges Handel und erlaubnispflichtig.

Überdies waren auf den Filmaufnahmen mehrere Hunde in einem Transportbehältnis zu sehen, was ebenfalls verboten ist.

Es ist erschreckend, dass selbst unter der Einschränkung von „scripted reality“ derlei Transportbedingungen im Fernsehen gezeigt werden. Aber für Frank Weber ist es nicht das erste Mal, das er diesbezüglich auffällig wird. In der bmt-Vereinszeitschrift Das Recht der Tiere 2/2012 berichtete er selbst in dem Artikel "Tierschutz am Pranger" von einem ihm von den Behörden angedrohtem Bußgeld in Höhe von 25.000 Euro aufgrund einer nicht vorschriftsgemäßen Einfuhr einer Boxerhündin mit Welpen aus Spanien.

 

DN-Meinung: Smeura ist ein Hunde-Guantanamo

Nach Meinung der DN-Redaktion ist die Smeura das schlimmste Hunde-Guantanamo, das sich denken lässt. Die Smeura war früher eine Fuchsfarm. Stefan Hack berichtete 2011 von massiven baulichen Mängeln der Zwinger und hoher Verletzungsgefahr für die Hunde dort (Aua421). Die Zwinger sind selbstverständlich nicht beheizt. Und die rumänischen Winter sind gefürchtet.





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Freitag, den 10. Januar 2014 um 09:45 Uhr
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