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Aua1214: Auslandsschlepper verzeichnen kapitalen Etappensieg bei der Verbreitung von Staupe

 

 

{Der satirische Kommentar zur nächsten Unfassbarkeit}

 

Der Dilettantenzusammenrottung ACM – Tierfreunde für Tiere in Not ist bei dem Bemühen der Auslandschlepper, alle möglichen und vor allem die lebensbedrohlichen Seuchen in der Bundesrepublik ordentlich zu verbreiten, ein bedeutender Etappensieg gelungen.

Bisher war es leider so, dass nicht geimpfte Auslandshunde oder solche, bei denen eine durchaus vorgenommene Impfung aufgrund des verheerenden Gesundheitszustandes des Impflings, noch bestehender Parasitenlast oder abgelaufener Impfstoffe keinen wirksamen Impfschutz aufbauen konnte, in mühsamen Einzelkontakten ihre Seuchen und Krankheiten in der BRD verteilen mussten. Weiträumige Spaziergänge mit Krankheitserregerausscheidern sowie quantitativ umbefriedigende Streuung durch sofortigen Hundeschul- und Freundinnenbesuch („Den habe ich aus der Töte gerettet!“) waren bisher die gängigen Methoden.

Das muss nicht sein, dachten sich die "Retterinnen" von ACM und revolutionierten das Infektionsrisiko mit das Rüde-Hündin Nanouk (liebevoll abgekürzt auf „Nouki“) aus Bulgarien.

Es war eine konsequent durchgestaltete Dilettantenperformance von Anfang bis Ende: Ende November wurde "das" Nouki, seinerzeit und auch gemäß Impfausweis als Rüde deklariert, nach Deutschland geschleppt. Dort wurde das Rettungs- und Selbstdarstellungsobjekt ohne Halsband/Leine an die Pflegestelle Kati übergeben! Das ging erwartungsgemäß und wie in tausenden von vorherigen Fällen schief. Nouki entkam und streunte fortan durch den Landkreis Wesel.

 

Bildzitat Screenshot Ausschnitt aus FB Gabi W. am 05.01.2014

 

Jagdvergnügen in der Vorweihnachtszeit

Doch die ACM-Trullas geben sich nicht mit der Hälfte zufrieden: Deshalb kam es jetzt auch noch zu regelrechten Jagdszenen, wie verschiedene, dieser Redaktion vorliegende Facebook-Berichte bestätigen: Tierschützer, wenn sie losgelassen! Sogar von Betäubungsgewehren ist die Rede. Ob aus denen nur geschossen oder diese gleich in toto der Gejagten nachgeworfen wurden, ist dieser Redaktion nicht bekannt.  

Dann experimentierten die Experten auch noch mit Beruhigungsmitteln.

Auf jeden Fall war über die Adventszeit für wunderbare Unterhaltung gesorgt, bei der sich verschiedene Tierschützer mit maximal melodramatischer Tastenchoreographie und einem Tsunami an virtuellen Tränen sorgsam in Szene zu setzen wussten.

Doch jede Party geht einmal zu Ende und jede Jagd ist irgendwann aus. Noukileinchensüß wurde verhaftet und auf Facebook fiel man sich wechselseitig tränenüberströmt in die Arme ob dieser tierschützerischen Großtat. Die zog das obligate und ebenfalls wechselseitig Lob für die tolle Arbeit nach sich.

 

Uups!

Noukileinchensüßknutschis Vergnügen an dem Happening hielt sich in überschaubaren Grenzen. Leider waren nun zwei Dinge festzustellen: Das mit Impfausweis versehene und darin den Rüden behauptende Rettungsobjekt ist (war) eine Hündin. Und dieser Hündin geht (ging) es gar nicht gut. Eher schlecht. Eher sehr schlecht und das hat einen besonderen Grund: Die als Rüde ohne Mindeststandards an Sicherheitsvorkehrungen aus Bulgarien nach Deutschland geschleppte Hündin hat die Staupe. Falsch: hatte!

So fand auch diese wunderbare Rettungsaktion der Auslandsschlepper das bekannte Ende: Rettung geglückt, Hund tot!

 

Bildzitat Screenshot von der ACM-Homepage: Die Probleme der Tierschützer mit Rechtschreibung und Grammatik sind hinlänglich bekannt. Ein weiterer Fall hier: Denn natürlich, wie Nanouk beweist, muss die Formulierung korrekt lauten: "Tieren in  DIE Not zu helfen!"

 

Hundeleichen pflastern ihren Weg

Nun ja, mit Verlust ist zu rechnen. Wer wüsste das besser als die ACM-Spezialisten, deren Regenbogenbrücke auf der Homepage im Internet so langsam Statikprobleme bekommt. Dort ruhen sage und schreibe 59 (+/-) Hundeleichen (von September 2009 bis heute ohne Noukischatzimäusilein; DN-Zählfehler nicht ausgeschlossen), denen man für den Rutsch nach drüben noch ordentlich Schmalz auf die Entsorgungsrampe schmiert.

 

Schuld: die deutschen Wildtiere!

Haar komm her, wir spalten dich: In einer gestern Abend kurzeitig verfügbaren ACM-Stellungnahme wurde die Staupe-Schuld jetzt den Deutschen zugeschoben. Möglicherweise habe sich Noukilein-ich-rette-dich-tot erst in Deutschland angesteckt?

Das allerdings kann sich diese Redaktion gar nicht vorstellen, wenn die prä-Transport-Untersuchungen und tierärztlichen Maßnahmen so sorgfältig und gründlich erfolgten, dass dabei noch nicht einmal das Geschlecht des Hundes festgestellt werden konnte? Außerdem war Nouki-Die-Totgeweihten-grüßen-dich doch geimpft?

Wer seinen Hund also jetzt die Staupe aufhängen möchte, reise bitte in den Landkreis Wesel. Dort sind die Chancen momentan am höchsten, zieht man Fachliteratur zu Rate:

 

              

11.2.5 Ansteckung des Hundes

Das Staupe-Virus ist hoch ansteckend und kann durch alle Sekrete und Exkrete übertragen werden, also sowohl durch Speichel und Tränenflüssigkeit als auch durch Urin und Kot.

Der Hund kann sich somit auf vielfältige Weise anstecken, zum Beispiel durch Körperkontakt mit anderen Hunden (Belecken / Beschnuppern) oder durch Schnüffeln an nicht beseitigtem Hundekot. Man spricht hierbei auch von „oronasaler Ansteckung“ (= über Mund und Nase).

Es ist auch eine aerogene Übertragung (über die Luft) möglich, zum Beispiel durch Anhusten oder Anniesen (so genannte Tröpfcheninfektion).

Auch eine indirekte Übertragung durch Hände, Kleidung, Schuhe oder gemeinsam benutzte Futternäpfe, Decken und Transportboxen ist nicht zu 100 % ausgeschlossen. In der Außen- und Umwelt ist das Virus allerdings nicht lange überlebensfähig (bei Sonnenlicht [nur] bis zu 14 Stunden). In Räumen oder an der Bekleidung kann es höchstens einige Tage überleben ( s. dazu auch Reinigung und Desinfektion, S. 532).

Eine Ansteckung des Hundes ist außerdem durch Wildtiere (z.B. durch Füche und Marder) möglich ( s. dazu auch S. 175).

(Martin Krause, Lehrbuch Tierfachkraft (Hunde), S. 170f ohne Fußnoten)

  
              

Na na na: Wer jetzt da hoffte, die ACM-Mädels putze es im Zuge dieser Aktion vielleicht auch gleich mit weg, der sei auf den Boden der Sachkunde zurückgeholt. Staupe ist keine Zoonose.

Dafür sind die Chancen bei den Wildtieren sehr hoch! Steinmarder und Füchse können ebenfalls an Staupe erkranken; ob Katzen für das canine Staupevirus empfänglich sind, wird in der Fachliteratur unterschiedlich bewertet.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und sie stirbt auf jeden Fall NACH Nouki!

 

Mit freundlicher Genehmigung der frühen FB-Seite
Damit Tierschutz wieder sauber wird.

 

[P. S. Sobald die Anwaltsdrohung der ACM-Damen vorliegt, wird DN in in der Artikelserie "Hinter den DN-Kulissen" berichten. Nach der vorliegenden Wahrscheinlichkeitsstatistik ist eine solche Reaktion bei solchen Auslandsschleppern allemal erwartbarer als die Übernahme von Verantwortung für diesen tödlichen Murks, Einsicht, Demut und Seinlassen!)

 





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Montag, den 06. Januar 2014 um 10:51 Uhr
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