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Tageslinks im Jahr 2014

 

TL236/14: 31.12.14: PEGIDA-frei: BMEL liefert Werkzeug im Kampf gegen illegalen Welpenhandel

Nahtlos zum vorhergehenden Tageslink sei noch ein Belege dafür geliefert, dass „Fortschritte“ in Sachen Tierschutz radikal gar nichts mit grölenden Dumpfbacken auf Deutschlands Straßen und ihren pseudodemokratischen Führungsorganisationen zu tun haben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) teilt mit, dass Welpen künftig auch im privaten Personenreiseverkehr (≠ Verbringungen/Einfuhren im Rahmen sogenannten Tierschutzes) einen nachweisbaren Tollwut-Impfschutz aufweisen müssen. Wegen #wichtig hier der ganze Spaß:

              

Pressemitteilung Nr. 338 vom 30.12.14

Werkzeug im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel

Bundesminister Schmidt veranlasst Tollwut-Impfpflicht für Welpen, die nach Deutschland gebracht werden

Ab sofort dürfen Hundewelpen nur noch nach Deutschland gebracht werden, wenn sie einen dokumentierten Impfschutz gegen Tollwut haben.

Das sieht die Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen und zur Aufhebung der Sperrbezirksverordnung vor, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Berlin unterzeichnet hat. "Mit den neuen Regelungen geben wir den Kontrollbehörden ein weiteres Werkzeug im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel an die Hand", sagte Schmidt.

Bisher musste der Nachweis über eine wirksame Tollwut-Schutzimpfung nur für Hundewelpen vorliegen, die zu Handelszwecken transportiert wurden. Privatpersonen, die Welpen transportierten, mussten lediglich plausibel darlegen können, dass ein Welpe keinen Kontakt zu potenziell Tollwut-infizierten Tieren hatte. Mit der neuen Verordnung gilt seit dem 29. Dezember 2014 für private Transporte von Hundewelpen dieselbe Regelung wie für gewerbliche. Hintergrund sind Berichte der Kontrollbehörden, nach denen in der Vergangenheit wiederholt Handelstiere als Heimtiere deklariert und unter den erleichterten Bedingungen des privaten Reiseverkehrs transportiert wurden.

Zum Zeitpunkt der Impfung müssen die Welpen mindestens zwölf Wochen alt sein, der Impfschutz wird 21 Tage nach dem Impftermin wirksam. Erst danach dürfen Hundewelpen frühestens nach Deutschland transportiert werden. Bei privaten Transporten reicht die Dokumentation der Impfung im Heimtierpass aus, bei gewerblichen muss zusätzlich ein Gesundheitszeugnis vorliegen. Die neuen Regelungen gelten auch für Katzen und Frettchen. Sie betreffen den Transport aus anderen EU-Mitgliedstaaten oder Drittstaaten nach oder durch Deutschland.

(Quelle; Hervorhebg. d. DN-Red.)

              

 

TL235/14: 31.12.14: Bernd Wolfgang Meyer über Fellbeisser-Presseverteiler: Aufruf zur Unterstützung von PEGIDA

Das Tierschutznachrichten-Portal Fellbeisser taumelt einmal wieder stark nach rechts (vgl. dazu auch Kritik von Colin Goldner wie in Aua1441 zitiert): Der Tierrechtler und Publizist Bernd Wolfgang Meyer resümiert in dem Artikel „Fullminanter [sic!] Jahresausklang 2014“ die politischen Bewegungen des Jahres hin zu einem konsequenteren Tierschutz. Für diese macht er vorzüglich die Partei DIE GRÜNEN aus. In allen wichtigen Tierrechtsfeldern beobachtet er positive Entwicklungen. Das Fernsehen strahle inzwischen zur Primetime die Dokumentationen über das Elend der Massentiere aus. Überall im Artikel setzt Meyer Duftmarken seines politischen Bekenntnisses: „Politisch wird selbst die realitätsferne CDU, Klientelpartei der industriellen Fleischproduktion, künftig sich Enthaltung nicht mehr leisten können, ohne als weltfremd und starrsinnig dargestellt zu werden. Definitiv werden hier die AfD und PEGIDA den Anstoß setzen, [sic!] sowie die wieder erfolgreichen Grünen, auch CDU Mitglieder [sic!] zum Nachdenken anzuregen, ob diese Merkel, Symbol nicht nur der Tierquälerei, sondern auch des dekadenlangen Stillstands der Politik der Bundesrepublik und servilen Unterwerfung unter die USA, ein Gottesgebot sind, [sic!] oder vielleicht doch nicht alternativlos“ (Quelle, Hervorhebg. d. DN-Red.). Beim kommenden Jahr meint er die Voraussetzungen dafür erkennen zu können, dass es zu einem "Meilenstein" (für was?) werden könne. Zum Ende des von Aufbruchsstimmung nahezu brodelnden Textes setzt Meyer diesen bemerkenswerten Aufruf: „Unterstützen wir PEGIDA, einzige Aufwallung gegen die Willkür unserer demokratischen Diktatur. Eine „Schande für Deutschland“ sind einzig unsere Berufspolitiker und deren Medien“ (Quelle; Hervorhebg. d. DN-Red.).

Wem der Sinn nach einem weniger agitatorischen und rechtslastigen Jahresrückblick unter besonderer Würdigung von Tierschutz- und Tierrechtsaspekten steht, ist hier gut bedient!

DN-Senf: Danke, Anke und Meyer! Dieser durchaus elegante Propagandatext ist ein schöner Ansporn für die DN-Redaktion zum Jahresbeginn 2015. Es gilt also weiterhin mehr als wachsam zu sein in der Tierschutz- und Tierrechtsszene, um Rechtsextremismus dort, Rassismus, Lebens- und Demokratiefeindlichkeit (ergo: Schaschlik-Ethik) und alle anderen verfassungsfeindlichen Strömungen zu benennen. Als ob es Bewegungen wie PEGIDA auch nur im Ansatz um irgendwelche Tierrechte oder Tierschutz ginge! Man schaue sich die dumpf brüllenden Hohlköpfe dort an, denen der Hass und mithin die generelle Lebensfeindlichkeit aus allen Poren drückt. Bildungstechnisch passt Meyer allerdings und mit seinem bezeichnenden Rechtschreibfehler in der Artikel-Überschrift exakt in die Dumpfbacken-Truppe, der hier immer gern geholfen wird!

(ironisches) P. S. Selbstverständlich und wie allen Publizisten ohne Korrektor an ihrer Seite unterlaufen auch der DN-Redaktion immer wieder einmal Rechtschreibfehler. Aber dieser Blog darf das, denn DN ist nachweisbar nicht rechts! Orthografiedefizite in der Borderline-Publizistik wiegen selbstverständlich tausendfach schwerer als dasselbe Phänomen bei den wahren Geistesgrößen! Isso!

 

TL234/14: 31.12.14: Fledermäuse möglicherweise Überträger von Ebola

Auf der Suche nach der Infektionsquelle des ersten Ebola-Opfers in Westafrika meinen Forscher vom Robert-Koch-Institut in Berlin die Antwort jetzt gefunden zu haben, wie SPIEGEL online aktuell berichtet. Vermutlich waren Fledermäuse der Überträger. Sogar der „Wohnbaum“ der infizierten Tiere konnte ausgemacht werden. Das Jagen und Essen von Fledermäusen und Flughunden ist in der Region Brauch. Jetzt fordern die Wissenschaftler, die Bewohner umfassend über das Infektionsrisiko durch den Verzehr von wildem Fleisch aufzuklären.

 

TL233/14: 30.12.14: Landwirte verstoßen häufiger gegen das Tierschutzgesetz?

Eine Anfrage der Partei Bündnis90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung befördert einen Anstieg der Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in der Landwirtschaft zutage. So berichtet es rp.online. 2013 habe es 10.054 behördliche Aufforderungen an Landwirte gegeben, Missstände abzustellen. Das ist fast eine Verdopplung zum Vorjahr: 5.284. Aber diese Zahlen können unterschiedlich interpretiert werden, wie Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer der Zeitung erklärt. Denn der Anstieg könne auch ein Ergebnis intensiverer Kontrollen seitens der Fachbehörden sein.

DN-Senf: … sofern diese Fachbehörden nicht mit einem von Tierärzten ausgedachten Schwachsinn wie dem gigantischen Verwaltungsaufwand zu den Sachkundeprüfungen von Hundetrainern von ihrer eigentlichen und wichtigen Tierschutz-Arbeit abgehalten werden (vgl. diverse DN-Artikelserien; Linkliste in Aua1471).

 

TL232/14: 28.12.14: Seiten, die down sind: Facebook-Macht(ergreifung) und Schleppermafia vereint

Wir bleiben beim Thema von TL231: Seiten, die down sind! Gemeinsam langen wir uns an den Kopp: Facebook hat die Seite einer engagierten und damit auslandstierschutzkritischen Tierschützerin gesperrt. Die Arme der Schleppermafia reichen offensichtlich weit. Denn Maria Bader von Find-mich-fix versucht durch Aufklärung und Dokumentation seit Jahren, die gewissenlosen Tierschlepper wenigstens dazu anzuhalten, ihre „Ware“ ausreichend zu sichern. Sie ist zuverlässige Chronistin des Schicksals von Legion von Auslandshunden, die in Deutschland beim Ent-, Aus- und Umladen durch mangelnde Sicherung entkommen und qualvoll auf Autobahnen, Bundesstraßen und in den Wäldern verrecken. Nebeneffekt ihrer umfassenden Dokumentation: Die Verantwortungslosigkeit und der Sachkundemangel der sogenannten Auslandstierschützer, die tatsächlich gar keinen Tierschutz im Ausland betreiben, wird offenbar.

Die fünfte Macht im Staate, Facebook, hat nun Baders Account nach einer Spammeldung gesperrt. Merke auf: Hundehasser-Seiten (vgl. TL228/14) und Seiten, die sich offen zum Nationalsozialismus und zum Antisemitismus bekennen und mit dem verbotenen Hitlergruß laborieren (Aua1474), verstoßen nicht gegen die offensichtlich demokratiefeindlichen FB-Richtlinien. Aber bescheiden und fleißig vor sich hinarbeitende Tierschützerinnen mit kritischem Ansatz werden gesperrt. Bader berichtet dieser Redaktion von enormen Schwierigkeiten, den Ursprungsaccount wieder online zu kriegen. Immerhin gibt es eine Ersatzseite; alte Links jedoch funktionieren im Moment nicht.

DN-Senf: Dieser Redaktion unverständlich bleibt dabei immer, warum auch die Aufrechten sich dem Joch dieser ganz offensichtlich „falschen“ Strukturen unterwerfen? Es ist ein Irrtum zu glauben, wer im Internet etwas werden wolle, brauche die (A-)Social Media im Allgemeinen und so eine Dreckseinrichtung wie Facebook im Besonderen. DN turnt es vor! Für diese Redaktion fängt das ethische Gesamtkonzept, das einem zukunftsgerichteten, humanen, modernen, toleranten, nachhaltigen, effizienten und sozialverträglichen Tierschutz unterliegt, dort an, wo sich Akteure den Strukturen verweigern, die all dem unterliegen, dem es sich zu widersetzen gilt. Übrigens: „widersetzen“ ≠ Kampf!

 

TL231/14: 28.12.14: Charitywatch.INFO ist prximdsch lyxxmb nƁƦ˧ oder auf Deutsch: down

Eine von dieser Redaktion im Jahr 2014 besonders intensiv empfundene Weisheit ist die vom Fluss und den Feinden. Allerdings bedarf es in dieser schnelllebigen Zeit dann schon des qualitativ anspruchsvolleren Sitzfleisches (oder auch der eingeschränkten Mobilität), um es lang genug an dem verheißungsvollen Ufer auszuhalten. Aber es lohnt sich! Ob unten stehende Meldung über den erquicklichen Down-Status der Feige-Hunde-Webseite Charitywatch.info im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise steht, ob es sich um ein vorübergehendes Phänomen oder einen Dauerzustand handelt, all diese Fragen sollen uns am heutigen Tage nicht betrüben. Für den jedoch sind wir alle von einem weiteren Desinformationsportal befreit. Zum Phänomen als solchen: Aua1209, Aua1210, Aua1213.

Ziemlich genau nach einem Jahr, in dem sich gut wie gar nichts auf dieser mysteriösen Namensplagiat-Webseite Charitywatch.info getan hat, sieht das Ergebnis eines Aufrufversuchs momentan so aus.

 

TL230/14: 26.12.14: AKT Peter Arras: Vaganisierung ist der falsche Weg – Veganer retten keine Tierleben

Die bemerkenswerten Botschaften des Tierrechtler Peter Arras (AKT Aktion konsequenter Tierschutz) waren schon in TL173/14 Thema auf DN. Leider ist es dabei immer notwendig, sich von der Verwendung des Holocaust-Begriffes bei Arras zu distanzieren. Mit dieser essenziellen Abgrenzung jedoch verdienen seine Gedanken und seine Kritik am Mainstream des Veganismus besondere Beachtung.

So auch seine Weihnachtsbotschaft vom 25.12.2014. Darin rückt er erneut der faustdicken und hinterhältigen Lüge der großen Tierrechtsorganisationen auf den Leib: „Es sind nämlich nicht die Konsumenten, die “Verbraucher” genannt werden, jene, die in erster Linie für Massentierhaltung und -schlachtung verantwortlich sind. Es sind die Regierungen und Entscheidungsträger unseres Staates und der EU, die jährlich 67 Mrd. Euro dafür ausgeben, dass die Nachfrage das Angebot nicht mehr beeinflussen kann. Mit unseren Steuergeldern (auch denen der Veganer), die uns alljährlich abgetrotzt werden, werden diese wahnwitzigen Subventionen finanziert“ (Quelle). Diesem Fakt setzt Arras die Forderung entgegen, in einem Zusammenschluss aller ethisch orientierten NGOs und NPOs überhaupt erst einmal die Voraussetzungen dafür zu erstreiten, dass ein verändertes Verbraucherverhalten einen Effekt auf Tierwohl und Tieropferzahlen hat. Dafür fordert er eine breite Allianz gegen die Agrarpolitik des Bundes und der EU.

Arras ist ein sehr erfahrener Einzelkämpfer mit langer und nachweisbarer Tierschutz- und Tierrechtsvita, die Respekt verlangt. Mit seiner klugen Analyse bei vergleichbar radikalen Forderungen grenzt er sich wohltuend von dem Mainstream-Veganismus à la PETA und SOKO Tierschutz ab. Gegen einen medialen Shootingsstar wie Friedrich Mülln, der sich auf Facebook in einer One-Man-Show und per Personenkult zum Märtyrer stilisiert, besticht Arras durch seine Authentizität, seine Glaubwürdigkeit und vor allem den Verzicht auf die Reduktion der Komplexität globaler Marktzsammenhänge.

Allein: Mit seiner kompetenten Analyse dieser Interdependenzen und seinem weitsichtigen Handlungsplan überfordert er die flach gestrickten Wasserträger des Veganismus und der Tierrechtsbewegung. Als brillanter Rufer in der Wüste geschieht ihm, was deren ewiges Schicksal ist: „Es tut mir leid, aber ich komme nicht umhin, meinen Eindruck Kund zu tun, dass es den Veganern eigentlich nur noch darum zu gehen scheint, sich selbst gut, schuldlos und besser als die anderen zu fühlen, ohne sich zu fragen, ob ihr Veganismus wirklich Tieren von Nutzen ist. Gegenwärtig ist dies definitiv NICHT der Fall und wenn ich dies in Foren und bei Facebook feststelle und belege, erfahre ich Feindseligkeit, Ausgrenzung und Argwohn“ (Quelle). Feindseligkeit, Ausgrenzung und Argwohn sind demjenigen beschwert, der dem Volk die schlichten Lösungen, die einfachen Wege und die Selbstbeweihräucherung verweigert. Peter Arras begebe sich doch bitte auf die Facebook-Seite der „veganen Kabarettistin" Gabriele Busse. Dort kann er nachlesen, wie man sich mit unglaublichem Kitsch, einer schamlosen Naivität und Schwachsinnsaktionen ohne Grenzen beim dümmlichen Volk beliebt macht und sich selbst ohne Hemmungen als ethisch vorzüglich vermarktet. Wer ausgewachsene Rinder mit der Milchflasche säugt und Enten kidnappt, springt beim verblödeten Publikum allemal weiter als ein heller Kopf, der Zusammenhänge erkennt und benennt!

DN-Senf: Gut, der Mann! Hinsichtlich der erwähnten Kabarettistin ist die DN-Redaktion inzwischen etwas schlauer als in Aua1435! Berichterstattung dazu folgt noch. Und zwar bezeichnenderweise in der DN-Rubrik "Pav" ...

 

TL229/14: 25.12.14: Sexueller Tiermissbrauch: [Ironie] Dortmunder Polizei macht, was DN schon in Aua1151P empfohlen hatte

Na also: Geht doch! Erklärt hatte es DN schon im November 2013. Gemacht haben es die Ermittlungsbehörden jetzt in einem Fall von sexuellen Missbrauch eines Pferdes in Lünen: Abstrich und DNA-Abgleich (Quelle). Treffer! Da die Täterdaten in der Datenbank des Landeskriminalamts verfügbar waren, konnte er überführt werden. Keine Spekulationen, keine unbewiesenen Behauptungen. Stattdessen glasklare Beweise.

 

TL228/14: 24.12.14: Hundehasser-Seite bleibt auf Facebook

Merkur-online berichtet über den gescheiterten Versuch von Tierschützern und Hundefreunden, eine besonders gruselige Hundehasser-Seite auf Facebook entfernen zu lassen. Und für diesen Fall stimmt das von hysterischen Hundeliebhabern gelegentlich sehr leichtfertig vergebene Etikett „Hundehasser“ tatsächlich. Denn auf der Facebook-Seite werden grausame Tierquälereien in Bildern dargestellt. Bisher hat Facebook auf entsprechende Meldungen nicht reagiert und versendet nur die standardisierte Antwortmail, der tschechische Account verstoße nicht gegen die Gemeinschaftsregeln. Und das obwohl dort Gewalt verherrlicht und zu Gewalt aufgerufen wird. Der Zeitungsartikel fordert FB-User deshalb dazu auf, schreckliche Bilder alle einzeln zu melden.

Aktualisierung vom 29.12.14: Nachdem Hundefreunde dann auch noch eine Petition an Facebook gestartet hatten, wurde die entsprechende Hundehasser-Seite doch gelöscht, wie dieser Kommentar unter der Petition angibt.

 

TL227/14: 21.12.14: Affenversuche Tübingen: „Massive Angriffe radikaler Tierschützer“

Der eine sacht so, der andere sacht so. Auch DN weiß schon länger nicht mehr, was von den Umtrieben der SOKO Tierschutz (SOKO TS) zu halten ist. Gestern also die monatelang beworbene Demo „Quarantäne Tübingen“. Bei winterlichen Temperaturen und vier Tage vor Weihnachten treibt die SOKO TS immerhin noch 800 Demonstrationsteilnehmer auf die Straße, wie die SWR-Landesschau berichtet.

Gleichzeitig zitiert der regionale Fernsehsender rtf1 recht reißerisch die Uni Tübingen mit „<Massive Angriffe radikaler Tierschützer> auf Tübinger Forscher“. Wer im weiteren Text dann Konkretes zu diesen „massiven Angriffen“ sucht, wird nicht fündig. Dort ist pauschal von Einschüchterungsversuchen die Rede sowie von Diffamierung der Forscher und ihrer Familien. Unter „massive Angriffe“ stellt man sich eigentlich klar benennbare Aktionen bzw. Übergriffe bzw. Drohungen vor? Doch rtf1 zitiert auch nur eine Erklärung der Uni Tübingen (die noch nicht einmal mit Datum versehen ist).  Die Hochschule sieht gleich die gesamte biomedizinische Forschung am Standort Tübingen in Gefahr. Konkrete Angaben zu den "massiven Angriffen" findet man auch dort nicht. Deshalb bleibt sehr wohl die Lesart übrig, dass es sich bei den "massiven Angriffen" lediglich auf die von den Tierrechtlern befeuerte öffentliche Diskussion handelt und gar nicht die Forschung gefährdet ist, sondern ihre selbstherrlichen und selbstverständlichen Methoden hinterfragt werden? 

Die SOKO TS informiert auf ihrer Facebook-Seite um 2.50 Uhr heute Morgen zum Stand der Dinge der Nachtwache vor dem Versuchslabor: „35 Leute sind immer noch vor dem MPI. Regen, Kälte, Müdigkeit … Egal. Für die Tiere“.

DN-Senf: Und genau das möchte DN bezweifeln: „für die Tiere“! Seit 30 Jahren demonstrieren Tierschützer gegen Tierversuche. Die Zahl derer jedoch ist in den vergangen zehn Jahren gestiegen (vgl. TL211/14). Diese Redaktion kommt einfach nicht dahinter, warum die SOKO TS so agiert und vor allem, warum sie ihre Anhänger glauben machen kann, dass diese One-Man-Show jetzt das erreicht, was der Rest der tierschützenden Republik in 30 Jahren nicht geschafft hat. Wenn der Anlass nicht so grausam wäre, müsste man die SOKO-TS-Umtriebe unter Kindergeburtstag abbuchen. Die SOKO TS i. e. Friedrich Mülln laboriert nach Meinung dieser Redaktion an einem lokalen Symptom, aber nicht an der globalen Krankheit, die meilenweit über reine Tierrechte hinausgreift. Und dass von diesem "Verein" nach wie vor nur eine einzige Person in Erscheinung tritt, ist für DN nachgerade eine Alarmzeichen. Wer die Diskussion auf dem FB-Account dieser Orga mitliest, gewinnt mitnichten den Eindruck, dass hinter Mülln ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung steht. Vielmehr liest DN dort viel Personenkult und Szenen aus dem bekannten Stück Wir basteln uns einen Märtyrer. Das dokumentierte Leid der Affen in Tübingen raubt einem den Atem, aber die Assoziationen von "Kindergeburtstag" bleiben! 

 

TL226/14: 21.12.14: Zweiter Vogelgrippe-Fall in Niedersachsen: 10.000 Enten †

Jetzt ist es das nördliche Emsland. Dort habe sich bei einem Entenmastbetrieb der Verdacht eines weiteren Vogelgrippe-Falls bestätigt, meldet ntv. Natürlich werden die dort aufgestallten 10.000 Tiere wieder gekeult. Im Umkreis dieses Betriebes gäbe es weitere 19 Geflügelbetriebe mit insgesamt 180.000 Tieren. Entspannt dagegen habe sich die Lage im Landkreis Cloppenburg. Auf keinem der 60 Nachbarhöfe des Infektionsfalls seien Auffälligkeiten entdeckt worden.

[Ironie on] "Zufällig" parallel erfreulich ist die Tatsache, dass sich der Preis für Geflügelpreis gemäß dieser Meldung als stabil erweist. Bei den Agrarfunktionären heißt das dann: "Die deutsche Entenproduktion fließt flott ab, die Lager sind nahezu geleert" (Quelle). Uralte Marktlogik: Ein verknapptes weggekeultes Angebot stabilisiert den Preis. Und die Tierseuchenkasse schützt die Produzenten vor finanziellem Schaden: hier! Der Höchstsatz für die Entschädigung bei Geflügel liege bei 51 Euro pro Tier. Wenn nicht gerade wieder die DN-Rechenschwäche zuschlägt, kann sich der Emsland-Entenproduzent seine Tränen also mit einer halben Million Euro trocknen, sofern er den Höchstsatz geltend machen kann: 10.000 x 51,00 Euro = 510.000 Euro. Abzüglich der Kosten für das Töten und Entsorgen?
Die Preisentwicklung seit Sommer 2014 lässt sich sehr schön an dieser Grafik erkennen (steigend!). So hat sich bei Geflügel der Preis pro Pfund von 79 Cents im Mai auf 91 Cents im November 2014 hochgekeult. Chefköche behaupten, an einer Durchschnittsente blieben einem de facto 2 Kilo Fleisch. DN ist jetzt nicht klar, wo der mögliche Denkfehler der Redaktion liegt und nimmt Leseranregungen dazu gern entgegen, aber bei einem Marktpreis von 91 Cents pro Pfund ergäbe das 3,64 Euro erzielbarer Marktpreis für Entenfleisch plus anderweitig verwertbarer sonstiger Bestandteile? Da fährt der Produzent mit der Tierseuchenkasse doch wohl in jedem Fall wirtschaftlich attraktiver? Okay, in die muss er auch selbst einzahlen. Trotzdem ...

DN-Senf: Die ungefähre DN-Rechnung zählt also jetzt noch einmal 10.000 Enten (ex Emsland 1) zu den bisher summierten 269.500 Marktbereinigungskadavern hinzu = 279.500. Wobei diese Redaktion keine Garantie dafür abgibt, alle Fälle von Wir-töten-uns-gesund-und-den-Geflügelpreis-stabil mitzubekommen.

 

TL225/14: 20.12.14: Wieder mal Wiesenhof: Arbeiter spießen lebende Enten mit Mistgabeln auf

Ja, ja, Wiesenhof hat sich sofort NACH dem Bekanntwerden dieses weiteren Skandals von dem Zulieferbetrieb getrennt, über den sowohl SPIEGEL online wie die Huffington Post berichten. Ein Team der Tierschutzoganisation Animal Equality hatte Filmbeweise geliefert, dass dort die Mitarbeiter lebende Enten mit Mistgabeln aufspießen. Manche Tiere seien lebend in den Müll geworfen worden. Natürlich sind alle am Geschäft Beteiligten maßlos empört und können das alles gar nicht verstehen. Die üblichen Rituale.

DN-Senf: Erneut wichtig der Hinweis: Ohne die Tierschützer, die gezwungen sind, sich entsprechenden Zugang zu den Ställen und Folterplätzen zu verschaffen, würde der Verbraucher nie von diesen Skandalen erfahren. Wer die Tierschützer allein dafür kriminalisiert, entlarvt sich als Handlanger einer durch und durch lebensverachtenden Agrarindustrie. 

 

TL224/14: 20.12.14: Schaschlik-Tierschutz extrem: Mit gebrochener Wirbelsäule zum Euthanasieren aus dem Ausland bis nach Deutschland

Ein ganz besonders extremer Fall von tierquälerischem Schaschlik-Tierschutz wird derzeit auf Facebook hier berichtet. Die DN-Redaktion macht sich den Link nicht zu eigen. Eine Stellungnahme des Vereins zu diesen ungeheuerlichen Vorwürfen fehlt bisher. Sie beziehen ihre Glaubwürdigkeit aber aus der unendlichen Reihe paralleler Fälle, die bekannt geworden und dokumentiert sind (pointiert in Aua275).

Nachdem die Pflegestelle die mutmaßlich aus Ungarn kommende querschnittsgelähmte Hündin mal wieder auf einem Parkplatz im Wald übernommen haben will (= 1. Fehler der PS), bot sich ihnen zu Hause beim Ausladen aus der Box folgendes Bild: „Als wir Barbie dann endlich zu Hause aus der Box rausließen, standen wir beim Anblick des Hundes unter Schock. Sie robbte aus der Box, mit viel zu engen Verbänden, unter anderem auch an den Pfoten, die waren so dick angeschwollen, wie ein Tennisball, man konnte auch erkennen, das sie unzählige Brüche an beiden Hinterläufen hatte ,und und ein dicken Buckel auf dem Rücken. Eingekotet und verpack in einer minni Pampers, der Schwanz und Schenkel war eine einzig ,offene ,blutige, Fleischwunde und die rechte Seite, war bis auf die Knochen sichtbar und angefressen“ (Quelle; Originaldiktion). Auch dieser Hund hat den Höllentransport in diesem Zustand nicht umsonst gemacht, denn in Deutschland wurde er dann sofort eingeschläfert und damit von seinen Leiden erlöst.

Es versteht sich von selbst, dass der Transport illegal gewesen sein muss, denn Hunde in diesem Zustand dürfen überhaupt nicht transportiert werden. Sachkundige Tierschützer wissen das. Auch eine Abladestelle auf einem Parkplatz im Wald spricht gegen einen legalen Transport. Wer als Pflegestelle zu solchen Übernahmeadressen bestellt wird und sich brav dort einfindet, sollte sich  hinterher nicht beschweren.

Der verantwortliche Verein erklärt auf seiner Homepage zwar etwas ungenau, warum er Umsatzsteuer geltend machen muss, einen Hinweis auf die erforderliche Genehmigung nach § 11 Absatz 1 Nr. 5 Tierschutzgesetz jedoch findet der Interessierte dort nicht. Ebenso wenig wie die Wahrheit: Umsatzsteuer fällt nur für den gewerbsmäßigen Hundehandel an! Und das Finanzgericht Baden-Württemberg hat in besagtem Urteil das auch damit begründet, dass es eben kein Tierschutz ist (vgl. Aua308). Gemäß diesem Urteil kann der Verein eigentlich auch nicht gemeinnützig sein, was seiner Satzung widersprechen würde. 

DN-Senf: Wer Pflegestelle und wer Autor des Berichts ist, bleibt unklar. Veröffentlicht wird er von Stefan B. mit der Forderung: „Diesen Menschen gehört das Handwerk gelegt und die eigenen Hunde abgenommen“, wobei sich „diese Menschen“ mutmaßlich auf den verantwortlichen Verein bezieht. Eine Veröffentlichung auf Facebook jedoch verhallt relativ rasch und ist für Suchmaschinen verloren. Jetzt schwappt sie wieder hoch, die Empörung. Die Pflegestelle werde bedroht. Auch nichts Neues! Doch keinem der hier so wohltuend in Entrüstung Schwelgenden kommt einen Moment lang in den Sinn, dass er mitverantwortlich sein könnte. Der schwarze Peter geht zurück an diesen einen Verein. Dabei ist es das Gesamtmodell des aktuellen Auslandstierschutzes mit seiner unendlichen und gnadenlosen Tierschlepperei, dessen Strukturen solche Fälle zwangläufig, seit Jahren und mit quälender Regelmäßigkeit hervorbringen. Wenn „Barbies“ Schicksal Folgen zumindest für den Verein haben soll, kommen die Empörungswolllüstigen um eine ordnungsgemäße Veröffentlichung mit Suchmaschinen-Konsequenz, Stellungnahme des Vereins und dessen Namensnennung nicht herum. Zuzüglich einer Anzeige beim zuständigen Veterinäramt und der Nachfrage, ob diese „Tierschützer“ überhaupt die notwendige Erlaubnis haben; und wenn ja: warum, da sie ja offensichtlich nicht über die erforderliche Sachkunde verfügen. Zuzüglich Strafanzeige wegen des Verdachts der Tierquälerei. Empörungstexte auf Facebook sind billig und folgenlos.

 

TL223/14:19.12.14: Vogelgrippe – Bundestierärztekammer meldet sich zu Wort

Die Osnabrücker Zeitung gibt das Veto der Bundestierärztekammer zu den aktuellen Keulungen gigantischer Geflügelbestände in Niedersachsen aufgrund des Verdachts (!) einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 (vgl. auch TL221/14) zu Protokoll. Der auch schon auf diesem Blog aufgrund seines Engagements für den Tierschutz (#räusper#) thematisierte Präsident der Bundestierärztekammer, Professor Dr. Theo Mantel, findet das massenhafte Töten von Tieren ethisch fragwürdig. Der Weg müsse hinführen zu vorbeugenden Impfungen. (Bitte merken Sie sich diese Stelle!) Ohne dass die berichtende Zeitung oder der Audienz gebende Professor ein Problem mit diesem logischen Bruch hätten, heißt es wenige Zeilen weiter, dass es im aktuellen Vogelgrippe-Fall weder rechtlich noch medizinisch eine Alternative zum Töten gebe. Der Weg in die Zukunft jedoch ist klar: „Die Politik müsse allerdings die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass es sich für die Industrie lohne, an Impfstoffen gegen die Geflügelpest zu forschen“ (Quelle; Hervorhebg. d. DN-Red.). Doch selbst wenn solche Impfstoffe verfügbar sind, wie das Beispiel Maul- und Klauenseuche zeige, kämen diese nicht zum Einsatz, weil die Keulung vorgeschrieben sei. Höhepunkt der Kammerpräsidentenverlautbarung: „Wir haben nicht Tiermedizin studiert, um massenhaft Tiere zu töten“.

Abschließend verlinkt der bemerkenswerte OZ-Artikel dann noch auf das Firmenporträt eines Unternehmens, für das die Politik mit ihrem Keulungsgebot schon die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen hat, Profit aus dem massenhaften Töten von Tieren zu ziehen. Die Firma Vetcon ist dafür ein ganz spezieller Dienstleister mit mobilen Vergasungsaufliegern und anderer ausgefeilter Nutztiertötungstechnologie. Auf die ist der Cheffe von dat Janze auch stolz. Er ist übrigens selbst Tierarzt und hat ganz offensichtlich eben doch Tiermedizin studiert, um massenhaft Tiere zu töten.

DN-Senf: Diese Redaktion muss sich hart am Riemen reißen, um diese Äußerungen des Kammerpräsidenten nicht in der Ausführlichkeit zu kommentieren, die sie verdienen. Das Heilsversprechen also liegt nicht etwa in anderen Haltungsbedingungen und –formen, sondern - für die Pharma vielversprechend -  in Impfungen! Und wer bisher gedacht hätte, Forschung sei ein expliziter Auftrag von Wissenschaft und Forschung, lernt: Nein, die Politik soll „Rahmenbedingungen“ für die Industrie schaffen, damit es sich „lohne“, Impfstoffe gegen Geflügelpest zu entwickeln. Ein Tierschutzgesetz und eine ethische Grundorientierung der Gesellschaft reichen dafür leider nicht aus! Der einzige Trost liegt darin, dass die Industrie im Bundestierärztekammerpräsidenten einen Fürsprecher hat, welcher der Politik ihre Aufgaben zugunsten der Profitmaximierung Erstgenannter zuweist. Wenigstens was.

 

TL222/14: 17.12.14: Bauer muss wegen Tierquälerei ins Gefängnis

Das Landgericht Kempten hat ein Urteil gegen einen Allgäuer Landwirt bestätigt: sechs Monate Haft ohne Bewährung und ein dreijähriges Tierhaltungsverbot. Dabei hatte das Gericht dem Tierquäler noch die Möglichkeit eingeräumt, durch den Verkauf der Tiere eine Bewährungsstrafe zu erlangen. Da sich aber der Großteil der 130 Milchkühe immer noch auf dem Hof befänden, müssten weitere Straftaten befürchtet werden, so der Richter. Die Augsburger Allgemeine sorgt dafür, dass dieses doch ganz ansehnliche Urteil auch anderen Landwirten im Allgäu bekannt wird.

 

TL221/14: 17.12.14: Vogelgrippe: Stallpflicht im Osnabrücker Land

Es ist der gefährliche Typ des Vogelgrippe-Virus H5N8, der jetzt im Landkreis Cloppenburg nachgewiesen wurde, wie die Osnabrücker Zeitung meldet. Das beschert den Landwirten und Geflügelhaltern dort kurz vor Weihnachten die Stallpflicht! Betroffen sind Hühner, Truthühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse (natürlich nur diejenigen, die Weihnachten – vorerst – überleben). Und natürlich wird wieder gekeult: 19.000 (!) Puten im dem betroffenen Betrieb in Barßel und 11.500 in einem Nachbarbetrieb.

DN-Senf: Nach der völlig unsicheren DN-Rechnung (vgl. TL200/14) wären das dann jetzt 239.000 + 30.500 = 269.500 gekeulte Tiere seit dem neuen Vogelgrippevirus-Ausbruch im Herbst 2014. Ohne Kerzen-Trauerbruch der Tierschützer. Ohne Petition. Ohne Mahnwache. Ohne Shitstorm.
Zu dem vorzüglichen Schwachsinn von Aufstallungen und Keulungen wurde schon 2009 auf dem Schrader-Forum Kritische Tiermedizin eine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen an die Bundesregierung veröffentlicht, die den DN-Lesern besonders empfohlen sei!

 

TL220/14: 16.12.14: Dr. Dirk Schrader schnuffelt wieder am Muff unter den Talaren

Unter dem Titel Schulmedizin oder Alternativmedizin – der Kampf um die Wahrheit entlässt der bekannte Hamburger Tierarzt(kritiker) Dr. Dirk Schrader erneut einige mutige Worte in die nur nominell besinnliche Zeit. Unter Anrufung von Hannah Arendt (gut, der Mann!) und dem Verweis auf den Muff unter den veterinärmedizinischen Talaren konstatiert er die Empirik alternativer Heilverfahren, wie er sie als Praktiker erlebt. Und er berichtet Unglaubliches: „Hochaktuell ist die Auseinandersetzung mit der Behörde für Gesundheit in Hamburg. Diese untersagt Veröffentlichungen über die Erfolge der Alternativen Medizin. Ihr Hauptargument: <Was nicht zugelassen ist, darf nicht beworben werden.> Das bedeutet nichts anderes als: Wenn jemand herausfindet, wie die Ebola-Seuche preisgünstig und sicher zu bekämpfen ist, darf er es nicht öffentlich machen. Und wenn jemand herausfindet, wie unheilbare Krankheiten heilbar gemacht werden, darf er es nicht öffentlich machen, ohne dafür hohe Zwangsgelder in Kauf zu nehmen“ (Quelle). Zu Schraders Erkenntnis allerdings sind zuvor schon einige andere gekommen; dies allerdings unter der eher (und in nicht wenigen Fällen zu Recht) verunglimpfenden Überschrift „Esoterik“. Im Übrigen und losgelöst vom Thema Medizin gehören solche Einsichten zu den ad nauseam verkündeten Kernpunkten jeder Kapitalismuskritik.

DN-Senf: Schraders Verlautbarungen sind immer interessant. Da schwimmt einer gegen den Strom und benennt, was soo offensichtlich ist: das Primat von Monetik in der Veterinärmedizin. Im humanmedizinischen Bereich verschaffen sich solche kritischen Stimmen mehr und erfolgreicher Gehör. Interessant wäre eine Auseinandersetzung zwischen Schrader und dem Sendboten des Positivismus - Colin Goldner. Aber das wäre unfair, denn zweifelsohne steckt Schrader Goldner auch ohne Banane intellektuell in die Tasche.
Das Einzige, was diese Redaktion an dem Tierarztkritiker nicht begreift: wie man mit dieser Botschaft auf Hounds & People (H&P) publizieren kann? Im Übrigen passen seine aus der Praxis kommenden Erkenntnisse prima zur aktuell stattfindenden massiven Ausweitung der Tierärzte-Lobby-Einflusssphäre unter der Lüge Tierschutz nach § 11 Absatz 1 Satz 1 diverse (vgl. sehr passend Aua1467). Aber gerade H & P hält dieser Regelung die Stange und nimmt dem Gesetzgeber und der Lobby ihr verlogenes Gesülze vom Tierschutz (hier) ab, getrieben von einer Paranoia bundesweit grassierender „schwarzer Pädagogik“ in allen Hundeschulen. Damit treibt H&P seine Leser genau der unkritischen Rezeption von Verlautbarungen aus den heiligen Hallen der Veterinärmedizin wieder zu, aus denen Schrader diese gerade herauslocken möchte. Publizistischer Zickzackkurs!

 

TL219/14: 15.12.14: Schweine aus Sauenzuchtanlage beschlagnahmt

Was ist denn plötzlich los? Erst gehen die Behörden endlich gegen den Schweinebaron Straathof energisch vor (vgl. TL216/14) und jetzt reißt den Veterinären im Saalekreis die Hutschnur, wie die aho-Redaktion meldet. Aus der Anlage der Saza GmbH wurden 134 Tiere abgeholt und zur Schlachtung gebracht. Die verantwortlichen Tierhalter treiben seit Jahren das bekannte Spiel mit den Behörden: Einsatz von Rechtsanwälten, Widersprüche gegen Auflagen und Bescheide etc. Die Bußgeldbescheide des Kreises beliefen sich inzwischen auf insgesamt über 100.000 Euro! Jetzt kam es zur „Ersatzvornahme“ gegen den Betrieb. Diese soll Kapazitäten für die dort noch vorhandenen Tiere freimachen.

Damit wird immerhin mal ein neuer Spielzug gegen die Agrarindustrie eingeführt.

 

TL218/14: 15.12.14: Welt-Kolumne: Der Vorteil von Hühnersuppe und der Nachteil der Ernährungsdiktatur

Auch einmal zwischendurch wohltuend: der satirische Kommentar zu den neuen Auswüchsen der Ernährungsdiktatur von Leeor Engländer auf DIE WELT. Interessant: Der Veganismus feiert offensichtlich insbesondere in Israel große Erfolge. Engländer beobachtet seine Zeitgenossen auf dem Exerzierplatz moralisch korrekter und gesundheitlich vorbildlicher Ernährungsweisen und vergisst den Abgleich mit der Geschichte nicht: „Während die Menschheitsgeschichte davon geprägt ist, dass ganze Generationen am Hunger verreckten, scheint heute die Herausforderung darin zu liegen, sich entscheiden zu müssen, welchem Ernährungsfanclub man sich anzuschließen hat“ (Quelle).

 

TL217/14: 14.12.14: Holland verbietet Haltung von Wildtieren im Zirkus

Belgien, Österreich, Finnland, Großbritannien ab Dezember 2015 und jetzt auch noch Holland machen es der Bundesrepublik vor: Zirkusse (aktuell: in den Niederlanden) müssen  und können vollständig auf Wildtiere verzichten, wie DIE WELT meldet. Sogar ein Land wie Mexiko ist ethisch weiter als Deutschland: Dort beschloss der Kongress gerade erst, dass Zirkusse bei Vorstellungen künftig keine Tiernummern mehr zeigen dürfen; also ein noch weitergehendes Verbot als in Europa.

Der WELT-Artikel listet anschließend alle Länder mit Zirkus-Wildtierverbot. Die Liste lässt Deutschland zu diesem Thema alt und rückständig aussehen und bildet es mithin nach Meinung dieser Redaktion realitätskonform ab: Tierschutz als reines Lippenbekenntnis.

DN-Senf: Das Verbot wird auch in Deutschland kommen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Und wenn man sich ansieht, wie die Pro-Wildtier-im-Zirkus-Befürworter argumentieren (vgl. Aua1456), wird deutlich, dass es keine Argumente für diesen Anachronismus gibt. Wer mit seiner tierverachtenden Kultur im Schutze des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte unterkriechen will, diskreditiert sich selbst und hat definitiv den Anschluss an die Zeit verpasst.

 

TL216/14: 12.12.14: Bescherung? Tierhaltungs- und Betreuungsverbot für einen der größten Schweinezüchter

Wow! Es tut sich etwas. Und Sachsen-Anhalt reitet vor. Der stern berichtet über eine der größten Polizeiaktionen, die es je gegen einen Nutztierhalter gegeben hat: eine dreitägige Razzia in der Schweinezuchtanlage Gladau bei Genthin des niederländischen „Schweinebarons“ Adrianus Straathof im März 2014. Die dabei gesicherten Beweismittel hätten jetzt zu einem Tierhaltungs- und Betreuungsverbot für Straathof geführt, das quasi einem Berufsverbot gleichkäme. Das Verbot des Landkreises Jerichower Land gelte für den Schweinebaron persönlich, bundesweit und betreffe seit Ende November womöglich sämtliche Betriebe, in denen er Geschäftsführer und/oder Eigentümer ist. Der Bescheid ist leider noch nicht rechtskräftig und die Straathof-Anwälte sind schon am Werk. Die Relevanz dieser Vorgänge ist erheblich, denn Straathof ist im europaweiten Schweinemarkt eine bedeutende Größe. Offizielle Beweisvideos von der Razzia bei stern.

Die Erfolgsmeldung ist auch Bestandteil der aktuellen Pressemitteilungen von  der Tierrechtsorganisation ARIWA, die mit weiteren Links und Fällen darlegen, dass die Veterinärämter gar nicht in der Lage sind, diese Extremtierhaltungen zu kontrollieren. ARIWA macht zum Thema Schweine-Kastenstände auch von seinem Verbandsklagerecht Gebrauch.

 

TL215/14: 11.12.14: Achim Stößer / Maqi schwimmt wieder tapfer gegen den Tierrechtsstrom

Der Kerle ist immer für ein Highlight gut: Achim Stößer, Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus. Zwar ließ sich erst jüngst und unter Assistenz von DIE ZEIT feststellen, dass Stößer eher zur alten Garde der Tierrechtlerfront gehört (vgl. Aua1442) und offensichtlich den Schuss nicht gehört hat. Trotzdem rammt er immer wieder Pflöcke in die Szene, die bemerkens- und berichtenswert sind. Denn mit seiner Pressemitteilung zum Internationalen Tierrechtstag am 10. Dezember und seinem skurrilen Statement schwimmt er tapfer gegen den Tierrechtsstrom. Ganz im Sinne der auch von DN kritisierten Schaschlik-Ethik viel zu vieler Tierschützer und Tierrechtler leitet er aus seinen antispeziesistischen Überzeugungen moralphilosophisch bündig ab: Tierschützer/Tierrechtler können keine Rassisten oder Sexisten sein. Okay, damit können wir gut 60 Prozent der sich zumindest im Internet produzierenden Szene aussortieren, deren Menschenverachtung, Rassisismus und Sexismus grell bunte Blüten treibt.

Aber nach Stößer-Doktrin bleibt ohnehin kaum etwas übrig: „Tierrechtler, also Antirassisten, Antisexisten, Antitheisten, Antispeziesisten müssen sich demnach nicht nur, aber auch, gegen Tierschutz, Neofaschismus, Feminismus, Religion und gegen Vegetarismus einsetzen“ (Quelle). Ob Stößer insbesondere die Punkte „gegen Tierschutz“, „gegen Vegetarismus“ und „gegen Religion“ den einschlägigen Interessensverbänden direkt mitgeteilt hat, ist dieser Redaktion nicht bekannt. Im Gesamtbild störend könnte man diesen vielen „Anti-X“ und „gegen y“ als destruktiv empfinden. Wer also gegen alles ist, steht Stößer schon mal ziemlich nahe? 

 

TL214/14: 10.12.14: Wer traut Trani-Schmidt? Tierwohl sei ein rasant wachsendes Forschungsfeld

Man möchte es gern glauben: "Tierwohl ist ein rasant wachsendes Forschungsfeld" teilt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit. Auf einem Symposium, zu dem das BMEL geladen hat, diskutieren Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und den Verbänden aktuelle Forschungsaktivitäten und innovative Projekte für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung. Die Verkündigung, dass das BMEL für derlei Aktivitäten 33 Millionen Euro Forschungsgelder zur Verfügung stellt, relativiert sich durch das Bekenntnis von insgesamt 142 Millionen Euro, die seit 2010 in diesen Bereich geflossen sind und offensichtlich auch noch nicht messbar zu mehr Tierwohl beigetragen haben. Außerdem sind alle diese Umtriebigkeiten immer auch mit dem Ziel verbunden, den Verbrauchern einen weiterhin ungezügelten Konsum tierischer Produkte im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen.

Der "Fortschritt", zweifelsohne den Aktivitäten der Tierrechtler und deren Vor-Ort-Filmdokumentationen aus den Höllen-Ställen zu verdanken, liegt in dem Faktum, dass sich die Branche überhaupt mit dem Thema auseinandersetzt. Die Tiere können dabei nur darauf hoffen, dass Tierschützer und Tierrechtler weiterhin aus den Ställen darüber berichten werden, wie viel von diesen Summen bei den Tieren als sogenanntes Tierwohl ankommt.

Details der Projekte und Kommentare hier.

 

TL213/14: 10.12.14: Gut, dass es PETA gibt: Strafanzeige gegen Stierquäler

Bei aller berechtigten Kritik an Deutschlands größer Tierrechtsorga PETA Deutschland e. V., an der sich auch dieser Blog beteiligt, ist die DN-Redaktion froh, dass es eine Adresse für Fälle wie diesen gibt: eine völlig unnötige und brutale Tierquälerei im Landkreis Deggendorf bei dem Versuch, einen Stier auf ein Transportfahrzeug zu verladen. Wer im ländlichen Raum wohnt (wie diese Redaktion), der weiß, dass solche Tierquälereien im täglichen Umgang mit sogenannten Nutztieren an der Tagesordnung sind. Damit sich die Verfehlung auch genau dort verbreitet, wo die Verantwortlichen bekannt sind und mithin von ihrem sozialen Umfeld konfrontiert werden, berichtet die Deggendorfer Zeitung über den Vorgang.

Auf dem dazugehörigen Video nicht ganz so gut zu erkennen ist die Tatsache, dass der Stier auch noch an einer Kette angebunden ist, mit der er sich wieder und wieder in den Abgrenzungsgittern der Laderampe verheddert. Und welche Tortur notwendig ist, damit ein Stier erschöpft zusammenbricht und mit dem Frontlader verladen werden muss, mag man sich gar nicht vorstellen. Welche weiteren Verletzungen er dann durch den Frontlader erlitten hat, dokumentiert das Video nicht.

Über den Einzelfall hinaus wird der Vorgang Dritte warnen. In Zeiten von IPhones und Handykameras müssen solche Tierschinder jederzeit gewärtigen, von Passanten, Anwohnern etc. gefilmt und anschließend für ihre Handlungen haftbar gemacht zu werden. Dass die ganze Aktion auch für die beteiligten Menschen nicht ganz ungefährlich ist, weil ein Stier eben keine Schmusekatze ist, soll dabei nicht unterschlagen werden, rechtfertigt aber keinesfalls diesen brutalen Umgang.

 

TL212/14: 09.12.14: Jagen: „Mit viel Brimborium verbrämte Lust am Töten“

Auch Leserbriefe finden offensichtlich inzwischen zu dem Sarkasmus-Zynismus-Gemisch, das den Tierleid-Realitäten angemessen ist und ihnen allein gerecht wird. Die Weilheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung druckt dazu ein Leckerstückchen zum Thema Jagd ab. Die Zuschrift „Lust am Töten“ von Ulrich Dittmann baut im knappen Zirkel des vorgegebenen Textformats sprachlich geschliffen, argumentativ bündig das vernichtende Urteil über Jagen als „schlimmes Überbleibsel einer unbewältigten Neandertalmentalität“ (saugut!) auf. Ein Lese- und Argumentationsgenuss!

 

TL211/14: 09.12.14: Anzahl der Tierversuche in Deutschland auf Platz 2 in der EU – Tierschutz: „Wir ändern nix!“?

Man betrachte die Aktivitäten der Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen zum Thema Tierversuche über die Jahrzehnte hinweg und vergesse dabei auch nicht die unbekannten Summen an Spendengeldern, welche diese zum Thema eingesammelt haben. Man betrachte dazu den derzeitigen Aktionismus der SOKO Tierschutz für die sage und schreibe dritte Demo gegen Tierversuche in Tübingen, ausgerechnet vier Tage vor Weihnachten. Schon quetscht den Beobachter die Frage an die Wand: Was bitte soll das (bringen)? Ihr erdrückendes Gewicht erhält die Frage aus der Tatsache, dass derzeit über alle Medien vermeldet wird, dass die Anzahl der Tierversuche in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren, besonders 2012 gestiegen, lediglich 2013 leicht gesunken sei (ursprünglicher Link einer Focus-Meldg. nicht mehr verfügbar; vgl. TL201/14). Dazu meldet aktuell das Portal energie.zukunft, dass Deutschland innerhalb der EU nach Frankreich Platz 2 beim Ranking der Nationen besetzt, welche die meisten Tiere im Tierversuch "verbrauchen". Süffisanterweise zitiert die Meldung eine Bewertung von Ärzte gegen Tierversuche dazu: Es seien doppelt so viele wie 1997. Mehr noch: Die erste Vorsitzende Dr. Corinna Gericke wird mit der Vermutung zitiert, dass die tatsächliche Anzahl doppelt so hoch sein könnte.

DN-Senf: Es ist ein Zeichen von Intelligenz, die Strategie zu wechseln, wenn man merkt, dass eine solche über Jahrzehnte hinweg nicht erfolgreich ist. Der Satiriker könnte zu der Einschätzung gelangen, dass es aus irgendeinem dunklen Grunde die in Deutschland besonders virulenten Tierschützer sind, die zu diesem niederschmetternden Ergebnis beitragen. Wie auch immer. Auch die Spender und Unterstützer von Orgas, die nachweislich erfolglos und seit Jahrzehnten dieselbe Vorgehensweise praktizieren, faszinieren! Trotz erwiesener Erfolg- und Sinnlosigkeit, wenn nicht gar Kontraproduktivität, lassen sie sich sauber an der Stange halten. Auch dazu verweist DN erneut auf den Aktionismus der SOKO Tierschutz zu dieser – nach Meinung dieser Redaktion komplett bescheuerten - „Operation Quarantäne“ am 20. Dezember 2014 in Tübingen, wie er sich derzeit auf deren Facebook-Account entfaltet. Wenn doch die Zahl der Tierversuche stetig steigt, warum nicht einfach einmal zwei, drei Jahre Moratorium der Tierschützeraktivitäten einlegen? Schlimmer kann es ja kaum werden? Ach, natürlich: Dann gibt es keinen Grund mehr, den Leuten die Spenden aus der Tasche zu akquirieren! Entschuldigung, das hat diese Redaktion kurz vergessen! WEITERMACHEN! Bloß nichts ändern!

 

TL210/14: 07.12.14: Och, Mönne: Keine Spendengelder für ungenehmigte Tierversuche

Na, da kommt der Tierschutz doch mal mit Hilfe von journalistischer Arbeit vorwärts: Die Frankfurter Rundschau berichtet am 5. Dezember 2014 über diesbezügliche Früchte: Kein Geld für Tierquäler. Dabei geht es um Zuschüsse der Deutschen Herzstiftung (ergo: Spendengelder) für das Franz-Groedel-Institut der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Nachdem die Journalisten der FR den Skandal öffentlich gemacht hatten, dass die Staatsanwaltschaft Gießen die illegalen Versuche übelster Art mit Zahlung einer Geldbuße von 72.000 Euro in aller Stille eingestellt hatte, drehen die Stiftungsherren jetzt (Applaus!) den Geldhahn für das Institut zu. Die FR behauptet, dass die Forscher sogar Unterlagen für das Genehmigungsverfahren gefälscht hätten. Die Einstellung des Verfahrens war bundesweit von Tierschützern und Politikern der hessischen Grünen kritisiert worden.

 

TL209/14: 07.12.14: Peru: Drogenschmuggel mit Hunden . Bernhardinerrüde überlebt nicht

Es ist nicht die erste Meldung dieser Art (Aua47, Aua618, Aua939, SPIEGEL,BILD) und nach Meinung dieser Redaktion auch (nicht nur) ein Grund, warum manche Kräfte die Auslandshundeschlepperei so vehement verteidigen. Die Yahoo-Nachrichten melden: Folgenschwerer Drogenschmuggel: Krimineller versteckt Kokain in Bernhardiner. Abgespielt hat sich das Ganze dieses mal in Südamerika, in Peru. Die Drogen, 2,9 Kilo insgesamt, wurden einem Bernhardiner-Pärchen bei einer Operation in einem Hotelzimmer in den Körper gepflanzt. Die Operation hat mutmaßlich unter unzureichenden hygienischen Bedingungen stattgefunden, denn beide Hunde litten an einer Bauchfellentzündung. Der Rüde hat die Quälerei nicht überlebt.

DN-Senf: Aha: Die südamerikanischen Ermittlungsbehörden der Abteilung Drogenfahndung scheinen dieser Redaktion etwas mehr auf Zack? Denke: „als ….“

 

TL208/14: 06.12.14: Bildstrecke zu „Die spektakulärsten Tierschutzaktionen“

Magazine/Wissen bei web.de hat eine Bildstrecke zu den spektakulärsten Tierschutzaktionen zusammen gestellt. Dominierend dabei ist PETA, aber auch Demonstrationen anderer Orgas wie WWF und Greenpeace werden dokumentiert. Mehrheitlich wird mit Schock-Inszenierungen gearbeitet oder – bei PETA -: Sex sells! Aus der quälende Serie von Blut und Fleisch heraus sticht Greenpeace mit dem „Klimaschwein“ (Spitzenidee!) oder mit der Aktion „Adopt a bee“!

DN-Senf: Trotzdem: Phantasie, Kreativität, die andere Perspektive, Witz, Geist und das Durchbrechen von Konventionen und Rezeptionsgewohnheiten in der Öffentlichkeitsarbeit bleibt bei Tierschützern sowieso und bei Tierrechtlern ebenfalls zumeist auf der Strecke. In der Mehrzahl der Fälle wird auf maximale Schockeffekte abgehoben. Der Verbraucher aber mag nach bald 40 Jahren dieser Art der "Argumentation" nicht mehr.

 

TL207/14: 06.12.14: Mal wieder: Illegaler Handel mit Hundewelpen aufgeflogen

Die aho-Redaktion meldet einen weiteren Fall illegalen Hundehandels in Hamburg. Allerdings handelt es sich hier mutmaßlich nicht um den Handel unter dem Etikett des Tierschutzes. Betroffen sind Welpen der Rassen Französische Bulldogge, Mops und Chihuahua. In diesem Fall erfolgte auch eine Hausdurchsuchung, bei der acht Französische-Bulldogge-Welpen und zwei ältere Französische Bulldoggen sichergestellt wurden. Nett: Während der Hausdurchsuchung versuchte einer der Beschuldigten Beweismittel dadurch zu vernichten, in dem er einen Laptop in der Badewanne versenkte. Die beschlagnahmten Hunde befinden sich beim Hamburger Tierschutzverein.

 

TL206/14: 04.12.14: Warnwort Gnadenhof – Animal Hoarder: Auf den Betreuungsschlüssel kommt es an!

Zu TL204/14 noch eine passende Meldung hinterher. Wieder in Österreich! Kurier.at berichtet über einen weiteren Fall von Animal Hoarding: Frau hortete 140 Tiere! Und zwar gleich an zwei verschiedenen Standorten in Österreich und Ungarn. In diesem Fall sind auch Pferde betroffen.

Unabhängig von den Einzelfällen sei noch einmal darauf hingewiesen: Es kommt auf den Betreuungsschlüssel an! Spender, Tierfreunde und Unterstützer von entsprechenden "Tierschutz"-Projekten sollten in jedem Fall herausfinden, wie viele hauptamtliche (!) Betreuer für wie viele Tiere zur Verfügung stehen. Bei Hunden nimmt man als maximale und auch vom Gesetz gestützte Richtlinie: 1 Person für 10 Hunde. Dieser Richtwert ist nach Meinung der DN-Redaktion immer noch zu hoch. Mehr als fünf Hunden kann eine Person nach diesseitiger Auffassung nicht in dem Maße gerecht werden, welches das Label Tierschutz verdient! Aber wenn sich Spender wenigstens an diesem Wert orientieren würden!

Angebliche Tierschützer, die ihre Wasserträger (z. B. auf Facebook) glauben machen wollen, sie würden zu zweit hunderte von Tieren versorgen, sind vollkommen unglaubwürdig. Auch der Verweis auf angebliche ehrenamtliche Helfer und Unterstützer in der jeweiligen Tierhaltung ändert daran nichts. Denn auf diese kann sich der Betreiber nicht nur nicht verlassen. Sie sind meistens nicht entsprechend qualifiziert. Und vor allem können sie für ihr Tun nicht verantwortlich gemacht werden. In den meisten Fällen existieren diese gar nicht und werden als Schutzbehauptung angeführt.

Was in solchen Tierhaltungen tatsächlich abgeht, dokumentiert umfassend und durch Erlebnisberichte der Mitarbeiter die DN-Artikelserie Ralf Hewelcke (siehe Linkliste in Aua1316P). Nach Meinung dieser Redaktion liegt in jedem einzelnen Fall von Animal Hoarding unter dem Etikett Tierschutz ein Teil der Verantwortung auch bei denen, die solche krankhaften Tierschützer in welcher Form auch immer unterstützen! Entgegen landläufiger Auffassung handelt es sich um Animal Hording nicht erst dann, wenn die Tiere vernachlässigt, verwahrlost oder halb tot sind. Animal Hoarding ist das, was der Begriff besagt: das Horten von Tieren, zumeist unter der Schutzbehauptung Tierschutz. Den Begriff Animal Hoarding erst für den Vernachlässigungsfall zuzulassen ist ähnlich logisch, als Trunkenheit am Steuer erst dann für verwerflich zu halten, wenn es zu einem Unfall kommt. Das Horten von Tieren ist lediglich die Voraussetzung für die quasi zwangsläufig, früher oder später, krass oder milder auftretende Vernachlässigung der Tiere. Die Klassifizierung von Tierhaltungen als Animal Hoarding hängt ausschließlich und nur vom Betreuungsschlüssel ab, nicht aber vom Pflege- und Ernährungszustand der Tiere! 

 

TL205/14: 04.12.14: 21 Rinder erschossen - PETA erstattet Strafanzeige gegen Ordnungsamt

So ganz neu ist die Geschichte nicht (18.11.2014), aber der Boulevard in Deutschland (BILD-Zeitung) stürzt sich dankbar und schon mit dem ersten Fehler schon in der Überschrift auf den Vorgang: „21 Rinder erschossen: Tierschützer verklagen Ordnungsamt“. Typisch Boulevard: schlampig, reißerisch und falsch! Denn wie die weitere Berichterstattung belegt, handelt es sich nicht um eine (Zivil-)Klage, sondern die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hat Strafanzeige gegen das Rechts- und Ordnungsamt Rantzau erstattet, weil dieses den Abschuss von 21 entlaufenen Galloway-Rindern bei Elmshorn veranlasst hatte. Die Tiere gefährdeten nach Auffassung der Behörde den Verkehr auf der A23, nachdem sie aus ihrer Weide ausgebrochen waren. Mit einer zuvor eingeholten Ausnahmegenehmigung (gemäß BILD-Berichterstattung 20.11.14) ballerten dann herbeigerufene Jäger in einem 45 Minuten währenden Schlachtfest alle Rinder ab. Das wäre nicht nötig gewesen, sagt dazu Dr. Edmund Haferbeck von PETA: „Es hätte andere Möglichkeiten gegeben. Die Tiere wurden aus reiner Lust am Töten erschossen“ (Quelle).

Weitere Berichterstattung: hier, hier und hier.

 

TL204/14: 04.12.14: Warnwort Gnadenhof: Tierschützerin ließ 38 Hunde verhungern

Das Diktum vom „Warnwort Gnadenhof“ gehört zu einem der ersten auf DN - noch vor jeder Aua-Zählung! Bestätigt wurde diese DN-Warnung aus dem Jahr 2009 (!) dann von dem schier endlosen Skandal um den Gnadenhof M. und Barbara B. (vgl. Linkliste in Aua695) sowie dem Zarenhof-Skandal (vgl. Aua116). Das Problem mit den Gnadenhöfen ist strukturell, weil diese per definitionem nicht der Aufsicht der Fachbehörden unterliegen. Wie sich das allerdings in Österreich verhält, entzieht sich der Kenntnis dieser Redaktion. Trotzdem gilt die Warnung wohl auch dort, denn wie der Boulevard jetzt berichtet, habe eine bekannte österreichische Tierschützerin auf ihrem Gnadenhof 38 Hunde verhungern lassen. Tatort: Mayrhof, Oberösterreich. Was die Beamten bei einer Hausdurchsuchung dort vorfanden, bezeichnen sie als „Gruft des Grauens“: „Die verhungerten Hunde lagen teils skelettiert, teils mumifiziert und in Plastiksäcken versteckt in dem bis oben hin zugemüllten Bauernhof“ (Quelle).

Die dafür verantwortliche Tierschützerin sei früher „durchaus renommiert“ gewesen, heißt es im Artikel. Natürlich! Wie alle anderen auch: Barbara B., Gesa K. & Co. Nur: Wer vor dem Bekanntwerden des Skandals vor diesen Tierschützern warnt, dem passieren dann Dinge wie gerade in Aua1457 und den 45 anderen Artikeln der Serie beschrieben! Denn es gibt ganz eindeutige und klare Zeichen, woran man diese Art kranker Tierschützer, die auf Bergen von verhungerten Tieren sitzend ihre Spendenaufrufe in die Tastatur hacken, erkennen kann. Aber die Unterstützer und Wasserträger solcher Tierschinder wollen die Wahrheit gar nicht erkennen. Sie wollen sich ihren schönen Traum von der guten Tat nicht kaputtmachen lassen. Deshalb sehr eindrücklich an dem Krone-Artikel auch: „Vor dem Haus türmte sich das Futter“ – vermutllich die Spenden für die mutmaßliche Tierquälerin, die sich bei den strunzdummen Tierfreunden mit den üblichen Sprüchen beliebt zu machen wusste. Dieser Redaktion fällt ad hoc eine weitere Schreihals-Tierschützer-Massentierhaltung in Österreich ein, von der sich ähnliche Meldungen in absehbarer Zeit vorstellen lassen.

 

TL203/14: 03.12.14: PETA veröffentlicht Präsentation zum Konnex zwischen Welthunger und Fleischverzehr aus veganer Sicht

Mit eigener URL – www.erkenne-den-zusammenhang.de -, hochauflösenden Bildern, wenig Text und eindrücklichen Zahlen stellt PETA Deutschland e. V. den (angeblich) kausalen Zusammenhang zwischen Welthunger und Fleischverzehr aus Sicht der Tierrechtler dar. Der Argumentationsstrang ist gefällig, einfach, kurz und bekannt: 16 Kilo Getreide seien notwendig, um 1 Kilo Fleisch zu produzieren, was den Hungernden auf der Welt ihre Nahrung wegnehme. Auch interaktive Elemente bietet die Seite an: Per Schieberegler lässt sich das Verhältnis zwischen Fleischessern und hungernder Weltbevölkerung anschaulich machen. Die Präsentation mündet in den Appell: „Der Zusammenhang ist klar: Hilf mit, den Welthunger zu beenden“ plus Verlinkung auf veganes Marketing.

DN-Senf: Mit Gegenargumenten zu diesem verkürzt dargestellten Kausalzusammenhang braucht sich DN nicht zu verheben. Die sind einschlägig bekannt. Denn solange arme Länder arm sind und sich das in den Industrienationen produzierte Getreide gar nicht leisten können, wird sich an den globalen „terms of trade“ nichts ändern. Die Verkürzung der Problematik des Welthungers auf den Konsum von Fleischprodukten ist nach Meinung vieler Kritiker ein eigener Zynismus.

 

TL202/14: 03.12.14: Vermittlungsstopp über Weihnachten bei seriösen Tierschützern

Die Tagespresse bereitet den Konsumenten vor; die WAZ stimmt ihre Leser auf Weihnachten ein und vermeldet den weitreichenden Vermittlungsstopp der Tierheime im Pott: Tiere sind keine Geschenke – Tierheime stoppen Vermittlung. Das Tierschutzzentrum Dortmund kann sich dabei sogar auf ein demokratisches Votum stützen, wie Peter Hobrecht erklärt. Auch in Oberhausen, Duisburg und Bottrop ist in variierenden Zeitfenstern zwischen Weihnachten und Neujahr Vermittlungs-Karenz, um „Fehlentscheidungen“ bei den Übernehmern vorzubeugen. Ganz pfiffig bietet das Bottroper Tierheim Gutscheine an, die es dem Beschenkten selbst ermöglichen, sich dort nach einem Tier umzusehen.

DN-Senf: Von seriösen deutschen Tierheimen zu unterscheiden sind die Auslandsschlepper. Von denen sind solche Vermittlungsstopps bisher nicht bekannt. Aber deren Geschäft ist nach Angabe des Gesetzgebers ja auch der gewerbsmäßige Hundehandel und hat deshalb mit Tierschutz nichts zu tun.

 

TL201/14: 01.12.14: Doch anders? Focus behauptet: Zahl der Tierversuche gesunken

In TL174/14 hatte DN eine Meldung der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (Zeitung) aufgegriffen, in der unter Rückgriff auf eine Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft behauptet worden war, dass die Zahl der im Tierversuch getöteten Tiere 2012 gestiegen sei. Mit einer wichtigen Verschiebung der Aussage (NICHT die Zahl der getöteten Tiere, sondern die Zahl der Tierversuche selbst) gibt das Focus-Magazin am 30.11.2014 exakt die Gegenrichtung an: Weniger Tierversuche in Deutschland. Und dieses Mal beziehen sich die Angaben auf 2013. Das wäre dann auch ein Ergebnis gegen den Trend, denn: „In den zehn Jahren davor war die Zahl der Tierversuche dagegen kontinuierlich gestiegen. Der Rückgang jetzt erklärt sich vor allem dadurch, dass weniger Tiere für toxikologische Sicherheitsprüfungen gebraucht werden“ (Quelle).

DN-Senf: Angesichts eines Trends über zehn Jahre hinweg ist es erlaubt, den letzten positiven Hüpfer mal kurz zu vernachlässigen. Wenn trotz all der Aktionen von Tierschützern und Tierrechtlern in der Dekade davor die Anzahl der Tierversuche kontinuierlich gestiegen war, müsste man sich dann an der Ethikfront nicht so langsam einmal mit dem Thema Strategiewechsel beschäftigen? Okay, rhetorische Frage, denn offensichtlich funktioniert der Spendenfluss trotzdem. Und allein darauf kommt es an. Käme es nicht allein darauf an, ….

 

TL200/14: 01.12.14: Vogelgrippe: Plus 28.000 Hühner im niederländischen Zoeterwoude

Einen neuen kleinen Berg im Vogelgrippe-Tierkadaver-Gebirge vermeldet rp.online. Zu den 211.000 aufgrund von Vogelgrippe-Verdacht und/oder nachgewiesener Infektion mit dem gefährlichen Virus schon bisher gekeulten Mitgeschöpfen (vgl. Rechnung in TL189/14) kommen weitere 28.000 Hühner aus dem niederländischen Zoeterwoude hinzu. Es sei der fünfte Vogelgrippe-Fall in Holland. In Deutschland gilt inzwischen in einigen Bundesländern schon wieder die Stallpflicht für Geflügel: in Mecklenburg-Vorpommern sowie in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens, Brandenburgs, Schleswig-Holsteins und des Saarlandes. Das Friedrich-Löffler-Institut empfehle die Stallpflicht für alle Regionen mit hoher Wildvogeldichte.

DN-Senf: Der DN-Zähler steht jetzt bei: 239.000 toten Tieren. Ohne Petition. Ohne Mahnwache. Ohne Shitstorm!

 

TL199/14: 01.12.14: Süddeutsche.de: Die Veganerin in der Nervenheilanstalt

Texte aus der Rubrik „Wenn Tiere sprechen könnten“ verursachen schon vor dem Lesen einen unangenehmen Druck auf dem Solarplexus. Wenn sich jedoch die Süddeutsche.de zu einem solchen pur spekulativen Gedankenspiel hinreißen lässt, kann man ja wenigstens mal draufgucken: Was wäre wenn Tiere sprechen könnten. Darin erstellt Kathrin Zinkart ein fiktives Setting erfolgreicher Genmanipulation bei Tieren, welche diese zur Kommunikation befähigt. Ihr Resümee ist vorhersehbar: Das neue Artikulationsvermögen der Tiere habe kaum zu größerem gegenseitigen Verständnis geführt. Im Gegenteil: Die permanenten Einlassungen ihres sprechenden Huhns hätten die Veganerin Maria nach erfolgtem Geflügelmord in die Nervenheilanstalt geführt. Das ist in der fiktiven Konstruktion ein die Autorin diskreditierender Fehler, denn der Hard-Core-Veganer lehnt jede Haustierhaltung ab. Aber amüsant! Im weiteren Verlauf des Gedankenexperiments wird Zinkart dann sehr spekulativ-tendenziös bei ihren Mutmaßungen über die Empathiefähigkeit von Schweinen, von der auch ohne die Süddeutsch.de-Journalistin zu vermuten steht, dass diese mit den Konzepten „Tod“ und „Zukunft“ nichts anfangen können.

DN-Senf: Okay, ist das auch erledigt. 

 

TL198/14: 30.11.14: Tierschutzglosse im Manager-Magazin

Den völlig pervertierten „Tierschutz“ im Politgetriebe spießt Dietmar Student in einer kuschelig geschriebenen Glosse im Manager-Magazin auf: „Heute ein König, morgen eine Schnepfe“. Darin behandelt er den strategisch-argumentativen Einsatz von seltenen Tierarten zur Verhinderung von Großprojekten. Der satirische Kniff liegt in der fiktiven Behauptung, diese würden gezielt gezüchtet: „Das Aufziehen der Megavorhabenverhinderer ist ein einträgliches Geschäftsmodell und politisch korrekter als die Massentierhaltung von Schwein, Huhn oder Dalmatiner.“ Auch zur Artenvielfalt trägt der Autor bei und schlägt des Weiteren vor: die Asphalt-Amsel, den Trassen-Trällerer, die Gasrohr-Dommel sowie die Einflugschneisen-Schnepfe. Der abschließende Blick in die griechische Mythologie zeige allerdings, dass die Instrumentalisierung von Tieren für allgemeinpolitische Zwecke dann doch an gewisse Grenzen stoße.

Bei aller Freude an der geschmeidig geschriebenen Satire behält der Leser das <Cui bono?>, die Zielgruppe der Glosse,  im Hinterkopf: Manager!

 

TL197/14: 30.11.14: Geile Artikelüberschrift: „Flauschige Pelz für die faltigen Hälse reicher Zicken“

YES! Endlich einmal eine knallige Headline in der Tagespresse, deren Artikelüberschriften zu oft Einschläferungspotenzial haben. Die Gießener Zeitung berichtet über das von der kanadischen Regierung abgesegnete Abschlachten der Robbenbabys und überschreibt den auch sprachlich wie argumentativ ansprechenden Text mit 400.000 kanadische Robbenbabys auf der Schlachtbank: Flauschiger Pelz für die faltigen Hälse reicher Zicken. Wer schreibt? Jürgen Heimann! Dieser Autor scheint auch etwas tiefer in die komplexen Hintergründe zu blicken. Dass er einen derart emotionalen Text in der Tagespresse unterbringt, das ist schon bemerkenswert: „Und das alles nur, um irgendwelche pervertierten und künstlich erzeugten bzw. künstlich aufrecht erhaltenen Modetrends irgendwo auf der Welt zu befriedigen. Damit reiche Schicksen ihre faltigen Hämatom-bedeckten Hälse mit dem weichen, flauschigen Fell der gemeuchelten Kulleraugen schmücken, verwöhnte Jet-Set-Tussies oder sich selbst den besseren Kreisen zugehörig fühlende Geldtrampel ihre Schönheits-OP-gestählten Revuekörper darin einpacken können. Wir krank ist das eigentlich?“ Hoppala!

Und in diesem Stil geht es weiter: Die Pelzindustrie sei das grausamste Gewerbe der Welt. Im Kontext mit der Frage, was wir an der germanischen, tausende Kilometer vom Tatort entfernten Heimatfront dagegen tun können, zählt er die ritualisierten und seit Jahrzehnten wirkungslos bleibenden Aktivitäten der Tierschützer auf. Die Kapitalismuskritik des Artikels ist nicht zu überhören; das Verdikt gegen den genannten Aktionismus auch nicht. Am Schluss aber bleibt der schwarze Peter dort, wo er immer hingeworfen wird: beim pauschalisierten „Verbraucher“. Schade.

 

TL196/14: 29.11.14: Huffington Post veröffentlich unkommentiert PETA-Propaganda

Presserechtlich ist das nach Meinung von DN ein bemerkenswerter Vorgang: Die Huffington Post veröffentlich völlig unkommentiert PETA-Propaganda: 10 Argumente gegen eine vegane Ernährung. Ob es sich dem Leser tatsächlich erschließt, dass der gesamte Artikel von einem PETA-Mitarbeiter stammt, wie klitzeklein über dem Text zu lesen steht, ist fraglich. Die dort erhobenen Thesen werden durch keinerlei Quellenangaben belegt, wie auch ein Leserkommentar unter dem Artikel moniert.

Die völlig unkritische Übernahme von Veröffentlichungen von Tierschützern durch die HuffPo war schon in Aua1419 Thema; in Aua1420 satirisch aufbereitet. Die HuffPo hatte daraufhin versucht, die DN-Redaktion per E-Mail durch Anwaltsdrohungen einzuschüchtern (vgl. Aua1423). Ohne Erfolg. Und ohne weitere Interventionen durch die HuffPo. Also alles nur Show!

Wie journalistische Berichterstattung über das wichtige Thema geht, zeigt glücklicherweise und parallel die Augsburger Allgemeine.

 

TL195/14: 28.11.14: Australische Tierschützer: Kreativ und humorvoll gegen Entenjagd

Die Australier packen es, was deutschen Tierschützern soo unendlich schwer fällt: Ihre Botschaft positiv, anrührend und unter Verzicht auf grausame Bilder rüberzubringen! Statt die Menschen mit Schockbildern zu quälen, haben sie ohne großen Aufwand ein Video produziert, das sich inzwischen nach Meldung der werbewoche.ch zu einem Viralhit entwickelt habe und neun Tagen schon 1,8 Millionen mal geteilt wurde!

 

TL194/14: 28.11.14: TASSO: Auch gewerbliche Unternehmen wollen mit Tierschutz Knete machen

[Ironie on] Ungeheuerlich: Jetzt drängen gewerbliche Unternehmen in den Markt, um mit Tierschutz und Kuscheltieren Knete zu machen! TASSO e. V. warnt in einer Pressemitteilung vom 27. November 2014 vor „Abzocke mit vermissten Tieren“. (Wer lacht?) Ein Berliner Unternehmen nehme Kontakt mit Tierhaltern auf, deren Vier-Pfoten-Lieblinge sie verlassen haben, und biete Erstgenannten die Suche per Online-App an. Dabei berufen sich die Betrüger auf Tasso. Mit dem Verein zusammen sei dieses System entwickelt worden. Der verlassene Tierhalter werde aufgefordert, erst einmal 49 Euro zu überweisen. Das alles stimme aber gar nicht, weint meint Tasso.

Dem geschulten DN-Leser ist zu empfehlen, die TASSO-PM sehr aufmerksam zu lesen, damit ihm deren unterhaltsame Ambivalenz nicht entgeht. Etwa hier: „TASSO weiß, wie die Abzocker in der Regel an die Kontaktdaten der verzweifelten Halter von vermissten Tieren kommen: Im Internet durchsuchen sie systematisch Suchmeldungen zu vermissten Tieren, in denen private Kontaktdaten insbesondere Telefonnummern oder E-Mail-Adressen der Halter angegeben sind“ (Quelle). Zu blöd, diese „Abzocker“. Solche vielseitig verwendbaren Daten sucht man sich doch nicht selbst zusammen. Die lässt man sich zuschicken! Gut ist auch diese Stelle: „Wenn ein Anrufer Sie auffordert, Geld zu zahlen, damit Sie Ihr Tier wiederbekommen, können Sie von einem Betrugsversuch ausgehen“ (Quelle). Streicht man in dieser Äußerung bei "Ihr Tier wiederbekommen" das „wieder“, kommt man den Praktiken der Auslandsschlepper schon sehr nahe!

 

TL193/14: 28.11.14: Schweiz: Leckeres Rezept – Katzenwelpe mit Rosmarin und Thymian

Die Süddeutsche.de nimmt sich des Themas Verzehr von Hund und Katze bei den Eidgenossen an. Auch zu diesem Problem kann der Tierschutz auf eine eigene Aktivistin verweisen, mit der die Süddeutsche.de das Gespräch nicht nur suchte, sondern auch fand. Die 61 Jahre alte Tomi Tomek von SOS Chats kümmert sich um dieses wichtige Tierschutzanliegen. Wie sie selbst erzählt, praktiziert diese „Katenfreundin“ Animal Hoarding und berichtet ohne Hemmungen von 129 Katzen auf ihrem Bauernhof. Auch die häufig vorgebrachte Frage nach dem moralischen Unterschied zwischen dem Verzehr einer Katze und dem eines Kalbs/Kaninchen wird beantwortet: Für die Vegetarierin Tomek wäre der Verzicht auf das Verspeisen von Haustieren in der Schweiz ein erster Schritt hin zu größeren Zielen. Und womit schreiten die Tierschützer? Klaro: mit einer Petition!

Dankbar wird das Thema sofort von anderen Medien aufgegriffen, welche die exotische Ernährungsgewohnheit von etwa einem Prozent der Schweizer eskalierend auf das ganze Land ausdehnen: "Schweizer sind Katzenfresser".

 

TL192/14: 27.11.14: Affenschande: Wenn sich Spenden FÜR Tiere GEGEN den Tierschutz wenden

Die DN-Redaktion greift den Artikel der Osnabrücker Zeitung PETA kritisiert Riesen-Spende für Orang-Utan Buschi auf, weil der berichtete Vorgang anschaulich zeigt, wie sich Spenden, die angeblich für die Tiere akquiriert werden, im Grund gegen diese und den Tierschutz wenden. Es geht um eine Großspende für den Umbau des Menschenaffenhauses im ohnehin stark kritisierten Zoo Osnabrück. Sparkasse und Sparkassen-Stiftung in Stadt und Landkreis Osnabrück hatten dafür 200.000 Euro gespendet. PETA und die Tierschützer kritisieren das als „Mittel für den falschen Zweck“. Mit diesem Betrag ließen sich die natürlichen Lebensräume der Orang-Utans und Gibbons in Südostasien effektiv schützen. Osnabrück solle seine Menschenaffen stattdessen an Zoos abgeben, die über bessere Haltungsbedingungen verfügen. Zur Seite springt den Tierschützern in diesem Fall und sehr überzeugend der Allwetter-Zoo Münster, der zusammen mit dem Zoogegner-Verein Endzoo die Affenhaltung am Schölerberg ebenfalls scharf kritisiert hatte.

DN-Senf: Für diesen Fall lässt sich die Kontraproduktivität von Tierschutzspenden eindrücklich darlegen. Nach Meinung dieser Redaktion jedoch ist dieser Effekt mit einem Großteil der Spenden insbesondere für den angeblichen Auslandstierschutz verbunden. Am deutlichsten zeigt sich dies bei sogenannten Hilfsgütertransporten nach Osteuropa (vgl. dazu auch Aua914).

 

TL191/14: 27.11.14: Wohltuende Gerechtigkeit: Österreichische Hundehändler zu Haftstrafen verurteilt

Oe24.at verschafft dem authentischen Tierfreund mit der Meldung 2,5 Jahre Haft für Welpenhändler ein wohltuendes Gefühl von Gerechtigkeit. Zwar wurde im vorliegenden Fall noch nicht DAS österreichische Ehepaar verknackt, das unter dem Label Tierschutz derzeit ganz Deutschland mit Hunden überschwemmt, aber die Härte der österreichischen Justiz lässt hoffen. Verurteilt wurde ein Paar, das Welpen aus der Slowakei als Rassehunde vertickt hatte. Aufgedeckt hatte den Fall der Verein VIER PFOTEN. Ergebnis für die illegalen Tierschlepper: 2,5 Jahre „unbedingte Haft“. Also, liebe Tierfreunde, die sich nahezu wöchentlich bei dieser Redaktion melden und sich über das andere Ehepaar beschweren: Weiterhin schön Dokumente, Belege, Beweise, Aussagen und Screens sammeln. Irgendwann erwischt es die auch! Und wenn es dann so weit ist, finden österreichische Gerichte ganz offensichtlich zu härteren Strafen, als sie in Deutschland bekannt sind.

 

TL190/14: 24.11.14: Vogelgrippe erstmals bei Wildvogel in Europa nachgewiesen

Ein DN-Leser macht diese Redaktion auf einen ZEIT-online-Artikel vom 22. November 2014 aufmerksam, der dem Friedrich-Löffler-Institut Recht gibt und die Gefahr für die Wildvögel erhöht: Wieder in Mecklenburg-Vorpommern wurde eine Wildente geschossen, die mit dem H5N8-Virus infiziert war. Für den heutigen Montag habe Landwirtschaftsminister Schmidt deshalb eine Krisensitzung einberufen. Das sei das erste Mal, dass das Virus außerhalb von Nutztierbeständen nachgewiesen worden sei, heißt es weiter. Mecklenburgs Minister Backhaus spricht von einem „europaweiten Seuchengeschehen“. Geflügelhalter werden schon wieder aufgefordert, ihre Tiere in den Ställen zu lassen, was insbesondere für Biobetriebe und private Geflügelhalter ein teilweise unlösbares Problem darstellt, wie aus der Vergangenheit bekannt ist.
Auf den neuen Fund rekurriert auch ein aktueller Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Den zuletzt völlig am Boden liegenden Geflügelpreisen könnte diese Seuche wohl bekommen?

Die DN-Redaktion bleibt aber trotz dieser beunruhigenden Meldung bei ihrer Loyalität gegenüber dem Wissenschaftsforum aviäre Influenza. Dort wird in einem offenen Brief behauptet: „Weder die Rechtslage noch  wissenschaftliche Erkenntnisse rechtfertigen reflexhaftes Keulen, wie in Mecklenburg-Vorpommern und vielen anderen Fällen geschehen. Im Gegenteil: Im Vergleich mit rigoroser Quarantäne erhöhen großflächige Keulungen das Risiko einer Viren-Ausbreitung“ (Quelle).

DN-Senf: Sobald man etwas tiefer in dieses für DN eigentlich eher abseitige Thema einsteigt, stößt der Interessierte auf dieselben Strukturen und Fragen wie sonst auch: Hunderttausendfaches Keulen ist gar nicht unbedingt notwendig, rechtlich gegeben und im Seuchenmanagement sinnvoll? So zumindest liest diese Redaktion den offenen Brief des WAI? Oben war aber schon einmal festzustellen, dass zu den positiven Effekten der Vogelgrippe die Preiserholung am Markt gehören könnte? Zu welchen schrecklichen Schlüssen werden solche Fragen führen?

 

TL189/14: 23.11.14: Neue Höhen im europäischen Vogelgrippe-Tierkadaver-Gebirge

Der tägliche Abgleich zwischen der ausbleibenden Reaktion auf die Tierleichenberge der Massentierhaltung und den hysterischen Anfällen der Tierschützer im Kontext mit Straßenhunden macht dieser Redaktion weiterhin große Freude. Zu den 150.000 gekeulten niederländischen Hühnern aus TL179/14 kamen in TL185/14 dann noch einmal 43.000 Legehennen hinzu. Für das Tierkadavergebirge in Holland dürfen wir nach rp.online nun weitere 8.000 gekeulte Enten in der Stadt Barneveld hinzuzählen. Auch rp.online rechnet mit (und DN hat irgendwo 10.000 verpasst!): „Damit steigt die Zahl der getöteten Vögel auf 211.000, nachdem in den vergangenen Tagen das Virus H5N8 in drei Geflügelbetrieben nachgewiesen wurde. Es müsse alles unternommen werden, um einen Ausbruch der Vogelgrippe wie 2003 zu verhindern, hieß es in der Erklärung der Regierung. Damals waren 30 Millionen Hühner gekeult worden“ (Quelle). 30 Millionen! Das ist doch mal eine Vorgabe!

Dieser Zielmarke nähert sich die Katastrophe durch Grenzüberschreitung. Die Frankfurter Rundschau vermeldet einen neuen Vogelgrippe-Fall in Meck-Pomm: Nein, es handelt sich nicht um die 31.000 gekeulten Mastputen in Heinrichswalde, sondern es geht um einen neuen Fall im Landkreis Vorpommern-Rügen, zu dem aber der FR-Artikel noch keine Zahlen benennt. (Schade!)

DN-Senf: Bitte beachten: Auch hier wieder wird die These vom Friedrich-Löffler-Institut vorangetrieben, die Wildvögel seien für die Übertragung verantwortlich. Neuerlich kein Wort von der Expertise des Wissenschaftsforum Aviäre Influenza (vgl. TL184/14), die den Zusammenhang zwischen der Ausbreitung der Vogelgrippe und dem globalen Handel mit Geflügel sowie der Massentierhaltung herstellt. Diese Redaktion wartet nur noch auf eine Initiative der Jäger, alle Wildvögel abzuknallen. Doch zurück zur Schaschlik-Ethik, dem Herumdoktern an Symptomen und den wirklich wichtigen Tierschutzaufgaben. Die Große Mutter bewahre die rührigen Tierschützerlein vor der Erkenntnis des Gesamtzusammenhangs! 

 

TL188/14: 22.11.14: Sympathisch und mutig: Züricher Gourmettempel sperrt Pelzträger aus

Das Haus Hiltl in Zürich vermarktet sich selbst als „erstes und führendes vegetarisches Haus der Welt“. Hier habe der Veganismus den Sprung vom „Wurzelbunker zum Gourmettempel“ geschafft. Pelzträgern jedoch wird dort der Zutritt verweigert, wobei die Kategorisierung als „Pelzträger“ schon bei Kapuzen und anderen Echtpelz-Accessoires beginnt. Mit dieser mutigen Marketingmaßnahme hat es das Unternehmen zu einer Berichterstattung in der Schweizer BILD-Zeitung geschafft.

 

TL187/14: 22.11.14: Hessischer Rundfunkt YouFM öffnet die Büchse der Pandora: Zoophilie im Rahmen der ARD-Themenwoche Toleranz

Der Hessische Rundfunk hat im Rahmen der ARD-Themenwoche Toleranz auf seinem Jugendradiosender YouFM das brisanteste Tierschutzthema ever aufgegriffen: Zoophilie! Dazu gab es am vergangenen Dienstag eine Sendung, die für reichlich Sprengstoff gesorgt hat. Ein 29 Jahre alter Zoophiler berichtete dort über seine sexuellen Beziehungen zu Hunden. Bei der anschließenden Diskussion (Kommentare unter dem Beitrag) musste die Redaktion mehrfach Postings löschen, welche gegen die Netiquette verstießen. Der Vorgang als solcher – das Einpflegen des Themas Zoophilie in die Toleranzdiskussion bei einem öffentlich-rechtlichen Sender - führte jetzt auch zu einer Berichterstattung auf Focus online. Dort kritisiert die Deutsche Gesellschaft zum Schutz des Hundes e. V.: „Tausende Menschen traumatisieren Tiere tagtäglich durch sexuelle Handlungen“ und bewertet es als „Unverschämtheit“, dass die ARD dem Thema eine Bühne bietet.

Hinweis: Dieser Blog hat umfassend die Methoden dokumentiert, mit welchen die Tierschützer bei dem schwierigen Thema Zoophilie agieren. Die kritische Dokumentation dieses teilweise faschistoiden Terrors führte zu der Verleumdung von DN als pro-zoophil (Abgrenzung dazu in Aua1321P, Aua1322P). Mit welchem Methoden sogenannte Tierschützer gegen Zoophile vorgehen, dokumentieren die DN-Artikelserien: Menschenjagd in Welver (Linkliste in Aua766a) sowie Zoophilenhetze außerhalb von Recht und Gesetz (Linkliste in Aua1061). Über zwei Jahre hinweg hatte diese Redaktion mithin Gelegenheit zu beobachten und teilweise am eigenen Leib zu erfahren, welches unglaubliche Leid fanatisierte Tierschützer zu diesem Thema über Menschen zu bringen in der Lage sind, ohne dass deren Agitation am Thema selbst oder an der Situation der davon betroffenen Tiere irgendetwas ändern würde! DIESEN Aspekt hätte man der ARD-Themenwoche Toleranz zuschlagen können!

 

TL186/14: 21.11.14: Österreich: Kann eine Mörderin Tierschutz-Ombudsfrau sein?

Die Doppelmoral der Tierschützer macht ja vor nichts mehr halt. In Österreich ist es offensichtlich sogar möglich, dass eine praktizierende Jägerin als „Tierschutz-Ombudsfrau“ firmiert. Das österreichische Onlinemagazin XLarge.at greift diese Verlogenheit auf und diskutiert die Frage am Beispiel der aktiven Jägerin und Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck. Das Fazit: „Die einstige Amtstierärztin und Tierschutz-Ombudsfrau der Steiermark, Dr. Barbara Fiala-Köck, ist mit Sicherheit keine Mörderin nach dem Strafgesetzbuch, aber ein moralisches Garant für den widersprüchlichen Spagat zwischen Tierschutz und Jagdfieber, das in Kreisen der Jägerschaft als sportlicher Ausgleich gesehen wird“ (Quelle).

DN-Senf: Die umständliche  Wendung „moralisches Garant für den widersprüchlichen Spagat“ fasst DN dann prägnant in: Verlogenheit und Doppelmoral der Tierschützer! (In Deutschland heißt es übrigens: DER Garant.)

 

TL185/14: 21.11.14: Vogelgrippe: Weitere 43.000 tote Tiere ohne Petition

Da errichten sich ganze Gebirge toter Tiere, ohne dass eine einzige Kerze im Internet für die lieben Verblichenen entzündet würde! Dabei würde die derzeitige explosionsartige Nachfrage der Kerzenindustrie sicherlich guttun. Rp.online jedenfalls vermeldet 43.000 gekeulte Legehennen in einem weiteren Betrieb in den Niederlanden aufgrund des Verdachts der Infektion mit Vogelgrippe. Das Virus konnte zwar als H5-Variante klassifiziert werden, nähere Bestimmungen jedoch liegen noch nicht vor. Der Rp-online-Artikel verbreitet (leider) auch die These des Friedrich-Löffler-Instituts von Wildvögeln als potenzieller Überträger. Dieser Auffassung widersprechen die Experten des Wissenschaftsforum Aviäre Influenza (vgl. TL184/14).

DN-Senf: Es ist interessant zu beobachten, dass viele Medien diese weniger bequeme Expertenmeinung, welche gleichzeitig den weltweiten Geflügelhandel und die Massentierhaltung kritisiert und als Verursacher benennt, in ihrer Berichterstattung unterschlagen. Lieber nimmt man die wehrlosen Wildvögel in Haftung! Es ist eben auch wichtig, Bürger und Verbraucher noch nicht einmal ansatzweise auf die Idee zu bringen, dass dies massive gesundheitliche Bedrohung unter der Überschrift "Vogelgrippe" wie auch der enorme wirtschaftliche Verlust keine aus der Luft herbeifliegenden Schicksalsschläge oder Abgefeimtheiten eines Virus sind, sondern direkter Folge unseres rücksichtslosen und ethikfreien Umgangs mit Tieren! 

 

TL184/14: 20.11.14: Weltweiter Geflügelhandel und Massentierhaltung als Ursache der Vogelgrippe

Politik und Wirtschaft haben offensichtlich kein Problem damit, hunderttausende von Tieren unter dem Verdacht der Vogelgrippe zu keulen. Die zahlreichen Meldungen der letzten Wochen belegen das (z. B. TL171/14, TL179/14). Als Überträger des gefürchteten H5N8-Virus kamen jetzt schon die armen Zug- und Wildvögel in Verdacht, gestützt durch die Thesen des Friedrich-Loeffler-Instituts. Dem widersprechen die Forscher des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza, wie eine Pressemitteilung des NDR vermeldet. Die Untersuchung von hunderttausenden von Wasservögeln habe das Virus noch nie nachweisen können. Stattdessen vermuten diese Experten den weltweiten Handel mit Vögeln und Vogelprodukten als Übertragungsweg. Die Forderungen dieser Wissenschaftler koinzidieren mit denen des Tierschutzes: Stopp des weltweiten Geflügelhandels und das Ende der Massentierhaltung.
Auch der NABU spricht sich gegen die These der Einschleppung durch Wildvögel aus: hier! Derweil halten weitere Virusvarianten reiche Ernte: SPIEGEL online vermeldet Seehundsterben in Niedersachsen aufgrund des Vogelgrippe-Erregers H10N7!

DN-Senf: [Ironie!]Das alles jedoch lenkt nur unnötig Aufmerksamkeit von den wirklichen Problemen dieser Welt wie die Tötung der Straßenhunde in Rumänien ab ...

 

TL183/14: 19.11.14: Mario Aßmanns politisches Rowdytum ist eine schwere Belastung für das Tierheim Zossen

Über die Nöte der Stadt Potsdam, die sich für ihre Fundtierverwaltung nach dem Konkurs des Beelitzer Pfötchenhotels einen neuen Partner suchen musste (vgl. TL95/14), hatte DN schon berichtet. Schlussendlich fiel die Wahl auf das Tierheim Zossen (vgl. TL176/14). Ob dieses Tierheim mit diesem Trägerverein und dem dort in der Mitgliederversammlung im April 2014 installierten Vorstandspersonal, das sich zum Großteil aus dem mehr als umstritten Verein Aktion Tier rekrutiert, tatsächlich seriöser Partner für eine Landeshauptstadt sein kann, dazu bestehen nicht nur bei dieser Redaktion erhebliche Zweifel. Der Trägerverein des Tierheims, Verein der Tierfreunde schützende Hand e. V.,  beantwortet ja noch nicht einmal Presseanfragen (vgl. Pav1). Erster Vorsitzender dort ist Mario Aßmann

In dem Artikel „Potsdamer Fundtiere kommen nach Zossen“ der Märkischen Allgemeinen Zeitung greift Ildiko Röd auch auf die DN-Berichterstattung über Mario Aßmanns mehr als grenzwertige Propaganda im Rahmen seiner Kandidatur für die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (Afd) im Frühjahr 2014 zurück. Ausgerechnet auf dem Facebook-Account des Tierheims Winkwitz hatte Aßmann – nach Meinung dieser Redaktion - verfassungsfeindliche Äußerungen über die etablierten Parteien in Deutschland getätigt, die seiner Meinung nach wie Ratten mitsamt dem Schiff zu versenken seien (vgl. Aua1244). Erst nach dem DN-Artikel richtete Aßmann sich für seine grenzwertigen politischen Parolen einen separaten Facebook-Account ein. Dort ging es dann aber in demselben Stil weiter: Mario Aßmann lobte den Tierquälerin-Verteidiger und bekannten Verschwörungstheoretiker Andreas Popp, Wissensmanufaktur (vgl. Aua1295P) und legte mit seiner bekundeten Nähe zu einem szenebekannten Hassprediger, gegen dessen Verleumdungen rund 30 Gerichtsurteile und –Beschlüsse vorliegen, ein weiteres Bekenntnis gegen den Rechtsstaat ab.

Zu Aktion Tier vgl. auch die Linksammlung am Ende von Aua1247P. Aktion  Tier ist Partner des Tierheims Zossen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen, DZI, bekannt durch das Spendensiegel, warnt ausdrücklich vor Aktion Tier und stuft den Verein als "nicht förderungswürdig" ein! Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) führt Aktion Tier auf der Liste der Organisationen, die in Rheinland-Pfalz keine Mitglieder werben dürfen. Der Verein hatte nach einer sammlungsrechtlichen Überprüfung der ADD seinen diesbezüglichen Antrag vorsorglich zurückgezogen (Statusmeldung). 

Der aktuelle Artikel in der MAZ nimmt Bezug auf die Äußerungen des Potsdamer Oberbürgermeisters Jann Jakobs (SPD), der sich extrem kritisch über die AfD geäußert haben soll. Umso verwunderlich ist es dann, dass die Stadt Potsdam einen Fundtiervertrag mit einem Tierschutzverein abschließt, dessen erster Vorsitzender bekennendes Parteimitglied ist und seine Tätigkeiten im Tierschutz (FB-Accounts des Tierheim Winkwitz) dazu missbraucht, die menschenverachtenden Parolen seiner Partei zu verbreiten. Allerdings verrät die MAZ ebenfalls, dass der Potsdamer Stadtverwaltung diese brisanten Äußerungen von Aßmann bis vergangenen Montag gar nicht bekannt waren. Abgesehen von der politisch problematischen Personalie Aßmann ist auch die Verbindung des Tierheims Zossen zu Aktion Tier für die Stadt Potsdam relevant. Immerhin handelt es sich hierbei um einen nicht gemeinnützigen Verein, der von den einschlägigen Behörden und Institutionen wahlweise als "nicht förderungswürdig" angesehen wird bzw. einer sammlungrechtlichen Überprüfung nicht standhält. Und Gelder für die Fundtierverwaltung sind Steuergelder!

 

TL182/14: 18.11.14: Das Wunder von Wunsiedel: Gelungene Neonazi-Verarsche

Bei dem Stichwort „Wunsiedel“ denkt der DN-Leser eher an dies hier: Aua1110 (sowie Linkliste der gesamten Artikelserie in Aua1350)! Eine erfreulichere Konnotation erhält die Ortsbezeichnung durch die gelungene Neonazi-Verarsche, den Dumpfbacken bei ihrem jährlichen Aufmarsch in Wunsiedel erfolgreich einen Spendenauflauf an die Springerstiefel zu tackern, dessen Zweck sich gegen sie selbst richtet (Bericht). Denn die Spenden kommen der Neonazi-Aussteigerorganisation EXIT Deutschland zugute. Das jedoch erfuhren die Geschichts- und Verfassungsvergessenen erst am Ende ihres Marschs.  Zu der erfolgreichen Verlade wurde ein Videoclip gedreht, der sich inzwischen zum Viralhit entwickelt habe (auch hier). Wenn das der Föhrer wüsste ...

 

TL181/14: 18.11.14: Relevanz statt Firlefanz: Auch für den Tierschutz wünschenswert

Da geht dem Hirnträger das Herz auf: Meedia AG vermeldet über das neue Sozial Media THIS, dort dürften Mitglieder pro Tag nur einen Link teilen. Oh, Herrlichkeit! Begründet wird dies mit dem Offensichtlichen: „Je mehr Link-Tipps, Storys und vermeintliche Info-Schnipsel von Freunden, Kollegen und Kontakten geteilt und geliked werden, desto mehr drohen die wirklich interessanten Verweise unter dem ganzen Social-Media-Müll verschütt zu gehen“ (Quelle). Dadurch solle ein Ort für wirklich werthaltige Informationen und Gedanken geschaffen werden.
(Aha: Das Konzept von DN geklaut!)

 

TL180/14: 18.11.14: Huffington Post berichtet lesenswert über die Messe EuroTier

Abseits der in der Tagespresse üblichen Wendungen und Floskeln berichtet die Huffington Post in dem lesenswerten Artikel „Friede, Freude, Spaltenboden – Das schmutzige Geschäft auf der Messe EuroTier“ über die Marketingstrategien der Tierausbeutungsindustrie. Abgesehen von der eindrücklichen Beschreibung des dort ausgestellten Folterinstrumentariums ist der Hinweis auf die Indoktrination von Kindern und Schülern aufschlussreich. Eigene Marketingunternehmen der Tierverwerter entwickeln Broschüren für Schulen und Lehrer, welche die Lüge von glücklichen Tieren in maximaler Entfernung zur Realität zementieren sollen. Die Autorin Dr. Friederike Schmitz, "Tierethikerin, Autorin", weist ausdrücklich auf das dabei vermittelte reduzierte Bild vom Tier hin. Als ob Tierwohl allein von der Verfügbarkeit von Wasser und Futter abhänge.

 

TL179/14: 17.11.14: 150.000 Tiere getötet, aber Schweigen im Tierschutzwalde

Derweil sich deutsche Tierfreunde primär um Straßenhunde in Rumänien grämen und sich dazu die einschlägigen publizistischen Schlachten liefern, gingen im Nachbarland Holland mal eben 150.000 Hühner über die Wupper. So berichtet es der SPIEGEL. Es wird immer besser mit dem massenhaften Keulen von Nutzvieh, denn in diesem Fall wurde noch nicht einmal angegeben, welcher der HXNY-Sowieso-Erreger festgestellt wurde. Das lässt nichts Gutes ahnen! Die Variante H5N8 zum Beispiel ist auch auf Menschen übertragbar. [Ironie an:] Und Steuerungsmechanismen, die zuerst völlig hysterische Tierfreunde mit Angelambitionen und NPD-Freunden mit diesem Virus bekannt machen würden, sind bisher noch nicht gefunden! Wären jedoch 150.000 rumänische Straßenhunde so einfach mal auf Verdacht hin getötet worden, das hätte vermutlich den Dritten Weltkrieg ausgelöst! Aber Geflügel hat einfach weniger Sympathiewerte und Tierschützer schlicht unendlich viel mehr Doppelmoral! Hunde raus aus Deutschland: Übernehmen  Sie!

 

TL178/14: 17.11.14: Der bekannte Tierarzt Dirk Schrader reitet scharfe Attacke gegen Kollegen

Nachdem DN es ja gestern erst gewagt hat, sich mit dem „informativsten Internetportal für Mensch und Hund“ anzulegen (vgl. Aua1448), hier gleich wieder ein Gutti: Der Hamburger Tierarzt Dr. Dirk Schrader, der für seine Tierärztekritik berühmt ist, reitet eine scharfe Attacke gegen diejenigen Kollegen, die armen Hundehaltern auch in ungünstigen Fällen eine scheißteure Kreuzband-OP andienen: hier. Dabei warnt er vor allem vor der OP-Technik Fasciendopplung bei Hunden über zehn Kilo Körpergewicht. Namentlich attackiert er den Kollegen Brunnberg von der Uni Berlin.
Schrader publiziert auch regelmäßig auf dem „informativSTEN Internetportal für Mensch und Hund“, Hounds & People.

 

TL177/14: 16.11.14: Ein nicht ganz blödes Gedankenspiel: Tiere in die Freiheit entlassen

DN verkneift sich an dieser Stelle den stereotypen Gag über denkende Österreicher. Einen interessanten und gesamtethisch angelegten Versuch in dieser Richtung macht die Tiroler Tageszeitung in dem Artikel „Tiere in die Freiheit entlassen“ von Bernhard Kathan. Entlang der dieser Redaktion gar nicht bekannten angeblichen Forderung von Tierrechtlern, alle Nutztiere am Tag X in die Freiheit zu entlassen, kommt er mit seinem Gedankenspiel dazu zu eindrücklichen Ergebnissen. Besonders schön ist das Beispiel von dem Gastwirt, den Ziegen und der Moderhinke! Dieses Phänomen übrigens rangiert auf diesem Blog unter dem Stichwort Dilettantentango. Kernsatz des Artikels: „Aber die Vorstellung, Tiere würden frei und glücklich sein, wären sie aus der Abhängigkeit vom Menschen entlassen, ist reichlich naiv und spiegelt auch die große Entfremdung von der Natur. Die Natur ist alles andere als ein Paradies“ plus den tiefwahren und phantastischen Schlusssatz: „Begriffe wie <Glück> oder <Freiheit> lassen sich auf Tiere nicht anwenden.“

 

TL176/14: 14.11.14: Stadt Potsdam vergibt Fundtierverwaltung an das Tierheim Zossen

Eine neue Blüte im täglichen Tierschutz- und sonstigen Politik-Wahnsinn: Die Stadt Potsdam vergibt die Fundtierverwaltung – ausgerechnet – an das Tierheim Zossen (vgl. Pav1), wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten hier berichten. Einen neuen Verweser für die kommunale Pflichtaufgabe zu finden war notwendig geworden, nachdem das Beelitzer Pfötchenhotel in Konkurs gegangen war (vgl. TL95/14). In der damaligen Berichterstattung zum Konkurs war als Alternative für die Fundtierverwaltung auch vom Tierheim Kremmen, ergo: Ralf Hewelcke, die Rede gewesen (vgl. gleichnamige DN-Artikelserie; Linkliste in Aua1316P). Stattdessen nun erhält den attraktiven Zuschlag das Tierheim Zossen, dessen Führungsmannschaft zu der nicht gemeinnützigen Aktion Tier gehört! Jetzt sollen Fundtiere der Landeshauptstadt Potsdam in einem 50 Kilometer entfernten (!) Tierheim verwaltet werden. Eine Zumutung für die Bürger und ein ökologischer wie ökomomischer Wahnsinn, wenn jeder Katzenfinder 100 Kilometer weit fahren muss/müsste, um das Fundtier dort unterzubringen, oder im Tierheim Zossen nachzusehen, ob sich sein entlaufener Liebling dort befindet. Damit gelangt die Fundtierverwaltung der Stadt Potsdam in die Hände eines undurchsichtigen Vereins, der noch nicht einmal Presseanfragen beantwortet (vgl. Pav1), dessen erster Vorsitzender Mario Aßmann sich am rechten Rand politisch engagiert (vgl. Aua1295P) und dessen übrige Funktionsträger ebenfalls zu dem nicht gemeinnützigen und mehr als umstrittenen Verein Aktion Tier gehören (vgl. Linkliste am Ende von Aua1331).

 

TL175/14: 13.11.14: Tierschützer, aufgepasst: Verhältnismäßigkeit von Tierarztkosten

Welche Unsummen Tierschützer für die tierärztliche Behandlung von Nicht-Besitzer-Hunden auszugeben bereit sind, treibt den Szenebeobachter gelegentlich in die blanke Verzweiflung. Deshalb ist es informativ, einmal zu verfolgen, wie deutsche Gerichte denn diese Verhältnismäßigkeit – zumindest in Bezug auf Besitzerhunde - bewerten. Zu einem illustrativen Fall in Norddeutschland berichtet die NWZ online: Im vorliegenden Fall geht es um eine Mischlingshündin aus dem Tierheim, die von einem als „Wolfshund“ bezeichneten kaniden Gewalttäter zusammengebissen worden war. Den Opfer-Besitzern war die Behandlung ihres Familienmitgliedes 4.000 Euro wert, die nun aber die gegnerische Versicherung nicht vollständig übernehmen wollte. Und auch der Wolfshund-Besitzer verweigerte seinen Kostenanteil. Die Richter am Oldenburger Landgericht wollten sich persönlich einen Eindruck verschaffen und ordneten das Erscheinen der aufwendig wieder hergestellten Hundedame vor Gericht an. Entschieden wird der Fall aber erst am 10. Dezember 2014.

 

TL174/14: 13.11.14: [Ironie!] Soo wirkt Tierschutz: Zahl der Versuchstiere 2012 gestiegen

Für diese Rubrik verzichtet DN üblicherweise und möglichst auf die Ironie. Aber wie will man folgende Meldung anders als ironisch abhandeln? Die Hessische Niedersächsische Allgemeine hat sich die Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hinsichtlich des „Verbrauchs“ von Versuchstieren angesehen. Dort lässt sich für das Jahr 2012 eine Steigerung von fast sechs Prozent entnehmen. Endlich wurde die Drei-Millionen-Marke „verbrauchter Tiere“ geknackt: 2,2 Millionen Mäuse, 418.000 Ratten, 166.000 Fische und 97.000 Kaninchen. Doch Tierfreunde und Tierrechtler, die Unterstützer und Wasserträger der einschlägigen Orgas lassen sich von solchen Fakten selbstverständlich nicht beeindrucken und gehen – seit rund 40 Jahren – stur denselben Weg: Empörung, Demonstrationen, Aktionismus … nur nicht an den Grundfesten dieser zivilisatorischen Bankrotterklärung rütteln! (Vgl. dazu auch Aua1365P).

 

TL173/14: 10.11.14: Peter Arras stellt die richtigen Fragen: EU-Subventionen für Fleischproduktion anprangen statt die Gesellschaft zu veganisieren

Schon seit geraumer Zeit angenehm auf fällt dieser Redaktion der Tierrechtler Peter Arras. Der setzt den bekannten und ermüdenden Appellen der Vegan-Fraktion den Hinweis auf die EU-Milliarden entgegen, mit denen die qualvolle Überproduktion von Fleisch subventioniert wird. Arras ist der einzige dieser Redaktion (auch persönlich) bekannte Tierrechtler, der die wirtschaftlichen Zusammenhänge hinter dem Horror beleuchtet und die richtigen Fragen stellt. Wie hilflos die führenden Köpfe der Vegan-Bewegung auf diese Fragen reagieren, dokumentiert er ebenfalls. Aktuell etikettiert er die Naturschützer als die besseren Tierschützer, weil Letztgenannte mit der „Veganisierung der Gesellschaft“ beschäftigt seien anstatt den Subventionsirrsinn anzuprangern. Dabei greift er in der aktuellen Pressemitteilung einen über zwei Jahre alten Artikel in DIE WELT auf, der die SWR-Dokumentation „Schweine für den Müllcontainer“ zum Gegenstand hatte. Arras ist Reptilienexperte und einer der wenigen Tierrechtler, die sich seit Jahrzehnten in der Szene behaupten. Er ist Einzelkämpfer und hat seinen Ruf nicht durch zu große Nähe zu windigen Orgas riskiert. Seine frühere Privatinitiative AKT Konsequenter Tierschutz hat er 1994 in eine gGmbH umgewandelt.

Nachtrag: Durch einen DN-Leser darauf aufmerksam gemacht, distanziert sich die DN-Redaktion ausdrücklich noch einmal von dem von Arras verwendeten Ausdruck in oben verlinktem Brief vom "Holocaust an Tieren".

 

TL172/14: 08.11.4: Großbritannien: Konflikt zwischen Pelzindustrie und Pelzgegnern spitzt sich zu

Pelz! Auch noch so eine unendliche Leidensgeschichte der Tiere, die kein Mensch braucht! In Großbritannien spitzt sich jetzt der Konflikt zwischen Pelzgegnern und denen, die damit ihr Geld verdienen, zu. Wie der (?) Branchendienst (?) Fashionunited berichtet, will die Kaufhausgruppe Harvey Nichols eine gerichtliche Verfügung erwirken, die es Pelzgegnern untersagt, sich überhaupt nur den Geschäften zu nähern oder sie zu betreten. Die Luxus-Kaufhauskette hatte nach jahrelanger Abstinenz wieder Pelzprodukte in ihre Produktpalette aufgenommen.

 

TL171/14: 07.11.14: Vorpommern: 31.000 Tiere werden getötet und keinen Tierfreund interessiert das

Nirgends tritt die ekelhafte Doppelmoral der Tierschützer offener zutage als in den ausbleibenden Reaktionen auf die Exzesse in der Nutztierhaltung. Derzeit geht ein riesen Geheule durchs Internet wegen der Warmsanierung des rumänischen Tierheims Danyflor (hier). Für die 31.000 Puten in Vorpommern, die aufgrund des Verdachts einer Infektion mit dem Influenzavirus H5N8 gerade gekeult (= getötet!) werden (hier), interessiert sich keiner dieser verlogenen Tierfreunde! Stattdessen gehen wilde Aufrufe durchs Internet, mit entsprechenden Spenden dem verbrecherischen Betreiber des früheren Tötungsheims in Rumänien eine Fortsetzung seines skrupellosen Geschäfts zu ermöglichen. Bildeindrücke dazu, was die Hunde in Danyflor verloren haben, finden sich hier.

 

TL170/14: 07.11.14: Hamburger Institut für Sozialforschung: Das Schwein als Mitglied unseres politischen Gemeinwesens

Pro-vegane Argumente erhalten immer dort besonderes Gewicht, wo sie dem Konsumenten von nicht veganer Seite unterbreitet werden. So geschehen in einer wissenschaftlichen Publikation des bekannten Hamburger Instituts für Sozialforschung. Die zentralen Thesen dieser beschäftigten sogar den Deutschlandfunk. Derlei Beiträge zu der wichtigen gesellschaftlichen Diskussion über unseren Umgang mit „Nutztieren“ bügeln den Schaden, den die Achim Stößers dieses Landes der Tierrechtsidee zufügen (vgl. Aua1442) vielleicht wieder ein wenig aus?

 

TL169/14: 05.11.14: Verbandsklagerecht für Tierschützer sorge für sozialen Unfrieden

Da hat aber jemand Bauchschmerzen: „Jemand“ sind Städte, Gemeinde und Landkreise in Niedersachsen, die gemäß einer aktuellen AHO-Meldung durch das geplante Verbandsklagerecht für Tierschützer den sozialen Frieden in Gefahr sehen. (Welcher soziale Friede?) Die Bedenkenträger haben ziemlich schlau herausgefunden, dass sich Tierschutzverbände womöglich als „Anwalt der Tiere“ verstehen könnten. Eiderdaus! In bekannter Umkehrungsstrategie wird des Weiteren behauptet, die Legimitierung solcher Anwälte der Tiere schade dem Tierschutz. Das ist so ähnlich wie bei den Jägern: Sollen deren Hobby-Tötungen vom Gesetzgeber begrenzt werden, kommt auch stets das unerschrocken paradoxe Argument, das schade Tier und Natur. Das umstrittene Gesetz in Niedersachsen befindet sich noch bis Mitte November 2014 in der sogenannten Verbandsanhörung.

 

TL168/14: 04.11.14: Deutscher Tierschutzbund ruft zum ALDI-Boykott auf

Eine neue Billigpreisrunde für Milch- und Fleischprodukte beim Discounter ALDI nimmt der Deutsche Tierschutzbund (DTB) zum Anlass, über eine Pressemitteilung auf den Zusammenhang zwischen den massiven Preissenkungen und Tierleid hinzuweisen. Auch ALDI habe die Branchenlösung „Initiative Tierwohl“ unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund sei die neue Preissenkung zynisch. Praktischerweise verknüpft der DTB anschließend seine Kritik am Discounter mit Werbung für sein eigenes Tierwohl-Label. 

 

TL167/14: 04.11.14: Brigitte Bardot: Tiere sind mehr wert als Menschen

Das Nachrichtenportal Show-biz kommt mit der provokanten Meldung raus, das frühere Sexsymbol und die spätere Tierschützerin Brigitte Bardot weise Tieren mehr Wert als den Menschen zu. Der genaue Anlass für die Meldung bleibt unklar. Stattdessen fasst der Artikel kurz Bardots wechselvolle Geschichte zusammen und betont ihren Anti-Feminismus. Dann kommen die üblichen Verdikte gegenüber Nicht-Veganern sowie die Erkenntnis der exaltierten Französin, der Mensch habe sich nicht weiterentwickelt. Wie Bardot sich selbst aus dieser Entwicklung ausnimmt, enthüllt der Artikel nicht.

 

TL166//14: 03.11.14: Afrika: Ebola verdirbt das Wildfleisch-Geschäft

Das Handelsblatt meldet, dass der Verkauf von Wildfleisch in Afrika aufgrund der Angst vor Ebola dramatisch einbricht. Die als „Buschfleisch“ gehandelte Ware galt einst als Delikatesse und werde jetzt kaum noch nachgefragt. Für die kleinen und mittelständischen Händler breche damit die Lebensgrundlage weg. Auch viele Restaurants aus dem Berichtsland Ghana führten kein Buschfleisch mehr.

 

TL165/14: 01.11.4: Funzt: Die Diskreditierung berechtigter Anliegen des Tierschutzes

Passend zu TL 164/14 beschäftigt sich das Wissensmagazin Scinexx.de in diesem Artikel mit den militanten Tierschützern à la ALF, ELF & Co. Das FBI etwa sehe in der Animal Liberation Front (ALF) eine terroristische Bedrohung. Diese Bewertung öffnet Türen in den Herzen einer Weltgemeinde, die von Terror gebeutelt ist wie nie zuvor! Mit Zwischenüberschriften wie „Briefbomben und Rufmord“ werden solche Bewertungen vertieft und die berechtigten Anliegen dahinter gleich mit über die Kante geschubst.

DN-Senf: Wie schon in anderen Fällen der sich in letzter Zeit eigenartig häufende Berichterstattung über gewaltbereite Tierrechtler auffallend: Weder die Tierrechtler noch die Journalisten gehen die Wurzel des Übels an: ein grundsätzlich lebensverneinender Kapitalismus und die galoppierende Globalisierung der Wirtschaftssysteme. Warum thematisieren die Tierrechtler in ihrem Protest nicht das große Ganze, das System dahinter? Warum fokussieren sie sich in ihrem „Kampf“ auf einzelne Unternehmen, statt die Strukturen zu attackieren, welche diese erst hervorbringen? Mit ihrer zunehmenden Gewaltbereitschaft diskreditieren diese Aktivisten ihr berechtigtes Anliegen selbst und kegeln sich mitsamt den betroffenen Tieren ins Aus. Böswollende könnten meinen, den Tierrechtlern ist gar nicht an der Lösung des Grundproblems gelegen – sondern nur an ihrem Kampf! L'Art pour l'art. Diese Redaktion pflegt inzwischen die Auffassung, dass mit einer Mitgliedschaft und Engagement bei Attac mehr für Tierschutz und Tierrechte getan ist als mit allem anderen!

 

TL164/14: 01.11.14: PETAs Indoktrination von Kindern: Unterste Tierschutz-Schublade!

Es ist nicht das erste Mal, dass die PETA-Kommunikations- und Marketing-Strategie, sich direkt an Kinder zu wenden und diese gegen ihre Eltern in Stellung zu bringen, herb kritisiert wird. Anlass ist in diesem Fall der Protest der Tierrechtler gegen das „Königsfischen der Craislheimer Angler“, wie das Hohenloher Tagblatt zu vermelden weiß. Der Kommentator Harald Zigan resümiert: „Das ist nichts anderes als perfide Hetze, mit der Peta Kinder instrumentalisiert. Debatten über Tierschutz sind nötig - aber nicht auf einem solchen "Niveau".

DN-Senf: Korrekt und zu beachten: Es geht nicht darum, ob die Kritik dieser archaischen und tierquälerischen Bräuche berechtigt ist. Der Kommentator weist ausdrücklich darauf hin. Es geht um die Art und Weise, wie diese Kritik von den Tierrechtlern kommuniziert wird. Auch für diese Redaktion ist es das Hinterletzte, Kinder zu instrumentalisieren und sie gegen ihre eigenen Eltern aufzuhetzen. Schon die Ansprache an die Kids ist verwerflich, können diese doch solche Marketingstrategien nicht durchschauen und befinden sich emotional in einer Falle. Aber die Betonköpfe bei PETA halten unbeirrt an solchen No-Gos fest, obwohl das schon in der Vergangenheit zum Imageschaden führte.

 

TL163/14: 01.11.14: Tierschützer fordern Nachweis zur Herkunft der Körperwelten-Tiere

Das Bildungsangebot der Event-Szene geht am Bedarf der Bevölkerung pfeilgerade vorbei: zum Beispiel die Ausstellung „Körperwelten der Tiere“. Immerhin gibt es auch dort etwas zu meckern: Tierschützer fordern jetzt für die Ausstellung in Bochum (Eröffnung: 7. November) einen Nachweis, dass kein Tier für diese Veranstaltung sterben musste. Belege über die Herkunft der Exponate müssen her, wofür sich neben dem prominenten Tierarzt Dr. Ralf Unna, Vizepräsident des Landestierschutzverbandes NRW, auch die Bochumer Tierschutzvereine einsetzen. Die Veranstalter weisen die Vorwürfe zurück.

Satirisch nachgetreten: Event-Angebote für "Tierfreunde", die unterhaltsam über die Grundrechte in diesem Land, die korrekte Schreibung von "hirn" und "provit" sowie den spielerischen Umgang mit den eigenen Emotionen für erwachsene Menschen lehren, bleiben dagegen weiterhin vakant!

 

TL162/14: 31.10.14: Hohe Strafen für Tierquäler in Griechenland

Die Tierschützer beklagen für das Ausland durchgehend, dass dort Tierquälereien nicht angemessen geahndet werden. Einzelne Meldungen belegen das Gegenteil. Die Griechenland Zeitung berichtet von einer Geldstrafe für einen Tierquäler in einer Höhe, wie sie in Deutschland eher selten bekannt wird: 30.000 Euro!

 

TL161/14: 30.10.14: Ausgerechnet: AfD fordert, religiöse Praktiken dürfen TS nicht aushebeln

Jau: Per Pressemitteilung auf dem Bundesumweltportal sowie über Fellbeisser Presseverteiler sattelt die populistische AfD erneut den Tierschutz-Gaul: Religiöse Praktiken dürften den Tierschutz nicht aushebeln. Das hören die Tierschützer bestimmt gern! Gleichzeitig lässt sich so unter der Tarnung der guten Tat gegen Ausländer stänkern.
Dabei weist der AfD-Kenner Andreas Kemper in zahlreichen Publikationen nach, wie zutiefst menschenverachtend die politischen Positionen dieser Nicht-Alternative für Deutschland sind. Einführend zu lesen hier, hier und hier. Wer immer noch glaubt, es gäbe einen Unterschied zwischen der AfD und der NPD, kann diesen erhellenden Test machen!

 

TL160/14: 27.10.4: Rumänien: Focus-onlines unkritische Berichterstattung

Focus online berichtet unter der reißerischen Headline „So grausam sterben Straßenhunde in Rumänien“ erneut über die Tierschützer von Animals United, die sich in eine 1:1-Konfrontation mit den gut bezahlten Hundefängern in Bukarest begeben haben. Auch die verwirrende Parole der Aktivisten „Ohne Aktionen werden Visionen zu Halluzinationen“ wird von Focus online kommentarlos übernommen und kolportiert, aber in ihrer psychotherapeutischen Relevanz nicht erklärt. Die journalistischen Sorgfaltspflichten, die offensichtlich alle Medienschaffenden im Kontakt mit dem Thema Tierschutz verlassen, greifen auch bei Focus online nicht. Kein kritischer Blick auf den Verein und die Tatsache, dass der zwar mit spektakulären Bildern gespickte sogenannte Jahresberichte veröffentlicht, die aber keine einzige Angabe zu den Finanzen des Vereins und der Verwendung der Gelder enthalten. Auch die Tatsache, dass der seit 2005 bestehende Verein, für den Focus online hier brav Werbung macht, nach eigenen Angaben (Jahresbericht 2013) über magere 64 Mitglieder verfügt, wird von den Journalisten nicht erwähnt und nicht bewertet. Und was diese Man-to-man-Konfrontation mit kriminellen Hundefängern bringen soll, das erfährt der Focus-online-Leser ebenfalls nicht. Aber so sind zwei Seiten wieder reißerisch, spektakulär und mit Tränendrüsendruck befüllt! Mit Journalismus allerdings hat das nach Meinung dieser Redaktion nichts zu tun. 

 

TL159/14: 27.10.14: Rumänien: Das Fernsehen macht keinen Hehl aus dem Tierschutz-Wahnsinn

Weitgehend ohne Kommentar stellt DN hier den Link auf die RTL-Sendung Punkt 12 am 24.10.2014 zur Verfügung. Der auch auf diesem Blog schon mehrfach und kritisch erwähnte deutsche Tierarzt Dr. Schweda reist publicityträchtig in das berüchtigte und von Deutschen geführte „Tierheim“ Smeura in Rumänien. Dort sollen sich inzwischen über 5.000 Hunde befinden! Schweda führt Rückenmarksoperationen (!) und Goldimplantatioanen bei Arthrose-Hunden (!) durch. Sein Team „rettet“ einen offensichtlich dehydrierten Welpen aus der 600 Tiere umfassenden Welpengruppe, der mutmaßlich ohne den Besuch des Drehteams in dem heillosen Gewusel unter Aufsicht von „Tierschützern“ verendet wäre. Der Wahnsinn dieser enthüllenden Fernsehdokumentation erschließt sich dem Laien mutmaßlich nicht.

 

TL158/14: 26.10.14: SOKO Tierschutz beschuldigt VIER PFOTEN der Mitverantwortung am millionenfachen Tiermord

Da Etikettenschwinel in TL157/14 gerade Thema war, dazu passend eine mutige Attacke des momentan auf hoher Erfolgswelle schwimmenden Friedrich Mülln gegen seinen früheren Verein VIER PFOTEN. Abseits des aktuellen Hauptthemas Tierversuche und der gestrigen sehr erfolgreichen Demo der SOKO Tierschutz in Stuttgart beschuldigt Mülln VIER PFOTEN auf FB mit folgendem Posting der Verantwortung für millionenfachen Tiermord: „Sorry aber die Vier Pfoten sind an millionenfachen Gemetzel an Kaninchen made in China, Hühnern, Gänsen und vielen anderen Tieren mitverantwortlich, das [sic!] sie den Tod der Tiere mit Gütesiegeln absegnen und damit auch sehr gut verdienen. Das ist kein Tierschutz sondern Tiernutz. Fallt nicht auf diese Tränendrüsen Taktik herein.“ (SOKO Tierschutz auf Facebook, Posting Friedrich Mülln am 26.10.14 [bei Berücksichtigung Zeitumstellung]).

DN-Senf: Mmmh – vielversprechend! Niemand weiß so viel von Tierschützern wie Tierschützer. DN fordert schon lange das Ende der Krähen-Solidarität. Und nirgends sind die Whistleblower des Tierschutzes so willkommen wie auf DN!

 

TL157/14: 26.10.14: HuffPo auf dem DN-Schirm: Fress-Label für die Tonne, die Siegel-Flut in den Gulli

Aha, eine Meldung der Huffington Post im Fellbeisser-Presseverteiler! Nach den nicht wirklich traumatischen Erfahrungen dieser Redaktion mit dem Publikationsort HuffPo und dessen geblufften Einschüchterungsversuch gegenüber einer Bloggerin (vgl. Aua1423) guckt DN beim Thema Tierschutz in der HuffPo jetzt immer etwas genauer hin. Doch kaum Beanstandungen für den Artikel Regional, nachhaltig, kontrolliert: Was sind die vielen Siegel wert? Von der Buchautorin Elisabeth Zacharia. Wirklich Neues berichtet sie in der HuffPo nicht, lenkt jedoch das Konsumentenauge pädagogisch wertvoll auf die Verlogenheit von Etiketten und Marketing im Lebensmittelbereich. Schade, dass sie so ein unglaubwürdiges Etikett wie das Tierwohl-Label vom Deutschen Tierschutzbund nicht anspricht und mithin in den Bereich vorstößt, wo es wirklich weh tut! Alles muss DN alleine machen!

Zum Rummeckern bleibt lediglich die Frage, welches Textverarbeitungssystem einem mit öder Regelmäßigkeit Absätze in einen Artikel zentriert, die inhaltlich gar keinen Sinn ergeben. Oder ist das nur den Lesegewohnheiten heutiger legasthener Rezipienten geschuldet, die den Anlauf in einen Artikel eher schaffen, wenn er schon phänotypisch regelmäßige Pausen verspricht? Okay, HuffPo, geht durch!

 

TL156/14: 25.10.14: Vegetarier haben schlechteres Sperma

Bei dieser Meldung von Laborwelt hat DN erst prüfen müssen, ob es sich nicht eventuell um Satire handelt. Nein, wohl nicht. Eine vierjährige Studie in den USA führt zu einem hinsichtlich der globalen Überbevölkerung weiteren starken Argument für veganes Leben: Vegetarier haben schlappes Sperma!

 

TL155/14: 24.10.14: CDU und SPD sichern EU-Subventionen für den Stierkampf

Es ist eine Pressemeldung von Bündnis90/DIE Grünen: Es geht um die EU-Subventionen in Millionenhöhe für den blutigen Stierkampf. Eine Initiative der Grünen, diese Subventionierung zu beenden, sei am Abstimmungsverhalten von CDU und SPD gescheitert. So fließen weiterhin 130 Millionen Euro jährlich an spanische Viehzüchter, die ihre Stiere ausschließlich für den Stierkampf züchten.

 

TL154/14: 24.10.14: Völlig überladener Pony-Transport nach Rumänien gestoppt

Es sei ein Anhänger gewesen, der Platz für zwei Pferde bietet, meldet die AHO-Redaktion. Doch die Beamten bei der Polizeikontrolle des Transporters konnten acht Ponys aus dem Fahrzeug entladen. Die Tiere waren teilweise trächtig! Der Transport kam aus den Niederlanden mit dem Ziel Rumänien. Für irgendwelche Papiere war auf dem geplant grenzüberschreitenden Transport kein Platz mehr gewesen. Die Ponys wurden deshalb vom Veterinäramt Bielefeld beschlagnahmt, das jetzt dauerhafte Plätze für die acht Glückspilze sucht!

 

TL153/14: 23.10.14: taz-Vorschlag "Katzen im Kochtopf" kommt nicht gut

Die Schleswig-Holsteinische Zeitung (SHZ) spürt im Artikel Wie sich die taz an der Katz‘ verbrennt einem ordentlichen Rohrkrepierer der bekannten Tageszeitung nach. Die hatte im Rahmen der Diskussion um das Jagdverbot (auf Haustiere) in Nordrhein-Westfalen den Vorschlag gemacht: Katzen in den Kochtopf! Ganz tolle Idee! Es kam, was kommen musste: Shitstorm und angebliche Abo-Kündigungen. So berichtet es zumindest die SHZ.

 

TL152/14: 22.10.14: Doku in ZDF 37° Unser täglich Tier – Deutscher Tierschutzbund wirbt für Fleischlabel

Gestern Abend zeigte die ZDF-Sendung 37° eine eindrückliche Dokumentation über Intensivhaltung in der Landwirtschaft von dem bekannten Dokumentarfilmer Manfred Karremann (Film in der MediathekRedaktionstext). Kein Wunder also, dass der Deutsche Tierschutzbund (DTB) sich im Karremann-Film breit darstellen konnte. Aber auch Dr. Edmund Haferbeck von der Tierrechtsorga PETA Deutschland e. V. kam zu Wort. Der DTB verknüpft die gezeigten Missstände gleich wieder mit seinem umstrittenen Tierschutzlabel und nutzt die Karremann-Doku per angehäkelter Pressemitteilungen, um für das DTB-Tierschutzlabel Werbung zu machen.

Bemerkenswert ist die mehr als faire Besprechung des Films auf dem Portal Agrartotal, die aber auch nicht über die DTB-Hampeleien zum Label hinwegkommt.

 

TL151/14: 22.10.14: Radikale Tierschützer erzeugten Klima der Angst

Rtf1, das "Fernsehen für die Region Neckar-Alb", greift erneut das Thema Affenversuche in Tübingen auf (hier). Dabei kommt der Rektor der Universität Tübingen zu Wort, der sich, wen würde es überraschen, für die Tierversuche in der Grundlagenforschung ausspricht. Nachdem der Fernsehsender in seiner Berichterstattung nicht deutlich genug darauf abgehoben hatte, dass es insgesamt drei Max-Planck-Institute (MPI) in Tübingen gäbe, von denen eins keine Affenversuche durchführe, wurde ein älterer Text zum Thema überarbeitet. Dieser lässt die Schimpansenforscherin Jane Goodall ausführlich zu Wort kommen. Das Thema der ursprünglichen Überschrift wird nur am Schluss kurz angesprochen. Dort beklagen sich auch unbeteiligte Mitarbeiter von MPIs über Shitstorm und Morddrohungen. Diese werden – siehe Headline – kausal an die „radikalen Tierschützer“ geknüpft.

DN-Senf: Von der Tatsache jedoch, dass solche Exzesse inzwischen leider Standard in der Protestkultur unserer Gesellschaft sind, zuvorderst befördert durch die Anonymität des Internets, ist die Rede nicht. „Shitstorm“ und „Morddrohungen“ muss heutzutage jeder gewärtigen, der konträr und spektakulär zum gesellschaftlichen Mainstream agiert. Das können Polizisten sein, die in Rüsselsheim zwei freilaufende Listenhunde liquidieren, Wirtschaftsunternehmen, Promis oder jeder andere. Das Entscheidende ist die gesellschaftliche Bereitschaft zu diesen Extremformen des Protestes; sie treten auch bei Tierschützern/Tierrechtler auf. Aber inzwischen ist darauf hinzuweisen, dass diese gesellschaftliche Gruppierung kein Exklusivrecht auf derlei inakzeptable Methoden besitzt.

 

TL150/14: 18.10.14: CDU Meck-Pomm gegen Tierschutz-Verbandsklagerecht

Jeder macht sich Freunde so gut er kann. Die DN-Redaktion macht das täglich vor …. Da wollte nun auch der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Vincent Kokert, nicht hintanstehen. Deshalb sprach er sich in der Landtagssitzung am 17. Oktober 2014 ganz klar gegen das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände aus (Quelle). Für die Überwachung des Tierschutzes seien die Veterinärämter zuständig und da solle die Aufsicht auch bleiben. Die Einführung des Verbandsklagerechts führe nicht zu mehr Tierschutz. Sagt: ein Landwirt!

 

TL149/14: 17.10.14: Geträumt: Entscheiden Tierschützer die Tübinger Oberbürgermeisterwahl?

Viel Spaß, Herr Palmer! Das haben Sie ja prima hingekriegt. Am kommenden Sonntag wird in der Tierversuchsstadt Tübingen ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Die kurz zuvor von der SOKO Tierschutz aufgedeckten unerträglichen „Missstände“ bei den Affenversuchen im Max-Planck-Institut (vgl. Aua1407) könnten möglicherweise Einfluss auf den Ausgang der Wahlen nehmen; so träumen es zumindest Tierschützer und Tierrechtler. Dazu meldet sich auch Ärzte gegen Tierversuche e. V. in einer Pressemitteilung vom 16.10.14 zu Wort. Der Tübinger Verein Act for Animals habe alle vier Kandidaten zu ihrer Einstellung zum Thema Affenversuche befragt. Die Antworten können Tübinger Bürger, Wahlberechtigte und Interessierte hier abfragen.

 

TL148/14: 17.10.14: Rumänien: Ein mutiger Blick in die Abgründe der Korruption

Die Münchner Abendzeitung wagt zusammen mit dem rumänischen Tierschützer Claudiu Dumitriu einen Blick in die Abgründe der Korruption in Rumänien, die hinter dem Tötungsgesetz und dessen einträglicher Anwendung steht. Bei dieser Motivation selbstredend, erklärt der Rumäne noch einmal für ganz Blöde, warum bisher alle Interventionen nicht gefruchtet haben: Es geht um sehr viel Geld! Allein in Bukarest seien 13 Millionen Euro Steuergelder an die Hundefänger geflossen. Die dahinter stehenden Unternehmen gehörten über Strohmänner den Politikern und ihren Verwandten.

DN-Senf: Das macht ja gerade die realsatirische Komponente der Tierschützeraktivitäten zum Thema Rumänien aus: Mahnwachen, Protestschreiben, Petitionen und Empörung gegen … KORRUPTION! Dagegen waren Don Quijotes Attacken auf die Windmühlenräder noch ein überzeugendes Konzept! Was die Tierschützer und ihre rumänischen Mitspieler eint: Es geht um sehr viel Geld! Wer das Töten beenden wollte (Konjunktiv!), müsste keine melodramatischen Inszenierungen organisieren, sondern die Korruption aufdecken und bekannt machen, um einen Betroffenheitskanal direkt bis zum einzelnen rumänischen Bürger durch zu graben. Aber auf DN hört natürlich wieder niemand ...

 

TL147/14: 15.10.14: Rollende Tierklinik kastriert streunende Katzen

Kritiklos und voll des Lobes berichtet die Frankfurter Rundschau online: Rollende Tierklinik kastriert streunende Katzen. Das Schnippo-Mobil gehört mutmaßlich dem hessischen Tierschutzverband. Politiker wie die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) seien voll des Lobes. In dem Fahrzeug, dessen Einbauten 25.000 Euro gekostet hätten, könnten wildlebende Katzen und Kater kastriert werden, welche die örtlichen Tierschutzvereine gefangen hätten.

DN-Senf: Ohne weitere Informationen über den Ablauf dieser Kastrationen kann die DN-Redaktion keinen Applaus spenden. Der Eingriff selbst dauert je nach Geschlecht des Tieres und Routine des Operateurs nur wenige Minuten. Entscheidend aber sind die Narkose, das Aufwachen und die Nachbetreuung der frisch operierten Tiere. Karin Burger sieht vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen aus ihrer aktiven Zeit und der Begleitung von hunderten von Katzenkastrationen Probleme, wenn die frisch operierten Tiere nicht entsprechend ausreichend lang von Tierärzten überwacht und betreut werden. Die Meinungen darüber, mit welchem Zeitabstand zum Eingriff z. B. Kätzinnen wieder in die Freiheit entlassen werden können, gehen unter den Praktikern auseinander. Bewährt hat sich die Praxis, zumindest die Kätzinnen ein bis zwei Tage in der Obhut zu behalten, bis die Naht etwas angranuliert ist. Auch Kater sollten erst dann wieder in die Freiheit entlassen werden, wenn sie vollkommen aus der Narkose erwacht und fit sind. Solange nicht klar ist, wo die Tiere nach dem Eingriff verbleiben und wie lange sie unter tierärztlicher Obhut stehen, sind solche Kastrationsmobile nach Auffassung dieser Redaktion mit Vorsicht zu genießen.

 

TL146/14: 15.10.14: Hasenpest im Landkreis Leipzig – Hunde von Kadavern fernhalten

Pest und Seuchen, wohin das Auge schaut. Eine weitere aktuelle AHO-Meldung unterrichtet Hundehalter im Landkreis Leipzig von der dort grassierenden Hasenpest. Die kann auch auf Menschen übertragen werden (Zoonose). Und das ist kein Spaß, weil möglicherweise von tödlichem Verlauf begleitet. In einem Hasenkadaver im Landkreis Leipzig wurde der Erreger der Hasenpest nachgewiesen. Deshalb sind Hundehalter dort aufgefordert, ihre Lieblinge von Wildtierkadavern fernzuhalten. Entsprechende Funde sollen dem zuständigen Veterinäramt oder dem Jagdausübungsberechtigten umgehend gemeldet werden.

 

TL145/14: 15.10.14: Dogge und Schäferhund von ICE erfasst

Kein Hundefreund mag sich vorstellen, was nach dieser AHO-Meldung auf der Bahnstrecke zwischen Hamm und Ahlen geschehen ist: Ein Schäferhund und eine Dogge, die unangeleint entlang der Gleise liefen, wurden von einem ICE erfasst und getötet. Begleitet wurden die Hunde von einem 62-jährigen Mann, der nicht selbst der Hundehalter ist. Der Fall wird über den tragischen Verlust seiner zwei Hunde Folgen für den Halter haben. Die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“. Die Meldung nimmt den Vorfall zum Anlass, Hundehalter darauf hinzuweisen, welche Folgen, auch wirtschaftlicher Art, solche Unfälle haben können. Eine konkrete Gefährdung des Eisenbahnbetriebes kann sogar als Straftat gewertet werden. Zudem kann die Bahn genau so Schadensersatz fordern wie Reisende, die von einem Zwischenfall betroffen sind. Sehr schnell würden hierdurch hohe Geldbeträge fällig.

 

TL144/14: 14.10.14: Wieder Hetzjagd auf entlaufene Auslandshündin

Die tollen Auslandsschlepper haben wieder zugeschlagen: Wie die WAZ am 13.10.14 meldet, ist mal wieder eine völlig verängstigte Straßenhündin aus Bulgarien ihrem blutjungen, offensichtlich völlig naiven („Er selbst habe nur Gutes tun wollen“) Adoptanten entkommen und streunert jetzt seit Ende August durch NRW. Sie lässt sich nicht einfangen. Die WAZ, die den Wahnsinn ungerührt berichtet, schafft es immerhin aber noch, eine offensichtlich mit gesundem Menschenverstand verkoppelte Tierärztin zu Wort kommen zu lassen, welche die Vermittlung aus Hunden aus dem Ausland „kritisch“ sehe. Was sollen solche verbalen Verrenkungen? Es ist schlicht eine Riesensauerei, Tierquälerei, Geschäftemacherei, Leute-Verarsche. Lokaljournalisten sind dann auch nur eine Haltestelle in der langen Reihe derer, die auf Kosten dieser bedauernswerten, mutmaßlich dem Tod geweihten Hündin ihr Geschäft machen.

Den Dollpunkt erreicht der Artikel an der Stelle, wo der Adoptant erwägt, die Hündin den Tierschützern auszuhändigen, falls das Wunder geschehe, sie noch einfangen zu können. Begründung: „Die Leute haben vielleicht doch mehr Erfahrung im Umgang mit solchen Hunden.“ Nein, haben sie in der Regel nicht. Sie wissen nur, wie man solche Hunde von der Straße wegfängt, ohne Rücksicht auf Verluste nach Deutschland deportiert und sie dort an Adoptanten ohne jede Kompetenz aushändigt. Natürlich lässt der tolle Artikel jeden Hinweis darauf vermissen, ob die für dieses Desaster verantwortlichen Auslandstierschützer überhaupt die erforderliche Genehmigung nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 TierSchG haben.

Wie solche Geschichten sehr häufig ausgehen, lesen Sie hier, hier und hier. Die Unmengen entlaufender Auslandshunde sind auch Thema auf dieser Webseite.

 

TL143/14: 13.10.14: Schleswig-Holstein startet Pilotprojekt gegen Katzenelend

Die AHO-Redaktion erfreut Katzenfreunde mit der Meldung, dass Schleswig-Holstein nun (endlich) etwas gegen das Katzenelend unternehmen möchte. Im Rahmen eines Konsensprojektes von Tierschützern, Tierärzten (logisch! Die verdienen ja dran) und Vertretern von Land und Kommunen sollen Katzenhalter „motiviert“ werden, ihre Lieblinge kastrieren zu lassen. Das Projekt knüpfe an Erfahrungen aus einem Modellvorhaben im Kreis Nordfriesland an. In drei Aktionen während definierter Zeitfenster wird die Kastration von Katzen unter bestimmten Kriterien finanziell unterstützt. Dafür stehe ein Fonds von derzeit rund 150.000 Euro zur Verfügung. Weitere Mittel sollen folgen. Über die Motivation der Beteiligten sollten sich Tierfreunde jedoch nicht täuschen. Die AHO-Meldung zitiert die Äußerungen von Verbandsfunktionären. So geht es dem Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag darum, die Fundtierkosten der Kommunen zu senken. Für Schleswig-Holstein geht man von rund 75.000 freilebenden Katzen aus.

DN-Senf: Großartig! ENDLICH. Diese Forderung des Tierschutzes besteht seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten. Welche Geistesgrößen wurden denn da jetzt in die entscheidenden Gremien geschickt, um nach Jahrzehnten finanziellen Verlustes endlich zu begreifen, dass es im ureigensten wirtschaftlichen Interessen der Kommunen steht, freilebende Katzen kastrieren zu lassen. Das Projekt wird Bürgern und Tierfreunde als ethische Großtat verkauft; tatsächlich ist es nur der Anfang vom (hoffentlichen) Ende einer unendlichen Steuergeldverschwendung, weil kommunale Entscheidungsträger bisher nicht bereit waren, die Argumente der Tierschützer einmal konzentriert zu überdenken. Und die Tierärzte dürfen sich die Hände reiben, wenn ihr Einkommen nun landesweit um besagte und erst vorläufige 150.000 Euro plus dem Eigenanteil der Tierhalter erhöht wird. Juchhu!

 

TL142/14: 12.10.14: NDR-Sendung "[w] wie wissen" berichtete über BARFen und den Heimtiermarkt

Der NDR nahm sich am 11.10.14 in der Sendung [w] wie wissen des Themas Heimtiermarkt und dessen Bedrohungen durch alternative Ernährungskonzepte wie etwas das BARFen an. Schon der Redaktionstext lässt staunen: Die Fertigfutterherstelle verteidigen drei Milliarden Umsatz im Jahr für die industrielle Ernährung von Hunden und Katzen in Deutschland. Der Markt für Babynahrung und –pflege sei nur halb so groß! Die Sendung bezieht sich auch auf die bekannte Tierärztin Dr. Jutta Ziegler und ihre revolutionäres Buch Schwarzbuch Tierarzt. Die wissenschaftliche Position vertritt Dr. Jürgen Zentek von der Freien Universität Berlin. Auf der anderen Seite steht der Verband der Heimtierfutterhersteller.

 

TL141/14: 11.10.14: ZEIT online über die Straftaten der Tierrechtler

Das Leitmedium DIE ZEIT behandelt innerhalb kurzer Zeit schon zum zweiten Mal das Thema militante Tierrechtler (vgl. TL130/14). Erst vor wenigen Wochen ging es melodramatisch unter der Überschrift „Vegane Armee Fraktion“ (und mithin der Anspielung auf den Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) in den 70er Jahren) um Gewalt- und Straftaten von Tierrechtsaktivisten. Das Thema scheint der ZEIT sehr wichtig zu sein, denn am 10. Oktober 2014 veröffentlichen Christian Fuchs, Paul Schwenn und Paul Blickle ihre Rechercheergebnisse unter der Headline „Tierrecht: Mit Farbe, Sprengstoff und Brandbeschleuniger“ sowie eine Deutschlandkarte mit den „grünen Anschlägen“.

DN-Senf: Für diese Redaktion dabei verwirrend sind die URLs beider Artikel: Während der Vegane-Armee-Fraktion-Text sich in der URL auf „radikale Aktivisten“ bezieht, hat der neue, den Begriff im Text gar nicht verwendende Artikel die „vegane armee fraktion“-Hyperbolik in der URL. Ob das etwas bedeutet oder nicht - keine Ahnung. Es ist DN aufgefallen.
Über mögliche „Interessenskonflikte“ bei Journalisten auch von DIE ZEIT bei ihrer Berichterstattung hatten im Frühjahr erst recht anschaulich die Kabarettisten Claus von Wagner und Max Utthof in der Satire-Sendung Die Anstalt berichtet (hier). Die Darstellung der Verflechtungen von bekannten deutschen Journalisten mit diversen transatlantischen Verbänden und Organisationen hatte den beiden Satirikern eine einstweilige Verfügung eingebracht, welche der ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und der Journalist Jochen Bittner gegen das ZDF erwirkt hatten. Diese einstweilige Verfügung jedoch wurde vom Oberlandesgericht Köln teilweise wieder aufgehoben (hier) – ein wichtiger Sieg für die Satire, eine verdiente Ohrfeige für Joffe-Bittner.
Nichts gegen die Berichterstattung über die Gewaltbereitschaft von Tierrechtlern; DN ist in dieselbe Richtung unterwegs. Wenn man allerdings die Erkenntnisse aus besagter Die-Anstalt-Sendung von Wagner und Utthof im Hinterkopf hat zuzüglich des Wissens, dass der Leiter des Ressort „Wissen“ bei der ZEIT, Andreas Sentker, Kuratoriumsmitglied des Max-Planck-Campus ist (Quelle), bekommt die aktuelle thematische Fokussierung der ZEIT auf Tierrechtler einen unschönen, die journalistische Unabhängigkeit nach Meinung dieser Redaktion in Frage stellenden Zwischenton. Die Affenversuche im Max-Planck-Institut in Tübingen, deren Grausamkeit von der SOKO Tierschutz dokumentiert worden war, hatten gerade erst für erheblichen medialen Wirbel gesorgt (vgl. Aua1407). Was haben zur Unabhängigkeit verpflichtete Journalisten und "Ressortleiter" im Kuratorium einer Forschungseinrichtung verloren, deren Tierversuche gesellschaftlich mehr als umstritten sind? Es bekommt einen faden Beigeschmack, wenn die (inhaltlich durchaus berechtigten) Attacken auf die derzeit sehr erfolgreichen Tierrechtler dann ausgerechnet von einem Wochenblatt kommen, mindestens (?) ein Mitarbeiter dessen im Kuratorium des Experimentators sitzt. DIE ZEIT verliert ihr einst untadeliges Image!

 

TL140/14: 08.10.14: Eigenartige Werbekampagne des gewerbsmäßigen Hundehandels unter dem Label Tierschutz

Richtig so: Der „Gehuha-ulats“, der gewerbsmäßige Hundehandel unter dem Label Tierschutz, gerät immer mehr unter Druck. Die Tierfreunde erkennen, dass die schiere Deportation von Straßenhunden, wirkungslos garniert durch behauptete und quantitativ offensichtlich wirkungslose Kastrationsaktionen, mit Tierschutz und ethischem Handeln nichts zu tun hat. Die Gehuha-ulats-Lobby startet unter diesem Druck nun die Gegenoffensive. Über den Fellbeisser-Presseverteiler geht der Link auf eine im Impressum nur unzureichend bezeichnete österreichische Organisation (?) Animal Care International in die Welt. Mit dem – nach Meinung der DN-Redaktion maximal unglücklich gewählten – Hashtag #wirhandeln  soll der Gehuha-ulats-Ruf aufpoliert werden.
Auf der Unterseite „Warum Auslandstierschutz“ der verlinkten HP wird dabei ein völlig einseitiges und nicht der Realität entsprechendes Bild des Lebens von Straßenhunden gezeichnet. Wer dieses einmal aus anderer Perspektive sehen möchte, dem sei die DN-Artikelserie Stefan Hack- EINE Wahrheit über Hunde in der Ukraine empfohlen (beginnend mit Aua543). Über nachhaltigen, modernen und effizienten Auslandstierschutz ohne Schlepperei informiert die DN-Artikelserie Ein neues Konzept für den Auslandstierschutz (Aua914, Aua923, Aua1296).
Achtung: Nach Wissen dieser Redaktion gibt es die gesetzmäßige Definition als „gewerbsmäßiges Handeln“ für diese seltsame Art von Pseudo-Tierschutz in Österreich nicht!

Im Übrigen darf die DN-Redaktion im Vorgriff auf einen heute oder morgen erscheinenden Artikel schon einmal ankündigen, dass es jetzt eine offizielle Anlaufstelle für die vielen Geschädigten (Pflegestellen, Adoptanten, Helfer etc.) des Gehuha-ulats geben wird.

Wer zu einer Einschätzung von Animal Care International kommen möchte, dem seien neuerlich die Seriositätskriterien für Tierschutzorganisationen empfohlen. Die genannte ACI-Webseite macht keinerlei Angaben zur Satzung, der Besetzung der Vorstandsämter oder anderen banalsten Transparenzkriterien. Dazu muss man erst die Hauptseite von ACI googeln, die zu oben genannten Kriterien aber auch nur partiell weiterhilft. Die Betreiber verlassen sich wohl vollständig auf den wohlklingenden Professorentitel im Impressum.

 

TL139/14: 08.10.14: SPIEGEL online berichtet über Tierquälerei bei Filmproduktionen

Die Quellen für Tierleid sind offensichtlich unendlich. SPIEGEL online berichtet aktuell über das, was Tieren im Rahmen von Filmproduktionen alles angetan wird, über Kontrollinstitutionen und deren Effektivität: "Tierquälereien beim Filmdreh: Tod vor laufender Kamera". Das bekannte Label „No animals were harmed“ für angeblich tierqualfrei zustande gekommene Produktionen ist demnach mit Vorsicht zu genießen.

 

TL138/14: 08.10.14: Werbung für Großdemo der SOKO Tierschutz am 25.10.14 in Stuttgart läuft

Die Tierrechtsorganisation SOKO Tierschutz, welche die Zustände im Max-Planck-Institut in Tübingen bei den Affenversuchen medienwirksam aufgedeckt hatte (vgl. Aua1407), wird in den eigenen Werbemaßnahmen für eine geplante Großdemo am 25. Oktober 2014 in Stuttgart (hier) gegen Tierversuche durch die Lokalzeitungen in Baden-Württemberg unterstützt. So weist der Reutlinger Generalanzeiger in einem Artikel vom 6. Oktober 2014 schon auf die Veranstaltung hin.

Trotz der intensiven Vorbereitungen zu dieser Demo, die nach Angaben der SOKO Tierschutz „Geschichte schreiben“ soll, werden auch die weiteren Tierrechtsthemen bearbeitet. Zum gerade beendeten Oktoberfest hat die SOKO Tierschutz auf YouTube dieses Video eingestellt.

 

TL137/14: 04.10.14: 1404 Katzen von Jägern allein im Regierungsbezirk Düsseldorf abgeschossen

Diese Meldung mag etwas Verhältnismäßigkeit in den aktuellen Hype um die von Rüsselsheim von einem Polizeibeamten erschossenen zwei Hunde bringen (vgl. Aua1413 und Linkliste dort): Die Neue Ruhr Zeitung gibt die aktuellen Abschusszahlen der Jäger für den Regierungsbezirk Düsseldorf bekannt. Dort wurden im Zeitraum 2013/2014 1404 Katzen abgeschossen oder tot aufgefunden. Allein 654 davon im Landkreis Kleve (DN-Diktum: „Alle Wege führen nach Kleve“), 459 im Kreis Wesel. NRW-weit sollen es 8.000 Katzen sein. Gegen die erheblichen Widerstände der Jägerschaft will NRWs Bundesumweltminister Johannes Remmel mit der Novellierung des Jagdgesetzes ein Abschussverbot durchsetzen, weil er diesen archaischen Brauch - nach DN-Meinung: zurecht - „für fachlich nicht begründet und gesellschaftlich nicht akzeptiert“ hält.

 

TL136/14: 04.10.14: PETA gegen VIER PFOTEN und der Verbraucher dazwischen

Die Tiere können einem leidtun. Der Verbraucher kann einem leidtun. Und DN sollte Ihnen gleich mit leidtun, weil dieser Blog immer den Eiertanz dazwischen versucht. Immer wieder kritisiert die Hardcore-Fraktion der Tierrechtler die Tierschützer für ihr Labeln, Etikettieren und Promoten von angeblich weniger qualvolle Tierverwertern (vgl. dazu TL 133/14). Jetzt wird dieser Konflikt in den Medien ausgetragen: Die Huffington Post berichtet über Undercover-Aufnahmen der Tierrechtsorga PETA, welche beweisen sollen, dass die Hähnchen der Marke „Fair Mast“ des niederländischen Unternehmens Plukon (Vertrieb über Globus und Kaufland) keineswegs so „fair“ behandelt werden, wie es das von VIER PFOTEN vergebene Label erwarten lassen dürfte. Wenn DN den Artikel richtig versteht, zweifelt VIER PFOTEN den von PETA kritisierten Umgang nicht grundsätzlich an, hält ihn aber für weniger relevant bzw. unvermeidlich. PETA selbst informiert über den Vorgang hier. Und bei den Agrariern liest sich das Ganze dann so.

DN-Senf: Wenn DN-Leser partout nicht vegan leben wollen: Essen Sie einfach nichts! Oder fühlen Sie sich eines ethischen Urteils enthoben, wenn sich die Tierschützer/Tierrechtler untereinander schon nicht über akzeptable Standards einigen können. 

 

TL135/14: 03.10.14: Petition zur Novellierung des gerade eben novellierten Tierschutzgesetzes läuft nicht richtig

Hans Joachim Richter hatte schon im Dezember 2013 eine Petition zur Novellierung des gerade erst novellierten Tierschutzgesetzes gestartet. Da die Petition bisher zu wenig Unterschiften gesammelt hat, wird sie erneut über die Tierschutz-Presseverteiler gejagt. Der Petitent argumentiert mit den Unzulänglichkeiten des neuen Tierschutzgesetzes im Nutztierbereich, bei Zirkussen und Delfinarien, im Bereich Pelz, Jagd und weitere mehr. Der Petition ist ein pdf-Dokument angefügt, das ausführlich die einzelnen Forderungen begründet und mit zahlreichen Links belegt. Die dortigen Links sind nicht uninteressant, verweisen sie doch auf so umstrittene Namen wie Rechtsanwalt Dominik Storr und Institutionen wie PETA, Initiative zur Abschaffung der Jagd oder den österreichischen Verein Respektiere (vgl. Aua293). Die Anlage zur Petition scheint dieser Redaktion jedoch nur eine Neuverwertung des offenen Briefes von Richter an den Bundestag vom 26. Juli 2013 zu sein.

In der Google-Suche wird Hans Joachim Richter dem Verein Ärzte für Tiere Europäisches Netzwerk e. V. zugeordnet. Weder in der Petition noch in der Anlage wird dieser Verein erwähnt. Richter betreibt auch diese Augen anstrengende und unruhige Webseite. Dort findet sich unter anderem eine Unterrubrik "Bestie Mensch" und Direktverlinkungen auf PETA und VIER PFOTEN. Oben auf der Seite wird ein Zitat verwendet, das vom "Holocaust der Tiere" spricht. 

 

TL134/14: 01.10.14: Die Mühsal von Amtsveterinären

Die Tierschützer sind häufig sehr leichtfertig mit ihren Forderungen und Vorwürfen gegen Amtstierärzte. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet aktuell über ein Verfahren gegen einen Hundezüchter vor dem Amtsgericht Korbach. Der Artikel stellt anmutig dar, wie schwer es für die Behördenvertreter ist, Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auch juristisch ahnden zu lassen. Sie müssen sich selbst vor Gericht wüste Beschimpfungen und Beleidigungen gefallen lassen. Was die Veterinäre vom Verhalten der Hunde berichten, lässt Übles ahnen: extrem submissive Hunde, die sich ihrem Halter noch nicht einmal auf Zuruf nähern. Danke, das genügt. Der HNA-Bericht zeichnet das Bild eines aggressiven und vor allem unbelehrbaren 65-Jährigen, der auch ohne Genehmigung einfach weiter züchtet. Große Hoffnungen auf ein dazu passendes Urteil macht sich diese Redaktion nicht.

 

TL133/14: 29.09.14: Tierrechtler vs. Tierschützer: Vernichtende Kritik an Tierschützern von Achim Stößer

In einer Pressemitteilung zum Welttierschutztag geht der bekannte Tierrechtler Achim Stößer, Maqi – für Tierrechte, gegen Speziesismus, gnadenlos mit den Tierschützern ins Gericht und wirf ihnen „Vermehrung, Gefangenhaltung und Ermordung von Tieren“ vor. Er gibt den Tätern auch Namen: Deutscher Tierschutzbund, PETA, die Albert-Schweitzer-Stiftung, Verein gegen Tierfabriken, Bund gegen Missbrauch der Tiere. Sie würden mit dem Kernziel Spendenförderung öffentlichkeitswirksam Preise, Auszeichnungen, Positivlisten und Siegel für Leichenhändler, Schlachthöfe, Eiernudelfabrikanten vergeben – für „gute“ Ausbeutung und Ermordung. Hinter diesen „Machenschaften“ stünden primär die finanziellen Interessen der Spendenindustrie; sie verletzen nach Auffassung von Stößer Tierrechte und behindern die Etablierung einer veganen Gesellschaft.

 

TL132/14: 28.09.14: Landestierschutzbeauftragt ist erwacht und kommentiert Tübingen

Eigentlich war auf DN schon ein „Satirisches Sowieso-Saugut“ geplant: „Opium fürs Volk und eine Landestierschutzbeauftragte für Baden-Württemberg“. Denn die bisherigen Verlautbarungen der obersten Tierschützerin des Landes zu dem Skandal im Max-Planck-Institut in Tübingen musste man sich mühsam aus den verschiedenen Artikeln herausklauben. Die Stuttgarter Nachrichten sind nun offensichtlich in das früh bezogene Winterquartier von Dr. Cornelie Jäger eingedrungen und haben der Tübingerin, die früher selbst Tierversuche genehmigt hat, ganz konkrete Fragen gestellt. Ihre Antworten sind ein Eiertanz wie aus dem Bilderbuch: „alle Vorwürfe gründlich prüfen“ (d‘accord), „Neubewertung der Belastung der Tiere“ (wann?), aber dann zeigt sie doch Kante: „Affenversuche sind nicht mehr zeitgemäß“.

DN-Senf: Was soll sie auch sagen, die arme Landestierschutzbeauftragte? Völlig korrekt verweist sie hinsichtlich der Vorgaben an den Bund und auf die jüngere (fatale) Rechtsprechung (Bremer Affenversuche). Man kann von der Frau schlechterdings nicht erwarten, ganz ehrlich einzuräumen: "Mein von Steuergeldern bezahlter Posten hat reine Alibifunktion." Gegen die starke Lobby von Politik, Wissenschaft und Pharma wird sich kein alternativer Ansatz durchsetzen. Da auch die Tierrechtler keine innovativen Ansätze zeigen (vgl. dazu auch Aua1409), bleibt vermutlich alles beim Alten! Und wenn auf die heutige Demo in Rüsselsheim gegen einen Polizisten (vgl. Aua1410), der dort letzte Woche zwei Hunde erschossen hat, womöglich mehr Demonstranten kommen als zu der Tübinger Gegen-Affen-Versuche-Veranstaltung am 20.09.14 (vgl. Aua1407), dann ist auch belegt warum: Tierliebe ist in dieser Gesellschaft eine fette Lüge!

 

TL131/14: 28.09.14: Dreiteilige Artikelserie in Focus-online „Wir brauchen besseren Tierschutz“

Aktuell passend zu Rüsselsheim (vgl. Aua1410) veröffentlicht Focus-online eine dreiteilige Artikelserie von Elmar Schnitzer: Wir brauchen besseren Tierschutz. Teil 1: Warum Tiere uns gut tun, wir ihnen aber nicht. Zu Rüsselsheim passend ist Teil 2: Die Verrohung schadet auch der Gesellschaft. Der dritte Teil – So tut der Mensch auch dem Tier gut versucht die Synthese. Der Artikel schließt ab mit einigen statistischen Angaben zur Tierhaltung.

DN-Senf: Allgemein bekanntes unverbindliches Blabla für Otto Normalverbraucher ohne Detail- und Szenekenntnis. Und die Rolle des Staates bleibt wieder völlig unbeleuchtet! Von den enormen finanzstarken und die globalen Märkte bestimmenden Kräften, die an der Erhaltung des grausamen Status quo interessiert sind, ist die Rede nicht.

 

TL130/14: 23.09.14: Gruselig: Deutscher Arbeitgeberverband polemisiert gegen den Tierschutz

Au weia! Auf der Homepage des Deutschen Arbeitgeberverbandes findet sich ein Text mit der Überschrift „Adolf-Hitler-Medaille für Tierschützer“ von Klaus Alfs. Darin wird über Bezugnahme auf den Tierschutz unter den Nationalsozialisten dem Tierschutz in Gänze und pauschal menschenverachtende Ideologie unterstellt. Der Text wirbt für ein demnächst erscheinendes Buch des nämlichen Autors mit dem Titel "Don't go Veggie".

DN-Senf: Prima: Verloren an die Selbstbefriedigung bei ihren abgesprengten Spartenthemen (z. B. Straßenhunde) kriegen die Tierschützer offensichtlich gar nicht mit, dass derzeit eine Medienkampagne läuft, die sich ganz generell gegen den Tierschutz wendet. Dabei geht es nicht, wie etwa auf diesem Blog, um durchaus kritisierenswerte Auswüchse von Menschenverachtung und Hasspropaganda in der Szene, sondern um die Diskreditierung des Kernanliegens. Den Wenigsten dieser dürfte auch der ZEIT-online-Artikel „Tierschutz: Die Vegane Armee Fraktion“ vom 14.09.14 aufgefallen sein, in dem die Aktionen der Tierrechtler auf eine Stufe mit dem Terror der Roten Armee Fraktion gestellt werden. Von der eigentlichen Ursache des Phänomens jedoch, dem umfassenden Staatsversagen beim Thema Tierschutz, ist im ganzen sehr langen Artikel nicht die Rede. Apropos Leitmedium DIE ZEIT und aus aktuellem Anlass (Skandal Affenversuche im Max-Planck-Institut Tübingen) sei darauf hingewiesen, dass der ZEIT-Ressortleiter <Wissen>, Andreas Sentker, im Kuratorium des Max-Planck-Campus sitzt (Quelle).
Es bewegt sich etwas in der Gesellschaft: Aber ganz offensichtlich nicht in die Richtung, von der Tierschützer und Tierrechtler träumen. Träumen ist dabei ein gutes Stichwort

 

TL129/14: 22.09.14: Tierschutzverein Rhein-Sieg-Kreis schließt zur Mitgliederversammlung die Presse aus

Es ist Usus bei den ohnehin häufig intransparenten Vereinen unter dem Dach des Deutschen Tierschutzbundes (DTB), dass zu deren gern „wilden“ Mitgliederversammlungen die Presse nicht zugelassen wird. „Wild“ wird es dabei oft deshalb, weil die verschiedenen Vorstände so viel Professionalität und Impulskontrolle haben wie ein Kindergartenausflug in Disneyland. Da werden Jahreshauptversammlungen schnell zum gut besuchten Waschplatz jeder Art von dreckiger Wäsche der opponierenden Vereinsakteure. In nicht wenigen Fällen reist dann ein wortgewaltiger „Türsteher“ des DTB zur einzigen demokratischen Veranstaltung dieser Vereine an, der den kopflosen Provinzvorständen dabei hilft, die Intransparenz aufrechtzuerhalten, ungebetene Besucher und die Presse aus dem Saal zu schmeißen. So nach den dieser Redaktion vorliegenden Berichten erst jüngst auch wieder geschehen bei der gefühlten 29. Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Moers in diesem Jahr (vgl. Aua1357 und Linkliste dort).
Den Ausschluss der Presse bei öffentlichen Veranstaltungen kennt man von demokratiefernen Staaten und staatsfernen Institutionen. Für Tierschutzvereine, die auch auf Steuergelder angewiesen sind und bei der Bevölkerung um ihr Anliegen werben wollen, sind solche pressefeindlichen Aktionen kontraproduktiv. Nicht umsonst jammert der DTB immer wieder über die existenziell bedrohte Lage seiner Mitgliedsvereine.
Im vorliegenden Fall der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Rhein-Sieg-Kreis zeigt sich die zuständige Zeitung großzügig und kritisiert den Vorgang nicht (hier). Die ausbleibende Reaktion gehört nach Meinung dieser Redaktion auch in das weite Feld des unkritischen Umgangs der Tagesjournaille mit dem Thema Tierschutz. Wen man ohnehin nicht ernstnimmt, dem verübelt man auch nicht den Ausschluss der Presse.

 

TL128/14: 22.09.14: PerspektTIERisch e. V. gibt Projektleitung für das Casa Cainelui ab

Über das mehr als unglaubwürdige Projekt Casa Cainelui in Rumänien (Timisoara) hat DN vielfach berichtet (vgl. Pav10 und die Linkliste am Ende vom Text). Das berichten sowohl Romulus Sale, rumänischer Betreiber der mehr als zweifelhaften Einrichtung (hier), als auch der Verein PerspekTIERisch e. V. (hier). Das als unbewertete „Veränderung“ verkündete Ende der engen Kooperation wird nicht weiter erklärt. Eine DN-Presseanfrage wurde von dem Verein schon in der Vergangenheit nicht beantwortet (Pav10). Die Spender und Paten sollen das Geld jetzt auf das Privatkonto von Romulus Sale überweisen. Ja, dann ist ihnen eben auch nicht zu helfen! Im Übrigen ist das jetzt innert sehr kurzer Zeit schon der zweite deutsche Projektpartner, den der Monte-Carlo-Urlauber und seine Familie mit den Einkaufsambitionen in London und der Vorliebe für Australienreisen verliert. 

Auf der Seite von Perspektierisch e. V. findet sich dann noch ein schönes Beispiel dafür, wie Tierfreunde in die Irre geführt werden. Dort wird mit einem Siegel „Mit Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz“ geworben. Das prangte dort aber auch schon vor der Novellierung des TierSchG. Und der notwendige Hinweis auf § 11 Abs. 1 Nr. 5 fehlt! Eine Paragraf-11-Genehmigung ist nicht gleich eine Paragraf-11-Genehmigung! Das Impressum der Webseite ist nach wie vor unvollständig und erwähnt weder die Aufsicht führende Behörde noch das Vorliegen der notwendigen Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 TierSchG.

 

TL127/14: 22.09.14: Auch dieser Redaktion neu: Exportverbot rumänischer Hunde?

Da geht eine etwas befremdliche Meldung über den Fellbeisser-Presseverteiler, die besagt, Rumänien plane nun ganz konkret und aktuell ein Exportverbot von Straßenhunden. Dazu gibt es (natürlich) schon wieder die passende Petition. Auf einer der Plattformen des gewerbsmäßigen Hundehandels unter dem Etikett des Tierschutzes, dem Forum Verlassene Pfoten, wird das Thema seit Anfang des Jahres diskutiert (hier). Aber auch dort gibt es dazu keinen einzigen validen Link.
Auf dem österreichischen Facebook-Portal DOGnews sind ebenfalls Hinweise zu finden; sie stammen aus dem Frühjahr 2013. Selbstverfreilich wieder ohne Quellenangabe. Aber immerhin wird dieser Fortgang dort sehr weise kommentiert: „Wir haben den Tierschutz immer wieder darauf hingewiesen dass er lernen muss MIT DEN LÄNDERN zu kooperieren - es handelt sich um souveräne Länder die ihre eigenen Entscheidungen treffen. Wenn man ein Land diskreditiert darf man sich keine Kooperation erwarten ...“ (Quelle). Auch das [Ironie!] „Zentralorgan für die Information gewerbsmäßiger Hundehändler“, Zergportal, vermeldet dazu aktuell: nüx!

DN-Senf: Die DN-Redaktion gibt diese Infos unter Vorbehalt weiter. Verifizieren kann sie das im Moment nicht. Allerdings wäre es nicht wirklich eine Überraschung, denn der gewerbsmäßige Hundehandel unter dem Etikett des Tierschutzes macht den Rumänen, die am Leid der Straßenhunde verdienen, das Geschäft kaputt, wenn die Hunde zu Tausenden außer Landes gebracht werden. So schnell kann man sie gar nicht vermehren lassen, um diese Abgänge finanziell zu kompensieren. Und schier alles, was mit dem unermesslichen Leid der Tiere dort verbunden ist, lässt sich zu Geld machen: das Einfangen, das Kasernieren, das Töten und sogar die Kadaververwertung. Straßenhunde sind eine binnenmarktrelevante Ressource in Rumänien. Überdies hatten Länder wie z. B. Norwegen den Karpatenstaat in der Vergangenheit aufgefordert, den Export von Straßentieren zu unterbinden. In oben genannter Petition der Tierschützer wird diese Tatsache mit einem unglaublichen Zynismus erwähnt: „Norway has already denied entrance from Romanian dogs, and only because of few really found and reported cases of rabies“ (Quelle). Wenn die tierliebenden Freizeit-Ethiker mit der realen Gefahr der Zoonose Tollwut allerdings derart großzügig umgehen, müssen sie sich nicht wundern, an der öffentlichen Diskussion nicht beteiligt zu werden.

 

TL126/14: 19.09.14: Frau von tollwütiger Fledermaus gebissen

Die AHO-Redaktion meldet aus dem Landkreis Dahme-Spreewald einen Tollwutfall bei einer Fledermaus. Eine Frau habe das hilflose Tiere am Boden liegend gefunden, wobei es zu der Bissverletzung gekommen sei. Allerdings tritt Tollwut bei Fledermäusen wohl häufiger auf, wie es weiter in der Meldung heißt. Deshalb warnt das Robert-Koch-Institut ausdrücklich: Hände weg von Fledermäusen! Weder lebendige noch tote Fledermäuse sollten angefasst werden. [Die Warnung gilt nicht für Recklinghausen!]

 

TL125/14: 17.09.14: Novellierung Jagdgesetz in NRW sieht Verbot des Abschusses von Katzen vor

DAS wäre tatsächlich ein revolutionärer Fortschritt für den Tierschutz: Die gestern vom rot-grünen Kabinett in Nordrhein-Westfalen beschlossene Novellierung des Jagdgesetzes sieht ein Verbot des Abschusses von streunenden Katzen vor (Quelle). Laut Angaben des Landesjagdverbandes fielen dieser anachronistischen Regelung bisher jährlich bis zu 10.000 Katzen zum Opfer; und das sind nur die offiziellen Zahlen! Die heißt umstrittene Novellierung sieht noch weitere Einschnitte für die zeitgeistinkompatiblen Privilegien von Jägern vor. Alle Tiere der Roten Liste seien künftig tabu. Die Jagd mit Hunden auf Füchse und Dachse soll verboten werden.

 

TL124/14: 16.09.14: Meck-Pom führt als erstes Bundesland Kastrationspflicht für freilaufende Katzen ein

Es ist das erste Bundesland, das einer seit Jahren erhobenen zentralen Forderung der Tierschützer Raum gibt. Mecklenburg-Vorpommern führt eine landesweite Kastrationspflicht für freilaufende Katzen zum Ende des Jahres ein (Quelle). In Rostock besteht schon seit Juni 2013 eine städtische Kastrationspflicht. Angeblich, jedoch ohne Quellen- oder Zahlenangaben in der Vier-Pfoten-Pressemeldung, soll dort die Anzahl der Jungtiere deutlich zurückgegangen sein. VIER PFOTEN, TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) haben im März 2012 das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzen sich die drei Tierschutzorganisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein.

 

TL123/14: 16.09.14: Neuer Tierschutzgesetzparagraf bremst Cesar Millan aus!

Ein Aufatmen geht durch die Hundefreunde-Szene: Das Verwaltungsgericht Hannover hat mit Beschluss vom 15.09.2014 einen Eilantrag des als „Hundeflüsterer“ international bekannten Cesar Millan abgelehnt, der festgestellt wissen wollte, dass er für eine Veranstaltung am 17. September 2014 in Hannover in der Swiss-Life-Arena keine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG brauche. Braucht er eben doch, entschied die 11. Kammer des zuständigen Gerichts, wenn er gemäß des Veranstaltungskonzeptes seine besondere Art der Hundeerziehung an vor der Veranstaltung ausgewählten Tieren zeigen möchte.Die genaue Begründung lesen Sie hier. Die Meldung enthält aber noch ein weiteres Bonbon: Millan hatte vorsorglich vorab einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f bei der zuständigen Veterinärbehörde gestellt. Die jedoch konnte bei Millan die nötige Sachkunde nicht feststellen!

DN-Senf: SAGENHAFT! Ein „Hundeflüsterer“, der anderen Hundehaltern die Welt erklären möchte und selbst noch nicht einmal über die Basics der Sachkunde verfügt. Im Übrigen ist der Vorgang das erste dieser Redaktion bekannt werdende Beispiel, wo sich die neue gesetzliche Regelung nachweislich als Segen und im Sinne des Tierschutzes auswirkt. Da werden die österreichischen und Schweizer Anhänger der gewaltfreien Hundeerziehung neidvoll nach Deutschland blicken! Nun fragt sich die DN-Redaktion aber, ob über diese formaljuristische Schiene nicht auch ein Kraut gegen andere mutmaßlich tierschutzrelevante Hunde"erzieher" wie Nowack, Ertel und den Rudelstellungswahnsinn gewachsen ist?

 

TL122/14: 13.09.14: Protest gegen Cesar Millan: Endlich mal eine kreative Aktion

Die ewige Lamentiererei der Tierschützer über gefühlte 987.412 Tierhaltungsmissstände auf der Welt erschöpft selbst den gutwilligsten Tierfreund und Ethiker. Die Protestaktionen verlaufen immer gleich öde und ermüdend. Eine wirklich kreative Idee entwickelte die länderübergreifende Initiative gewaltfreies Hundetraining. Die bietet Ticketinhabern von Veranstaltungen des wegen mutmaßlicher Tierquälerei in der Kritik stehenden Hundetrainers Cesar Millan einen Tausch an: Tausche Ticket gegen Training. Dafür macht auch der österreichische Kurier gern Werbung.
Diese kreative Aktion verdient das Maximale: ein DN-Lob!

 

TL121/14: 13.09.14: Eine folgenschwere juristische Schlappe für PETA

Immer wieder Thema in der Auseinandersetzung zwischen Tierschützern und Tiernutzern sind heimlich gemachte Film- und Fotoaufnahmen in Räumlichkeiten, die dem Hausrecht der Tiernutzer unterliegen.. Die Tierrechtsorganisation PETA hat diesbezüglich einen langen Prozess vor dem Oberlandesgericht Köln verloren (Quelle). Eine betroffene Pferdehalterin setzte dabei ihren Unterlassungsanspruch gegen die Tierrechtler durch. Das sicherlich für die Tierrechtler nicht billige Verfahren, das sich über das einstweilige Verfügungs- bis zum Hauptsacheverfahren in zweiter Instanz vor dem OLG hinzog, kulminiert in folgender Bewertung widerstreitender Ansprüche: „ […] das öffentliche Interesse an den Bildern aus den Stallungen der Pferdehalterin sei vorliegend nicht stärker zu gewichten als die Wahrung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts der Pferdehalterin.“ (Quelle). Spielentscheidend für diesen Fall und in Abgrenzung zu heimlichen Filmaufnahmen aus der Tiernutzerindustrie war jedoch die Tatsache, dass es sich um eine private Pferdehalterin und kein Gewerbeunternehmen handelt. Hier fehlte der gewerbliche Bezug.

Aktenzeichen:
Einstweiliges Verfügungsverfahren LG Köln Az.: 28 O 453/12
Hauptsacheverfahren LG Köln Az.: 28 O 377/13
Berufungsverfahren OLG Köln Az.: 15 U 44/14

TL120/14: 11.09.14: Rumänien: Geo.de veröffentlicht die Chronik der Eskalation

Das Geo.de-Portal veröffentlicht eine detaillierte Chronik der Ereignisse in Rumänien seit dem Tode des kleinen Jungen Ionut Anghel. Ungeschminkt wird die Tatsache benannt, dass die rumänische Tierschutzbehörde ASPA geltendes Recht missachtet und widerrechtlich Hunde tötet. Leider erliegt auch die Geo-Redaktion dem unhaltbaren Mythos, dass der heutige Straßenhundebestand ein Erbe von Ceausescus Siedlungspolitik sei. Mythen sind beständig. Erstaunlich ist nur, dass dieser Unsinn auch in renommierten Redaktionen konserviert wird. Für das aktuelle Problem spielt es aber keine Rolle. Die Chronik dokumentiert eindrücklich, dass bisher alle Bemühungen und Interventionen auch auf europäischer Ebene nichts bewirken konnten. Die durch hysterische und rechtsunkundige Tierschützer schon im Vorfeld unwirksam gemachte Klage beim Gericht der EU (vgl. Aua1389P) ist ebenfalls gelistet. Eine Bewertung einzelner Maßnahme erfolgt in der Chronologie selbstredend nicht. Dabei spielt es eben schon eine Rolle, ob solche Aktionen wie die besagte Klage durch den Übereifer der Tierschützer schon im Vorfeld durch massive Zeugenmanipulation außer Kraft gesetzt werden.

 

TL119/14: 10.09.14: Aus der Krankenakte einer perversen Gesellschaft: Die Kopflaus als veganes Problem

Es wird wohl nicht anders gehen, um den schizophrenen Wahnsinn einer Dedakenzgesellschaft im Goldenen-Kalb-Tanz um seinen Religionsersatz <Tier> noch anschaulicher zu machen: Die DN-Redaktion wird künftig häufiger einschlägige Threads und Postings im anarchischen Antivegan-Forum verlinken. Dort fällt dieser heute wohltuend der Thread auf: Die Kopflaus als veganes Problem! Bitte lesen Sie dort von den Kümmernissen einer Mutter, deren 4-jährige Tochter ideologisch schon so verwirrt ist, dass sie sich nicht ernsthaft von den Mitgeschöpfen auf ihrem Kopf trennen möchte.

Nicht zu vergessen: Solche Diskussionen und Energieeinsätze verlaufen parallel zu der täglichen Nachrichtenberichterstattung über die Vorgänge in Syrien, dem Gaza-Streifen, Irak etc. Wer sich jedoch mit dem Existenzrecht der Kopflaus beschäftigen muss, hat keine Zeit für das unethische Weltgeschehen. 

 

TL118/14: 10.09.14: Tiernothilfe Leipzig warnt (halbherzig) vor Tierschutz-Schlepperkollegen

Aaah: Ein seit Jahren hochgradig tierschutzrelevantes Problem wird allmählich vom Tierschutz thematisiert. Phantastisch! Die Tiernothilfe Leipzig warnt auf ihrer Facebook-Seite (Posting vom 09.09.14: "Wort zum Montag") vor Auslandsschleppern unter dem Etikett des Tierschutzes, benannt als  „Privatleute und Vereinen in Gründung“ (vgl. dazu auch Aua1367P), die mit herzzerreißenden Seiten mit furchtbaren Bildern und Texten ihre Adoptanten ködern. Die Vermittlungstexte wären häufig unzutreffend; finanzielle Ressourcen bei den In-Gründung-Vereinen für teure tierärztliche Versorgung von todkranken Auslandshunden nicht vorhanden.

DN-Senf: Am besten an diesem Facebook-Aufschrei sind unten wieder die Kommentare. Dort schlagen die üblichen Bedenkenträger auf, die vor Pauschalisierung warnen. Man möchte in den Kübel kotzen! Wieder ist von (angeblich nur ein paar) schwarzen Schafen die Rede, wo doch jeder Beobachter der Szene weiß: Die Herde ist schwarz! Außerdem wiegt die Farbgebung der Wiederkäuer den systemimmanenten Schwachsinn nicht auf, durch unethischen Abtransport gefangengenommener Straßen- und Vermehrerhunde erst richtig die Produktion anzuheizen. Auch der kontraproduktive Unfug, durch Futter- und Hilfsmitteltransporte aus Deutschland die Strukturen vor Ort noch mehr zu schwächen, wird leidenschaftlich beworben (vgl. dazu Aua914). Noch nicht einmal die Tatsache, dass Kastrationen vermutlich der falsche Weg sind, wie das jahrzehntelange furchtlose Kastrieren im Ausland beweist, und stattdessen und nach Meinung der Wissenschaftler durch Sterilisation ersetzt werden sollte, hat sich bis zu diesen Schlaubären herumgesprochen. Wer der Auslandsschlepperei begegnen möchte, der muss dann doch etwas beherzter und fundierter auftreten und solche wichtigen Texte vor allem nicht auf Facebook posten, wo sie schon nach wenigen Tagen für alle Zeit verloren sind und von keiner Suchmaschine erfasst werden. Aber ein Blick auf die Webseite der Tiernothilfe Leipzig ernüchtert dann vollkommen: In der Rubrik „aktuelle Informationen“ stammt der letzte Eintrag vom 19.02.2012! Ach so, es geht um "Likes", nicht um (nachhaltigen) Tierschutz. Tschuldigung!
Nachtrag: Diese "Tierschützer" haben dem Druck (ihrer Schlepperkollegen?) offensichtlich keine 24 Stunden standgehalten. Der Text war ratzfatz wieder verschwunden.

 

TL117/14: 05.09.14: Dogge fraß Socken, die sonst Tierschützer rauchen

Zur Abwechslung einmal eine typische Boulevard-Meldung: Tierärzte in den USA fanden 43 Socken im Magen einer Dogge! Lustig, lustig. Und schön, dass der Hund den Fehlfraß überlebt hat. Und wieder typisch für den Boulevard, dass dazu unpassend statt einer (Deutschen) Dogge, um die es sich mutmaßlich handelt, eine Bordeaux-Dogge abgebildet wird. Im Übrigen vermutet diese Redaktion, dass dieses amerikanische Exemplar des „Apoll der Hunderassen“ sich für den Tierschutz engagieren wollte, um so zu verhindern, dass zu viele Tierschützer die Textilie rauchen, 43 ½ Exemplare derer sich im Hundemagen fanden. Anders als durch Sockenrauchen nämlich ist der Murks, den diese soziale Entität abliefert, nicht zu erklären.

 

TL116/14: 02.09.14: Rumänien: Der rumänische Junge Anghel Ionut wurde nicht von Straßenhunden getötet

Mit einer spektakulären Meldung kommt VIER PFOTEN raus: Der kleine rumänische Junge, der letztes Jahr um diese Zeit von Hunden zu Tode gebissen wurde, sei nicht von Straßen-, sondern von privaten Wachhunden eines Unternehmens in Bukarest getötet worden. Das belegen nach Angabe der Tierschutzorganisation vorliegende offizielle Dokumente. Damit sei eine falsche Tatsachenbehauptung die Grundlage für das grausame Tötungsgesetz. Die rumänische Staatsanwaltschaft habe inzwischen Anklage wegen Totschlags gegen die Verantwortlichen des Unternehmens erhoben. Die Tierschützer geben in ihrer Pressemitteilung weiter an, die Situation in Rumänien sei außer Kontrolle geraten. VIER PFOTEN habe die Regierung angeklagt und beim Appellationsgericht die Annullierung der rechtswidrigen Bestimmungen der Anwendungsnormen beantragt.

DN-Senf: Gelernt: Im Themenfeld des Tierschutzes kommen dieselben Strategien wie in allen anderen politischen Bereichen zur Anwendung: Falsche Tatsachenbehauptungen der Mächtigen als Grundlage für wichtige Entscheidungen, seien es angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak oder ein von angeblich Straßenhunden zu Tode gebissenes Kleinkind in Rumänien. Seien es Waffenexporte in Krisengebiete oder die Bemühungen, einen Krieg in Europa herbeizusanktionieren. Was diese Redaktion zuvorderst wundert: Deutsche Tierschützer trampeln nach diesseitiger Wahrnehmung in Hundertschaften in Rumänien herum. Warum hat keiner dieser in 12 Monaten bisher feststellen können, dass sich der Tod des Kindes auf einem Firmengelände vollzog und dass die dort residierende Firma auf dem offensichtlich ungenügend gesicherten Gelände Wachhunde herumlaufen lässt? Warum bedarf es dazu erst eines offiziellen Dokuments? Mirakel-Mirakel! Vor-Ort-Recherche hätte diese Fakten doch schon vor einem Jahr ohne großen Aufwand ans Tageslicht bringen können. Nicht?

 

TL115/14: 01.09.14: Unnötig viele Impfungen

Diese Meldung passt sehr gut zu TL114/14: Auch beim Thema Impfungen setzt sich allmählich ein neues Bewusstsein durch. WDR2 berichtet über „Unnötig viele Impfungen“, ein gegenüber Tierärzten und Pharma kritischer Beitrag, der so vor Jahren undenkbar gewesen wäre. Hier gebührt der Dank all jenen Impfkritikern, die sich in diesem weiteren Glaubenskrieg (neben ATS und Ernährung) behauptet haben. Eine sehr gute Webseite zum Thema ist übrigens diese hier, auf der auf das übliche esoterische Beiwerk verzichtet wird.

 

TL114/14: 01.09.14: ATS: Seriöse Tierschützer lösen das Problem vor Ort (unseriöse schleppen)

Man kann in der Tat mit der Novellierung des TierSchG ($ 11 Abs. 1 Nr. 5) auch bei den Behörden und in den Medien eine veränderte Einstellung zur endlosen und tierquälerischen Tierschlepperei unter dem Etikett Tierschutz beobachten. Die schon sehr deutlich werdende Pressemitteilung des Veterinäramts Koblenz-Mayen, wie in Pav14 und der Aktualisierung zu Aua1367P zitiert, tut nachgerade wohl. Und auch der Bayerische Rundfunk greift das Thema aktuell und mit der Unterstützung des diesbezüglich besonders geplagten Tierheims Nürnberg-Fürth auf, das regelmäßig auf illegalen Trapos beschlagnahmte Auslandshunde aufnehmen muss. Es ist immer dieselbe Überschrift: Das Geschäft mit dem Mitleid.

DN-Senf: Und es ist immer dieselbe Quintessenz, auf die solche Berichte hinauslaufen: Seriöse Auslandstierschützer lösen das Problem vor Ort, im jeweiligen Land. Das ist eine Position, welche die DN-Redaktion schon seit Jahren vertritt, in Aua914, Aua923 und Aua1296 detailliert erklärt hat und für die sie sich seit Jahren beschimpfen, bedrohen, verleumden und juristisch verfolgen lassen muss. Wenn sich in den nächsten Jahren die Erkenntnis breitenwirksam durchsetzen wird, dass die schiere Tierschlepperei dem Auslandstierschutz massiven Schaden zufügt, soll nie vergessen sein, welche Orgas jahrelang dafür Werbung gemacht haben und teilweise immer noch machen: der Bund gegen Missbrauch der Tiere, Tasso, der Europäische Tier- und Naturschutz e. V. u.v.a.m. Der Weg zu effizienter Hilfe für die Tiere im Ausland ist noch weit, aber mit der Novellierung des Tierschutzgesetzes in § 11 (trotz all der negativen Begleiterscheinungen der Geschäftemacherei damit) hat eine neue Zeit begonnen! Und diese neue Zeit erlaubt wunderbarerweise Kritikern, Journalisten und Bloggern, endlich all die miesen Händler und Geschäftemacher im Tierschutz als das zu bezeichnen, was sie sind: illegale Hundehändler! WENN sie keine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 5 haben, die bisher noch den meisten fehlt. Das (illegale) waren sie früher auch schon, aber für diese korrekte Etikettierung wäre diese Redaktion vor den Gesetzesänderungen auf den elektrischen Stuhl der einstweiligen Verfügung gekommen! 

 

TL113/14: 30.08.14: Programmbeschwerde gegen NDR wegen illegalem Filmmaterial

Eine spannende Frage: Gemäß aktueller Meldung von topagrar online hat der Bauernverband Schleswig-Holstein beim Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks (NDR) eine Programmbeschwerde wegen der Verwendung illegal zustande gekommenen Filmmaterials in einem Beitrag Anfang August im Rahmen der Sendung „Schleswig-Holstein-Magazin“ eingereicht. Dabei wurden Bilder von Schweinen und Ferkeln gezeigt, die gemäß dem NDR heimlich von Tierschutz-Aktivisten in Ställen gedreht worden sein sollen. Der Bauernverband argumentiert, dass Filmmaterial, das durch illegales Eindringen in Ställe zustande gekommen sei, nicht Grundlage einer Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sein dürfe. Die Verwendung dieses Materials sei ein Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

DN-Senf: Da darf mit Spannung die Reaktion des Rundfunkrats erwartet werden, weil es sich hierbei um eine Grundsatzfrage handelt. Auch die Bewertung der Juristen dürfte interessant werden. Nach Wissen dieser Redaktion ist es presserechtlich so, dass derlei Material (nur) dann verwendet werden darf, wenn die publizierenden Journalisten nicht selbst in die Straftaten verwickelt sind oder diese gar in Auftrag gegeben haben. Diese Frage war übrigens auch Gegenstand des Verfahrens in TL111/14. Der zweite interessante Aspekt bei dieser Beschwerde ist das Vorgehen der kritisierten Lobby, die jetzt offensichtlich über formaljuristische Kriterien versucht zu verhindern, dass Verbraucher erfahren, was sich tatsächlich in deutschen Ställen abspielt. Es würde DN presserechtlich überraschen, wenn der Bauernverband damit tatsächlich durchkäme. 

 

TL112/14: 29.08.14: ZEIT online berichtet über militante Tierschützer und die Gegenwehr der Industrie

"Unternehmen und Lobbygruppen rüsten auf, um sich vor den Öko-Extremisten zu schützen", erklärt ein aktueller ZEIT-online-Artikel zur Gegenwehr der Tierausbeuterindustrie gegen die zunehmend militanter werdenden Tierrechtler. Der zweiseitige Artikel listet Fälle und eine Fülle von Straftaten der Tierfreunde und beklagt den in Deutschland ausbleibenden Eifer der Ermittlungsbehörden.

DN-Senf: Die Tierrechtler erweisen mit diesen Rechtsbrüchen der Sache einen Bärendienst. Ihr Standardargument ist zum einen die auf Sachen beschränkte Gewalt sowie deren Notwendigkeit in Reaktion auf die Übermacht der Tierausbeuterindustrie. Mit immer noch radikaleren Methoden versuchen sie immer noch furchtbarere Bilder zu erhalten, um damit angeblich den Verbraucher aus seinem ignoranten Tiefschlaf zu holen. Dem jedoch wie Staat und Gesellschaft insgesamt ist das Tierwohl vollkommen gleichgültig. Das sind die Fakten, die anzuerkennen die Tierschützer nicht bereit sind. Allerdings machen sie sich mit dieser Strategie und den Rechtsverletzungen gefährlich angreifbar. Einige Anti-Tierrechts-Schreiberlinge, im gegebenen Fall selbst Tierausbeuter, nutzen die Rechtsbrüche zur legasthenen Stimmungsmache im Internet (www.gerati.de und hier) und generieren damit durchaus Zulauf. Der Witz an der Sache, dass diese nun wiederum selbst fortlaufend Straftaten begehen (Urheberrechtsverletzungen; Verletzung der Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes; Verlinkung auf Webseiten mit strafbaren Inhalten), geht im allgemein Rechtsbruchgetümmel unter. Auf aktive Verlinkung auf solche Seiten ist aufgrund der Strafbarkeit der Inhalte dort eher abzuraten! Und die Tierschützer und Tierrechtler brauchen ganz dringend neue Strategien!

 

TL111/14: 28.08.14: Prozess gegen Friedrich Mülln: „Machen Sie weiter so!“

Sogar die BILD-Zeitung berichtet über den erfreulichen Ausgang des Strafprozesses gegen den Tierrechtler Friedrich Mülln, Soko Tierschutz. Im Zuge seiner Recherchen zum Lebendrupf von Gänsen war ihm vom Staatsanwalt vorgeworfen worden, jemanden beauftragt zu haben, die Gespräche von Mitarbeitern einer Münchner Bettfeder-Firma aufzuzeichnen. Einen Freispruch in dem Verfahren vor dem Münchner Amtsgericht gab es zwar nicht, aber der offensichtlich tierschutzfreundliche Richter stellte das Verfahren gegen Auflage ein und ermunterte die Tierrechtler: „Machen Sie weiter so!“ Mülln zahlt (gern) 1.500 Euro an das Münchner Tierheim. Auf ihrem Facebook-Account hat die Soko Tierschutz verschiedene Links zur Berichterstattung zusammengestellt: BR, Münchner Abendzeitung, TZ.

 

TL110/14: 28.08.14: Ärzte gegen Tierversuche warnen vor der Ice Bucket Challenge

Der den winterlichten Temperaturen nicht angemessene aktuelle Hype von Promis, sich vor laufender Handykamera und angeblich für einen guten Zweck einen Eimer Eiswasser über die Omme zu gießen, hat einen ziemlich furchtbaren Hintergrund, wie dieser Pressemitteilung von Ärzte gegen Tierversuche zu entnehmen ist. Denn die Tierschützer geben an, dass Akteure damit grausame und sinnlose Tierversuche finanzieren. Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche fordert alle nominierten Promis dazu auf, nicht an die ALS Association zu spenden. Lesen Sie die Hintergründe dazu hier!

 

TL109/14: 25.08.14: Gut gemeint: "Aus dem Tagebuch eines Tierheimhundes"

Die DN-Redaktion hat immer extreme Bauschmerzen mit Texten, die Tiere, insbesondere Hunde, vermenschlichen oder ihnen gar eine „Stimme“ geben. Der Text Aus dem Tagebuch eines Tierheimhundes fällt in diese Bauchwehkategorie. Er wird trotzdem verlinkt, weil er auf wichtige Aspekte des Animal-Hoarding der Auslandstierschützer hinweist. Der Autor versucht eine Abwägung zwischen den Vorzügen der Freiheit von Straßenhunden und ihrem täglichen Überleben mit den mehr als zweifelhaften Vorzügen der Zwangsrettung, an Ende derer sich diese Hunde in viel zu großen Hundegruppen ohne jede Perspektive in deutschen Tierheimen, häufiger jedoch in den deutschen Animal-Hoarder-Haltungen sogenannter Tierschützer wiederfinden. Futter, Wasser und die Abwesenheit von Parasiten gegen perspektivlosen Sozialstress und Langeweile. An dieser Stelle ist es dann wieder die mangelnde Sachkunde, welche den Rettern verunmöglicht zu bewerten, was derlei große Hundegruppen mit ständig wechselndem Bestand dem Individuum darin für einen unendlichen Stress bescheren. Am besten jedoch gefällt dieser Redaktion der flammende Appell zur individuellen Straßenhunderettung statt „Massentierschutz“! Sehr guter Ansatz!

 

TL108/14: 24.08.14: Der Orthorektiker rettet DN aus dem Sommerloch

Fast 20 Tage lang kein Tageslink. Puuh. Nicht zu ändern, die DN-Redaktion füllt diese Rubrik nicht mit Trash, nur um Output zu haben. Dafür kommt heute der Orthorektiker des Wegs, wie rp-online hier sehr schön erklärt. Hinter dieser herrlich hochtrabenden Bezeichnung versteckt sich noch eine Gruppe armer Säue, die dem krankhaften Zwang unterliegt, sich gesund zu ernähren. Die dazugehörige Krankheit wird als „ernst“ bezeichnet und nennt sich Orthorexia nervosa. Sie dürfte den Antiveganern vielfach dienstbar sein?

 

TL107/14: 05.08.14: Leishmaniose aus Hessen? Sandmücke schon da!

Um an die gefürchtete Krankheit Leishmaniose zu kommen, müssen Hund und Mensch jetzt nicht mehr erst in süd- oder osteuropäische Länder fahren oder von einschlägigen Tierschleppern einen mit dieser gefährlichen Krankheit infizierten Straßenhund adoptieren. Denn wie das Greenpeace-Magazin aktuell vermeldet, ist die Sandmücke jetzt in Hessen angekommen! Forscher vom Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) konnten die Sandmücken-Art Phlebotomus mascittii nachweisen. Eindeutig sei zwar noch nicht bewiesen, dass diese Art Leishmaniose überträgt, aber die Vermutung liege nahe. 

 

TL106/14: 05.08.14: Tierschützer kritisieren Online-Plattform Willhaben.at, auf der Tierschützer ihre Ware anbieten

Keine Frage: Für jeden seriösen Tierschützer verbieten sich Online-Marktplätze wie die österreichische Willhaben.at oder gar Ebay-Kleinanzeigen. Denn die sind nur die digitaliserte Version von Polen- oder anderen Tiermärkten, wo es allein um den Absatz geht.  Der Standard.at berichtet hier über einen weiteren Fall illegalen Welpenhandels auf Willhaben.at. Politiker nutzen den Vorfall, um ein Totalverbot des Online-Welpenhandels zu fordern. Trotzdem finden Pseudo-Tierschützer, welche diese Infrastruktur für den Verkauf ihrer Ware Hund benutzen, immer noch genügend Zulauf. Ein österreichischer „Tierschützer“, der sich des Angebots von Willhaben.at bedient, um seine Zuchthunde zu verkaufen, ist Helmut Hirmann vom Streunerparadies (vgl. dazu auch Screenshot in Aua1349).

 

TL105/14: 05.08.14: Liegen die Leichen erst auf dem Tisch, wird der Gesetzgeber plötzlich frisch

Donnerkiel und Rosenstrauch: Ein Minister wird wach! Seit Äonen fordern Tierschützer, dass die Exotenhaltung restriktiver geregelt wird. Aber da muss sich erst eine Puffotter und einige ihrer Kollegen persönlich bemühen, die Halter knapp um die Ecke bringen (hier), und dann wird auch der Gesetzgeber wach und trötet in der Gegend herum, man müsse jetzt endlich mal die Gefahrtierhaltung reglementieren. Die AHO-Redaktion verabsäumt in ihrem aktuellen Bericht auch nicht, das Regelungswirrwarr bundesweit zu skizzieren.

 

TL104/14: 04.08.14: Ein journalistisch grottenschlechter Bericht im Standard.at über die aktuelle Situation in Rumänien

Diese Redaktion fällt allmählich der These anheim, dass der Dilettantentango der Tierschützer eine Infektionskrankheit ist? Und diese geht ohne jede erkennbare Inkubationszeit auch auf Journalisten und Rechtsanwälte über, die sich in den Schwefelkreis des Themas begeben. Ein schönes Beispiel grottenschlechten Journalismus legt Anja Melzer von der österreichischen Zeitung Standard.at ab. In ihrem Artikel vom 3. August 2014 „Rumäniens Problem mit den Streunerhunden“ versucht sie verzweifelt, des komplexen Themas Herrin zu werden und scheitert an mangelnder Sachkunde und an leicht durchschaubaren Mythen.
Es ist eben bitter, wenn man als Berichterstatter noch nicht einmal den Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation kennt und bei der Kolportage bisheriger Bemühungen des Tierschutzes zur Verbesserung der Situation in Rumänien beides durcheinander würfelt: „Heute ist nur mehr jeder vierte Hund sterilisiert“, […] „Die Hunde werden mit einem Chip im Ohr versehen, gegen Tollwut geimpft und kastriert“. Ja, was denn nun? DAS ist doch gerade der entscheidende Punkt und mutmaßlicher Kardinal-Fehler der Tierschützer: Kastration statt Sterilisation (siehe hier).
Melzer entblödet sich auch nicht, den hundsalten Mythos des Straßenhundeproblems als angebliches Ceausescu-Erbe zu bemühen. Seine damalige Siedlungspolitik sei verantwortlich. Quatsch mit blutiger Soße! Was jeder Hirnträger allein schon an der Tatsache selbst überprüfen kann, dass es in anderen ost- und südeuropäischen Ländern dasselbe Straßenhundeproblem gibt – auch ohne rumänischen Diktator.
Übrig bleibt von diesem Artikel die nicht ganz neue Info, dass der Chef der rumänischen (Achtung: Zynismus!) „Tieraufsichtsbehörde“ ASPA, Razvan Bancescu, sich über geltendes Recht hinwegsetzt und trotz der Entscheidung des Appellationsgerichtes die Hunde weiter tötet und töten lässt. Korrekt verweist Standard.at auf den fatalen finanziellen Anreiz für rumänische Hundefänger von 50 Euro pro gefangenes Tier.

DN-Senf: Menzels wahrster Satz: „Der Umgang mit den Streunern schwankt zwischen Beseitigung und vermenschlichender Gleichbehandlung“. Halten wir uns also an diesem kernwahren Satz fest und nehmen ansonsten das Sommerloch in Regress, wenn österreichische Journalisten sich an ein Thema wagen, dessen zentrale Termini sie nicht beherrschen und dessen ganz offensichtliche Märchen und Mythen sie konservieren, perpetuieren und multiplizieren.

 

TL103/14: 31.07.14: Dafür ist PETA eben gut: Kreiselmäher-Fahrer zu Geldstrafe verurteilt

Meldungen wie diese begründen die ambivalente Haltung der DN-Redaktion zur Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Im Zusammenhang mit der mutmaßlich von Zirkusleuten betriebenen Hetzseite gegen PETA, www.gerati.de, hatte DN in Aua1373P mit beiden Seiten „abgerechnet“. Aber bei aller berechtigten Kritik an der umstrittenen Tierrechtsorganisation: Solche Erfolge wie die Verurteilung eines Kreiselmäher-Fahrers zu einer empfindlichen Geldstrafe, weil er ein Reh getötet hatte, kennt die DN-Redaktion nur als Erfolgsmeldungen von PETA. Der Mäherfahrer hatte seiner rechtlichen Pflicht, die Wiesen vor der Heuernte durch den Jagdpächter auf Wild absuchen zu lassen oder anderweitige Vergrämungsmethoden anzuwenden, nicht genüge getan. PETA erstattete Anzeige. Das Amtsgericht Euskirchen hat den Fahrer jetzt zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilt: 60 Tagessätze à 50 Euro. PETA selbst bezeichnet das Urteil zurecht als zukunftsweisend!

 

TL102/14: 30.07.14: Österreicher füllen mit übelstem Tränendrüsen-Tierschutz das Sommerloch

Die „Krone-Tierecke“ schlägt wieder zu. In dieser Rubrik der österreichischen Boulevard-Zeitung Krone.at wird derzeit eine ganz üble Tierschutz-Schmonzette vermarktet: Ein 16jähriges Mädchen, das während ihres Urlaubs in Tunesien auf Hundewelpen gestoßen ist, die sie – korrektes Konsum-Kind – jetzt natürlich „haben will“. Damit das junge Mädchen, das sich angesichts ihres Alters und der dazugehörigen berufs- und ausbildungstechnischen Herausforderungen sicherlich nicht mit der Verantwortung für Hunde beschweren sollte, in ihrer Schwachsinnsaktion bestärkt wird, sollen die Krone-Leser spenden. Keine Sorge, es geht nicht etwa darum, die dazugehörige Mutterhündin zu kastrieren, besser aber zu sterilisieren, sondern es geht nur darum, die Hundewelpen aus Tunesien (!!!) nach Österreich zu schleppen. Das ist auch gut so, denn nächstes Jahr ist wieder Sommer und dann kann sich wieder ein Wohlstandskind einen Urlaub in Tunesien leisten. Dort kann sie den nächsten Wurf der betreffenden Hündin auf der Mülllkippe beweinen und wieder die Krone-Leser um Geld anbetteln! Und alles ist gut!

 

TL101/14: 27.07.14: Konflikt zwischen Tierschutz und Zirkus spitzt sich erkenntnistreibend zu

Diese Meldung passt sehr schön zum aktuellen DN-Artikel Aua1373P über die neue PETA-„kritische“ Webseite www.gerati.de. Denn der Konflikt zwischen dem Tierschutz und einzelnen Zirkusunternehmen spitzt sich immer weiter zu; Medien-Meldungen zu eskalierenden Konfrontationen beider Parteien häufen sich. In der (hoffentlich objektiven) Berichterstattung der Tagesjournaille kommen vor allem die Zirkusleute aufgrund von gewalttätigen Übergriffen gegen die Tierschützer schlecht weg. So auch in dem Bericht Tierschutz-Demo in Schleswig beschäftigt Polizei der Schleswiger Nachrichten vom 26. Juli 2014. Rund 90 Tierschützer hatten auf dem Stadtfeld gegen die Tierhaltung im Circus Probst demonstriert. Dabei sei es zu Ausschreitungen gekommen. Wer dafür die Verantwortung trägt, darüber lässt das Statement des Polizeisprechers keinen Zweifel, das von einer „hoch emotionalisierten Stimmung vor allem auf Seiten der Zirkus-Belegschaft“ spricht. Es sei zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Polizei habe verhindern können, dass die Zirkus-Mitarbeiter einen Bewässerungsschlauch gegen die Tierschützer richten.

DN-Senf: Ganz offensichtlich jedoch hat der Tierschutz mit seiner berechtigten Kritik an Zirkusunternehmen, die eine archaische Wildtierhaltung betreiben, sowie mit seinen öffentlichkeitswirksamen Exerzitien des Demonstrationsrechts Erfolg, denn die Zirkusveranstaltung sei auffallend schlecht besucht gewesen.

 

TL100/14: 27.07.14: Britische Antifaschisten rufen zum Boykott eines veganen Coffeeshops auf

Die „vegane Welt“ rund um Kim K. war schon einmal Thema auf DN: Aua823. Wie brisant das Thema ist, mag hieran erkennen: Trotz untypischer Kürze zog exakt dieser Artikel wegen eines darin verwendeten Screenshots von Ralf Seeger einen fast zweijährigen Rechtsstreit nach sich (vgl. Aua984), den die DN-Redaktion furios gewonnen hat (vgl. Aua1358)

Inzwischen agiert Kim K. in Großbritannien. Sie hatte sich seinerzeit und im Kontext mit der Kritik auf Indymedia.org (vgl. Hinweis zum Stellenwert der Plattform „Indymedia.org“ in Aua823) in einer Stellungnahme vom Rechtsextremismus distanziert.

Nun schlagen die britischen Antifaschisten Alarm und rufen in diesem Artikel zum Boykott eines veganen „cake shop“ in Camden auf. Die Antifa-Leute auf der Insel behaupten, von den Betreibern des Geschäftes ließen sich Verbindungen zu einer gewaltbereiten italienischen Neo-Nazi-Gruppe nachweisen. In dem ausführlichen und reich bebilderten Text, der Akteure der veganen Szene und ihre politischen Bekenntnisse (Tätowierungen, Auftreten mit bekannten Neo-Nazis) dokumentiert, werden jede Menge Namen der Szene genannt. Darunter taucht erneut Kim K. als Freundin des Neo-Nazi-Sympathisanten David auf. Der Artikel weist darauf hin, dass Rechtsextremisten weiterhin die Tierrechtsszene infiltrieren. Und den artikulierten Anspruch von Kim K., Anti-Faschistin zu sein, bewertet der Bericht angesichts ihres gemeinsamen öffentlichen Auftretens mit bekennenden Neo-Nazis als „bullshit“.

 

TL99/14: 26.07.14: Tierschutzverein Groß-Dortmund e. V.: Verlogenheit des Tierschutzes kaum noch zu bemänteln

Die Grätsche der Akteure des karitativen Tierschutzes über die Abgründe ihrer zerfledderten Moral hinweg funktioniert immer häufiger nicht mehr. Auch weil die Abgründe tiefer werden. Im Moment am Pranger steht der Tierschutzverein Groß-Dortmund im Zusammenhang mit dem für den 24. August 2014 geplanten Kirchentag unter dem Motto „Mensch und Tier“. Immer brav im Gefolge eines längst schon seiner Glaubwürdigkeit verlustigen Deutschen Tierschutzbundes bestehen die Tierschützer dort auf dem Angebot von NEULAND-Fleisch im Rahmen des Kirchentages, wie hier und in den Fellbeisser-Nachrichten vom 25.07.14 behauptet wird.

Das nennt DN einmal Sensibilität gegenüber aktuellen Entwicklungen wie etwa dem kapitalen NEULAND-Skandal (vgl. dazu TL84/14). Und die Tatsache, dass noch nicht einmal Tierschützer an einem so singulären Ereignis wie einem Kirchentag auf Fleisch verzichten und die Besucher dort stattdessen mit schmackhaften Alternativen zum Fleischverzicht verführen wollen, ist ein fetter Brocken am Schaschlik-Ethik-Spieß!

 

TL98/14: 16.07.14: Tierschlepper-Sauereien gehen nicht ohne Tierärzte

Es liegt auf der Hand: Die gesamte illegale Tierschlepperei geht natürlich nicht ohne die Mitwirkung von Tierärzten; auch deutschen! Das meldet aktuell die Thüringer Allgemeine in dem außergewöhnlich ausführlichen Artikel vom 14. Juli 2014: Tierarzt wirkte bei illegalem Welpenhandel im Wartburgkreis mit. Der Artikel hat schon fast DN-Qualitäten, weil er Namen zumindest abgekürzt benennt. Peggy E., die im Wartburgkreis ohne Erlaubnis ein florierendes Geschäft mit Welpen betreibe. Mittendrin im illegalen Gewusel der Tierarzt Siegfried G., dem sogar schon die Approbation entzogen worden sein soll, wie die Zeitung berichtet. Mit von der Partei sei auch noch das Züchtergespann Frau J. und ihr Lebensgefährte André S. Der Bericht führt dezidiert in die illegale Welpenhandel-Szene in Thüringen ein.

 

TL97/14: 16.07.14: Rumänischer ASPA-Chef verprügelt Tierfreundin

Die Zustände in Rumänien sind nach wie vor recht wild, obwohl das rumänische Appellationsgericht Ende Juni die bisherigen Anwendungsnormen zum Tötungsgesetz aufgehoben hatte. VIER PFOTEN berichtet aktuell über den Chef der rumänischen Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA, der sich bekennend über die neue rechtliche Situation hinwegsetzt und weiterhin Straßenhunde töte. In seiner Raserei ging er dabei auch gegen eine Tierfreundin vor, die versuchte, Streunerhunde vor ihm in Sicherheit zu bringen. Dieser Vorgang allerdings wurde gefilmt und liegt jetzt den Behörden und Medien vor. Nach VIER-PFOTEN-Meldung habe das Video, durch die Medien verbreitet, zu einer hitzigen Diskussion geführt.

 

TL96/14: 12.07.14: So dämlich sind die Tierschützer: Shitstorm gegen Steven Spielberg

Man fasst es nicht. So viel kann DN an Tierschützern gar nicht herumkritisieren, wie die sich selbst eng getaktet ins Aus kegeln. Kein Schwachsinn ist schwach genug, um diese speziellen Aktivisten und Vorkämpfer für das Recht der Tiere einzubremsen. Neueste Arbeitsprobe (Quelle): Shitstorm gegen Steve Spielberg aufgrund eines Set-Fotos des 90er-Jahre-Blockbusters „Jurassic Park“. Das zeigt den weltberühmten Regisseur vor dem „Kadaver“ eines Dinosauriers. Dass Dinosaurier insgesamt schon eine Weile tot sind, muss Tierfreunde nicht interessieren, die von Dieter Nuhr überwiegend als Tele-Epistemiker kategorisiert werden würden. Das Foto wurde auf Facebook 30.000 mal geteilt und von empörten (!!!) Tierfreunden kommentiert.

 

TL95/14: 11.07.14: Beelitzer Pfötchenhotel hat Insolvenz angemeldet – Kommt Ralf Hewelcke ins Spiel?

Oh, oh, wie die Postdamer Neuesten Nachrichten (PNN) melden, hat das Beelitzer Pfötchenhotel Insolvenz angemeldet. Für den Tierschutz ist das deshalb relevant, weil die Einrichtung bisher auch Partner der Kommunen für die Fundtierverwaltung war. Potsdam, Werder, Beelitz und Nuthetal haben jetzt ein Problem. Das Insolvenzverfahren werde am 1. September 2014 eröffnet. Bis dahin soll sich entscheiden, wie lange und unter welchen Bedingungen der Betrieb fortgesetzt werden kann. Und die Stadt Potsdam habe wohl bisher noch keinen Plan B.
In dem PNN-Artikel besonders alarmierend ist der Konjunktiv „Zwischenzeitlich müsste auf andere Tierheime in Berlin, Verlorenwasser und Kremmen ausgewichen werden“ (Quelle). Zu Verlorenwasser schreibt diese Redaktion jetzt mal nix. Aber KREMMEN? Hallo??? Kremmen ist Ralf Hewelcke! Der Stadtverwaltung Potsdam seien deshalb alle 16 Beiträge der DN-Artikelserie Ralf Hewelcke empfohlen; eine vollständige Linkliste dazu findet sich am Ende von Aua1316P.

 

TL94/14: 10.07.14: Konflikt in Troisdorf weitet sich aus – Tierheimleiterin gekündigt

Es ist wirklich eine ganz verzwickte Kiste da in Troisdorf (vgl. dazu TL91/14 und TL92/14). Die Tierschützer rücken von den Behörden zunächst beschlagnahmte Welpen, die jetzt aber an die rumänisch-ungarischen Händler zurückgehen sollen, nicht heraus. Ein komplettes moralisches Dilemma: Hier Recht und Gesetz und dort der auch nicht unverständliche Widerstand jener, welche diese Welpen bei sich aufgenommen, sie liebevoll gepflegt haben und jetzt einem ungewissen Schicksal ausliefern sollen. Nachdem in diesem Desaster gerade erst der erste Vorsitzende zurückgetreten ist (Tl92/14), kostet die Geschichte jetzt auch noch die Tierheimleiterin Anja Peters den Kopf, wie der General-Anzeiger heute mit einem weiteren Artikel berichtet.
Inzwischen hat bei den Tageszeitungen auch die Nationalität der Eigentümer der Hunde gewechselt: War bei der Rhein-Sieg-Zeitung noch von einem „rumänischen Züchter“ die Rede, sind es jetzt „ungarische Besitzer“. Aber wer blickt bei diesen Ostvölkern schon noch durch? Alles ein Mus und Grus, sagt der Rassist.

DN-Senf: Da möchte man nicht mit den Troisdorfern tauschen! Aber es gibt einen obergenialen supergeilen bolzenschlauen Trick, um solchen Situationen zu entgehen. Da aus dem Tierschutz ein ganz klein bisschen bekannt ist, dass tierliebende Menschen zu hilflosen und kranken Welpen in Sekundenschnelle eine emotionale Bindung aufbauen und ihre Zöglinge später folgerichtig nicht mehr Personen aushändigen möchten, denen das Wohl der Tiere ganz offensichtlich weniger am Herzen liegt, sollten solche Felle im Tierheim unter regulärer und auch weisungsgebundener (!) Pflegebetreuung mit wechselnden Personen verbleiben. Dann tut die Herausgabe zwar immer noch weh, scheitert aber nicht an Hürden, wie sie ohne Not in Troisdorf errichtet wurden. Und mit Schwung münden wir auch im Falle Troisdorf in die banale Erkenntnis ein: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Oder wir messen die schmerzhafte Lücke zwischen Professionalität und Emotionalität aus. Und Tierschützer sind eben mit selbstberauschender Begeisterung emotional!

 

TL93/14: 07.07.14: AHO verweist auf die ab 1. August geltenden Standards

Es wird auch etwas nützen: Der Redaktionsdienst AHO verweist mit heutigem Datum auf die ab 1. August 2014 geltenden neuen Mindestqualitätstandards – auch für Tierschützer. Der Bericht greift die Erlaubnispflicht für Tierschützer auf, welche Tiere aus der EU nach Deutschland verbringen. In Herrgotts Namen, Amen! Die Profi-Schlepper jedoch sind schon parat und haben jede Menge Möglichkeiten gefunden, die neuen Bestimmungen zu umgehen. Und selbst wenn nicht: TRACES ist geduldig, die ausländischen Veterinäre korrupt und die Adoptanten glauben jeden Mist!

 

TL92/14: 03.07.14: Gewissenskonflikt in Troisdorf zieht weitere Kreise: Vorsitzender zurückgetreten

Ein Dilemma in der Tat: Wie in TL91/14 schon gemeldet, sollen die Troisdorfer Tierschützer beschlagnahmte Welpen an die rumänischen Händler und Eigentümer herausgeben. Wie einem neueren Zeitungsbericht zu entnehmen ist, weigern sich die Pflegestellen, die Tiere herauszugeben. Der im Artikel der Rhein-Sieg-Zeitung irritierenderweise als VorstandsSPRECHER bezeichnete Werner Herrmann ist aufgrund des vorliegenden Gewissenskonflikts nun von seinem Amt zurückgetreten. Die Webseite des Vereins wurde sofort entsprechend aktualisiert.

DN-Senf: Hier ist in der Tat guter Rat teuer! Der Rückttritt ehrt Herrmann, der selbst einen der beschlagnahmten Welpen übernommen hatte. Verblüffend ist die Tatsache, dass die rumänischen Hundehändler auch auf ein attraktives Zahlungsangebot der Tierschützer nicht eingegangen sind. In Troisdorf soll wohl eine Grundsatzentscheidung durchgedrückt werden?

 

TL91/14: 02.07.14: Zweifelhafter Widerstand des Tierheims Troisdorf gegen „Welpenmafia“

Wenn der Tierschutz sein stark ramponiertes Image nicht ganz verlieren will, muss er vor allem am Mythos von der „Welpenmafia“ festhalten. Dabei gibt es handfeste Hinweise darauf, dass sowohl die Quantitäten geschleppter Welpen als auch der innere Grad der Organisiertheit einer fiktiven Welpenmafia hinter den Massen an importierten Welpen durch Tierschützer und deren extreme und europaweite Vernetzung heillos abfällt. Einen mehr als zweifelhaften Widerstand zugunsten der Feindbildpflege leistet derzeit das Tierheim Troisdorf. Ausgerechnet! Wie der Rhein-Sieg-Anzeiger am 1. Juli 2014 meldet, verweigern die „Tierschützer“ die Herausgabe von einigen Welpen, die wenige Wochen zuvor bei einer Transportkontrolle beschlagnahmt waren worden (hier). Die Herausgabe an die Eigentümer ist behördlich angeordnet. Doch die Tierschützer tun das, was sie ohnehin laufend tun: geltendes Recht verletzen! Die Hunde seien auf Pflegeplätzen untergebracht, berichtet die Tagesjournaille, und das Tierheim gebe die Adressen derer nicht heraus. Mit diesem ebenso sinnlosen wie rechtsbrechenden Widerstand werden die Troisdorfer Tierschützer viel Applaus und Unterstützung bei Tierfreunden bekommen. Außerdem erhält der strategisch errichtete und periodisch bediente Mythos der sogenannten Welpenmafia neue Energie. Und die Tagesjournaille gibt sich wieder als Zugpferd für die Feindbild-Pflege her!

 

TL90/14: 30.06.14: Sonja Zietlow soll unachtsam mit Spendengeldern umgegangen sein

Noch so eine „Freundin“ dieser Redaktion: Die "Moderatorin", Dschungelcamp-Kommentatorin und Schau-Tierschützerin Sonja Zietlow, welche der Tierquälerein Gesa K. erst die Infrastruktur für den Zarenhof-Skandal zur Verfügung stellte und anschließend mit der dokumentierten Tierquälerei auf dem von ihr überlassenen Hof durch alle Fernsehsender tingelte, wobei sie ihre unendliche Empörung zelebrierte (siehe Aua297). Schon seit einiger Zeit geistern Pressemeldungen durchs Netz (vgl. auch Aua925), dass sich Zweifel am Umgang mit den Spendengeldern im Zietlow-Verein Beschützerinstinkte erhöben. Auf diese Zweifel stürzt sich jetzt der Boulevard in Form von GALA.

Derzeit sucht die DN-Redaktion mit der stärksten verfügbaren Lupe nach ihrer Überraschung zu dieser Meldung.

 

TL89/14: 25.06.14: Rumänien: Tötung von Straßenhunden endlich illegal

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hatte die Anwendungsnormen des Streunerhunde-Tötungsgesetz vor dem rumänischen Appellationsgericht angefochten und das Verfahren gewonnen! Nach Verlautbarung der Tierschützer sei der Gerichtsbeschluss mit sofortiger Wirkung rechtswirksam. Trotzdem töte die Bukarester Tierschutzaufsichtsbehörde ASPA weiterhin Hunde mit dem Verweis darauf, erst die Begründung des Urteils abzuwarten.

 

TL88/14: 25.06.14: Mit Schaschlik-Hunden in die Bild-Zeitung

Ein Festmahl für den Boulevard, der im Sommerloch Berichterstattungsanlass-Not leidet: Zwei herzensgute ältere Frauen (50 und 78) bieten armen gequälten und vor allem auf den Rolli angewiesenen Tierschutzhunden eine warme Heimat! Das gibt phantastische Bilder, wenn vier Hunde, in einer Reihe aufgestellt, mit ihrem Rollwagen die Parade des Gutmenschentum inszenieren. Deren Schicksal, das sich mutmaßlich mit keinerlei aussagekräftigen Beweisen belegen lässt, wird von der BILD-Zeitung eindrücklich geschildert: „Sie wurden geschlagen, verstoßen, wie Müll entsorgt. Ein tragisches schmerzhaftes Hundeleben“. Aber vielleicht wissen die BILD-Schreiberlinge auch gar nicht, was „tragisch“ wirklich bedeutet? Und witzig ist der Artikel auch noch, denn die Hunde werden als „behundert“ bezeichnet. Freud, ik hör dir trapsen!

In guter Fotoqualität wird diesen Hunden dann die Würde genommen. Man beachte das Foto „Stella mit Windel“. Dass die Versorgung und Betreuung von gelähmten Hunden mit Rollwagen enorme Probleme mit sich bringt, dass die Hunde nur zeitweise in den Rolli eingespannt werden dürfen, dass sie sich zwangsberädert nicht hinlegen können, dass die Windelei zu extremen Hautproblemen führt etc., von all diesen Realitäten ist in dem Rühr- und Schmierartikel natürlich keine Rede. Die jüngere der beiden Frauen sei berufstätig. Das bedeutet, vier Rollihunde müssen von einer 78-Jährigen versorgt werden. Prost, Mahlzeit! Und nicht nur die: „Die beiden haben nicht nur ein Herz für Hunde. In ihrem Haus leben u. a. noch Katzen und Igel.“ Schade, dass die BILD nicht das zuständige Veterinäramt zu dieser Haltung befragt hat. Der Verein dazu heißt Scottys Freunde e. V. Hier eine Selbstinszenierung auf YouTube!

Die DN-Redaktion empfiehlt aus gegebenem Anlass: Aua60.

 

TL87/14: 21.06.14: Rumänien-Schlepper: Hündin überlebte 5 Tage auf der Autobahn

Passend zu Aua1338: Rumänien-Schlepper übergeben illegal eine Hündin an Fahrpaten, denen der Hund an einem Autobahnrastplatz der A3 bei Hengersberg entkommt. Schon die Fahrpaten-Chose ist illegal für Tierschutzvereine! Wie das Wochenblatt berichtet, überlebte die Hündin fünf Tage an der Autobahn ohne Futter und Wasser, sei mutmaßlich mehrfach angefahren worden, völlig entkräftet und verstört. Die Hündin konnte eingefangen werden. Leider wird sie das auch nicht retten, denn damit setzt sich der Dilettantentango der Tierschützer nur einfach fort.

 

TL86/14: 20.06.14: PETA sucht mit Transgender-Strategie „Germany’s sexiest Vegan“

Sex sells! Und ums Verkaufen geht es bei der Tierrechtsorganisation PETA, wie Dr. Edmund Haferbeck der DN-Redaktion im Kontext von Aua1219P erklärt hatte. Denn PETA verkaufe das Produkt MITGEFÜHL. Der Branchendienst Meedia berichtet über die neueste PETA-Kampagne, die „Transgender-korrekt“ per Online-Abstimmung den Veganer mit dem meisten Sexappeal küren soll. „Transgender-korrekt“ bedeutet folgende Kategorien: Mann / Frau / Offen. Dafür gibt es gleich wieder eine eigene Webseite (hier). In der Kategorie „Offen“ bewerben sich dort derzeit fünf Personen um den (unattraktiven) Wettbewerbspreis: Erster Preis ist ein PETA-Fahrrad. Wenn nicht gleich ein Fahrrad-Bewachungsdienst und ein Stapel Ersatzreifen mitgeliefert werden, scheint dieser Redaktion der zweite Preis attraktiver: Eine Übernachtung inklusive veganem 5-Gänge-Menü in einem Schweizer Hotel.

DN-Senf: Über die eigenartige, auch nur bestimmte, nämlich vornehmlich junge Zielgruppen ansprechende Verknüpfung zwischen Mitgefühl und Sexappeal darf man ruhig einen Moment lang meditieren. Dann wird‘s Hirn richtig leer!

 

TL85/14: 20.06.14: Schweizer überfordert: Militante Tierschützer wieder aktiv

Die Schweiz hat im Tierschutz insgesamt einen Standard, von dem die Bundesrepublik nur träumen kann. Aber auch dort sorgen durchgeknallte Tierrechtler dafür, dass der Graben zwischen Tierschutz und Gesellschaft nicht zuwächst. Die Tages-Woche vermeldet am 19.06.2014 Anschläge auf Hochsitze im Baselbiet. Ein Bekenntnis der Animal Liberation Front (ALF) dazu liege vor. Der Bericht erinnert an die letzte Hochphase von Gewaltanschlägen in der Schweiz im Sommer 2009 mit dem bekannten Brandanschlag auf die Jagdhütte des Novartis-Chefs Daniel Vasellas (hier).

 

TL84/14: 15.06.14: Dänemark: Umstrittenes Hundegesetz wird entschärft

Tierfreunde sollten bei nachstehender Meldung des Flensburger Tageblatts auf den Mechanismus achten, der den Berichterstattungsanlass hervorgebracht hat: Dänemark hat sein umstrittene Hundegesetz, das 2010 in Kraft trat, entschärft. Das Gesetz erlaubte es Polizisten, Hunde von 13 als gefährlich eingestuften Rassen sofort einzuschläfern, wenn sie zugebissen hatten (egal, ob bei anderen Tieren oder Menschen). Die Regelung galt auch für Mischlinge. Überdies war es jedem Grundstücksbesitzer erlaubt, auf seinem Gelände herumlaufende fremde Hunde sofort zu exekutieren, wenn er sich bedroht fühlte. 600 Hunde mussten dieses Gesetz mit ihrem Leben bezahlen. Tierschützer in ganz Europa waren dagegen Sturm gelaufen. Zum 1. Juli 2014 tritt nun eine weichere Variante dieses Hundegesetzes in Kraft. Grundstücksbesitzern wird die Exekutivgewalt wieder entzogen. Auf fremden Grundstücken streunende Hunde kosten deren Besitzer zukünftig rund 300 Euro Bußgeld. Und bevor die Polizei künftig über das Schicksal eines beißauffällig gewordenen Tieres entscheidet, muss eine Begutachtung durch einen Sachverständigen erfolgen.

DN-Senf: Und wie überall in der turbokapitalistischen Hemisphäre dieser ächzenden Welt stehen hinter dieser neu entdeckten Humanität der Dänen handfeste wirtschaftliche Interessen, denn das „Turbo-Töten-Gesetz“ hatte zu massiven Einbrüchen im Tourismus geführt. So habe die rigide Regelung zu einem Rückgang der Übernachtungen um 60.000 Buchungen in dänischen Ferienhäusern geführt, berichtet das Flensburger Tagesblatt. So viel zur Ethik des in tierschützerischer Hinsicht (gegenüber Barbarenländern wie Rumänien und China) angeblich führenden Westeuropa. Brezeln wir noch den Kalauer hinterher: Dänen lügen eben nicht!

 

TL83/14: 12.06.14: Polizei ermittelt weiter gegen Lynchjustizaufrufer im Fall Hundequäler-Video Betzdorf

Das Hundequäler-Video eines jungen Mannes aus Betzdorf und die daraufhin von Fanatikern und Menschenjägern unter dem Vorwand Tierschutz ausgelöste Hetzjagd war Thema in Aua1264.

Aktuell berichtet die Rhein-Zeitung, dass die Ermittlungen der Polizei gegen jene, die im Internet das Video veröffentlicht, zur Lynchjustiz aufgerufen und die persönlichen Daten und Täters verbreitet hatten, weitergehen. Hinsichtlich des mutmaßlichen Tierquälers selbst seien die Ermittlungen relativ einfach gewesen. Die Akten lägen schon bei der Staatsanwaltschaft. All jene Poster, die Hasskommentare veröffentlicht haben, haben sich strafbar gemacht und sind jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Dafür wurde eine eigene Schwerpunktermittlungsgruppe eingerichtet. Der Artikel berichtet auch über das Phänomen, das diejenigen, die öffentlich zur Besonnenheit aufgerufen und auf die Strafbarkeit solcher Postings hingewiesen hatten, selbst handfest bedroht wurden. Die Konsequenzen für die Internettäter seien noch unklar. Allerdings werde sehr wohl zwischen jenen unterschieden, die sich im momentanen Überschwang der Gefühle haben hinreißen lassen, von jenen, die als Dauer- und Wiederholungstäter eingestuft werden müssen.

 

TL82/14: 12.06.14: Skurrile Morddrohungen gegen Münchner Tierheim-Chefin

Die Münchner Abendzeitung berichtet am 10. Juni 2014 über eine skurrile Morddrohung an die Mitarbeiter im Münchner Tierheim. Der angedrohte Säureanschlag gegen eine Mitarbeiterin, welche die Herausgabe eines kranken und nicht gehfähigen Molossers verweigert haben soll, der auf Kosten des Tierheims behandelt wurde, sticht dabei nur aus der Masse von Beleidigungen, Drohungen und Gewalttaten heraus. Beschimpfungen, Vandalismus auf dem Parkplatz, zerstochene Reifen etc. sind an der Tagesordnung. Etwa zwei Mal im Monat müssten die Tierheimmitarbeiter die Polizei rufen. Nun will Tierheimleiterin Sandra Giltner mit dem Vereinsvorstand abklären, ob es die Möglichkeit gibt, einen Security-Service zu beauftragen.

DN-Senf: Die Erlebnisse der Münchner Tierheimmitarbeiter fügen sich nahtlos in das Gesamtbild einer immer stärker verrohenden Gesellschaft, in der Drohungen und Gewalt zum Alltag gehören. Es ist also kein Phänomen, das sich auf den Tierschutz beschränkt.

 

TL81/14: 06.06.14: Neuland-Skandal weitet sich aus

Szenekenner hatten es schon nach dem Bekanntwerden des Verbraucherbetrugs im April 2014 vermutet: Der Neuland-Skandal weitet sich aus. Am 4. Juni 2014 berichtet Focus Money online, unter dem Tierschutz-Gütesiegel sei jahrelang Hähnchenfleisch aus Frankreich verkauft worden, dessen Herkunft verschleiert wurde. DIE ZEIT habe überdies recherchiert, dass auch Lammfleisch, das Neuland in Süddeutschland verkauft, aus konventionellen Betrieben stamme. Zu den Trägerorganisationen von Neuland gehört auch der Deutsche Tierschutzbund, dessen intransparente Kapriolen auf diesem Blog seit Jahren dokumentiert werden! Trau schau wem!

Die DN-Redaktion empfiehlt in diesem Kontext auch die Artikelserie Ralf Hewelcke (derzeit aktuellste Linkliste in Aua1302P), der mit seinen Produkten ebenfalls Betriebe beliefert, die mit dem Neuland-Siegel werben!

 

TL80/14: 03.06.14: Mehrheit der Rumänen gegen Tötung der Streunerhunde

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat eine Umfrage in Rumänien in Auftrag gegeben. Das Ergebnis mag allenfalls Maja Prinzessin von Hohenzollern überraschen: 62 Prozent der Rumänen seien gegen das Töten der Straßenhunde, 84 Prozent sprächen sich für deren Aufnahme in Tierheime aus. 66 Prozent gar lehnen es ab, eine Partei zu wählen, welche die Tötung von Streunerhunden unterstützt (Quelle).

Ein schier unfassbares Stück Hetze auf Rumänen, betrieben von Promi-Tierschützern, dokumentiert dagegen die Facebook-Seite Gegen rechtsradikale Tendenzen im Tierschutz. Dort wird auf das Dokumente „Im Namen des Tierschutzes auf die Menschlichkeit ge***issen“ verlinkt. Das archiviert einen Screenshot des Facebook-Accounts von Maja Prinzessin von Hohenzollern im September 2013 mit folgendem Posting der Dame: „Menschen in Deutschland haben Angst um ihre Hunde, immer mehr Rumänien kommen nach Deutschland … Es haben mich viele Stimmen besorgter Menschen aus Deutschland erreicht, die nun auch um ihre Hunde fürchten …“ (Quelle). Der Poster "Wahrscheinlich liest wieder kein Schwein" weist darauf hin, dass Frau Prinzessin das Posting gelöscht habe, nachdem er sie gefragt hatte, warum sie rassistische Äußerungen dulde. Ja, warum wohl ...

 

TL79/14: 01.06.14: EU-Parlament: Tierschutzpartei-Vorsitzender verlautbart Verbindliches

Ei, prima! Im Interview mit den Deutschen Wirtschaftnachrichten vom 31.05.14 verlautbart der Vorsitzende der Tierschutzpartei und neuer EU-Parlamentarier Stefan Eck Verbindliches zu seiner Mandatsausübung: Den Hunde-Massentötungen in Rumänien soll mit persönlichen Briefen an rumänische Politiker ein Ende bereitet werden. Eine Zusammenarbeit mit europafeindlichen oder rechts von der Mitte stehenden Fraktionen sei ausgeschlossen. Eck legt ein klares Bekenntnis zu der umstrittenen Tierrechtsorganisation PETA ab. Das geplante Freihandelsabkommen TTIP lehne die Tierschutzpartei ab. Zum Thema Fracking mache sich die Tierschutzpartei für einen Volksentscheid stark.

DN-Senf: An diesen Worten wird Stefan Eck sich messen lassen müssen. Wie die Leserkommentare unter dem Artikel dokumentieren, hat er sich mit dem Solidaritätsbekenntnis zu PETA schon gleich ordentlich Feinde gemacht. Die „Strategie“ der Tierschutzpartei zum Thema Rumänien klingt mehr als hilflos und ist überdies nur die Nachahnung der Brief gewordenen hysterischen Anfälle von Maja Prinzessin von Hohenzollern (vgl. Aua1081 und satirisch Aua1082P) und ihrer (früheren? - vgl. Aua938) Brötchengeber. Sollte dem bitterarmen Land inzwischen allerdings das Klopapier ausgehen, könnten solche persönlichen Schreiben doch noch Verwendung finden. Auf jeden Fall liegt jetzt mal eine konkrete Meßlatte im Parlament!

 

TL78/14: 28.05.14: Schaschlik-Tierschutz macht weltweit Schule: Jetzt auch Ziege im Rollstuhl

Natürlich ist das Video ein Renner. Denn es dokumentiert eine neue Stufe des Schaschlik-Tierschutzes, wenn jetzt auch Nutztiere in diese elenden Rollstühle eingespannt werden. Noch allerdings beschränkt sich diese Praxis auf angebliche Tierschützer. Edgar’s Mission heißt die australische Orga, die sich offensichtlich an den hell klingelnden Spendenkassen zentraleuropäischer Schaschlik-Tierschützer orientiert. Auf dem Video sehr schön zu sehen ist, wie die Hinterbeine des Tieres über den Boden schleifen. Was das mit der Haut der Beine macht, kann ja jeder Befürworter solcher widerwärtigen Praktiken selbst ausprobieren. Überdies kosten die Rollstühle eine Vermögen; und junge Ziegen wachsen rasch. Aber diese Investitionen werden sicherlich von dem zu erwartenden Spendenaufkommen für diese Perversion x-fach gedeckt.

 

TL77/14: 28.05.14:  Nina Taphorn sagt, was der Deutsche Tierschutzbund verschweigt

Die DN-Gastautorin Nina Taphorn kommt in einem Artikel des Nachrichtenportals Rhein-Neckar morgenweb.de zum Thema des Umgangs mit Streunertieren im Ausland zu Wort. Sie vertritt darin die den DN-Lesern aus ihren Gastbeiträgen und ihrem Buch bekannten Positionen. Den dicksten Bock im Artikel jedoch schießt wieder einmal der Deutsche Tierschutzbund e. V., wenn er rät, den Import von Auslandshunden „auf Einzelfälle“ zu beschränken. Das ist die Lachnummer pur, denn unter den chronischen Auslandsschleppern und besonders deren deutschen Partnern befinden sich viele Tierschutzvereine unter dem Dach des Deutschen Tierschutzbundes. Es bleibt Taphorn überlassen, den Finger in die Wunde zu legen mit dem Hinweis auf das lukrative Geschäft unter dem Deckmantel des Tierschutzes.

 

TL76/14: 28.05.14: Stefan Eck von der Tierschutzpartei zieht ins EU-Parlament ein

Bingo! Der umstrittene Bundesvorsitzende der Tierschutzpartei, die aber gar nicht so heißt, hat mit der Europawahl am 25. Mai 2014 den Sprung ins Europaparlament mitsamt den dazugehörigen Bezügen geschafft (Quelle). Die Whistleblower dieser Partei (vgl. auch Aua1309) haben unter folgender Quelle eine Nachlese zum Wahlergebnis und dem persönlichen Erfolg von Stefan Eck veröffentlicht: http: //tierschutzpartei-leaks.info/2014/05/26/wahlnachlese/.

  

TL75/14: 28.05.14: Schweiz soll härter gegen illegale Tierschlepper vorgehen

Unter der Überschrift „Viele Welpen sind todkrank“ berichtet die Basler Zeitung über die Forderung einer Nationalrätin an den Bundesrat, härter gegen illegale Tierschlepper vorzugehen. Inzwischen stamme jedes zweite neu angeschaffte Tier aus dem Ausland. Die Experten gehen von jährlich 60.000 illegalen Importen aus.

DN-Senf: Lesen Sie bitte den Artikel! Er ist haarsträubend deshalb, weil der Schreiber eine künstliche Unterscheidung zwischen Tierschutz und illegalem Hundehandel zieht, die de facto nicht existiert. Ein Großteil dieser illegal in die Schweiz verbrachten Hunde dürfte von sogenannten Tierschützern dort eingeschleppt werden. In dem Artikel werden auch (Schweizer) Tierschutzorganisationen zitiert, welche die Zunahme des illegalen Hundehandels als besorgniserregend bezeichnen. Das allerdings ist dreist! Denn dieser Redaktion sind einige Schweizer Tierschützer bekannt, die sich genau an diesem illegalen Hundehandel sehr rege beteiligen!

 

TL74/14: 22.05.14: Ralf Hewelcke liegt voll im Trend: Antibiotikaresistente Keime in Wurstwaren

Süddeutsche.de berichtet aktuell, dass bei einer Stichprobe von Wurstwaren in 16 Prozent der untersuchten Produkte antibiotikaresistente Keime gefunden wurden. Besonders hoch belastet seien Putenfleischprodukte gewesen. Studien ließen die Vermutung zu, dass sich die Resistenz gegen Antibiotika auch durch den Verzehr von Wurst und Fleisch auf den Menschen übertragen kann.

DN-Senf: Wer sich anschauen möchte, was solche multiresistenten Keime bei Tierschützers Liebling anrichten können, dem sei Aua1281P empfohlen. Wer sich noch Illusionen darüber macht, mit welcher „Begeisterung“ die zuständigen Veterinärämter nachgewiesenen Befunden von multiresistenten Keimen nachgehen, der ziehe sich gleich noch Aua1285P rein! Veganer brauchen also gar nicht feixen: Solange sie etwas mit "Tierschutz" zu tun haben oder Kontakt zu Hundepensionen pflegen, haben sie durchaus auch eine reelle Chance, gleichfalls in den Genuss dieser unbekämpfbaren Gesellen zu kommen!

 

TL73/14: 21.05.14: Ein schöner Erfolg für die Soko Tierschutz und düstere Hintergründe im Veterinäramt Dillingen

Darf das bitte wahr sein? Die Frau eines Putenmästers arbeitet bei dem für diesen Betrieb zuständigen Veterinäramt? Sagenhaft und offensichtlich zutreffend, wie Merkur-online.de am 20. Mai 2014 vermeldet. Missstände in der erwähnten Putenmast wurden von der SOKO Tierschutz aufgedeckt und angezeigt. Abgespielt hat sich das Ganze in Landkreis Dillingen. Die betreffende Mitarbeiterin sei jetzt (also: NACH dem Einsatz der Tierschützer!) beurlaubt worden!

Auch Focus online berichtet über den Skandal.

DN-Senf: Vielleicht sollten die Tierschützer in den vielen Fällen, in denen Veterinärämter ganz offensichtlich ihrer Garantenpflicht nicht nachkommen, einmal nach Angehörigen und Freunden der verantwortlichen Tierbesitzer fahnden, die bei dem für die Kontrolle zuständigen VA arbeiten! Fully die Bananenrepublik!

 

TL72/14: 21.05.14: Fortsetzung der nächsten Gnadenhof-Never-ending-Story: Lehnitz‘ neuer Standort im Oberhaveler Süden?

Das Stichwort <Gnadenhof> im Tierschutz bedeutet immer auch: Berichterstattungsanlässe bis in alle Ewigkeit. Der Gnadenhof M. der verurteilten Tierquälerin Barbara B. ist da nur ein Beispiel. Klappe, die 137. zum Gnadenhof Lehnitz (letzter Stand in Aua1304): Wie die Märkische Allgemeine heute berichtet, könnte das Kalkül auch dieser „Tierschützer“ aufgehen. Die spekulieren im Moment darauf, dass ihnen Tierfreunde eine neue Bleibe finanzieren, nachdem sie ihre Einrichtung am vorherigen Standort ohne die notwendigen Genehmigungen betrieben hatten (siehe Aua1304). Danach hoffen die Anführungszeichen-Tierschützer darauf, einen Hof im Oberhaveler Süden kaufen zu können. Details werden nicht preisgegeben, da man sich noch in Verhandlungen mit dem Eigentümer befinde. Eine Sprecherin dieser Gutmenschenzusammenrottung droht unverhohlen an, am neuen Standort die Wildtierrettung fortsetzen zu wollen. Der Hof soll ihren Angaben zufolge 50.000 Euro kosten.

Sie möchten gern auch eine eigene Immobilie? Kein Problem: Sammeln Sie irgendwo irgendwelche Tiere ein, nageln Sie sich ein Schild an die Tür „Gnadenhof“ (nicht genehmigungspflichtig!!!) und fordern Sie andere Menschen auf, Ihnen ihre Existenz zu finanzieren. Klappt garantiert, Heiligenschein inklusive!

 

TL71/14: 19.05.14: Tierschutzpartei: Mysteriöse Löschung der Domain des Berliner Landesverbands

Über die neue Whistleblower-Webseite Tierschutzpartei-Leaks hatte DN in Aua1309 berichtet. Die Vorgänge im „Reich des Stefan Eck“ (Parteivorsitzender) allerdings werden offensichtlich immer schräger. Unter unten genannter Quelle informieren die Leaks-Seitenbetreiber darüber, dass die Webseite des Berliner Landesverbandes über den Kopf des Domaininhabers hinweg beim Provider 1&1 gelöscht worden sei. Entgegen üblicher Gepflogenheiten habe 1&1 auf eine schriftliche Bestätigung des Löschungsauftrags verzichtet. Allerdings gebe es von dem Telefonat eine Tonaufnahme, mithilfe derer der Domaininhaber (Landesverband Berlin) jetzt Strafanzeige wegen Betrugs und Domaindiebstahl erstatte. Tierschutzleaks behaupten, die Indizien verdichteten sich, dass hinter dieser „kriminellen Aktion“ der Bundesvorstand stehe. Da es sich bei der De-Domain jedoch nur um eine Umleitung handelte, sei die Webseite der Berliner Tierschutzpartei hier weiter erreichbar.

Quelle zu TL71/14: (Leerschritt entfernen!) http: //tierschutzpartei-leaks.info/2014/05/17/tierschutzpartei-auf-abwegen/

 

TL70/14: 16.05.14: Henryk M. Broder schaltet sich in das rumänische Straßenhundeproblem ein

Promis für das heikle Thema der Massentötungen rumänischer Straßenhunde sind dann nicht schlecht, wenn ihre Aktionen über die Publikation hysterischer und beleidigender Briefe (vgl. Aua1081; satirisch Aua1082P) inklusive Missbrauch des Holocaust-Themas sowie das Abschlecken von in die Luft gehaltenen Musteropfern hinausreichen. In der Nicht-Schlecht-Variante geschehen jetzt bei dem umstrittenen Publizist Henryk M. Broder: Im Kontext der Vermarktung seines Rettet-Europa-(vor der EU)-Buches versuchte er, begünstigt durch seinen Promibonus, herauszubekommen, ob und in welcher Höhe die Tötungen mit EU-Subventionen befeuert werden. Keine Chance! Selbst seine Kontakte zu EU-Abgeordneten waren dabei nicht hilfreich. Immerhin erhielt er die Bestätigung, dass Rumänien EU-Gelder „nutzt“, um die Überpopulation in den Griff zu kriegen. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten zeichnen in dem Artikel "Henryk M. Broder lernt von der EU, wie man streunende Hunde human tötet" am 15. Mai 2014 den scheiternden Diskurs zwischen dem Publizisten und den EU-Politikern nach.

 

TL69/14: 16.05.14: Berliner Affenversuche: Tierschützer in der Kritik für Entmenschung

Allmählich geht es ans Eingemachte: Die Tierschützer geraten breitflächig medial in die Kritik für die FORM ihrer Kritik an dem Bremer Affenexperimentator Andreas Kreiter. Wie gesagt: Kritisiert wird die Form; es geht nicht um die inhaltliche Argumentation contra diese zweifelsohne grausamen Versuche. Das führt zu dem DN-Diktum der tiefen Kluft zwischen Tierschutz und Gesellschaft. Kreiter bewertet in einem Fernsehinterview die gegen ihn gerichteten Attacken der Tierschützer als den Versuch der „persönlichen Vernichtung“. Am Tatort Berlin erheischt diese Strategie mediale Beachtung; tatsächlich aber gehört sie inzwischen zum alltäglichen Instrumentarium der Tierschützer, die hauptsächlich auf der Ebene des argumentum ad hominem agieren. Die inhaltliche Auseinandersetzung wird ersetzt durch die Bekämpfung von Personen. Das funktioniert natürlich nicht, wie das Bremer Beispiel eindrücklich zeigt und die Frankfurter Rundschau am 14. Mai 2014 berichtet. Stattdessen bringen die Tierrechtler immer mehr gesellschaftliche und politische Institutionen gegen sich und damit auch gegen ihr Anliegen auf.

 

TL68/14: 10.05.14: Neue Zürcher Zeitung greift Proteste gegen Hundetrainer Millan auf

Hundefreunde und Organisationen außerhalb der Bundesrepublik forcieren ihre Kritik an dem amerikanischen Hundetrainer Cesar Millan. Deren Aktionen waren Thema in den Tageslinks TL44/14 und TL64/14. Jetzt greift die renommierte Neue Zürcher Zeitung das Thema auf und berichtet über die in der Schweiz gegründete Initiative für gewaltfreies Hundetraining. Die argumentiere damit, dass Millan Methoden anwende, die in der Schweiz verboten seien, weshalb ihm der Auftritt dort im Rahmen seiner geplanten Europa-Tour zu untersagen sei.

Zum Thema passen auch eine aktuelle Meldung und ein Video von PETA Deutschland e. V. über die Brutalität auf deutschen Hundeplätzen.

 

TL67/14: 07.05.14: Deutsches Tierschutzbüro: „Wir sind nicht eingebrochen“

Die Lausitzer Rundschau berichtete gestern erneut von dem Fall einer angeblichen Kaninchen-Horrormast im Spree-Neiße-Kreis. Schon am 22. April waren die strittigen Zustände in der Tierhaltung Thema in der Zeitung. Dabei stehen sich die Vorwürfe der Tierschützer und die Überprüfungsergebnisse des Veterinäramts einmal wieder unverträglich gegenüber. Wie die Zeitung jetzt berichtet, hatte der Betreiber der Mast dem Deutschen Tierschutzbüro vorgeworfen, in seine Anlage eingebrochen zu sein und mit mitgebrachten Kaninchen die dort gemachten Fotos gestellt zu haben. Diesen Vorwurf weist das Deutsche Tierschutzbüro zurück.
Späte Klärung zu den strafrechtlich relevanten Vorwürfen gegen die Tierschützer wird es allenfalls durch den Staatsanwalt geben, denn der Hofbesitzer habe Strafanzeige gegen diese wegen des Verdachts des Einbruchs und der Verleumdung gestellt.

DN-Senf: Weder der durchschnittliche Zeitungsleser noch der Tierfreund haben den Hauch einer Chance hier zu überprüfen, was stimmt. Immer häufiger wird den Undercover-Tierrechtlern allgemein von den Tierverwertern vorgeworfen, spektakuläre Tierleidbilder gefälscht zu haben. Das blinde Vertrauen hat der Tierschutz insgesamt schon lange verspielt. Auf der anderen Seite aber stehen die wirtschaftlichen Interessen der Tierausbeuter, die mit Vorwürfen der Beweisdokumentation schnell bei der Hand sind. Und das Phänomen, dass die zuständigen Behörden wie etwa Veterinärämter angeblich keine der kritisierten Missstände bei ihren Kontrollen vorfinden, wurde in der Vergangenheit auch mehr als einmal widerlegt (Beispiel Zarenhof, Tierschutzskandal Liebenwalde vgl. Aua1275P und aktuell: Ralf Hewelcke). Die Undercover-Tierrechtler sollten sich so langsam mal irgendwelche Mechanismen überlegen, wie diesem periodisch auftauchenden Vorwurf überzeugend entgegen zu treten ist? Angreifbar machen diese sich ganz allgemein dadurch, dass sie auch ansonsten keinerlei Transparenz zeigen.

 

TL66/14: 29.04.14: Gnadenhof Momo Barbara B: Revisionsurteil verkürzt Bewährungsstrafe

Die Geschichte um Barbara B. und den Gnadenhof M., früher Dörrieloh, ist die never-ending Story des Tierschutzes. In Aua674 (Juni 2012) wurde über die Verurteilung von Barbara B. und ihrem Mann wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu 20 und 12 Monaten auf Bewährung sowie ein fünf Jahre geltendes Haltungsverbot für Hunde und Katzen berichtet. Dieses Urteil wurde jetzt teilrevidiert, wie die Kreiszeitung meldet. Die Bewährungsstrafe wurde vom Landgericht Verden von 20 auf acht Monate reduziert. Weil das Urteil zwei Jahre zurückliegt, wurde auch das Haltungsverbot von fünf auf drei Jahre reduziert.

Neu (zumindest für diese Redaktion) sind die Auflagen, nach denen Barbara B. in den nächsten vier Jahren halbjährlich eine Bescheinigung vorlegen muss, dass die noch vorhandenen Tiere artgerecht gehalten werden. Das Urteil ist NICHT rechtskräftig. Es ist abzuwarten, ob Barbara B. wieder Rechtsmittel einlegen wird.

Eine komplette Linkliste zu allen DN-Artikeln dazu findet sich am Ende von Aua695.

 

TL65/14: 27.04.14: Tierschützer missbrauchen Menschenwürde als Instrument im Affenversuchsstreit Bremen

Wer über die Jahre hinweg verfolgt, wie rasch und wie niederschwellig Tierschützer bereit sind, anderen Menschen ihre Würde abzusprechen, der wird die Eskalation im Streit um die Tierversuche in Bremen unter Umständen mit anderen Augen sehen. SPIEGEL online (SPON) berichtet am 23. April 2014 zur Empörung über die Anzeigenkampagne von Tierschützern gegen den umstrittenen Hirnforscher und Neurobiologen Andreas Kreiter. In den in mehreren großen Tageszeitungen (ZEIT, Frankfurter Allgemeine, Tagesspiegel, Weser-Kurier, Bremer Nachrichten etc.) geschalteten Anzeigen des Vereins Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland heißt es: „Tierexperimentatoren sind Wesen besonderer Art – man sollte sie nicht leichtfertig Menschen nennen“. Diese Äußerung werde von vielen Beteiligten als grenzwertig betrachtet, wie SPON berichtet. Auffallend an der Kampagne ist die personelle Fokussierung auf den Neurobiologen Kreiter. Dass der Tierexperimentator sich auf höchstrichterliche Entscheidungen für seine ganz offensichtlich grausamen Versuche berufen kann, fällt demgegenüber zurück. Im Dezember habe das Oberverwaltungsgericht Kreiters Experimente für zulässig erklärt und das Bundesverfassungsgericht habe Anfang Februar 2014 das Urteil bestätigt. In einem offenen Brief kritisiert nun der Rektor der Hochschule Bremen die Suggestion der Tierschützer, als Durchführer von Tierversuchen sei Kreiter das Menschsein abzusprechen.
Kreiter selbst rechtfertigt sich hier.

 

TL64/14: 22.04.14: Auch Schweizer Tierschützer wollen Auftritt von Cesar Millan verhindern

In TL44/14 hatte DN über den Protest der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gegen den bekannten Hundetrainer Cesar Millan berichtet. Die österreichischen Tierschützer rufen zum Boykott einer für September 2014 geplanten Veranstaltung in Wien auf. Diesem Protest schließt sich jetzt auch der Schweizer Tierschutz (STS) an, der einen Auftritt des weltbekannten „Hundeflüsterers“ im Zürcher Hallenstadion im Oktober 2014 verhindern möchte. So berichtet es die Tierwelt.ch. Der STS habe vom Zürcher Veterinäramt verlangt, Millan mit einem Auftrittsverbot in Zürich zu belegen. Die Organisationen berufen sich dabei auf Gutachten der Europäischen Gesellschaft für klinische Tier-Verhaltensforschung sowie der amerikanischen Veterinary Society of Animal Behaviour. Millans Methoden werden von den Tierschützern als veraltet, gewalttätig und gefährlich kritisiert.

DN-Senf: Kommt nur, findet zu Kühnheit und Mut! Es passiert euch nichts! Die DN-Redaktion möchte den großen deutschen Tierschutzorganisationen gerne Mut zusprechen, sich ebenfalls so klar und mit der medialen Breitenwirkung zu der diesjährigen Millan-Tournee in Europa und dessen Auftritt in Stuttgart zu positionieren, wie es sich die österreichischen und Schweizer Kollegen schon getraut haben!

 

TL63/14: 16.04.14: Jahrelanger Betrug mit NEULAND-Fleisch

Die heutige Meldung der Berliner Morgenpost über jahrelangen Betrug mit NEULAND-Fleisch passt perfekt zur aktuellen DN-Artikelserie über Ralf Hewelcke. Die Zeitung berichtet, dass ein Lieferant über Jahre hinweg NEULAND mit konventionellem Fleisch beliefert haben soll. Dabei steht dieses angebliche „Gütesiegel“ doch für artgerechte Tierhaltung! Zu den Trägerorganisationen des Labels gehört auch der Deutsche Tierschutzbund e. V. (DTB).

Berichte dazu auch in der Süddeutsche.de und in ZEIT-online.

Die Soko Tierschutz, Friedrich Mülln, schreibt dazu auf Facebook: "Nach Skandalen um vom Tierschutzbund prämierte Wiesenhof Massentierhaltungen, gibt es nun einen neuen Beweis dafür, ...das es sich bei dem deutschen Tierschutzbund nicht um eine Tierschutzorganisation, sondern um eine Vorfeldorganisation der Fleischindustrie handelt" (Quelle).

DN-Senf: Die Reaktion von NEULAND auf diese Enthüllung: Man sei tief enttäuscht. Bitte? Das wird ja wohl nicht ausreichen. Ganz offensichtlich funktionieren die Kontrollmechanismen nicht?

Der jetzt aufgeflogene Betrug überrascht diese Redaktion jedoch in keiner Weise. Auch Ralf Hewelcke in Brandenburg mit seiner von vielen früheren Mitarbeitern massiv kritisierten Tierhaltung, zu der auch Hühner und Schweine gehören, beliefert mindestens einen Betrieb mit Eiern und Fleisch, der mit dem NEULAND-Siegel wirbt (vgl. Aua1271P). Nach den dieser Redaktion vorliegenden Informationen sind sowohl der DTB wie NEULAND über die Missstände bei Hewelcke schon sehr lange informiert. Nichts passiert!

 

TL62/14: 12.04.14: Sigurd T. ist auf freiem Fuß

Ja, ja, die Gerichte: Gerade erst (TL61/14) berichtete DN mit vier Wochen Verzögerung, das Landgericht habe die Untersuchungshaft für Sigurd T. verlängert, da flattert das Dementi über den Posteingang: Rp-online berichtet am 10. April 2014, dass der „Tierschützer“ eine Kaution von 150.000 Euro hinterlegt habe. Die Wirtschaftskammer des Landgerichts Kleve habe den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, wie es weiter heißt. Wann das Verfahren eröffnet wird, sei noch unklar. Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Kleve sei aber beim Landgericht schon vorliegend. Peter Venhoff, der neue Vorsitzende des neuen Vereins Tierheim Kranenburg e. V. wies gegenüber Rp-online darauf hin, mit Sigurd T. nichts mehr zu tun zu haben.

Auch der Kleveblog berichtet und greift die unterschiedlichen Gerichtsbeschlüsse heraus.

DN-Senf: Unabhängig davon, auf welcher Seite der Gitter sich welche Tierschützer wann gerade befinden, kristallisiert sich jedoch das Wesen des Tierschutzes immer klarer heraus: Meldungen über einzelne Inszenierungen dieser Szene rangieren vorrangig um Ermittlungs-, Straf- und Gerichtsverfahren, Verurteilungen (TL60/14), Revisionen, Sammlungsverbote, Streit, Abmahnungen, Anwaltsschreiben, Klagen, Verleumdungen, Drohungen, Polizeikontrollen, Beschlagnahmungen, illegale Transporte, illegale Einfuhren, Untersagungsverfügungen, sittenwidrige Verträge, Spendenbetrug, Sozialversicherungsbetrug und noch was für ein Betrug und und und. DAS ist Tierschutz heute!

 

TL61:14: 11.04.14: Sigurd Tenbieg bleibt mal schön in Haft!

Lieber spät als nie: Auf folgende Meldung wurde die DN-Redaktion nur durch eine Rück-Verlinkung auf diesen Blog in den Kommentaren aufmerksam. Die Meldung ist schon einen Monat alt. Dabei ging das Raunen seit Wochen durch die Szene, war doch bekannt, dass im März so langsam die Frist für die Untersuchungshaft des weithin bekannten Sigurd Tenbieg ablaufe (vgl. dazu auch Aua1054, Aua1090, Aua1184). Doch die nächsten drei Monate hinter schwedischen Gardinen sind dem Szenegreis sicher, wie diese Meldung des Kleve-Blogs zu einer entsprechenden Entscheidung des Oberlandesgerichts das Gerichtigkeitsempfinden mancher Tierfreunde kühlt. Die Gründe für den Fortbestand der Haft sind vielfältig: dringender Tatverdacht, Verdunkelungsgefahr, Fluchtgefahr. Doch die Trauer der Szene-Altohrhasen, dass es mit Tenbieg nur einen von mehreren Tierschutz-"Schlitzohren“ trifft, die alle ebenfalls so einen engagierten Staatsanwalt wie den in Kleve verdient hätten, die besteht ungetröstet fort! Aber die Hoffnung, dass die Sta Kleve in den alten Verbindungen und Seilschaften von Tenbieg und noch berühmteren Bösbuben (heutzutage eher in Asien beheimat – vgl. Aua1060P) pult und die richtigen Fäden herauszieht, die stirbt zuletzt.

 

TL60/14: 11.04.14: Barbara B. Gnadenhof M.: Keine Einsicht bei der Angeklagten

Im Grunde passt diese Meldung sehr gut zu TL59/14: Auch hier ruft jemand, der sich für einen Tierschützer hält, die Gerichte so lange an, bis sie doch bitte das urteilen, was die Eigenwahrnehmung diktiert. Die Never-ending Barbara-B.-Story erlebt mal wieder eine neue Auflage. Wie die Kreiszeitung am 10. April 2014 berichtet, läuft derzeit vor dem Landgericht Verden das Berufungsverfahren zu dem Urteil des Amtsgerichts Sulingen zu den Freiheitsstrafen auf Bewährung für die beiden Gnadenhof-Betreiber plus Tierhalteverbot (vgl. Aua674).

Selbst die DN-Redaktion hat inzwischen den Überblick über die Gesamtzahl aller Verfahren rund um Barbara B. verloren. Es ist kaum Spekulation zu vermuten, dass auch dieses Verfahren den Mainstream der zahlreichen Urteile von Amts- und Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichten gegen Barbara B. bestätigen wird (eine Linkliste zu den DN-Artikel dazu findet sich in Aua777). Aber wir warten das selbstverständlich in Demut ab!

 

TL59/14: 10.04.14: Eine wichtige Petition von Mimikama.at betrifft auch die Menschenjäger im Tierschutz

Wieder, wieder und jeden Tag wieder nimmt Carsten Thierfelder dem in Skandinavien vor vielen Jahren sexuell misshandeltem Schäferhund seine Würde und missbraucht dessen Leid durch nun schon jahrelange und fast tägliche Verwendung des dazugehörigen Fotos. Das ist Missbrauch des Missbrauchs zum „Likejacking“ und zur Selbstdarstellung! Mimikama, der österreichische Verein zur Aufdeckung von Internetmissbrauch, hat für Fälle wie Thierfelder und andere Sadisten eine wirklich sinnvolle Petition gestartet. Die wendet sich – mutmaßlich aus rein pragmatischen Gründen – zunächst an Facebook, die Veröffentlichung von Bildern, auf denen man Misshandlungen und Gewalt an Menschen oder Tieren erkennen kann, zu unterbinden. Die Experten von Mimikama nehmen mit ihrer Petition auch ausdrücklich auf Tierleid Bezug. Die Petition kann hier gezeichnet werden.

 

TL58/14: 10.04.14: BVG verweist Auslegung tierschutzrechtlicher Bestimmungen beim ATS an den Europäischen Gerichtshof

Was Informationen über die Rechtslage hinsichtlich der Tierschleiferei betrifft, ist ZERGPORTAL wirklich eine gute Adresse. Also: dafür. Nur dafür! Schon bei den Informationen zu den Neuregelungen des TSchG war dort ein informativer, wenn sicherlich auch nicht für alle „Tierschützer“ verständlicher Text veröffentlicht (Aua1228). Mit Europäischer Gerichtshof soll die Auslegung tierschutzrechtlicher Bestimmungen des Unionsrechts klären titelt eine aktuelle Meldung zum Thema vom 09.04.14 auf Zergportal.

Dabei geht es um ein von einem Tierschutzverein mit „Auslandstätigkeiten“ angestrengtes Verfahren, das in den verschiedenen Vor-Instanzen schon Berichterstattungsanlass auf DN war. Zunächst war die Klage vom Verwaltungsgericht Schleswig abgewiesen worden (vgl. Aua312 mit Beschluss zu Az. 1 A 31/10). Dann wurde das Verfahren vor das Oberverwaltungsgericht Schleswig getrieben und dort – aus Sicht dieser Redaktion und vieler Auslandshundeverbringungskritiker – positiv beschieden: Aua831 mit Urteil in Volltextversion zu Az. 4 LBV 11/11. Doch ganz offensichtlich hat das den klagenden Tierschützern immer noch nicht gereicht. Wie der aktuellen Meldung zu entnehmen ist, haben sie das Verfahren doch tatsächlich vor das Bundesverwaltungsgericht gezogen (Az. 3 C 2.13). Also dort in der dritten Instanz. Doch das BVG hat die ganze Chose jetzt an den Europäischen Gerichtshof zur Auslegung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen des Unionsrechts abgedrückt.

DN-Senf: Was für ein kostenintensiver Wahnsinn, bei dem es nach DN-Interpretation nur um die gerichtlich zu klärende Frage geht, ob die Bestimmungen zum Schutz der Tiere bei der Verbringung solcher nach Deutschland durch Tierschützer für Tierschützer Geltung haben sollen oder nicht. Oder noch kürzer: Ob sich auch Tierschützer an Gesetze zum Schutz der Tiere halten müssen. Schöner jedoch lässt sich nach diesseitiger Auffassung die Perversion der aktuellen Praktiken des „Auslandstierschutzes“ gar nicht auf den Punkt bringen. Wenn auch der EuGH der Tendenz vorheriger Instanzen folgen sollte, muss der Liebe Gott vermutlich persönlich ran?

 

TL57/14: 09.04.14: Start frei für Empörungskrämpfe der Hundefreunde: <Kot & Köter> am Kiosk

Humor ist nichts für Tierschützer und schon einmal gar nichts für Hundefreunde. Das hatte der Journalist Wulf Beleites schon in den 90er Jahren vorgeführt. Mit seiner damaligen „Idee“ einer Satire-Zeitschrift Kot & Köter tingelte er durch die Talkshows. Als Beleites dann aber Ende 2013 das ursprünglich gar nicht ernst gemeinte Projekt per Crowdfunding in die Realität zu überführen plante, zeigten die ersten Tierschützer sofort die zu erwartenden intellektuellen Ausfallerscheinungen (Aua1155P). Nach erheblichen Verzögerungen in der Produktion der Nullnummer dieser provokanten Zeitschrift ist sie nun erschienen und an den Kiosken erhältlich. Die Kommentare unter der dazugehörigen Meedia-Meldung sind schon einmal sehr vielversprechend. Das ist aber vermutlich alles noch nichts gegen den Kommentar aus Uschis Vase, der zu erwarten steht! Mit diesem Humordefizit stellen sich die Hundefreunde und Tierschützer auf eine Stufe mit anderen weltbekannten Fanatikern als da wären Islamisten und so.

 

TL56/14: 08.04.14: Getötet aus Managementgründen: Giraffe Marius und seine 4.999 Kollegen

Die im Zoo Kopenhagen getötete Giraffe Marius sowie die kurz darauf dort ebenfalls getöteten vier gesunden Löwen rücken das Thema der Tiertötungen in Zoos in die öffentliche Aufmerksamkeit. Wie Animal public meldet, werden jedes Jahr 5.000 gesunde Tiere, darunter hunderte von Großtieren, in den europäischen Zoos aus puren "Managementgründen" getötet. Am 12. April 2014 findet vor dem Berliner Zoo eine Tierschutzdemo statt.

 

TL55/14: 07.04.14: ZDF-Intendant beantwortet das Wehklagen der Jäger

Die beeindruckende ZDF-Dokumentation „Jäger in der Falle“ der planet-e-Sendung im Januar 2014 hatte bei der grünen Zunft wilde Proteststürme entfacht (vgl. auch TL36/14) und sogar zu einer Petition gegen das ZDF geführt. Auch die DN-Redaktion war aufgrund ihres Artikels Aua1229P mit Lob für die dokumentarische Leistung in den Fokus der Jägerschaft geraten, die sich inzwischen offensichtlich unerkannt auf dem Antiveganforum tummeln darf. Mit Datum vom 2. April 2014 hat nun der ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut Stellung zu dem Vorwurf tendenziöser Berichterstattung genommen. Fazit: Das ZDF stellt sich voll und ganz hinter die Autoren des Films.

Übrigens dürfte es diesen oder jenen DN-Leser amüsieren zu lesen, wie ähnlich die Argumente beim obigen Thema gegen die Journalisten jenen gegen die DN-Redaktion (oder beliebige andere Kritiker heiliger Kühe) sind. Es sind immer und überall dieselben gegen kritische Berichterstattung von Journalisten:  mangelnde Recherche, fehlende Qualifikation, unzulässige Zusammenhänge etc.! Als aktuelles Beispiel dazu sei auch Aua1293 empfohlen.

 

TL54/14: 03.04.14: 37 Prozent der Schweizer Hundeinserate im Internet unseriös

Die Schweizer haben einen sehr hohen Standard im Tierschutz; deutlich höher als Deutschland. Vielleicht erklärt das auch die selbstkritische Haltung großer Tierschutzorganisationen, die sich insgesamt um Transparenz und Seriosität bemühen. Wie die Neue Zürcher Zeitung gestern berichtet, checkt der Verein STS (Schweizer Tierschutz) schon seit 2012 Vermittlungsinserate auf Schweizer Internetplattformen. Das Ergebnis auch für 2013 ist ernüchternd und kaum verändert zu 2012. Beim Check von mehreren tausend Verkaufsangeboten ließen sich nur 11 Prozent der Anzeigen als seriös einstufen. 37 Prozent der 1.400 Hundeinserate waren danach unseriös!

Versuchen Sie ruhig, sich eine solche Überprüfung von einer großen deutschen Tierschutzorga vorzustellen. Es will einem kaum gelingen!

 

TL53/14: 31.03.14: Silvio Berlusconi wird jetzt Tierschützer

Rp-online berichtet über den neuesten Coup des italienischen Skandalpolitikers Silvio Berlusconi. Nach Schätzung dieser Redaktion muss es sein Glaubwürdigkeits-Navi gewesen sein, das ihn zielgerichtet dorthin führt, wo sich schon jede Menge Gesinnungsgenossen von ihm finden: in den Tierschutz! Für den nämlich will er sich jetzt engagieren. Nichts passt besser! Dort begrüßen ihn mutmaßlich herzlich andere schrittgesteuerte Kollegen wie der Sexting-Spezialist Jens Waldinger von Deutschland sagt Nein zum Tiermorden sowie die deutschen Rechtsextremisten mit der ausgewiesenen (Achtung: Doppeldeutigkeit!) „Tierliebe“. Diesen Irrwitz hätte sich kein satirisches Sowieso-Saugut der DN-Redaktion ausdenken können!

 

TL52/14: 30.03.14: Multiresistente Keime sind eine enorme Gesundheitsgefahr

Im Zusammenhang mit der DN-Berichterstattung über die Hundepension Sirius und andere Tierhaltungen des Ralf Hewelcke sind auch multiresistente Keime ein wichtiges Thema (vgl. Aua1281P). Die enorme Gesundheitsgefahr, welche insbesondere von den sogenannten MRSA-Keimen ausgehen, ist zunehmend Thema in den Medien. So berichtet Focus online aktuell über multiresistente Keime in vielen sächsischen Schweinemastanlagen.

Dazu fordere der Grünen-Landtagesabgeordnete Michael Weichert eine deutliche stärke Kontrolle der Verbreitung von MRSA-Keimen.

Doch was nützt das, wenn in Fällen wie dem bei Ralf Hewelcke, wo bei einer an einer Phlegmone erkrankten Boxerhündin allerdings keine MRSA-, sondern die etwas weniger gefährlichen MRSP-Keime labordiagnostisch nachgewiesen wurden, das zuständige Veterinäramt offensichtlich nichts unternimmt (vgl. Aua1285P)?

 

TL51/14: 30.03.14: Deutscher Tierschutzbund bietet Checkliste zu Animal Hoarding

Die DN-Redaktion beschleicht massives Unwohlsein darüber, wie von den Medien, leider sehr häufig Boulevard, das Thema Animal Hoarding aufgegriffen wird. Aktuell berichtet die DIE WELT: „Krankhafte Tiersammler sind oft Wiederholungstäter“. Der Artikel weist ausdrücklich auf die oberflächliche Motivation der Animal Hoarder hin: „Gutes tun“ zu wollen. Also: Tierschutz! Der wichtige Hinweis, dass (nur) in 72 Prozent der Fälle auch die Wohnungen der Hoarder verwahrlost sind, könnte nach Meinung dieser Redaktion zu dem Kurzschluss führen, dass dieses Merkmal immer vorhanden sein muss. Nach DN-Auffassung machen Zustände der Verwahrlosung im Wohnumfeld oder bei den Tieren das Animal Hoarding zwar schlimmer, sind aber nicht entscheidend für die AH-Kategorisierung. Ausschlaggebend dafür ist ALLEIN die Anzahl der gehaltenen Tiere im Vergleich zur Anzahl der für die Betreuung der Tiere zur Verfügung stehenden Personen (Betreuungsschlüssel).

Der Deutsche Tierschutzbund stellt eine Checkliste zum Animal Hoarding zur Verfügung.

Im Übrigen ist es mehr als besorgniserregend, wie manche Tierschützer die Persönlichkeitsrechte von Animal Hoardern verletzen und diese nachweislich kranken Menschen zur Selbstdarstellung missbrauchen. Die Sächsische Zeitung berichtete jüngst über einen Fall des Tierschutzcentrums Meißen (hier). Beachten Sie dort das Bild der Katze: Von Verwahrlosung oder Krankheit keine Spur! Das Tier sieht gut aus! Wie massiv in diesem Fall die Rechte des Animal Hoarder verletzt wurden, kommentiert ein MdL-Mitarbeiter aus dem sächsischen Landtage an den Chefredakteur der Sächsischen Zeitung hier.

 

TL50/14: 27.03.14: Jetzt tötete Kopenhagener Zoo vier Löwen

Irgendwie skurril: Gerade erst wurde im Kopenhagener Zoo die Giraffe Marius getötet und an die Löwen verfüttert, was einen europaweiten Shitstorm auslöste (vgl. auch die Meldungen TL30/14, TL 31/14, TL42/14). Jetzt wurden dort vier Löwen gekillt. Angegebener Grund diesmal: Platzmangel. Nach Pressemeldungen drohe dem Zoo nun der nächste Shitstorm. Lesenswert zum Thema insgesamt und den heuchlerischen Empörungswellen ist dieser SPIEGEL-Artikel.

 

TL49/14: 25.03.14: Wieder ATS, wieder Gnadenhof, wieder Spendenbetrug, wieder Tierleid

Zu der völlig abgelutschten Metapher von der Spitze des Eisbergs ist auch dieser Redaktion noch keine passende Alternative eingefallen. Auf jeden Fall wurde einmal wieder eine solche Spitze im Eismeer des Auslandstierschutzes (ATS) gesichtet. Wie die AHO-Redaktion meldet, habe eine „Tierschützerin“ aus Österreich [doch: es gibt noch zwei andere dort …] für einen Gnadenhof in Ungarn Spenden abgekämmt, derweil die Tiere dort, sofern nicht vermittelbar, allmählich vor sich hin gestorben seien. Nicht zuletzt  mangels Fütterung! Jetzt heulen dann alle ein paar Krokodilstränen, bevor es im selben Muster weitergeht: Spenden für den ATS für Einrichtungen im gruseligen Osten, die kein Mensch je überprüft hat noch wird. DN tritt noch ein abgegriffenes Diktum hinterher: The show must go on.

 

TL48/14: 23.03.14: Mitgliedsverein widerspricht dem Deutschen Tierschutzbund

Eine permanente Quelle der Heiterkeit, sofern man über so viel Widersprüchlichkeit und Unglaubwürdigkeit nicht verzweifeln möchte, ist der Deutsche Tierschutzbund (DTB) mit seinen unglaublichen Mitgliedsvereinen! Aktuell beschäftigt das DTB-„Mitglied“ Ralf Hewelcke (mit seinem Verein Nordische in Not) Medien und diesen Blog nachhaltig mit seiner spektakulären Auffassung von „Tierschutz“.

Damit es nicht so langweilig wird, tritt zwischendurch der Tierschutzverein Verden seinem eigenen Dachverbands vors Schienbein: In einem Artikel des Weser-Kuriers vom 22.03.2013 geht es um die Haltung von Wildtieren im Zirkus, explizit um die Haltung eines Schimpansen im Circus Belly, der derzeit in Verden gastiert. Darin erklärt der Fachreferent für Artenschutz beim DTB die jedem Tierfreund und Tierschützer ohnehin selbstverständliche Haltung zur Haltung von Wildtieren im Zirkus. Und dann kommt der erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Verden, gemäß aktueller Angabe auf der DTB-Webseite dort Mitglied, und labert fröhlich dagegen. Er warne vor „vorschnellen Urteilen“ (hö?) und vergaloppiert sich dann in eine Analogie mit Pferden, also eine domestizierte Art.

Das gibt DN aber die Gelegenheit, auf den Interessenskonflikt dieses speziellen ersten Vorsitzenden hinzuweisen, der Tierarzt ist. Tierärzte in Vorständen des DTB werden allgemein aus gutem Grund nicht so gern gesehen – eben: Interessenskonflikt. Doch der erste Vorsitzende des TSV Verden hat damit überhaupt keine Probleme, sondern bringt auf der Webseite des Vereins auch noch die Werbung für seine eigene Praxis unter. Im Übrigen ist TL48/14 ein weiterer Beleg für die Meinung der DN-Redaktion, dass der DTB und seine Mitgliedsvereine unausgesetzt an Glaubwürdigkeit verlieren und recht eigentlich nur noch eine Witznummer sind! Wenn zwischen dem Dachverband und seinen Mitgliedsvereinen noch nicht einmal Konsens zu solchen banalen Tierschutzfragen besteht, dann fragt sich der geneigte Leser, was das Ganze soll! Und die DN-Redaktion antwortet mit dem Hinweis auf die Mitgliedsbeiträge (vom TSV an den Dachverband). Aaahhh!

 

TL47/14: 22.03.14: Jäger jagen einen Tierfreund und seinen Hund in den Tod

Schwere Vorwürfe gegen die Jäger in Neuss erhebt ein Boulevard-Artikel auf Express.de. Demzufolge sei der Tierfreund und Jagdkritiker Thomas Nachtigal auf einem Spaziergang mit seinen drei Hunden versehentlich in eine Treibjagd geraten. Nachdem die Jäger ihn erkannt hatten, sollen sie ihn angeschrien haben: „Jetzt haben wir dich, du Schwein!“ Auf der panischen Flucht vor den Jägern sei Nachtigals Hündin Kiwi abhanden gekommen und später überfahren auf der Autobahn gefunden worden. Noch während der Bedrohungen durch die Jäger hatte Nachtigal einen Notruf an die Polizei abgesetzt. Die ermittelt jetzt.

Aktualisierung und Korrektur vom 25.03.2014:

Tja, auch die DN-Redaktion kocht nur mit Wasser und haut wie alle anderen gelegentlich (und im Abgleich mit der Quantität des Gesamtoutputs glücklicherweise recht selten) daneben. Wie diese Redaktion der Schelte im Antiveganforum zu entnehmen hat, ist sie - wie der Fellbeisser-Presseverteiler ebenfalls - mit obigem Hinweis auf eine vier Jahre alte Meldung hereingefallen. Die Meldung selbst ist zwar nach wie vor sachlich richtig. Der Hinweis von DN beinhaltete auch keine Stellungnahme dieser Redaktion und verweist lediglich auf den entsprechenden Zeitungsartikel, aber es ist natürlich trotzdem Quatsch, eine Zeitungsmeldung aus dem Jahr 2009 hochzuholen. Shit happens! Und die Meldungen im Fellbeisser-Presseverteiler werden künftig von DN noch kritischer durchleuchtet. Vorteil: Anders als im Jahr 2009 gibt es inzwischen wohl weitere Erkenntnisse zu Thomas Nachtigal (guckst du Antivegan-Wiki).

 

Bildzitat Screenshot der Fellbeisser-Meldung vom 21. März 2014. Das sind die für die Internet-Publizistik häufig kritisierten Mechanismen: Da diese Meldung über diesen etablierten Presseverteiler kam, hat auch die DN-Redaktion nicht genau hingeschaut und deshalb nicht gemerkt, dass es sich um eine uralte Story aus dem Jahr 2009 handelt. DN ist bloß froh, dass diejenigen, welche jetzt wieder begeistert herumhämen, überhaupt keine Anspruchshaltung gegenüber DN begründen können. Ufff!

 

TL46/14: 22.03.14: Tierschützer - gefangen in der Doppelmoral

Der Brüller in Breitwand: Die Mittelbayrische berichtet am 21.03.2014 über die Tierschützerforderung nach mehr Kontrollen und höheren Strafen für illegale Welpentransporte (aus dem Ausland). Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) unterstütze dieses Anliegen der „Tierschützer“. Der Artikel weist auch darauf hin, dass die Gewinne für die Händler im Vergleich zu den Strafen immer noch hoch sind.

DN-Senf: Merken die „Tierschützer“ eigentlich noch etwas? Ganz offensichtlich sind sie gefangen in ihrer seit Jahren praktizierten Doppelmoral: die „Welpentransporte“ der nicht unter dem Etikett Tierschutz auftretenden Händler von ihrem eigenen Tun zu scheiden. Dabei gibt es keinen Unterschied; beide Händler-Typen (die ohne, die mit Tierschutz) nutzen mutmaßlich sogar dieselben Bezugsquellen im Ausland. Beide transportieren häufig gesetzwidrig und tierquälerisch. Beide verscheuern ihre Ware ohne Ansehen der Person. Beide nutzen dafür sogar noch dieselben Vertriebswege (ebay & Co.). Auch die Tierschützer schleppen überwiegend Welpen und Junghunde ein. Doch in diesem Fall könnte die übliche tierschützerische Ignoranz und Dämlichkeit zum verdienten Bumerang werden. Wie gerade wieder Aua1278 dokumentiert, enthüllen die amtlichen Kontrollen die künstliche Unterscheidung und belegen stattdessen beinahe wöchentlich, dass es keinen Unterschied zwischen den ehrlich gewerblich auftretenden Hundehändlern und denen, die ihr mieses Geschäft mit dem Mäntelchen der guten Tat verbrämen, gibt.

 

TL45/14: 20.03.14: bmt gibt den Fischen Stimme

Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) außerhalb von Rumänien und der Verbringung von Straßenhunden nach Deutschland: Per Pressemitteilung kritisiert der Verein die neuen Regelungen zum Urlaubsfischerei-Schein in Schleswig-Holstein. Den nämlich können Touristen jetzt online erwerben. Der bmt will sich dafür einsetzen, dass diese Regelungen im Sinne des Tierschutzrechtes korrigiert werden.

Der DN-Redaktion am besten gefällt wieder die E-Mail-Adresse der bmt-Pressestelle: bmt-pressestelle[at]green-yellow.de! Damit reiht sich der bmt in eine illustre Liste von Tierschutzorgas ein, die Kunde bei dieser Werbeagentur sind. Inhaber ist der umstrittene Jan Peifer, der nicht nur unter seinem richtigen Namen auftreten soll!

 

TL44/14: 20.03.14: VIER PFOTEN warnt vor Trainingsmethoden von Cesar Millan

Die Kritik gegen den sich selbst als Hundeflüsterer vermarktenden Cesar Millan geistert seit Jahren durch die Hundeszene. Eindeutig Position bezieht jetzt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN mit einer öffentlich ausgesprochenen Warnung vor dem angeblichen Hundeflüsterer (hier). Anlass ist eine für September 2014 geplante Veranstaltung in der Wiener Stadthalle. VIER PFOTEN ruft zum Boykott der Veranstaltung auf. Auch Experten werfen Millan veraltete und nicht tierschutzkonforme Erziehungsmethoden vor. Um einen Eindruck vom Kern der Kritik zu bekommen, seien die im Artikel verlinkte Videos sehr empfohlen (hier und hier und hier und hier)! Eine kritische Analyse eines solchen Videos und des Vorgehens von Cesar Millan ist ebenfalls verfügbar hier (eine deutsche Übersetzung dazu hier).

 

TL43/14: 19.0.314: Staupe bei Wildtieren in Baden-Württemberg

Über den Reutlinger Generalanzeiger bittet das zuständige Landratsamt Hundehalter und Jäger im Kreis Tübingen um besondere Vorsicht, weil immer mehr Fälle mit Staupe infizierter Wildtiere auftauchen. Tendenz steigend.

 

TL42/14: 14.03.14: Endzoo.org legt beeindruckende Doku zu Giraffe Marius vor

Die internationale Tierschutz-, Tierrechts- und Artenschutzorganisation EndZoo setzt sich für in Gefangenschaft gehaltene Wildtiere ein (Grundsätze). Für dieses Ziel legt der Verein jetzt eine eindrucksvolle Dokumentation zu der jüngst öffentlich getöteten Giraffe Marius aus dem Kopenhagener Zoo vor. Die Doku greift alle von den Zoos und den diesen assistierenden Medien vorgebrachte Argumente sorgsam gelistet auf und widerlegt sie. Zum Beispiel das Inzuchtargument: An Hand der Ahnentafeln wird nachgewiesen, dass die Giraffe Marius selbst und wissentlich ein Inzuchtprodukt gewesen sei, weil Kopenhagen seit Jahren ein Inzuchtprogramm betreibe. So werden nacheinander alle Tötungsargument aufgriffen und mit eindrücklichen Dokumenten widerlegt. Die Dokumentation endet mit dem Fazit, Giraffen und Löwen in Zoo-Gefangenschaft hätten mit ihren in Freiheit lebenden Verwandten so viel gemeinsam wie der Tag und die Nacht. Das ganze Zoo-System säe Naturentfremdung und werde deshalb auch nur Naturentfremdung ernten.

DN-Senf: Unter den Themenschwerpunkten dieses Blogs besonders erwähnenswert: Die von Endzoo vorgelegte Dokumentation ist professionell gemacht, auch für Laien verständlich und mit zahlreichen Quellenbelegen ausgestattet. Solche wichtigen Dokumentationen von Tierschutz- oder Tierrechtsorganisationen sieht man (in Deutschland) eher selten.

 

TL41/14: 10.03.14: Landesjagdverband NRW will Gleichstellung mit Tierschutzvereinen

Das NRW-Verbraucherschutzministerium wird jetzt wegen der Liste mit Verbandsklagerecht ausgestatteter Vereine (vgl. Aua1232) auch noch von anderer Seite attackiert: Wie topagrar.com meldet, klagt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen jetzt auf Anerkennung als Tierschutzverein (im Text) bzw. als Naturschutzverein (Headline). Auch die Jäger in NRW möchten gern mit dem Verbandsklagerecht ausgestattet werden.

DN-Meinung: Jawoll! Diese Redaktion kann angesichts der bisher mit diesem Privileg vom NRW-Ministerium ausgestatteten Vereine nicht erkennen, warum man dann nicht auch noch die Jäger auf diese schräge Liste setzen sollte!

 

TL40/14: 09.03.14:  Illegale Welpenhändler zu Freiheitsstrafe verurteilt

Traumhaft! Aber so etwas ist in Deutschland eher nicht vorstellbar? Wie das Portal nachrichten.ch meldet, hat das Wiener Landesgericht zwei illegale Welpenhändler zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, davon acht Monate Haft und 16 Monate auf Bewährung. Eine pfiffige Stückelung! Dem Fall soll ein Hinweis der Tierschutzorga VIER PFOTEN aus dem Jahr 2012 zugrundeliegen. Die Hundehändler hatten viel zu junge Welpen aus der Slowakei verkauft.

Kennern der Szene würden unter dem Stichwort Slowakei noch mehr haftwürdige Tierschlepper einfallen?

 

TL39/14: 06.03.14: VOX gibt Ralf Seeger eigene Tierschutzdoku

Da fällt der DN-Redaktion auch nichts mehr zu ein: Vox gibt dem „Tierschützer“ Ralf Seeger eine eigene Tierschutzdoku „Harte Hunde – Ralf Seeger greift ein“ (Quelle). Die zunächst auf vier Folgen terminierte Seife soll am 5. April 2014 um 19.10 Uhr beginnen. Für die Werbung bedient sich VOX auch des Mythos „Ex-Fremdenlegionär“, der im Forum der Fremdenlegionäre (LaLegion.ch) schon vor Jahren gar nicht freundlich aufgenommen wurde; ebenso wenig wie in der Kampfsportszene (hier).

 

TL38/14: 05.03.14: 77 Osteuropa-Welpen aus Tiertransporter gerettet

Die Augsburger Allgemeine berichtet am 4. März 2014 über eine weitere erfolgreiche Trapo-Kontrolle der Polizei. Die dabei vorgefundenen 77 Welpen aus Osteuropa waren alle in einem dermaßen schlechten Zustand, dass sie beschlagnahmt und ins Tierheim Nürnberg-Fürth eingewiesen wurden. Ob Pseudo-Tierschützer etwas mit diesem weiteren tierquälerischen Trapo zu tun haben, ist der Meldung nicht zu entnehmen.

Dass diese aber parallel dazu weiterhin Hunde auf tierquälerische Art und Weise nach Deutschland schleppen, dazu gibt der Poster „Graf Zahl“ im Gästebuch des Tierhof Straelen in seinem Posting vom 04.03.14 / 06:04 h einige phantastische Links. Die führen den Interessierten auf die Facebook-Seite der Anführungszeichen-Tierschützerin Melanie S., die ganz stolz Fotos tierquälerischer und illegaler Transportbedingungen für Hunde aus dem rumänischen Timisoara veröffentlicht. Die Bilder belegen, dass die Hunde in Käfigen transportiert werden (Link 1), in denen sie noch nicht einmal aufrecht sitzen können; dass ihnen kein Wasser zur Verfügung gestellt ist (Link 2); die vorschriftswidrig zu zweit im Käfig sitzen müssen (Link 3 und Link 4); Hunde, die beim Ausladen nicht gesichert werden (Link 5 und Link 6). Dieses weitere Dokument des gewissenlosen Tierschmutzes wird voraussichtlich nur kurze Zeit verfügbar sein. Deshalb sollten sich DN-Leser die Links rasch ansehen!

 

TL37/14: 03.02.14: Kein Wunder: Auch Rinderzüchter mit Satire überfordert!

Zur Ehrenrettung des WDR muss man immer wieder darauf hinweisen, dass diese ARD-Anstalt abgesehen von dem Schandfleck Tiere suchen ein Zuhause wunderbare Sendungen produziert. Etwa Quarks & Co. Deren Redaktion hatte die Agrarindustrie in der Sendung vom 18. Februar 2014 mit einem Videospiel zur Rinderzucht zügig auf die Palme gebracht (das Videospiel ist zu sehen ab Videolaufmeter 07:10). Topagrar.online wimmerte daraufhin „Quarks & Co. stellt Rinderhalter als profitgierige Tierquäler dar“. Dass diese Satire von der Karikierten nicht verstanden wurde (wie auch?), berichtet am 28.02.14 DIE WELT mit Hinweis auf die Stellungnahme der Quarks-Redaktion auf Facebook.

 

TL36/14: 03.02.14: Jäger schießen gegen das ZDF

Diese Redaktion LIEBT solche Überschriften! Mit dieser vermeldet Wendland.net.de die Gegenaktionen der Jäger auf die in Aua1229P beschriebene und gelobte Dokumentation Jäger in der Falle der ZDF-Sendung planet-e.

 

TL35/14: 28.02.14: Zwei für die Tierschutz-Publizistik interessante Urteile

Die prominente Medienrechtskanzlei Höcker, welche unter anderem auch das Deutsche Tierschutzbüro juristisch vertritt, berichtet auf ihrer Webseite von zwei interessanten und für die Tierschutz-Publizistik relevanten Gerichtsentscheiden.

Im ersten Fall ist dies allerdings bisher nur das Ergebnis einer mündlichen Verhandlung vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht im Widerspruch (Az. 7 U 95/13) gegen eine einstweilige Verfügung des Landgerichts (Pressekammer) Hamburg (Az. 324 O 213/13). Dabei geht es um den Vorwurf illegalen Handelns, den die Tierschützer gegen den Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter erhoben hatten. Quintessenz des Verfahrens: „Es kann nicht verboten sein, das Handeln einer gegen geltende Rechtsvorschriften verstoßenden Person als „illegal“ zu bezeichnen“ (Quelle). Diese Bewertung hat unmittelbaren Einfluss auf die DN-Berichterstattung über die Auslandstierschützer. Denn nach diesseitigem Verständnis lässt sich ein solches Urteil unmittelbar auf den von DN gern genutzten Begriff „Auslandsschlepper“ anwenden. DN versteht diese gerichtliche Bewertung so, dass die Bezeichnung „illegales Handeln“ dann auf die Auslandstierschützer anwendbar ist, wenn diese gegen geltende Rechtsvorschriften wie z. B. das Tierseuchenrecht verstoßen (vgl. mit aktuellem Bezug Aua1250).

In der zweiten Meldung geht es darum, dass Tierschützer nicht als Einbrecher bezeichnet werden dürfen. Die Kanzlei Höcker vertrat dabei den Tierschutzjournalisten Jan Peifer und das Deutsche Tierschutzbüro in einem einstweiligen Verfügungsverfahren vor dem Landgericht Köln gegen den Landwirtschaftsverlag und seinem Online-Dienst „topagrar“. Am 20. Februar 2014 habe das Landgericht Köln (Az. 28 O 67/14) die Äußerung "Einbrecher" als persönlichkeitsrechteverletzend untersagt (Quelle). Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Kanzleikommentar: „Verdeckt arbeitende Journalisten und Tierschutzaktivisten sind nicht per se Einbrecher.“

 

TL34/14: 24.02.14: Polizei stoppt Bulgarien-Trapo von Tierschutz-Tierschleppern

Die schön unschöne Regelmäßigkeit: Wieder haben die Behörden einen illegalen Trapo von Pseudo-Tierschützern und skrupellosen Auslandsschleppern aufgebracht. Pikanterweise wieder einmal aus Bulgarien. Main-Netz berichtet am 23.02.14 über einen Erfolg der Polizeiinspektion Lohr. Bei der Kontrolle eines bulgarischen Kleintransporters stießen die Beamte auf 21 Hunde, die – spezielle Tierquälerei – zusammen mit Katzen transportiert worden sein sollen. Das alles unter dem Label Tierschutz, wobei der Main-Netz-Artikel deutlich darauf abhebt, es dürfe bezweifelt werden, ob es sich bei einigen der Tiere tatsächlich um Straßenhunde handele. Denn inzwischen sei dieser auf Mitleidsschiene vermarktete „Tierschutz“ ein lukratives Geschäft.

Welpen waren natürlich auch wieder dabei. Für das Fahrzeug gab es keine tierschutzrechtliche Zulassung für den gewerblichen Transport. Die armen Tiere, Hunde und Katzen zusammen!!!, waren wieder einmal schon über zwei Tage unterwegs. Nur zehn der Tiere ware für Tierschutzorgas bestimmt. Das bedeutet: Inzwischen schleppen die puren Hundehändler mit denen unter dem Label Tierschutz schon gemeinsam und nutzen dieselbe Infrastruktur! Und nach DN-Meinung beziehen sie ihre Ware auch aus denselben Quellen, die gezielt für den Mitleidsmarkt in Deutschland vermehren.

Dem Trapo sei die Weiterfahrt genehmigt worden. Jedoch hätten die sogenannten Pflegestellen mit dem Besuch der Veterinärbehörden zu rechnen, welche die Einhaltung der tierseuchenrechtlichen Bestimmungen überprüfen würden. Der Fahrer des Trapos musste eine Sicherheitsleistung von 500 Euro hinterlegen.

 

TL33/14: 23.02.14: Ein Jäger über Jagd: Bluttourismus und Ökogemetzel

Es ist sicherlich nicht übertrieben zu konstatieren, dass sich die Jagd (endlich) wirklich in der Krise befindet. Erst war da die phantastische Dokumentation Jäger in der Falle der ZDF-Sendung <planet-e> am 19. Januar 2014. Der besondere Wert dieser ausgewogen kritischen Darstellung lässt sich an der breiten Protestwelle unter den Jägern ablesen (hier und hier).

Auch der Deutsche Tierschutzbund attackiert die Jäger mit aktuellem Bezug.

Dann ist da das herbe Nachspiel zu einer Treibjagd im Heimatlandkreis Sigmaringen dieser Redaktion: eine bluttriefende Großveranstaltung über 11 Jagdreviere hinweg mit 181 Jägern, 100 Treibern und 60 Hunden, die gemeinsam 81 Wildschweine zur Strecke brachten. Die mutmaßlich tierquälerischen Vorgänge dabei sind inzwischen zentraler Vorwurf einer beeinruckenden und 26 Seiten (!) umfassenden Strafanzeige des bekannten Tierrechtsanwalts Dominik Storr gegen die Verantwortlichen des "Wildschweinmassakers".

Für bundesweite Empörung hat die ganz besondere mutmaßliche Tierquälerei eines Burladinger Jägers gesorgt, der einen im Wald aufgefundenen Hund hinten an sein Fahrzeug angebunden und durch den halben Ort fast zu Tode geschleift hatte (vgl. In dieser Rubrik die Meldungen unter TL2/14 und TL9/14). Und dann schmissen auch noch 13 Jäger in Baden-Württemberg aus Protest gegen Praktiken wie im Landkreis Sigmaringen ihre Flinte ins Korn und verlängerten ihre Pachtverträge nicht (vgl. Meldung TL24/14 in dieser Rubrik).

Jetzt kommt es noch dicker: Ein richtig alter Hase des waidmännischen Handwerks, der Jäger mit jahrzehntelanger Praxis Wolfgang Köpp, hat seinen Ärger über "Bluttourismus und Öko-Gemetzel", über die verlorene Ethik der Jäger von heute, über Jagdtourismus und Dilettantentango sowie andere Fehlentwicklungen der Zunft in einem Buch mit dem verheißungsvollen Titel Jäger, seid ihr noch zu retten? auf knapp 300 Seiten niedergeschrieben. Der Mann weiß, was auf ihm zukommt: "Ich werde Dresche kriegen", titelt der dazugehörige Artikel im Nordkurier.

Dem tierschutzkritischen Blog Doggennetz.de ist es besonders wichtig darauf hinzuweisen, dass die Hauptimpulse der jetzt erstarkenden Kritik an der Jagd NICHT aus dem Tierschutz und der Tierrechtsbewegung kommen! Die hängen sich nur vermarktungswirksam hinten dran. Eine Ausnahme hiervon bildet lediglich der Fall im Landkreis Sigmaringen, der von PETA und Storr pointiert und wirkungsvoll aufgegriffen wurde. Aber die ZDF-Doku kam ganz ohne die Tierschützer aus. Und weder die 13 Blumberger Jäger noch Wolfgang Köpp können in einen Zusammenhang mit den Gralshütern der Moral in Wald und Flur gebracht werden.

 

TL32/14: 17.02.14: Tessi Lödermann hadert mit Strafprozessordnung

Immer wieder fällt auf, wie schwer sich Tierschützer mit den Prinzipien des Rechtsstaates tun. Was sagt das aus? Das Ringen der bekannten Tierschützerin Tessi Lödermann mit den Inhalten der Strafprozessordnung wie dem Paragraf 154 wird jetzt sogar Gegenstand von Zeitungsberichterstattung. Merkur online nimmt die Botschaft populistisch auf: „Tierquäler bleibt straffrei – weil er kriminell ist“.

Das ist so natürlich nicht richtig, denn der sicherlich üble Fall von Tierquälerei bleibt nicht straffrei, weil der Täter kriminell ist, sondern weil er in einem weiteren anstehenden Verfahren eine beträchtlich höhere Strafe zu erwarten habe, wie Merkur online auch aus der Verfahrenseinstellung zitiert. Die Hüter des Rechtsstaates haben sich bei solchen Regelungen etwas gedacht. Doch wenn Tierschutzpromis und Vorsitzende so namhafter Vereine wie Garmisch-Partenkirchen medienträchtig ihre Empörung gegen diese Prinzipien des Rechtsstaates feiern können, schlagen sie damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie präsentieren sich selbst als tierlieb bis zur Fassungslosigkeit (wörtlich im Artikel!) und sie vertiefen die Kluft zwischen Tierschutz und Gesellschaft. Ausfluss dieser populistischen Selbstpräsentationen sind die im Tierschutz mit zunehmender Tendenz feststellbaren Selbst- und Lynchjustizaktionen. Bravo!


TL31/14: 14.02.14: Nächste Giraffe Marius zur Tötung bestimmt?

Zwar ist nicht erster April, trotzdem möchte man es kaum glauben: rp online berichtet von der nächsten bevorstehenden Giraffentötung in Dänemark. Im Jyllands Park Zoo befinde sich eine weitere genetisch uninteressante Junggiraffe, die zufällig auch Marius heiße. Das sieben Jahre alte Tier soll zur Verhinderung von Fortpflanzung ebenfalls getötet werden.

Die DN-Redaktion kann nicht überprüfen, ob diese Meldung real ist. Eigentlich wäre man eher geneigt, an einen Fake zu denken. Doch dafür gibt es keine Anhaltspunkte.

Der rp-online-Artikel enthält übrigens hochinteressantes Bildmaterial von einer Wolf-Obduktion im Naturgeschichtlichen Museum Arhus. Da stehen – geschätzt - sechs- und siebenjährige Kinder 20 Zentimeter entfernt von dem auf dem Seziertisch aufgestapelten Wolfsgekröse und schauen sich die Innereien interessiert an. Wirkliche Probleme scheinen die Kinder lediglich mit dem Geruch zu haben, denn einige halten sich die Nase zu. Diese Redaktion hat größere Schwierigkeiten, sich eine solche Szene in der Bundesrepublik vorzustellen.


TL30/14: 13.02.14: Die taz als Vertreter des gesunden Menschenverstandes zur Giraffe-Marius-Hysterie

Seit Tagen tobt sie durchs Netz: die völlig aus dem Ruder gelaufene Hysterie zur Tötung der Giraffe Marius im Zoo Kopenhagen. Die Verlogenheit der von den Tierfreunden entfachten Empörung ist kaum zu ertragen. Auf einmal auch sorgen sich ausgerechnet die häufig vor allem durch ihre Misanthropie glänzenden Gutmenschen um diejenigen Menschenkinder, welche der Tötung und Zerlegung der Giraffe beiwohnten. Gut portioniert wurde diese anschließend den Löwen im Nachbarkäfig als artgemäße Ernährung angeboten und dort auch dankend angenommen. Der Artikel Lecker Giraffe in der taz vom 10. Februar 2014 sortiert die verschiedenen Phänomene sorgsam auseinander, hält tapfer die letzte Bastion des gesunden Menschenverstandes und leistet Volksbildung: In der Tat: Löwen fressen Fleisch! Dass dieses Wissensangebot nicht angenommen wird, dokumentiert die weiterhin fruchtlose Kreisdiskussion per Leserkommentare unter dem Artikel.

 

TL29/14: 09.02.14: Zirkusleute prügeln Tierschützer krankenhausreif

In Einzelgesprächen in letzter Zeit immer häufiger zu hören: das wachsende Unbehagen an der zunehmenden Aggressivität und Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft. Konflikte scheinen rascher in pure Gewalttätigkeiten zu eskalieren als früher? Dieser subjektive Eindruck wird durch eine aktuelle Meldung aus Wörrstadt bestätigt. Dort sollen Zirkusleute einen Tierschützer krankenhausreif geprügelt haben. Anlass war eine mutmaßlich tierquälerische Tigerhaltung eines Wanderzirkus. Ein Ehepaar der Tierhilfe Phönix habe die Verantwortlichen in Anwesenheit der Polizei deswegen kritisiert. Als der Mann der Vorsitzenden Fotos der Tigerhaltung fertigte, hätten drei Männer vom Zirkus ihn zusammengeschlagen. Am Ende blieb er blutüberströmt und regungslos am Boden liegen. Die anwesende Polizei habe nicht eingegriffen. Die Tierschützer drohen jetzt Strafantrag gegen alle beteiligten Beamten an.

Die Polizei widerspricht dieser Darstellung. Sie sei sofort zwischen die Streitenden gegangen. Im Gegenteil habe der Ehemann der Tierschützerin die Aufnahme seiner Personalien verweigert und dabei auch einen Polizisten verletzt.

 

TL28/14: 06.02.14: Tierschützer schon wieder mit Satire überfordert: Hundeabwrackprämie

   Bildzitat Screenshot ex Neue Rheinpresse

Der Rotte Tierschützer und Hundefreunde zugehörend, müsste eigentlich jedes Gruppenmitglied vor Scham im Boden versinken. Und dem Satireprojekt Kot & Köter des Journalisten Wulff Beleites (vgl. Aua1155P) verschafft der Vorgang weitere Legitimation: Weil Tierschützer und Tierfreunde mit dem uneigentlichen Schreiben wieder einmal intellektuell überfordert waren, muss die Dortmunder CDU jetzt einen Shitstorm aushalten, wie die Ruhr-Nachrichten berichten. Das Satireportal Neue Rheinpresse hatte eine Abwrackprämie für Hunde vermeldet, die vom Dortmunder Gemeinderat geplant sei. Um die Satire kenntlich zu machen, hatten die Kollegen eigens noch einen Stadtrat Arne Hüttemann erfunden. Aber: null Chance bei den Dumpfbacken! Obwohl unten auf der Webseite in der Rubrik „Freunde“ auch noch auf den das berühmteste Satireportal Der Postillon hingewiesen wird, unter „Kontakt“ so verständnisfördernd zu lesen ist „Ist das hier Satire?“, gingen die Tierschützer wieder ab wie das viel besungene Zäpfchen! Abgesehen von dem Shitstorm gegen die Dortmunder CDU enthüllen auch die Kommentare unter dem Artikel Dummheit in Vollendung und Menschenverachtung im Freilauf! Über die Vox populi lacht man auch hier!

 

TL27/14: 06.02.14: Saftiger Strafbefehl für Burladinger Hundequäler-Jäger

Das dürfte auch die Tierschützer zufriedenstellen: Der Fall des Burladinger Jägers, der den Golden Retriever Jazz im Revier aufgegriffen , an sein Auto gebunden und durch den Ort geschleift hatte (vgl. auch Meldung TL2/14), sind die Strafen umfassend: Jagdschein, Waffen und Pacht futsch und jetzt noch ein Strafbefehl in Höhe von 18.000 Euro von der Staatsanwaltschaft Hechingen. Plus zwei Monate Führerschein weg. Wenn der 74-Jährige die Strafe akzeptiert, ist er vorbestraft. (Quelle)

 

TL26/14: 06.02.14: Gnadenhof M. der Barbara B. in Dörrieloh wird zwangsversteigert

Die Kreiszeitung berichtet heute von der Zwangsversteigerung des Gnadenhofs M. der verurteilten Tierquälerin Barbara B. (vgl. Linkliste in Aua695). Gläubiger sei die Volksbank Sulingen mit einer Forderung in Höhe von 50.000 Euro. Der Zeitungsartikel berichtet von jeder Menge weiterer Forderungen anderer Gläubiger. Der Wert des Objekts werde durch Baumängel gemindert. Bisher liege nur ein Gebot von 15.000 Euro vor. Ob die Volksbank sich damit zufrieden gebe, werde erst Ende März verkündet.

 

TL25/14: 05.02.14: Landwirtschaftsverband entsetzt über Klagerecht für Stalleinbrecher

Die Liste der mit vom Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen mit Verbandsklagerecht ausgestatteten Vereine sorgt weiter für Empörung. DN hatte in Aua1232 berichtet. Und die dort angekündigte DN-Presseanfrage liegt dem Ministerium seit dem 27. Januar 2014 vor. Eine Antwort steht noch aus. Jetzt artikuliert auch der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) sein Entsetzen. Hier würden Tierschutzorganisationen mit dem Verbandsklagerecht ausgestattet, die für Rechtsverstöße bekannt sind. Auch die Präsenz des Europäischen Tier- und Naturschutz e. V. auf besagter Ministerliste wird scharf kritisiert.

 

TL24/14: 04.02.14: Neue Jagdpraktiken provozieren eindrücklichen Jägerprotest

Das assoziative Unglückspotenzial der Zahl 13 sei fröhlich den Jägern zugewiesen. 13 Jäger jedenfalls haben jetzt in Baden-Württemberg die Flinte ins Korn geworfen, wie der Südkurier berichtet. Sie werden aus Protest (auch, nicht nur) gegen Drück- und Treibjagden ihre Pachtverträge nicht verlängern. Solche „Regiejagden“ hätten mit dem ursprünglichen Verständnis von Jagd nichts mehr zu tun.

 

TL23/14: 03.02.14: Protest gegen Elefantenjäger im Thüringer Umweltministerium

Ein für die politische und gesellschaftliche Verlogenheit aussagekräftiger Skandal: Ein hoher Beamter des Umweltschutzministeriums Thüringen soll Anfang Dezember 2013 in Botswana einen Elefanten abgeschossen haben. Herausgekommen war die Großwildjägerleidenschaft des Staatsdieners durch dessen ungebremsten Selbstdarstellungseifer. Er hatte eine E-Mail mit Bild an seine Kollegen geschickt. Die Grünen hatten den Vorgang dann öffentlich gemacht. Thematisiert wird das Ganze jetzt vom Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow. Doch Ministeriumschef Jürgen Reinholz (CDU) nimmt sich ein Beispiel an Mutti und will den Skandal wohl aussitzen, obwohl die Medien schon auf den Zug aufgesprungen sind. Sowohl „brisant“ wie RLT berichteten. Und die Kommentare zu einem Artikel der Thüringer Allgemeine sprächen ebenfalls für sich, wie der jüngste Artikel Großes Entsetzen über Thüringer Elefantenjäger hervorhebt. Pointiert wird die Verwerflichkeit der Elefantenjagd des Beamten noch durch eine Neuregelung in Botswana selbst. Dort gibt es seit dem 1. Januar 2014 nur noch spezielle Jagdlizenzen für bestimmte einheimische Gruppen. Begründung: Die Jagd fördere Wilderei, unethisches Verhalten und Korruption.

Doggennetz.de-Senf: Ein hoher Beamter des Thüringer Umweltschutzministeriums geht knapp vor einer genau das verbietenden Neuregelung auf Elefantenjagd in Afrika. Und ein Frank Weber, der sich bundesweit als „Tierschützer“ feiern lässt, lädt die frühere Schweinekopfhautverkäuferin Doris Rauh vom Verein Rüsselheim e. V. in die VOX-Sendung hundkatzemaus ein. Hier allerdings besteht kein Bruch zwischen dem Grad der Verlogenheit in Politik und Gesellschaft gegenüber dem bei den „Tierschützern“. Die Doppelmoral feiert Urstände hier wie dort!

 

TL 22/14: 01.02.14: Spektakulärer Zoophilie-Verdacht gegen Leipziger Zoo

Der DN-Service TAGESLINKS ist aber auch wieder so etwas von aktuell: Passend zu den heute in Berlin stattfindenden Demos und Gegenkundgebungen zum vermaledeiten Z-Thema (vgl. Aua1237) berichtet (ausgerechnet) die BILD-Zeitung von einem spektakulären neuen Zoophilie-Verdacht. Der richte sich gegen eine Auszubildende des – mutmaßlich – Leipziger Zoos, die in der WDR-Domian-Sendung vom 30. Januar 2014 von ihren Sex-Träumen mit einem von ihr betreuten Schimpansen berichtet haben soll. Benannt wurde der Zoo nicht, aber PETA Deutschland springt - juchu - auf den Zug auf und vermutet: Leipzig. Die Tierrechtsorganisation habe Anzeige beim Leipziger Veterinäramt erstattet. Das wiederum empört den Leipziger Zoo, der behauptet, die Mitarbeiter hätten gar keinen direkten Kontakt mit den Affen, einen Affen des angegebenen Alters mit dem Namen gäbe es auch nicht, ebensowenig eine Auszubildende mit dem Namen „Lena“. Der Leipziger Zoo erwäge rechtliche Schritte gegen PETA wegen Verleumdung.

Satirisch nachgetreten: Eine Stellungnahme des bundesweit einzigen Vergewaltigungsexperten Carsten Thierfelder aus Recklinghausen liegt noch nicht vor! Wenn einer weiß, was wo vergewaltigungstechnisch auf der Welt passiert, dann dieser!

 

TL21/14: 31.01.14: Vegatarier sind auch Mörder und voller Hass

Wo immer Ideologen unterwegs sind ... Die Süddeutsche informiert auf Jetzt.de über die Hasswelle der Vegetarier und Veganer gegen den Blogger Felix Olschewski von Urgeschmack.de. In einem mit vielen Links auf wissenschaftliche Artikel versehenen Beitrag wendet er sich klar gegen die industrielle Massentierhaltung, votiert aber für den Verzehr von Weidefleisch und belegt, dass für die vegane Ernährung mehr Tiere leiden und sterben müssen als etwa für Weidefleisch. Eine provokante These, die ihm so viel Hasspostings von der Veggie-Front bescherte, dass er die Kommentarfunktion auf seiner Seite abschalten musste. Dabei kommt er mit seiner differenzierten Argumentation zu dem ganz klaren, ziemlich offensichtlichen und von Tierrechtlern schon einmal per se abgelehnten Schluss: Beim Essen hat immer jemand das Nachsehen!


TL20/14: 30.01.14: Tierschutzverein Pfullendorf steht kurz vor der Auflösung

Am 26. Janaur 2014 berichtet die Schwäbische Zeitung in einem Artikel mit ärgerlichen Sachfehlern über die unmittelbar bevorstehende Auflösung des Tierschutzvereins Pfullendorf. Auch wenn DN anlässlich solcher Vereinstode in der Regel den Untergang der bundesdeutschen Tierschutzinfrastruktur beklagt, ist es in diesem Fall kein Verlust! Der Verein betreibt kein Tierheim und ist ansonsten nur ein weiterer Brennpunkt des konsequent aufgeführten Dilettantentangos! Aufgrund der ganz speziellen Situation im Landkreis Sigmaringen (vgl. dazu Artikelserie Fundtierverwaltung Landkreis Sigmaringen (vgl. Linkliste in Aua867) spielt er für die Fundtierverwaltung keine Rolle. Klassische Tierschutzarbeit mit der gebotenen Professionalität ist von diesem Verein über Jahre hinweg im gesamten Landkreis nicht bekannt. Ganz im Gegenteil: Die bisherige erste Vorsitzende wurde selbst zum „Tierschutzfall“ (hier).

DN empfindet es als nahezu klassisch, dass sich solche Vereine mit solchen Vorsitzenden unter dem Dach des Deutschen Tierschutzbundes einfinden. Und die Schwäbische Zeitung packt das wichtige Thema vorne und hinten nicht. Im Artikel über die Reizgasattacke fehlt der wichtige Hinweis darauf, dass es sich bei den Gewalttätern um die Familie der ersten Vorsitzenden des TSV Pfullendorf handelt. Und beim Artikel über die unmittelbar bevorstehende Auflösung wird tatsachenwidrig behauptet, private Tierfreunde müssten für Fundtiere im Tierheim Sigmaringen Pensionskosten zahlen. Alles Blödsinn! Wie die Fundtierverwaltung im Landkreis Sigmaringen geregelt ist, erklärt detailliert Aua816.

 

TL19/14: 30.01.14: Tierschützer eröffnen virtuelles Katzenbordell

Die DN-Redaktion kann sich kaum lassen vor Begeisterung: Belgische Tierschützer gehen das persistierende Populationsproblem bei Katzen mit einer sensationell kreativen, spektakulären und innovativen Aktion an. In Brüssel eröffneten sie am vergangenen Dienstag ein virtuelles Katzenbordell. Mit einem Beamer an die Seitenwand eines Hochhauses geworfen, erscheinen dort rot beleuchtete „Fenster“ mit Katzenschemen in eindeutigen und teilweise zeugungsrhythmischen Positionen. Einhergehend mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion fordern die Tierschützer neue Gesetze, welche die Halter zur Kastration verpflichten.

Es sind genau solche neuen Ideen und Aktionen, welche diese Redaktion von den Tierschützern fordert – anstelle des monotonen Schwingens der gesprochenen oder geschriebenen Moralkeule. Passanten des Spektakels wird die so übermittelte Botschaft sicherlich besser im Gedächtnis haften bleiben als das übliche Lamento zum Thema.

 

TL18/14: 29.01.14: Handelsblatt gibt der Agrarindustrie eins aufs Mützchen

In dem bemerkenswerten Handelsblatt-Kommentar „Fukushima im Schweinestall“ warnt Christoph Kapalschinski die Agrarindustrie davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Solche wie jetzt vom Bauernpräsident Joachim Rukwied geforderten Euphemismen („große Ställe mit Wellness- und Relax-Zonen“ anstelle des zutreffenderen Lexems „Massentierhaltung“) hätten sich schon im Nachgang der Fukushima-Katastrophe als kontraproduktiv erwiesen. Der Agrarlobby sei die Deutungshoheit über die Landwirtschaft entglitten. Veganer seien heute auch keine Querulanten mehr, sondern sie seien die Avantgarde. Die Agrarindustrie komme mit puren Zahlen nicht mehr gegen die Macht der Bilder von kranken Kühen und von vor Schmerz brüllenden Ferkeln an.

Wenn das Handelsblatt so kommentiert, wäre das jetzt einmal eins der wenigen Beispiele, bei denen der Tierschutz mit seinem Anliegen in der Gesellschaft angekommen ist.

 

TL17/14: 28.01.14: V-Mann des LKA soll Tierrechtler zu Straftaten angestachelt haben

Der NDR berichtet seit drei Tagen über einen netten neuen Polizeiskandal im Kontext mit der Tierrechtsszene (hier, hier und hier). Der Vorwurf: Ein vom LKA bei den Tierrechtlern eingeschmuggelter V-Mann soll zu Straftaten aufgerufen haben. Die Kritik breitet sich jetzt kreisförmig in alle Richtungen aus, denn auch dem NDR wird inzwischen vorgeworfen, es den Tierrechtlern gegenüber an Distanz fehlen zu lassen. Ganz anders wiederum sieht das PETA Deutschland e. V. Dort wird der Skandal als eine weitere Episode in der seit 30 Jahren erfolgenden Kriminalisierung der Tierrechtsszene bewertet. Der Vorschlag von dort, V-Leute in der Agrarindustrie einzusetzen, hat was!

 

TL16/14: 27.01.14: Betrifft auch den Tierschutz: Saar-Tatort thematisiert Lynchjustiz

Immerhin haben ihn extrem viele Zuschauer gesehen: 9,5 Millionen wurden am gestrigen Sonntagabend durch TATORT mit dem Thema Selbstjustiz bzw. Lynchjustiz beim Verdacht des sexuellen Missbrauchs konfrontiert. Dieser Tatort schien wie für die extremistische Tierschutzszene um Carsten Thierfelder, Jean Pierre H. und Rainer G. gemacht! Schließlich hat es veritable Gründe, dass der Rechtsstaat Selbstjustiz ausschließt. Zu diesen gehört zuvorderst die Fehleranfälligkeit der „Ermittlungen“ von selbsternannten Strafverfolgern. Besonders im Internet ist es ein Leichtes, missliebige Personen unter Verdacht zu stellen und den Lynchjustizmob auf diese zu fokussieren. Dass die Geister, welche solche Manipulatoren rufen, dann oft nicht mehr in die Flasche zu kriegen sind, liegt auf der Hand.



TL15/14: 26.01.14: Deutscher Tierschutzbund informiert über die blutigen Olympischen Spiel

Das Übliche, leider: Populäre Massenveranstaltungen von Weltrang im Ausland gehen leider inzwischen standardmäßig mit brutalen Tötungsaktionen gegen Straßentiere einher. Die Reflexe sind ebenfalls standardisiert: Tierschützer protestieren, Politiker artikulieren halbherzig ihre Kritik, Sportler oder Musiker (je nach Veranstaltungstypus) nehmen trotzdem teil, die Konzerne verdienen und die Fernseh-Einschaltquoten sind gigantisch. Aktuell informiert der Deutsche Tierschutzbund über den Tötungsreflex in Sotschi.

 

TL14/14: 26.01.14: Hundezentrum Mittelfranken protestiert gegen Schlepper

Von unten muss der Protest kommen! Da haben auch relative unbekannte Stimmen ein Lob und einen Link verdient! Das Hundezentrum Mittelfranken informiert auf Facebook seriös und fachkundig über Kriterien für seriösen Auslandstierschutz einschließlich einer genialen Grafik. Die Hundeprofis geben potenziellen Pflegestellen und Adoptanten vernünftige Kriterien an die Hand, mit der die Auswahl der zu rettenden Hunde von der besinnungslosen und gewinnträchtigen Massenschlepperei tatsächlich zum Tierschutz avancieren könnte. Und folgenden Satz sollte man in Marmor meißeln: „Emotionen haben beim Tierschutz erst einmal nichts verloren“!

 

TL13/14: 25.01.14: Das Dschungelcamp trage Mitschuld an Tierquälerei

Medien-Topthema aus der Fernsehwelt ist derzeit die – nach DN-Meinung – völlig unsägliche Sendung „Dschungelcamp“ bzw. die aktuelle Staffel dieses medialen Drecks. Moderiert wird das menschen- und tierverachtende Spektakel auch von Sonja Zietlow, die sich selbst als Tierfreundin deklariert und dem "Tierschutz-Menschen"-Verein Beschützerinstinkte vorsitzt. Damit ist sie eine authentische Ikone der heutzutage gesellschaftlich akzeptierten Schaschlik-Ethik: moralisches Handeln je nach Tagesform und Medienanlass. Focus-online streift in dem Artikel "Das Dschungelcamp trägt Mitschuld für Tierquälerei einzelne Ethikbröckchen vom Spieß und zitiert die Bewertungen von Tierschutz- bzw. Tierrechtsorganisationen zum Umgang mit Tieren in der Sendung. Zutreffend dürfte nach DN-Meinung auch die Bewertung von PETA Deutschland sein, die eine Desensibilisierung der Zuschauer für den Umgang mit (Menschen und) Tieren durch den widerlichen Ekelzirkus befürchtet.



TL12/14: 24.01.14: Nabu wegen Fuchsjagd-Äußerungen in der Kritik

Da hätte der NABU-Landeschef Andre Baumann vielleicht erst noch einmal nachdenken sollen? Im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten hatte er es begrüßt, wenn das Fell von getöteten Füchsen auch genutzt werde. Jetzt hat der NABU ein Imageproblem, das sich in zahlreichen Schmähmails und Facebook-Kommentaren niederschlägt (DIE WELT 22.01.14.).

 

TL11/14: Gestoppter Welpentrapo in Karlsruhe ex Slowakei nach Spanien

Der bei Karlsruhe gestoppte Transport mit 163 Rassewelpen, die aus der Slowakei nach Spanien (!!!) gekarrt wurden, beschäftigt den Boulevard. Thema jetzt: Die Frage, warum die Amtstierärzte von den 163 Hunden nur 13 kranke Welpen beschlagnahmten, obwohl auch die anderen Hunde nach geltendem Recht und aufgrund ihres Alters gar nicht verbracht werden dürfen, wird von der verantwortlichen Behörde nicht beantwortet. Das ruft jetzt die Tierschutzorganisationen TASSO und VIER PFOTEN auf den Plan, die Anzeige gegen die Veterinäre ankündigen. Grund genug für BILD-Berichterstattung.

Die seltsame Berufauffassung der Karlruher Veterinäre verstörte schon im Jahr 2011 bei dem bisher größten Tierschutztransport-Skandal des inzwischen nicht mehr existenten österreichischen Vereins Galgos.at. Auch dort durfte der Trapo nach Entladung der unbestätigt 19, amtlich erfassten 9 grausam erstickten Tiere weiter fahren (vgl. DN-Artikelserie Horror-Spanien-Trapo ab Aua165).

Wie viele von den kranken und illegal geschleppten Welpen, aus der Slowakei kommend nach Spanien verbracht, durch Tierschützer dann wieder nach Deutschland zurückgeschleppt werden, darüber lässt sich nur spekulieren!


TL10/14: 15.01.14: Porträt der PETA-Chefin Ingrid Newkirk in der neuen BRIGITTE

In BRIGITTE Nr. 3 am 15.01.2014 wird die PETA-Chefin Ingrid Newkirk ausführlich porträtiert. Meike Dinklage gelingt eine sprachlich fesselnde Darstellung der umstrittenen Persönlichkeit. Sie konfrontiert Newkirk auch mit dem Faktum der Tiertötungen in amerikanischen PETA-Tierheimen. Newkirk macht kein Hehl aus ihrer Mission, wenn sie im BRIGITTE-Gespräch angibt, Menschen verändern zu wollen. Es ist wohl das, was viele allergisch auf die radikalen Tierrechtler reagieren lässt.

 

TL9/14: 15.01.14: Saftige Strafe für Hundequäler

Über ein erfreuliches Gerichtsurteil für einen Hundequäler berichtet Merkur-online.de: Ein Landwirt, der seinen kranken Hund vernachlässigt hatte, erhielt eine Geldstrafe von 3.600 Euro. Die in der Meldung erhobene Behauptung, darüber hinaus dürfe der Landwirt jetzt keine Tiere mehr halten, darf angezweifelt werden für den Fall, dass „Nutztiere“ zu seiner Landwirtschaft gehören. Eventuell bezieht sich dieses Verbot auf Hunde.


TL8/14: 15.01.14: Aufruf auf Facebook wegen Staupe aus Bulgarien

Auf diesem Facebook-Account von Katja W. wird derzeit nach Hunden gefahndet, die am 23. November 2013 aus einem Shelter in Bulgarien, Aksinia Peicheva,  nach Deutschland geschleppt worden seien. Auf dem bezeichneten Transport befanden sich mindestens zwei Hunde mit Staupe, bei denen die Krankheit nachgewiesen wurde. Die Hunde haben die Krankheit nicht überlebt. Auch sei festgestellt worden, dass Impfpässe von Hunden auf diesem Transport "falsch" seien. Das Alter der Hunde stimme in einigen Fällen ebenfalls nicht. Adoptanten und Pflegestellen, die Hunde von diesem Transport aufgenommen haben, werden aufgerufen, sich zu melden und ihre Hunde testen zu lassen. Insgesamt seien aus dem genannten Shelter 2013 74 Hunde nach Deutschland verbracht worden.

Die Richtigkeit der von Katja W. gemachten Angaben kann diese Redaktion nicht überprüfen.

 

TL7/14: 14.01.14: Pelzindustrie fordert Deutsches Tierschutzbüro zu Transparenz auf

Jau! Das ist ja einmal ein echter Burner: Jetzt bedient sich die Tierverwertungsindustrie exakt der Werkzeuge, welche Verbraucherschützer und Tierschutzkritik schon vor Jahren auf den Tisch gelegt haben: die Forderung nach Transparenz an die Tierschutzvereine. Und schon im ersten Ansatz trifft es den – nach Meinung dieser Redaktion – genau Richtigen aus dem Heer der Interessanten: Deutsches Tierschutzbüro. So sorgen Tierrechtler und Tierschützer für ein grandioses Eigentor! Denn sich ausgerechnet von der Tierverwertungsindustrie zur Transparenz auffordern lassen zu müssen, ist mehr als peinlich! Dem berechtigten tierschützerischen Anliegen heißt das einen Bärendienst erweisen!

 

TL6/14: 11.04.14: Die SMEURA in der BILD-Zeitung

Das Auslandsschleppergeschäft boomt, seit mit dem neuen rumänischen Gesetz zur Tötung von Straßenhunden richtig Panik gemacht werden kann. Da nutzen die Berichte von rumänischen (Aua1149P) oder seriösen deutschen Tierschützern (Aua1189) wenig, welche das Massaker in der von den Schleppern geschilderten Form dementieren. In den Medien verstärkt unterwegs ist derzeit der Verein Tierhilfe Hoffnung, früher geleitet von der wegen ihres Rassismus' und ihrer Menschenverachtung kritisierten Ute Langenkamp (Aua421), jetzt unter der Direktive von Matthias Schmidt. Dieser Verein betreibt in Rumänien das angeblich größte Tierheim der Welt, die Smeura. Nach der Werbung durch Frank Weber im Dezember 2013 in der Vox-Sendung hundkatzemaus nimmt sich jetzt auch die BILD-Zeitung des angeblich tierschützerischen Anliegens an, rumänische Hunde nach Deutschland zu schleppen. Schmidt scheut dabei nicht vor drastischen Elendsschilderungen zurück, um die Rumänen pauschal als Barbarenvolk zu diskreditieren: „viele [Hunde werden] mit einem Eisenrohr erschlagen, ihr Kopf an der Wand zertrümmert“. Yes, BILD-Zeitungsniveau, wie man es kennt! Übrigens: Wer die per Fotogalerie-Katalog in BILD angebotenen Hunde durchblättert, staunt nicht schlecht: Allein 15 Hunde sind exakt fünf Monate alt und damit gerade in dem Alter, in dem sie von Tierschützern offiziell und im Rahmen gewerbsmäßigen Hundehandels nach Deutschland verbracht werden dürfen. Sehr freundlich von den rumänischen Straßenhunden, gleich rudelweise exakt das attraktive und marktfähige Alter aufzuweisen, mit dem der reißende Absatz in Deutschland garantiert ist.

  

TL5/14 13.01.14: Flugdrohnen für Jäger

Der Münchner Hersteller Peter Koppendorfer, so berichtet die WELT, entwickele derzeit Flugdrohnen für Jäger. Damit sollen die Wildschwein-Rotten im Gelände ausfindig gemacht werden. Außerdem könnten die Drohnen den Jägern die Tiere zum Abschuss zutreiben.

 

TL4/14: 13.01.14: Milliardenmarkt Heimtier

Das Greenpeace-Magazin beschäftigt sich aus aktuellem Anlass mit dem Milliardenmarkt Heimtier. Was dort geschieht, beflügelt nicht nur die Wirtschaft, sondern hat unmittelbaren Einfluss auf den Tierschutz (vgl. Aua1189). Angesichts des gigantischen Markts ist es nicht verwunderlich, dass die Konzerne die Tierschützer hofieren. Das Gesamtvolumen rund ums Heimtier werde auf mehr als vier Milliarden Euro geschätzt und verzeichne Zuwachsraten. Der Artikel beschreibt, mit welchen ausgefeilten Angeboten die Konzerne auf die Dekadenzbedürfnisse fehlgeleiteter Tierliebe reagieren. Siehe hierzu auch die aktuelle WELT-Meldung "Haustier-Feinkost in Berlin".

 

TL3/14: 11.01.14: Vorbildliche Transparenz – nur nicht im Tierschutz!

Die von der DN-Redaktion sehr geschätzte Organisation foodwatch informiert im neuesten Newsletter darüber, eine Großspende in Höhe von 5.000 Euro zurückgewiesen zu haben. Der Spender sei mit der Veröffentlichung seines Namens nicht einverstanden gewesen. Genau dazu aber habe sich foodwatch verpflichtet, weshalb der Verein den stattlichen Betrag leider zurückweisen musste. Auch in einen weiterem Fall habe foodwatch eine namhafte Spende nicht annehmen können, da diese die Unabhängigkeit des Vereins zu einem bestimmten Themenbereich eingeschränkt hätte. Vorbildlich!

Eine solche Meldung aus dem Tierschutz ist zumindest dieser Redaktion gar nicht vorstellbar?

 

TL2/14: 04.01.14: Schockierender Fall von Tierquälerei – Hinweise erbeten

In Hessen ist ein verstörender Fall von Tierquälerei an einem Boxer bekannt geworden. Der Hund wurde an Silvester an eine Leitplanke gebunden aufgefunden. Bei näherer Untersuchung des stark unterernährten Rüden stellten die Tierschützer darüber hinaus fest, dass unter dem Hals ein Karabinerhaken mit übelsten Wucherungen und Entzündungen in die Haut eingewachsen war. Außerdem sind die Zähne des Hundes bis auf die Stümpfe abgeschliffen. Mittelhessen.de berichtet über den spektakulären Fall hier (beeindruckendes Video dort!) und ruft die Bevölkerung dazu auf, Hinweise auf den/die möglichen Täter und vorherigen Halter des Hundes zu geben. Auch das Tierheim Dillenburg bittet um Hinweise.

Aktualisierung vom 05.01.14: Der Fall nimmt dann folgende eigenartige Wendung. Die Euphorie der berichtenden Journalisten kann diese Redaktion dabei nicht teilen.

 

TL1/14: 02.01.2014: Tierbordell Niedermohr: Ermittlungen gehen weiter

SWR4 meldete gestern unter diesem Link, unter dem der Text heute leider schon nicht mehr verfügbar ist, dass die Ermittlungen zum angeblichen Tierbordell Niedermohr weitergehen würden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Tierpornografie in Niedermohr seien immer noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Sta müssten die Beschuldigten noch vernommen werden. Auf den beschlagnahmten Computern und Festplatten sei bisher nichts Strafbares gefunden worden. Die Meldung nimmt dann noch einmal Bezug auf die auslösende Strafanzeige im April 2013 gegen zwei Männer unter dem Tatvorwurf, in Niedermohr sei auf einem Hof Sex mit Tieren praktiziert worden.

Google wirft die Meldung unter dem Suchbegriff „Ermittlungen zum angeblichen Tierbordell“ noch aus. Aber auch die Links dort führen nicht zu der obigen Meldung.

 





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Donnerstag, den 02. Januar 2014 um 08:37 Uhr
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