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Aua8: Tierschutzkritik auf breiter Front – „Tier und Schutz“

Die Front der Tierschutzkritiker wird breiter. Das wertet die Kritik auf und entlastet die Kritiker, die in ihrer je originären Peergroup gern auf der Grundlage vertraulichen Wissens diskreditiert werden.

Eine wahre Fundgrube umwerfender Fakten ist die Website Tier und Schutz, www.tierundschutz.de, von Martina Löwer: schon rein optisch ein unaufgeregter Auftritt in verschiedenen Grautönen mit übersichtlicher Navigation.


Keine Show-Tierschützer

Zusammen mit Martina Löwer steht als beherzter Kopf hinter dieser Webpräsenz Ina Smith. Ihr Kurzprofil allein ist schon vielversprechend und wegweisend ihre Selbstdefinition:

Ich selbst bezeichne mich eigentlich nicht als Tierschützerin, Tierrechtlerin oder als artverwandte Variante des derzeit vorherrschenden Show-Tierschutzes. Ich bezeichne mich als Menschen, der imstande ist, Recht von Unrecht zu unterscheiden. Als Unrecht deklariere ich dabei in aller Deutlichkeit und mit aller Konsequenz Dinge, die nicht transparent dargestellt werden wollen und somit unvermeidlich zu einer Art Volkslüge mutieren. Als Recht bezeichne ich mein Recht auf Wahrheit!
(Ina Smith in einer Mail an K.B. vom 09.09.10).

Bundesweite Bekanntheit erlangte Ina Smith dadurch, dass sie den Pet-Line-Tiertransport am 25.10.2009 auffliegen ließ (http://tierundschutz.de/kritische-stimmen/pet-line-transport-vom-25-10-2009/), eine behördliche Intervention, die zur Beschlagnahmung zahlreicher kranker und illegal eingeführter Hunde aus Spanien führte.

Das Tierschutz-Desaster ist größer als bekannt

Die seit zwei Jahren bestehende Website Tier und Schutz dokumentiert sachlich und mit originalen Quellenangaben das weit verzweigte Tierschützer-Desaster, das sich vornehmlich auf zwei Säulen stützt: Spendenbetrug und Tierquälerei! Also: Spendenbetrug von Tierschutzorganisationen und Tierquälerei von Tierschützern. Und man denke bitte nicht, das sei selten!

Als wichtiges Transparenzkriterium legt Martina Löwer ihre Motivation mit dieser rein privaten Website wie folgt dar:

Tier und Schutz ist kein Verein. Wir sind  Privatpersonen, die alle dasselbe Ziel haben: unseriöse Machenschaften im Tierschutz zu beleuchten. Ein sehr wichtiges Thema für uns sind auch Transporte von Hunden aus dem Ausland nach Deutschland sowie deren Verteilung auf Pflege- oder Endstellen.
Diese Seite soll eine Hilfe für alle diejenigen sein, die gerne im Tierschutz aktiv werden wollen oder die schon schlechte Erfahrungen mit Tierschutzvereinen oder auch Tierheimen gemacht haben.
Die Seite soll helfen, einen guten Verein oder ein Tierheim ausfindig zu machen, dem man helfen kann und sollte. Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, Ungereimtheiten und schwarze Schafe im Tierschutz öffentlich zu machen. Dazu brauchen wir natürlich auch Ihre Hilfe.

[Stand: 31.08.2010])


Dabei gibt Tier und Schutz allen Lesern ausführlich Gelegenheit, zu den einzelnen Themen Stellung zu nehmen. Wer an den Diskussionen im site-eigenen Forum teilnehmen möchte, braucht sich nur registrieren zu lassen. Aber auch Kommentare und Statements zu den einzelnen Meldungen sind in der Rubrik „Kritische Stimmen“ möglich. Gelegentlich kann man dabei auch sehr schön nachlesen, wie sich Übereifrige unter der ruhigen und sachlichen Nachfrage der Tier-und-Schutz-User allmählich selbst entlarven. Unemotional, kritisch, hartnäckig, erfolgreich!

Auch Grundlagen-Material stellt Martina Löwer zur Verfügung, so z. B. eine umfassende Dokumentation zu Animal Hoarding als pdf-Dokument. In der Rubrik „Rechtliches“ findet sich eine ganze Reihe wichtiger pdf-Dokumente zu den verschiedensten Sparten wie Tierschutzrecht, Verwaltungsvorschriften, Vereinsrecht etc.

Von den verstörenden Fakten im Tierschützer-Dschungel Entmutigte bekommen ganz konkrete Tipps und Hilfestellungen an die Hand. Wie muss die Internetpräsenz einer seriösen Tierschutz-Orga aussehen? Welche Kriterien helfen, das „böse Erwachen“ als Pflegestelle zu verhindern? Und vor allem: Was sollte man als Spender wissen und beachten?

In enger Kooperation mit CharityWatch.de

Zu dem wichtigen Thema Spenden arbeitet Tier und Schutz mit dem Online-Magazin CharityWatch.de, Stefan Loipfinger zusammen, für das auch Karin Burger schreibt. Ein gemeinsames Anliegen, verschiedene Näherungswege!

In der Rubrik „Geldspenden – hier Infos zu einigen Vereinen“ findet sich die schon jetzt (CharityWatch.de gibt es erst seit 2009) deprimierend lange Liste von Tierschutzorganisationen, welche den Transparenzkriterien nicht genügen oder auf andere Art und Weise zu lockeren Umgang mit Spendengeldern dokumentieren. Bei der Lektüre dieser Liste wird man aller Illusionen abhold, finden sich doch so bekannte Namen wie Tierschutzliga Deutschland e. V., Bundesverband Tierschutz e. V., Deutscher Tierschutzbund e. V., PETA Deutschland e. V., Stiftung Menschen für Tiere, Terra Mater, Vier Pfoten, WWF etc. pp.

Wer an einem authentischen Tierschutz interessiert ist, getrieben von Professionalität und Verstand, kann die fundierten Angebote dieser wunderbaren Site unbeschwerten Herzens genießen. Und dabei erkennt man dann leider auch: Der schwierigere Teil der Arbeit liegt noch vor uns!

Doggennetz-Resümee: sehr empfehlenswert!



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Donnerstag, den 16. September 2010 um 06:08 Uhr
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