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Aua1086: Menschen- contra Tierschutz im Ausland (8): EU billigt Tötungen als ein Mittel von mehreren

 

{TS-Kritik}

 

Die DN-Artikel Aua1084 und Aua1085 versuchen, deutsche Tierfreunde und Tierschützer endlich auf die weitreichenden Auswirkungen des schon vor Jahren beschlossenen Stray Dog Population Control Program der OIE, der Welttiergesundheitsorganisation, aufmerksam zu machen.

Das hatten vor einigen Jahren schon einige Tierrechtler rund um Gabriele Hilbig versucht. Erfolglos.

Im Kontext mit dem in Rumänien letzte Woche beschlossenen Tötungsprogramm rufen einige planlose Tierschutzaktivisten derzeit zu Protestmails auch an die EU auf.

Sinnlos!

 

Parlamentarische Anfrage an die EU im Jahr 2011

Der DN-Redaktion liegt eine parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission vom 31. Mai 2011 (E-005291/2011) vor. Seinerzeit war Tierschützern bekannt geworden, dass in der rumänischen Stadt Botoșani nach Auftrag durch den dortigen Bürgermeister 220 Hunde ohne Betäubung getötet worden sein sollen.

Die Anfrage wurde von Jörg Leichtfried (S&D) an die EU-Kommission gestellt.

Die Antwort erfolgte am 28. Juni 2011 durch „Herrn Dalli im Namen der Kommission“.

Aus dieser Stellungnahme seien von DN hier nur die über den seinerzeitigen Referenzfall in Rumänien hinausgehenden Auskünfte zitiert:

              

Die EU hat die Verabschiedung der internationalen Leitlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit für die Populationskontrolle bei herrenlosen Hunden aktiv gefördert. In diesen Leitlinien wird empfohlen, dass die Tötung der Tiere nicht das einzige Verfahren zur Kontrolle der Hundebevölkerung sein sollte und etwaige Tötungen in jedem Fall auf humane Weise durchgeführt werden sollten.

(Antwort der EU-Kommission vom 28.06.2011 zu der parlamentarischen Anfrage E-005291/2011)

              

Klare Ansage: Das Thema Tötungen von Straßenhunden fällt nicht unter EU-Recht! Die Mitgliedstaaten agieren hinsichtlich der „Regulierung des Bestands an Straßenhunden“ autonom.

Klare Ansage: Die EU zieht sich wieder auf die Leitlinien oder OIE zurück. Und den oben rot markierten Satz sollten deutsche Tierschützer am besten auswendig lernen und ihre einschlägigen Auslandstierschutzvereine fragen, warum diese Tatsache – Tötungen als selbstverständlicher Bestandteil des Gesamtpakets – bisher nie klar kommuniziert wurde.

***

Satirisch nachgetreten: Wenigstens wird jetzt in Rumänien, vielleicht bald auch in Bulgarien und weiteren Ländern ein gewisses Quantum der Straßenhunde nicht unkastriert ermordet! Dank deutscher Spender!

 





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Montag, den 16. September 2013 um 07:55 Uhr
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