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Aua1079P: Whistleblower der NSA veröffentlichen einen Brief des Bukarester Bürgermeisters

 

{TS-Satire}

 

Alle (deutschen) Tierfreunde und Tierschützer sind fassungslos angesichts der aktuellen Horrormeldungen aus Rumänien. Sie tun etwas - auch wenn zu diesem Zeitpunkt kein Mensch weiß noch wissen kann, was man dieser grauenhaften Eskalation entgegensetzen soll: Sie hetzen im Netz herum!

Stolz wie Muttern blickt die Doggennetz.de-Redaktion deshalb auf jene Wenigen, die es schaffen, ihr Grauen in satirische Wahrheiten zu wandeln.

Von einer DN-Leserin, die zunächst noch ungenannt bleiben möchte, erreicht uns folgendes tiefwahres Lehrstück:

              

..., dass wieder keiner darauf kommt, außer dem Bürgermeister von Bukarest. Der hat nämlich vom deutschen Tierschutz enorm gelernt. Leider wurden diese Lernerfolge bis dato von dunklen Mächten unterdrückt, wahrscheinlich Goldsucher oder Hundefänger. Doch einem Whistleblower der NSA ist es gelungen, das folgende Schriftstück vom PC des Bürgermeisters von Bukarest zu sichern:

 

              
                   

Sehr geehrte Tierschützer aus Deutschland,

Sie haben natürlich vollkommen recht, der Beißvorfall mit den Straßenhunden und dem Kind ist total übertrieben und instrumentalisiert worden. In Wirklichkeit wurde nur ein an Klebstoffdämpfen verstorbener Straßenjunge zusammen mit ein paar Straßenhunden, die an akutem Wurmbefall (oder war es Tollwut?) eingegangen sind, in einem Park gefunden. Doch jetzt haben die Bürger Angst und die Hunde müssen weg.

Sie haben auch damit recht, dass die Lösung nicht darin bestehen kann, die Straßenhunde alle zu töten. Hiermit möchte ich Ihnen ein Angebot unterbreiten, das allen gerecht wird. Meine Bukarester sind die Hunde los, die Hunde bleiben am Leben und Sie können sie haben. Na, wie klingt das?

Ich biete Ihnen an, unsere 65.000 Straßenhunde mit Schutzvertrag zu übernehmen. Für jeden Hund erheben wir eine Schutzgebühr von 250 Euro. Über Hunde mit Handicap können wir gerne noch einmal gesondert sprechen.

Jeder Hund, der noch nicht kastriert ist, ist umgehend unfruchtbar zu machen, sobald es die Gesundheit und das Alter erlauben. Das Eigentum an den Hunden verbleibt natürlich bei der Stadt Bukarest. Sollte die Rücknahme eines Hundes durch uns erforderlich werden, wird die Schutzgebühr nicht erstattet.

Für die Eigenschaften unserer Straßenhunde übernehmen wir keine Garantie. Wir können Ihnen anhand der Berichte der Tierschützer vor Ort aber sagen, dass es sich auch bei unseren um sehr typische Straßenhunde handelt, sozial, menschenfreundlich und dankbar.

Über den Transport mache ich mir keine Gedanken, da sind Sie bestens bestückt. Nur ein paar ehrenamtliche Hundefänger könnten wir noch gebrauchen.

Dass es eilt, wissen Sie ja selber. Ich freue mich, bald von Ihnen zu hören!

Ihr sehr verbundener

Bukarester Bürgermeister

  
                   




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Donnerstag, den 12. September 2013 um 08:43 Uhr
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