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Aua1016P: Schaschlik-Tierschutz (5): Eine weitere Leidenskreation von ANAA-Katzen

 

{ein satirischer Kommentar}  

[im DNPA erschienen 10.07.2013; online verfügbar ab: 14.08.2013]

 

Bei vielen Berufen und Tätigkeiten machen sich die Menschen völlig falsche Vorstellungen von den Voraussetzungen, die man dafür mitbringen muss. So ist es ein unausrottbares Klischee, dass Tierschützer ganz besonders viel Einfühlungsvermögen besitzen oder gar so etwas Exotisches wie ERBARMEN mit der geschundenen Kreatur aufbringen können.

Das Gegenteil ist der Fall – zumindest für die Tierschützer im Auslandschleppergeschäft mit persistierender Neigung zum Schaschlik-Tierschutz. Hier Herumdilettierende verfügen offensichtlich über das Gemüt eines in sich ruhenden Kopfschlächters mit Spitzenakkord. Über Hirn daselbst lässt sich nur spekulieren, aber das Herz muss eine ungesund dicke Schicht Hornhaut aufweisen.

Und von ERBARMEN haben solche Tierexperimentatoren mit anerkannter Gemeinnützigkeit überhaupt noch nie gehört.

 

Wenigstens der Dilettantismus ist transparent

Dafür: Mut! Denn eine Portion Mut gehört schon dazu, die Horrorgeschichte der harninkontinenten und sich auch beim Kotabsatz quälenden Katze Dobrin aus – Trommelwirbel: - BULGARIEN frohgemut über Tierschutzverteiler zu jagen.

Zu dieser Heldentat fand am 7. Juli 2013 die Vorsitzende von ANAA-Katzen e. V., keine Unbekannte auf Doggennetz.de (vgl. Aua332). Inzwischen darf sich die Dame zu Recht als „1. Vorsitzende“ bezeichnen, was sie freilich schon tat, bevor der Verein überhaupt eingetragen war (also vor dem 21.11.2011).

Und die Liebe zu diesem jungfräulichen Vereinsstatus geht auch wieder nicht so weit, dass sich – zumindest von dieser Redaktion – eine Satzung auf der Vereinswebseite finden ließe. Und ob dieser mit Sitz in Nordrhein-Westfalen über die dort erforderliche Genehmigung für den gewerblichen Handel mit Tieren verfügt, ist dort ebenfalls nicht zu eruieren.

Aufschlussreicher dagegen ist der Tierabgabevertrag, der einen dauerhaften Eigentumsvorbehalt für den Verein festschreibt. Adoptanten seien gewarnt!

 

Dobrin mit klarer Willensbekundung

Ein häufiges Problem beim Schaschlik-Tierschutz (satirisch definiert in Aua303) ist der Umstand, dass die Tiere gelegentlich derart atomisiert und in ihre Einzelteile zerlegt sind, dass sie ihren Willen oder Unwillen und ihr unendliches Leiden nicht mehr verständlich kommunizieren können.

Das ist bei der vor 14 Tagen aus Bulgarien eingeschleppten Katze Dobrin anders. Von den permanenten und schmerzhaften Manipulationen hinsichtlich Blase und Darm hat der Kater die Nase gestrichen voll und wehrt sich verzweifelt gegen all das, was zu einer Katze nicht gehört: „Geschirr, Windeln oder Katerhose“ (Zitat aus ANAA-Katzen-Tierschutzverteiler-Mail). Er attackiert die Letzte in der langen Reihe derer, die sich diesbezüglich schon an ihm vergangen haben: an seiner frisch gebackenen Adoptantin. So jedenfalls jammern es die „Tierschützer“ über Tierschutzverteiler.

Die geben auch ganz unumwunden zu, dass die malträtierte Katze schon in Bulgarien „viel über sich ergehen lassen musste“.

Das Dummchen! Da wusste er wohl noch nicht, was deutsche Tierschützer ihm sonst noch alles antun werden: Zum Beispiel eine Schrott-Vermittlung, bei der die Adoptantin offensichtlich nicht wusste, worauf sie sich einließ. Und es keine hinreichend verantwortungsbewussten Tierschützer gab, die dieses Manko hätten ausgleichen können.

Dobrin, der bulgarische Glückspilz, kommt nicht nur in den Genuss exzessiven Schaschlik-Tierschutzes, sondern darf gleichzeitig noch erfahren, was die Begriffe Pflegestellen- und Adoptanten-Schach zu bedeuten haben.

Oder auch nicht.

 

Verantwortung: Was ist das?

Zur Schrott-Vermittlung gesellt sich frohgemut ein Verein, der mehr Tiere schleppt, als seine Kapazitäten an Pflege- und Endstellen überhaupt zulassen. Denn: Für Dobrin gibt es kein Feld auf dem Schachbrett mehr!

ANAA-Katzen meint, das Fehlen einer alternativen Unterbringungsmöglichkeit für den Kater, der nicht einmal mehr über fundamentalste Vitalfunktionen verfügt, mit Überbelastung, Sommerferien und Urlaubsreisen entschuldigen zu können. Strukturell rangieren diese Ausflüchte auf dem Level der Sommerferien- und Urlaubsreisen-Entschuldigungen jener, die ihre Tiere an der Raststätte anbinden.

Was für eine Zumutung, nur so viele Tiere ins Land zu schleppen, wie das Vereins-Kontingent an eigenen Pflege- und Endstellen auch beim „überraschenden“ Ausfall einzelner Adoptanten hergibt.

 

Wie viel Qual kann 1 Katze ertragen?

Nicht nur hat Dobrin in Bulgarien schon „viel über sich ergehen lassen müssen“, nein, auch der Flug nach Deutschland wurde zur Tortur. Er bescherte ihm zu allem Elend hin auch noch eine Blasenentzündung.

Wenigstens waren diese Qualen alle umsonst, weil ANAA-Katzen jetzt der deutschen Tierschützer-Gemeinde und Dobrin damit droht, ihn wieder nach Bulgarien zurückzuschicken!

Wie gesagt: ERBARMEN ist unbekannt verzogen!

 

Freiwillige wollen der ANAA-Vorsitzenden die Blase ausmassieren

Unbestätigten Gerüchten zufolge rotten sich irgendwo in Deutschland derzeit ein paar authentische Tierfreunde zusammen, die noch wissen, welch‘ Labsal Erbarmen in sich trägt. Diskret suchen sie nach Möglichkeiten, des bis zur Aggression malträtierten Tieres habhaft zu werden, um es schlicht totzuschlagen. Denn nur das wird ihn wohl vor weiteren Qualen, welche ihm obige Tierschützer zuzumuten bereit sind, bewahren.

Eine weitere Truppe bietet an, der ANAA-Vorsitzenden mehrere Wochen lang täglich mehrmals die Blase auszudrücken. NACHDEM man ihr eine Stöpsel in den Anus gerammt hat, damit sie auch „Kotabsatzprobleme“ besser nachempfinden kann. Es ist die betörende Symphonie von Blasen- UND Darmproblemen, welche den Gesamtgenuss ausmachen.

Voll emphatisch, versteht sich, und mit Spendenaufruf!

 

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Mittwoch, den 10. Juli 2013 um 12:57 Uhr
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