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Aua901: Niedergang deutscher Tierschutzinfrastruktur (1): Katzenhilfe Katzenherzen und das Tierheim München

 

{TS-Kritik}

 

Okay, wieder eine neue Doggennetz.de-Artikelserie: Niedergang der deutschen Tierschutzinfrastruktur! Damit bekomm das Phänomen aber auch nur eine eigene Überschrift, denn inhaltlich ist dieser galoppierende Niedergang immer wieder Thema auf diesem tierschutzkritischen Blog. Im ersten Beitrag  der Artikelserie Fundtierverwaltung Landkreis Sigmaringen (Aua814) wurden die mit dem Auslandstierschutz in  Zusammenhang stehenden  Mechanismen dieses Untergangs kleinteilig beschrieben.

 

Zwei aktuelle Beispiele

Diese Mechanismen lassen sich an zwei aktuellen Beispielen illustrieren: Da ist auf der einen Seite ein Verein wie Katzenhilfe Katzenherzen. Schöne Webseite, sieht wirklich gut aus. Sogar ein Freistellungsbescheid ist einsehbar.

Gut, man muss sich ja nicht unbedingt das wirklich exzeptionelle Schaschlik-Schicksal von Kater Chester reintun, will man einen guten Eindruck von diesen Tierschützern bekommen ...

  
Bildzitat Screenshot von http://katzenherzen.de/
Auch so ein Phänomen: Schaschlik-Tierschutz und Auslandstierschutz gehen auffallend häufig Hand in Hand! Bevor Sie die von Tierschützern angerichtete Leidensgeschichte dieses Katers lesen, der natürlich auch wieder aus dem Ausland stammt, dort nach einem Unfall nicht ordnungsgemäß tierärztlich versorgt wurde, in diesem Zustand in die BRD geschleppt und dort weiter operiert wurde ... um am noch nicht einmal absehbaren Ende jetzt auch noch amputiert zu werden - also bevor Sie diesen Horrortripp nachlesen, stellen Sie bitte einen Eimer und einen Großpack Tempos bereit!


Aber das Thema dieses Auas ist nicht Schaschlik-Tierschutz.

Geübte Doggennetz.de-Leser wissen schon, was an dieser Stelle kommt:  Der Volltreffer, wenn man sich über die Umtriebe von Katzenhilfe Katzenherzen auf Tiervermittlung.de informiert. Dort finden sich aktuell 142 Anzeigen dieser angeblich tierschützenden Zusammenrottung von sogenannten Katzenfreunden:

  
Bildzitat Screenshot von Tiervermittlung.de über den Suchbegriff "Katzenhilfe Katzenherzen": 142 Tiere im Angebot!!! Die Mehrheit derer stammt ... sagen wir mal: nicht aus München!!!


Und keine Frage: Die Mehrheit der von Katzenhilfe Katzenherzen angebotenen Tiere stammt aus dem Ausland!

Diesen Tierfreunden ist es vermutlich vollkommen gleichgültig, dass deutsche Tierheime insbesondere von Katzen überquellen und wirklich nicht mehr wissen, wohin mit diesen. Unbestätigten Gerüchten zufolge sind einige deutsche Tierheime schon gezwungen einzuschläfern.

 

Über 24 Stunden Horrortransport am vergangenen Wochenende

Und Doggennetz.de greift den aktuellen Recherchen des für Katzenhilfe Katzenherzen zuständigen Veterinäramts des Rheingau-Taunus-Kreises (telefonische Auskunft gegenüber der DN-Redaktion von heute) nicht vor, warum diese exzeptionellen Tierfreunde  sich am vergangenen Wochenende mit einem regelrechten Horrortransport  von weit über 24 Stunden aus Spanien OHNE TRACES eine hier nicht zu benennende Anzahl von Katzen haben anliefern lassen.

Der deutsche Verein griff dabei auf die mehr als zweifelhaften Dienstleistungen eines Transporteurs aus Großbritannien zurück. Bilder des Transportfahrzeugs colorieren das Grauen dann noch detaillierter, weil die behauptete Anzahl der am vergangenen Wochenende transportierten Tiere – übrigens Hunde und Katzen zusammen in 1 Fahrzeug (!!!) – nur den unbestätigten Rückschluss zulässt, dass sowohl Hunde wie Katzen zu mehreren in eine Transportbox gepfercht werden.

  
Bildzitat Screenshot von http://almerimarlifestrays.com/wp-content/uploads/2013/01/P1000589_575.jpg
Das ist das mutmaßlich beim Transport am vergangenen Wochenende zum Einsatz gekommene Fahrzeug, mit dem sich auch der Verein Katzenhilfe Katzenherzen in einem wahren Horrortransport über mehr als zwei Tage hinweg habe Katzen aus Spanien anliefern lassen. Die Transporttatsache als solche sowie die für diesen Transport fehlenden TRACES-Meldungen wurden der DN-Redaktion heute vom Veterinäramt des Rheingau-Taunus-Kreises, zuständig für Katzenhilfe Katzenherzen, bestätigt.
Der Transporteur bezeichnet dieses Fahrzeug als "large van". Dann möchten Sie den "small van" nicht gesehen haben ....
Mutmaßlich in diesem Fahrzeug wurden, auch von deutschen Tierschützern wie Katzenhilfe Katzenherzen veranlasst, sage und schreibe 31 Hunde und 38 Katzen gleichzeitig transportiert.

 

Hoffentlich war es dieses, vom Transporteur als „large van“ bezeichnete Fahrzeug, in dem am vergangenen Wochenende 31 Hunde und 38 Katzen in einem weit über 24 Stunden währenden Transport aus Spanien bis nach Deutschland gelangten.

Okay, das mit den 24 Stunden stimmt auch nicht so ganz: Ein Teil der Tiere wurde bis England gekarrt. Nach den dieser Redaktion vorliegenden Informationen erfolgte die Einreise nach Großbritannien mit den am 8. Februar gegen 21 Uhr in Spaniens Süden (vermutlich: Malaga) zuerst aufgeladenen Tieren um 17.30 Uhr.

Nochmal:
Beginn Ladung 08.02.2013 im Süden Spaniens (vermutlich: Malaga);
angebliche Versorgung der Tiere nördlich von Barcelona: gegen 21.00 Uhr.
Teilabladung in der BRD am 10.02.2013, ab ca. 7.00 Uhr.
Einreise Großbritannien am 10.02.2013 ca. 17.30 Uhr.
Die letzten Tiere dieses Transportes sollen ihr Ziel am 11.02.2013 um ca. 01.00 Uhr erreicht haben.

Ein Teil der Tiere dieses weiteren "Tierschützer"-Horrortransportes wurden von dem deutschen Verein Katzenhilfe Katzenherzen e. V. geordert.

 

Gleichzeitig in Deutschland: Zweitgrößtes Tierheim vor dem Aus

Gerade erst gingen die  Meldungen über das bevorstehende Aus für das zweitgrößte Tierheim Deutschlands durch die Medien. Das Tierheim München steht vor dem finanziellen Ruin.

Es ist kein Horrorgemälde von Doggennetz.de zu behaupten, dass der Untergang deutscher Tierschutzinfrastruktur rasant ist! Es ist Tatsache. Gefördert von deutschen  Tierschützern, Tierfreunden und Spendern, die lieber Auslandstierschlepper mit Geld unterstützen als die deutsche Tierschutzinfrastruktur am Leben zu erhalten.

Und derweil deutsche Tierheime schließen müssen, schleppen Menschen, die sich als Tierfreunde bezeichnen, weiter unter unsäglich tierquälerischen Bedingungen Tiere nach Deutschland ein!

 





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Dienstag, den 12. Februar 2013 um 12:02 Uhr
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