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Aua878a: Ein offener Brief an die Tiefreunde in Montenegro


{TS-Kritik}

 


Sehr geehrte Frau M.,

Ihren Hilferuf zu den Umtrieben deutscher Tierschützer in Ihrem Land Montenegro haben wir erhalten. Sie wenden sich an die Doggennetz.de-Redaktion mit dem Hinweis, dass es in Deutschland wohl ausschließlich Journalisten seien (und nicht: „Tierschützer"), welche versuchen, Licht in das Dunkel der Auslandstierschlepperei  („dog trafficking“) zu bringen.

Das ist richtig!

Allerdings steht hinter Doggennetz.de nicht irgendeine zahlungskräftige Zeitung mit eigener Rechtsabteilung. Doggennetz.de ist lediglich ein tierschutzkritischer Blog im Internet, der von mir, Karin Burger, betrieben und rechtlich vertreten wird. Aufgrund dieses Engagements gehört Doggennetz.de unter den professionellen Auslandstierschleppern inzwischen zu der meist gehassten Internetpräsenz, deren Verantwortliche in jeder nur denkbaren Weise bedroht, verfolgt und verleumdet wird.

Abgesehen von dem leider viel zu selten fließenden „Lesegeld“, das ganz wenige Tierfreunde für die aufwendige redaktionelle Arbeit von Doggennetz.de bezahlen,  schreibt diese Redaktion sowohl umsonst wie vergebens.

 

Schlimmste Befürchtungen

Sie beschreiben in Ihrer Mail, dass deutsche Tierschützerinnen die Tierheime Ihres Landes abklappern, um dort Hunde abzukämmen, die dann angeblich nach Deutschland gebracht und dort in Familien vermittelt werden sollen. Diese Aussage bezweifeln Sie. Sie vermuten, dass die Wahrheit eine ganz andere sei. Sodann benennen Sie den deutschen Tierschutzverein, auf den sich Ihre Kritik bezieht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Doggennetz.de  den Namen dieser Organisation hier nicht erwähnen wird. Diese Art von „Tierschützern“ verfügt über sehr viel Geld und benutzt dieses gern, um bei kritischer Berichterstattung sofort hochbezahlte Anwälte gegen die berichtenden Journalisten ins Feld zu schicken. Und da reichen schon Kleinigkeiten:  Schreibt ein Kritiker in einem Artikel, die Vorsitzende saß während des Gesprächs mit der Redaktion auf einem grünen Stuhl, kann dann aber vor Gericht nicht beweisen, dass der Stuhl tatsächlich grün und nicht vielleicht doch dunkelblau war, kassiert ein solcher Journalist seine einstweilige Verfügung. Das Beispiel mag überspitzt klingen, trifft aber den Kern der Wahrheit.

Sie beschreiben weiter das Ergebnis Ihrer Recherchen über den Verbleib montenegrinischer Hunde in Deutschland: Sie enden auf Pflegeplätzen und in Tierheimen, bei E-Bay oder anderen Warenverkaufsplattformen. Und dann hört man nie wieder etwas von ihnen.

 

Sie haben recht: Genau so ist es!

Doggennetz.de kann Sie in diesem Rechercheergebnis nur bekräftigen: Genau so ist es! Und zwar nicht nur bei dem von Ihnen genannten Verein, sondern bei hunderten von Auslandstierschlepperorganisationen, die unter dem Deckmantel des Tierschutzes jährlich geschätzte 250.000 bis 400.000 Hunde nach Deutschland verbringen.

Wir wissen nicht, wo all diese Hunde bleiben. Welche Optionen Auslandshunde in der BRD erwarten, finden Sie in Aua802 gelistet.

 

Doggennetz.de kann nur informieren!

Sie verleihen Ihrer Hoffnung Ausdruck, unsere Redaktion möge die von Ihnen genannte Organisation checken und entsprechende Konsequenzen einleiten.

Diese Hoffnung muss Doggennetz.de leider zerstören!

Hilferufe wie den Ihrigen erhält diese Redaktion alle paar Wochen aus allen möglichen Ländern Europas und darüber hinaus. Alle Rufenden treibt dieselbe Sorge um: Was geschieht mit den Tieren in Deutschland? Alle fragen sich, warum die deutschen Tierschützer ihre Arbeit nicht transparent machen. Alle rätseln, ob diese Einfuhren nach Deutschland überhaupt legal sind. Alle sorgen sich, weil deutsche Tierschützer mit den ausländischen Tierfreunden ausschließlich auf Konfrontationskurs gehen. Alle grübeln darüber, wo all die Hunde eigentlich bleiben. Und alle vermuten: DAS kann kein Tierschutz sein!

Und alle diese Hilferufenden haben recht: Es IST kein Tierschutz!

 

Kursorischer Check: Seriositätskriterien nicht erfüllt

Dennoch hat sich diese Redaktion den von Ihnen genannten Verein kurz im Internet angesehen. Schon die Präsentation auf der Webseite des Vereins zeigt: Hier werden fundamentalste Seriositätskriterien nicht erfüllt:

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Das Impressum ist zwar vollständig und weist auch eine Vereinsregisternummer aus. Aber es ist zum Beispiel nicht ersichtlich, ob dieser Verein als gemeinnützig anerkannt ist und berechtigt ist, steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigungen auszustellen. Von einem Freistellungsbescheid ganz zu schweigen. Das sind nach Meinung dieser Redaktion Alarmzeichen!  

              

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Informationen über den Verein selbst wie zum Beispiel eine Satzung findet man auf der Webseite nicht. (Alarmzeichen!)

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In einem zum Download zur Verfügung stehenden „Mitgliedsantrag“ ist dann wieder von einer „privaten Initiative“ (also kein eingetragener Verein) die Rede. Juristisch könnte das bedeuten, dass man mit diesem Antrag gar nicht Mitglied des Vereins wird und trotzdem einen recht ansehnlichen Beitrag von 60 Euro im Jahr zu zahlen hat. Alarmzeichen!

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Der Webseite ist nicht zu entnehmen, wie die Vorstandsämter besetzt sind (Alarmzeichen!)

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Die Webseite informiert in keiner Weise darüber, wie diese hoch problematischen Einfuhren von Tieren aus einen nichtgelisteten Drittland wie Montenegro mit den Behörden abgeklärt werden. Ob überhaupt eine Person dieses Vereins den Sachkundenachweis hat, erfährt der Interessierte gleichfalls nicht. Die Webseite gibt keinerlei Informationen oder Hinweise darauf, dass diese Einfuhren legal erfolgen.


Kurz: das Übliche! Obiges Ergebnis eines ersten kursorischen Seriositätscheck ist nahezu typisch für Auslandsschleppervereine. Auf Tiervermittlung.de bietet der von Ihnen genannte Verein derzeit eine Hündin mit Welpen an. Wenn diese Welpen nicht erst in Deutschland geboren wurden, worauf es keinen Hinweis gibt, wäre das schon ein Beweis für illegale Einfuhren.

Doch es macht überhaupt keinen Sinn, den kleinen oder großen Auslandstierschlepperverein X auszuschalten. An seine Stelle treten und sein Geschäft übernehmen sofort andere! Es sind hunderte von sogenannten Tierschutzorganisationen, die ausschließlich im Auslandstierschleppergeschäft (ungleich: Auslandstierschutz) tätig sind! Und dabei häufen sie ein Vermögen an. Ein großer, seit Jahren im "Auslandstierschutz" tätiger Verein verfügt aktuell über ein Vereinsvermögen von mehr als 10 Millionen Euro!

 

Deutschland ist kein Hundeparadies

Die aktuelle Situation für Hunde in Deutschland:

Die deutschen Tierheime sind überfüllt. Die einschlägigen Internet-Verkaufsportale, auf denen Auslandshunde von „Tierschützern“ zum Verkauf angeboten werden, platzen schier vor lauter Vermittlungsanzeigen. Eines von vielen dieser ist Tiervermittlung.de. Dort werden aktuell fast 24.000 Anzeigen angegeben!

   
Bildzitat Screenshot von http://www.tiervermittlung.de/
Mit Stand vom 19. Januar 2013 werden knapp 24.000 Anzeigen eines der vielen Tiervermittlungsportale behauptet.


Die deutsche Gesellschaft ist sehr intolerant gegenüber Hunden.

Unser Land ist voller Hundehasser, die sich inzwischen auch organisiert haben. Eines der übelsten Internetportale diesbezüglich ist Gegenhund.org. Hundehasser legen überall in Deutschland Giftköder aus, so dass es inzwischen schon einen virtuellen Service gibt, der über ausgelegte Köder bundesweit informiert.

In allen Bundesländern gibt es sogenannte Landeshundegesetze, die Hundehaltern jede Menge Restriktionen auferlegen. Hunde bestimmter Rassen dürfen überhaupt nur an der Leine und mit Maulkorb ausgeführt werden. Aber auch für  Halter anderer Rassen besteht an vielen Orten in der  Bundesrepublik Leinenzwang.

Auch in Deutschland werden Hunde (und andere Tiere) auf unsagbar grausame Weise gequält und getötet. Gemäß den Aktivitäten der Tierschützer wird eine unbekannt hohe Anzahl von Hunden (und anderen Tieren) sexuell missbraucht und sodosadomistisch gefoltert. Deutsche Jäger erschießen jährlich rund 65.000 Hunde in Wald und Flur. Ein weiteres in Deutschland massiv auftretendes Phänomen sind die tierquälerischen Haltungen sogenannter Animalhoarder.

Wenn Auslandstierschlepper also das Argument „Hundeparadies Deutschland“ ins Feld führen, ist das eine Lüge.

 

Tierfreunde im Ausland müssen selbst aktiv werden!

Doggennetz.de kann Ihnen – wie den vielen anderen Hilferufern auch – leider nicht weiterhelfen. Sie müssen selbst die Initiative ergreifen. Gern nennen wir Ihnen weiter unten einige Möglichkeiten, was Sie und andere Tierfreunde in Ihrem Land dagegen unternehmen können, dass unter dem Deckmantel des Tierschutzes illegal Tiere aus Ihrem Land verschleppt und nach Deutschland eingeführt werden.

 

Es gibt Gesetze!

Zunächst einmal sollten Sie wissen, dass es eine ganze Reihe von nationalen und europäischen Gesetzen gibt, welche diese Tiereinfuhren regeln und an die sich auch Tierschutzvereine halten müssen.

Montenegro ist bisher kein EU-Land, sondern Beitrittskandidat. Montenegro gehört tierseuchenrechtlich zu den sogenannten nichtgelisteten Drittländern (hier; Seite 9), für die in der BRD verschärfte Einfuhrbestimmungen für Tiere gelten. Auf diese sei jetzt hier nicht noch einmal im Detail eingegangen. Recherchieren Sie zu den Stichworten: Tierseuchenrecht, EU-Gesetze, EU-Verordnungen gewerbliche Einfuhr von Tieren.

Sie sollten wissen, dass der von Ihnen genannte Verein alle Einfuhren dem zuständigen deutschen Veterinäramt melden muss. Dafür gibt es ein Meldesystem. Es heißt TRACES. Hündinnen mit Welpen dürfen gar nicht eingeführt werden. Für alle Tiere müssen über die üblichen Impfnachweise (EU-Heimtierausweis) hinaus noch Tollwut-Titerbescheinigungen vorgelegt werden.

Fragen Sie den deutschen Tierschutzverein, ob dieser eine Registriernummer nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung vorweisen kann!

Fragen Sie den Verein, ob alle Transporte ordnungsgemäß über TRACES gemeldet werden.

Melden Sie diese Einfuhren der zuständigen Veterinärbehörde in Ihrem Land.

Fragen Sie nach, ob der zuständige Amtstierarzt bei Ihnen die Tiere jedes einzelnen Transports dieses Vereins direkt vor der Abfahrt untersucht und deren Reisefähigkeit bestätigt.

Fragen Sie nach, ob das Fahrzeug, das für die Transporte der Tiere benutzt wird, eine Zulassung der Behörden für solche Tiertransporte hat.

Fragen Sie nach, ob die Fahrer, welche diese Transporte durchführen, einen Sachkundenachweis haben.

Fertigen Sie Bilder der Transportfahrzeuge (bitte mit Kennzeichen) an, am besten im beladenen Zustand. Versuchen Sie, Transportdaten (Abfahrtsdatum, Abfahrtsort, Anzahl  transportierter Tiere, Fahrzeug, Kennzeichen, Route, Grenzübergänge, Bestimmungsort(e) in Deutschland) in Erfahrung zu bringen. Wenn Sie solche konkreten Daten ermitteln können, kann Doggennetz.de die deutschen Behörden verständigen, um Transportkontrollen zu veranlassen.

Bilder deutscher Auslandstierschlepper und ihrer Transporte werden auf Doggennetz.de immer gern veröffentlicht!

Bei den meisten Kontrollen von Transporten solcher „Tierschützer“ werden Verstöße festgestellt. Häufig müssen die Tiere von den Behörden beschlagnahmt  und in deutsche Tierheime eingewiesen werden. Die Verantwortlichen erhalten unter Umständen Bußgelder und hohe Geldstrafen! In nicht wenigen Fällen müssen sie sich auch strafrechtlich verantworten. Aber nur so kann die illegale Auslandstierschlepperei unterbunden werden.

Und sorgen  Sie sich nicht wegen der Tiere für den Fall einer Beschlagnahmung: Beschlagnahmte Auslandstiere in deutschen Tierheimen genießen dort höhere Sicherheit und bessere Lebensbedingungen als Tiere auf unkontrollierten, häufig nicht sachkundigen Pflegeplätzen, die von Dilettanten an Dilettanten vermittelt werden.

 

Auslandstierschlepper versus Tierschützer

Wenn Sie nicht sicher sind, ob der deutsche Tierschutzverein, mit dem Sie es zu tun haben, in die Gruppe der wahlweise dilettantischen oder kriminellen Auslandstierschlepper oder zu den seriösen  Tierschützern gehört, gibt es eine Reihe valider Kriterien, mit denen Sie beide voneinander unterscheiden können:

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Seriöse Tierschützer führen keine illegalen Tiertransporte durch. Sie melden alle Transporte über TRACES. Die Transporte werden ausschließlich mit zugelassenen und dafür geeigneten Fahrzeugen durchgeführt und von sachkundigem Personal begleitet.  

              
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Seriöse Tierschützer stehen in permanentem Kontakt mit ihrem deutschen Veterinäramt und sind deshalb dort gut bekannt.

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Seriöse Tierschützer verfügen über einen auch veröffentlichten Sachkundenachweis und eine Registriernummer nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung. Sie können die Erlaubnis zum gewerblichen  Handel mit Tieren vorweisen.

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Seriöse Tierschützer führen nur selten und in besonderen Ausnahmefällen Tiere nach Deutschland ein. Ansonsten verwenden sie die vielen in Deutschland eingeworbenen Spendengelder vorzüglich dafür, im Ausland kleinteilig tierschutzgerechte Strukturen aufzubauen. Seriöse Tierschützer wissen, dass sich der Tierschutzgedanke nur dort verbreiten wird, wo die gewerblichen Strukturen vor Ort wie zum Beispiel Tierärzte, Kliniken, Futtermittel- und Tierzubehörhändler etc. auch am Tierschutz verdienen (wie in Deutschland auch).

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Kluge Tierschützer führen keine Hilfsmitteltransporte durch. Sie bringen das Geld ins Ausland und sorgen vor Ort dafür, dass die Menschen vom Tierschutz profitieren. Denn nur so wird sich der Tierschutzgedanke verbreiten.

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Seriöse Tierschützer wissen sich die vielen Erkenntnisse aus Jahrzehnten humanitärer Entwicklungshilfe zunutze zu machen. Aus der Entwicklungshilfe weiß man, wie wertvoll sich Hilfe zum Aufbau kleinteiliger Strukturen vor Ort auswirken (Stichwort: Graswurzelbewegung). Sie leiten die Spendengelder an Helfer vor Ort weiter, die kleine Gruppen von Straßenhunden betreuen, füttern und versorgen. Sie leiten die Spendengelder an die Tierärzte vor Ort weiter und verhandeln mit ihnen die entsprechenden Konditionen für die veterinärmedizinische Versorgung von Straßentieren. Sie organisieren Kastrationsaktionen im Ausland, an denen dann auch die ausländischen Tierärzte, nicht aber eingeflogene deutsche Tierärztepools verdienen. Sie bemühen sich, Tiere, die nicht mehr auf der Straße leben können, IM Land zu vermitteln und so für die Verbreitung des Tierschutzgedankens zu sorgen. Sie bemühen sich um eine offene und enge Kommunikation mit den Behörden und Medien vor Ort, um dort tierschützerische Anliegen zu artikulieren und zur Durchsetzung zu bringen.

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Professionelle Tierschützer erbauen und betreiben keine größeren Tierheime im Ausland, die immer nur Stätten der Verelendung sein werden. Solange sich der Tierschutzgedanke im Ausland nicht durchgesetzt hat, haben dort gehälterte Tiere keine Chance auf Vermittlung. So lebenserleichternde Serviceeinrichtungen wie etwa das deutsche System der „Gassigänger“ in Tierheimen gibt es im Ausland nicht. Gegen kleinere Tierauffangstationen, in denen vorübergehend (!!!) kranke oder verletzte Straßentiere betreut werden, ist dagegen nichts einzuwenden.

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Im Internet informieren seriöse Auslandstierschützer sachlich und transparent über ihre Arbeit und deren Fortschritte.

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Seriöse Tierschützer verzichten bei ihren Informationen auf grausame Bilder über die Zustände im Ausland, auf eine pauschale Verurteilung der dortigen Bevölkerung und auf eine emotionale Sprache bei der Beschreibung der Tiere.

 


Der von Ihnen bezeichnete Verein tut nichts aus obiger Liste – beziehungsweise sind der Webseite des Vereins keine Informationen über solche aktiven seriösen Tätigkeiten zu entnehmen.

 

Organisieren Sie Widerstand in Ihrem Land!

Inzwischen gehen die Tierfreunde in verschiedenen europäischen Ländern auf die Barrikaden gegen die intransparenten, häufig illegalen bis kriminellen Machenschaften sogenannter deutscher Tierschützer. Beispielhaft sei auf Polen verwiesen, wo sich inzwischen Tierfreunde organisiert haben, um den deutschen Auslandstierschleppern das Handwerk zu legen (vgl. Aua316, Aua317, Aua320, Aua341, Aua369). In Spanien sind entsprechende Strukturen schon weiter fortgeschritten und werden von seriösen deutschsprachigen Tierschützern unterstützt. Auch in Italien und Griechenland regt sich seit langem Widerstand.

Ganz besonders agil und auch im Internet aktiv ist die Organisation SOS Abandoned Pets in Kroatien (vgl. Aua417, Aua379). Nehmen Sie Kontakt mit Miriam K. dort auf. Es wäre wünschenswert, dass sich die Widerstandsbewegungen gegen deutsche Auslandstierschlepper in den einzelnen europäischen Ländern untereinander vernetzen und ihre Bewegung durch Kooperation stärken.

Wenden Sie sich an Politiker und Behörden in Ihrem Land und weisen Sie auf das Problem hin. Fordern Sie die Veterinärbehörden und Ministerien auf, ihren auch von der EU geforderten Verpflichtungen bei der Kontrolle und Steuerung der Tierexporte nachzukommen.

Stellen Sie Kontakt zu Journalisten in Ihrem Land her. Es sind jede Menge kritische Texte gegen unseriöse Auslandstierschlepper verfügbar, die – nach entsprechender Übersetzung – für die Zeitungen und Medien in Ihrem Land zur Verfügung gestellt werden. Doggennetz.de vermittelt Ihnen gern solche Artikel.

Wenn Sie sich an die EU-Abgeordneten, die mit diesem Thema befasst sind. Ein deutscher Ansprechpartner etwa wäre Dr. Horst Schnellhardt, Mitglied des EU-Parlaments, in Brüssel.

Wenden Sie sich in offenen Briefen auch an deutsche Behörden, Politiker, Institutionen und Medien. Die für dieses Thema zuständige Ministerin ist derzeit Ilse Aigner im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (hier).

Wenden Sie sich an die Veterinärbehörden am Sitz des Vereins, der aus Ihrem Land Tiere verschleppt. Informieren Sie diese Behörde über die Tiertransporte und fordern Sie diese auf, ihrer Garantenstellung als Amtstierärzte nachzukommen.

Protestieren Sie mit offenen Briefen beim deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen wie dem Westdeutschen Rundfunk (WDR), der mit seiner Sendung Tiere suchen ein Zuhause nach wie vor den Auslandstierschutz in Form der reinen Auslandstierschlepperei bewirbt (vgl. Aua665)

Doggennetz.de bietet Ihnen an, alle offiziellen Schreiben, offene Briefe, Petitionen etc., die Sie in dieser Angelegenheit verfassen, zur Information und in deutscher Übersetzung auch auf Doggennetz.de zu veröffentlichen. Damit lässt sich auch für deutsche Spender eindrücklich dokumentieren, wie breit und international der Widerstand gegen die tierschutzwidrig agierenden deutschen Auslandstierschlepper ist.

Doggennetz.de wünscht Ihnen viel Erfolg!

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. Karin Burger



Petition zum Thema: siehe Aua881

 

 





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Samstag, den 19. Januar 2013 um 09:22 Uhr
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