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Aua877: Rüsselheim e. V. Schweineleichenticker (13): Tiergeschützte Schweine frieren und die Kosten explodieren

 

{TS-Kritik}

 

Es ist - völlig überraschend im Winter - kalt geworden. Eine Überraschung ist dies vor allem für die Dilettanten-Tierschützer rund um den Verein Rüsselheim e. V. und Reinhold Kassen, Animal Peace Tierhof, denen 140 minus X bedauernswerte Mastschweine ausgeliefert sind. In nur wenigen Wochen haben bisher neun dieser Schweine den gnadenlosen Dilettantismus der angeblichen Schweinefreunde nicht überlebt.

Und der Rest friert, will man dem neuesten az-online.de-Artikel Glauben schenken.

Auch der Langmut der verantwortlichen Behörden neigt sich angesichts dieses tierverachtenden Murks‘ dem Ende zu. Der Leiter des Kreisordnungsamtes im Altmarkkreis, Hans Thiele,  findet klare Worte:

              

Gestern machte Hans Thiele seinem Unmut Luft: „Was diese angeblichen Tierschützer im Vorfeld durch Unkenntnis jeglicher Gesetze vermurkst haben, das wird und kann auch eine Behörde nicht richten“, hob er an. „Aus einer alten löchrigen Maschinenhalle macht man im Winter keinen wohligen Schweinestall“, kritisierte er. Zur Erinnerung: Ursprünglich war das Unterbringen von 30 Schweinen des Vereins in Stapen geplant, da es 140 wurden, kam als Notlösung die Halle ins Spiel.

(az-online.de, 18.01.2013: Saukalt? Landkreis fordert 15 Grad; Hervorhebung d. DN-Red.)  
              

Seit Tagen versucht die Behörde zu erreichen, dass der Stall für die Schweine auf die notwendige Temperatur erwärmt wird.


Verantwortung auf Spender verschoben

Ein weiterer Spendenaufruf des Vereins Rüsselheim e. V. auf Facebook zur Deckung der gigantischen Heizkosten in Höhe von 178,97 zzgl. Mehrwertsteuer  TÄGLICH für eine verbotene Gasheizung (in einem Stall mit Stroh!!!) sorgte im Internet wahlweise für Entsetzen oder Häme. Kennzeichnend bei diesem neuerlichen Appell an die Finanziers dieser Quälerei war wieder die Verschiebung der Verantwortung. Der Aufruf forderte: „Bitte lasst die Tiere nicht frieren!“ Doch verantwortlich für den Frost der Schweine ist der Verein, der sie mitten im Winter in einer für Tierhaltung nicht geeignete Maschinenhalle abgestellt hat. Weiterhin versuchen diese "angeblichen Tierschützer" (Zitat Hans Thiele) also, auf Spender Druck auszuüben und ihnen den Schwarzen Peter für dieses unglaubliche Desaster zuzuschieben.

 

Explodierende Kosten

Das Schweinerettungsdesaster Stapen dürfte als einer der teuersten Aufführungen von Dilettantentango in die Tierrechts- und Tierschutzgeschichte eingehen. Von daher hat Reinhold Kassen mit seinem im Dezember veröffentlichten megalomanischen Diktum „Wir schreiben heute Geschichte“ vielleicht doch nicht ganz unrecht gehabt.

Der einzige Garant für den Schutz der Tiere und die Verhinderung unnötiger Leiden wie etwa Frieren in einer ungeheizten Maschinenhalle scheint momentan der couragierte Amtsleiter im Altmarkkreis zu sein:

              

„Wir haben heute verschiedenste Anordnungen getroffen“, berichtete der Kreisdezernent, auch weil der Stall vorn, ein Ex-Pferdestall, kalt sei. Unverzüglich sei die Temperatur auf 15 Grad zu erhöhen, so Thiele. „Es geht jetzt um dem Schutz der Tiere vor Ort. Ich kann keine Rücksicht auf Kosten nehmen“, erläuterte er. Auch die Futtermengen sind wegen der Kälte zu erhöhen.“ Und: „Meine Geduld ist am Ende, jetzt geht es nur noch um die Tiere.“ Deswegen habe er 3400 Euro Zwangsgelder angedroht. Mit unterschiedlichen Fristen. Thiele nachdrücklich: „Es reicht wirklich. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, der Landkreis würde die Tiere anderweitig gut unterbringen – nein“, betonte er. Im Gegenteil, er drohte gestern an, die Schweine „ihrer natürlichen Zweckbestimmung zuzuführen.“ Hans Thiele präzisierte: „Zum Schlachter.“ Er respektiere Veganer und Tierretter, „aber man muss dann auch die Gesetze beachten und auch andere Meinungen zulassen – wie zum Beispiel, was im Gesetz steht“, danach seien die Schweine landwirtschaftliche Nutztiere.

(ibid.; Hervorhebung d. DN-Red.) 
              

Im Internet und in persönlichen Gesprächen mit Beobachtern dieses seit Ende Dezember laufenden Desasters wird immer wieder der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass das Leiden dieser von Tierschützern geschundenen Schweine hoffentlich bald ein Ende habe. So oder so!

Zwar haben sich die Betreiber der Stätte des Grauens und der Verein Rüsselheim e. V. inzwischen wohl wieder versöhnt (siehe hier), eine Lösung für die Schweine zeichnet sich aber nach wie vor nicht ab.


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Freitag, den 18. Januar 2013 um 09:25 Uhr
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