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Aua876: Rüsselheim e. V. Schweineleichen-Ticker (12): Nummer 8 ist tot, Nummer 9 verletzt

 

{TS-Kritik}

 

Die Tierrechtler und „Tierschützer“ rund um den Verein  Rüsselheim e. V. und Reinhold Kassen vom Animal Peace Tierhof häufen in Stapen (Sachsen-Anhalt) weiter Schweineleichen an. Was Doggennetz.de schon vorab mit Aua873 gemeldet hatte, wird durch einen neuen Artikel auf Volksstimme.de bestätigt:

              

Die Zahl der Schweine, die auf dem Stapener Hof untergebracht sind, hat sich inzwischen auf 135 verringert. Ein Tier ist am Sonntag verstorben. "Äußerlich hatte es keine Verletzungen und wurde zur weiteren Untersuchung und Sektion abtransportiert", erklärte Hans Thiele. Der Ordnungsamtsleiter bestätigte zudem, dass es sich um eines der fünf Tiere handelt, die vor einer Woche kurzzeitig ohne Genehmigung in den Landkreis Stendal verbracht wurden.

(Volksstimme.de, 15.01.2013: Tierschützer liefern sich Prügelei auf Schweinehof. Hervorhebg. d. DN-Red.)  
              


Insider legen besonderes Gewicht auf diesen Abgang, weil - wie oben zitiert - keine Todesursache erkennbar ist. Ein Experte meinte gegenüber der DN-Redaktion: "Hier muss man mit Spannung das Ergebnis der Pathologie abwarten!"

Die Differenz zwischen den von Volksstimme.de verkündeten fünf toten Schweinen und den von Doggennetz.de behaupteten acht Rettungsopfern, erklärt sich aus den drei Tierleichen VOR Stapen: Ein Schwein sei kurz vor dem Transport nach Sachsen-Anhalt angeblich wegen Meningitis euthanasiert worden (vgl. Aua857). Eine Augenzeugin berichtete im Internet von zwei Ferkeln dieses Rettungskontingents, welche sich tagelang und unter massiven Schmerzen mit gebrochenen Beinen herumquälen mussten, bevor sie in einer Tierklinik von ihrem Leiden erlöst wurden (vgl. Aua864 und hier).

Doch das Leiden und Sterben geht auch in Stapen weiter: Ein weiteres Schwein sei erkrankt. Es lahme „ein bisschen“. Hans Thiele, Leiter des Kreisordnungsamtes Altmarkkreis, mutmaßt gegenüber Volksstimme.de, es habe sich beim „Raufen“ eine Zerrung zugezogen.

 

Wo nicht nur die Schweine raufen

„Raufen“ allerdings tun auf dem Schweinehof der Sabine Schmutzler nicht nur die Schweine. Denn das eigentliche Thema des neuen Volksstimme.de-Artikels ist die ebenfalls von Doggennetz.de schon am Sonntag berichtete Prügelei auf Schweinehof.

Dabei soll es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen zwei Mitgliedern des Vereins Rüsselheim e. V. und der Familie Schmutzler gekommen sein, nachdem den aus der Pfalz angereisten Schweinerettern der Zugang zu ihren Lieblingen von den Hofbetreibern verwehrt worden war. Die Aufarbeitung dieser Wild-West-Szene obliegt jetzt der Polizei und der Staatsanwaltschaft, da wechselseitig Strafanträge gestellt worden sein sollen.

Doch auch dieser peinliche Vorgang passt ins bisherige Bild und spricht Bände über das Niveau dieser besonderen Art von Tierrettern.

 

Pferdeleid für Schweineglück?

Mit wem sich der Verein Rüsselheim e. V. und Reinhold Kassen in Sachsen-Anhalt eingelassen haben, darüber geben auch Informationen zur Situation der Schmutzler-Pferde beredte Auskunft. Es sind nämlich mitnichten nur die Schweine, für die das Veterinäramt tätig werden muss. Offensichtlich – und  hier analog zu massiver Kritik im Internet an Sabine Schmutzler – geht es den Pferden dort auch nicht so gut:

              

Währenddessen ist Hans Thiele von der Kreisverwaltung Gerüchten entgegengetreten, die Schweine müssten bereits bis Freitag den Hof in Stapen verlassen. Der vom Altmarkkreis festgesetzte Stichtag 18.Januar beziehe sich lediglich auf die Unterbringung der Pferde, die ebenfalls auf dem Grundstück leben. Für diese sei die Schaffung eines ordnungsgemäßen windgeschützten Unterstandes und einer Liegefläche mit Stroh angeordnet worden. "Das ist inzwischen umgesetzt worden, so dass sich die Angelegenheit erledigt hat", erklärte der Kreisordnungsamtsleiter, der zusammen mit Vertretern des Veterinäramtes am Sonntag unangemeldet den Hof inspizierte. Dabei seien auch diverse neue Anordnungen getroffen worden, die in Zusammenhang mit dem einsetzenden Frost stehen. Nähere Angaben wollte Thiele nicht machen. Es dürfte aber vor allem um die Wasserversorgung der Tiere gehen, die derzeit noch über verlegte Gartenschläuche erfolgt

(ibid.; Hervorhebg. d.DN-Red.)  
              

Diese Redaktion versteht obige Äußerung so: Hier haben „Tierretter“ 140 Schweine auf einem Hof abgeladen, auf dem schon die vorhandenen Pferde offensichtlich nicht adäquat untergebracht waren. Erst das Veterinäramt muss dafür sorgen, dass diese – im Winter!!! – einen windgeschützten Unterstand und eine Liegefläche mit Stroh erhalten!

Was ist das für ein Tierschutz?

Doch der Volksstimme.de-Artikel bestätigt nur, was den Verlautbarungen der Aktivisten selbst im Internet schon länger zu entnehmen war: Da von Seiten des Veterinäramts der Stichtag 18.01.2013 hinsichtlich der Pferde vorgelegt worden war, diese genau dort einziehen sollen, wo derzeit noch die Schweine sind (was für Pferde angeblich aufgrund des extremen Geruchs eine ziemliche Schur sein soll), gab das Betreiberpaar des Schweinehofes offensichtlich den eigenen Pferden den Vorrang. Deshalb, so die durchgehende Vermutung, drängt Sabine Schmutzler auf die Entfernung der Schweine.

Wenigstens jedoch die Mängel in der Pferdehaltung sollen, wie Thiel zitiert wird, nun erledigt sein. Festzuhalten ist: durch Intervention der Behörden, nicht der zumindest im Honeymoon der Anfangsliebe rudelweise auf diesem Hof herumturnenden „Tierrechtler“; namentlich: Reinhold Kassen!

Im Internet ist ein Video über die Haltungsbedingungen bei Sabine Schmutzler noch zu ihren Zeiten der "SOS Pferdehilfe" verfügbar. Doggennetz.de kann die Authentizität des Materials nicht überprüfen und beurteilen und macht sich die Inhalte des Videos nicht zu eigen. Die Leser mögen sich ihr eigenes Urteil bilden.

Weitere Quellen: hier und hier und hier.

 

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Dienstag, den 15. Januar 2013 um 10:09 Uhr
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