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Aua851: Moerser Hirnbiss erklärt kynopädagogisches Basiswissen: GREWING

 

{Satirisches}

 

Einer der höchstdekorierten Kynologen der Republik, Michael Grewe,  hat es nun allen Hundehalter gezeigt: Das Ergebnis seiner über Jahrzehnte hinweg erfolgten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Hundeerziehung (vgl. auch Aua844 / Aua845 / Aua847 / Aua848 / Aua849 / Aua850). Die Entwicklung scheint auch hier kreisförmig zu sein, denn am langen Ende kommt die Kynopädagogik dort wieder an, wo sie einst grobmotorisch, unbeholfen und brutal begann: bei der blanken Gewalt!

Es ist immer noch das gleiche, aber eben nicht mehr dasselbe: Wer vor 100 Jahren seinen Hund physisch traktierte und zu einem Angstbündel am Boden zusammenrollte, tat dies ohne jeden wissenschaftlichen Rahmen kraft souveräner Willkür weit ab jeden theoretischen Unter- oder Überbaus. Das macht heute natürlich ein ganz anderes Bild: Jene, welche komplett verunsicherten Hündinnen Fressnäpfe auf die Omme prügeln, haben einen langen und vor allem teuren (roundabout 10.000 Euro) Ausbildungsweg hinter sich! DAS ist der Unterschied!

Die Industrie hängt sich an solche wissenschaftlich abgesicherten Zivilisationsfortschritte im Milliardenmarkt der Tierindustrie dankbar an, wie der Satirikerkollege Uwe Holtz in seinem aktuellen Moerser Hirnbiss: GREWING konstatiert. Das Blechnapf-Hundeschädel-Trommeln ist damit nicht nur wissenschaftlich und kynopädagogisch gerahmt, gesichert und genehmigt, es fügt sich durchs GREWING auch perfekt ins kapitalistische System ein.

  
Grafik: Uwe Holtz wie auf Facebook


DENN: Der Hundeausbilder mit Niveau verwendet dazu nicht irgendeinen Blechnapf – so wie Michael Grewe ja auch nicht irgendein Hundetrainer ist! Nein, stilecht  und regelkonform sollte die umgewidmete Schlag- und Prügelwaffe am Napfboden das korrekte Inprint der zusammengestauchten Rasse aufweisen. Genaueres lesen Sie hier!

Canis Zentrum für Kynologie denkt unbestätigten Quellen zufolge dabei schon über ein Gütesiegel nach, das allein und gemäß einer weiteren YouTube-Dokumentation die de-facto-Harmlosigkeit zum Draufhauen verwendeter Futternäpfe belegt: „beeindruckend, aber nicht verletzend“.


Vorsicht ist der Kritiker des Blechnapf-Bashings

Wo immer in Feld, Wald und Flur Sie Hundehaltern begegnen, welche ihre bepfoteten  Begleiter gerade mit dem Blechnapf vermöbeln, hüten Sie sich vor vorschnellen Reaktionen und lassen Sie sich erst den Napfboden zeigen: Weist dieser das ordnungsgemäße GREWING mit Gütesiegel auf, ist das, was sie da zu sehen meinen, um die Worte des Erfolgsautors Michael Frey Dodillet zu verwenden „gar nicht so schlimm“. Es ist vielmehr hohe kynopädagogische Kunst!

 





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Montag, den 24. Dezember 2012 um 11:48 Uhr
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