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Aua844: Nie mehr Aggressions-Euthanasien: Mit Blechnapf auf Hundekopf einprügeln

 

{ein ironischer Kommentar}

 

Irgendwas ist faul in der Kynopädagogik? Warum musste die Tierhaltergemeinde bis zwei Tage vor Weltuntergang darauf warten, dass endlich einer dieser sagenhaften Hundeflüsterer damit um die Ecke kommt, wie man aggressive Hunde nun wirklich erfolgreich therapiert? Und so einfach: Wie dieses YouTube-Video zeigt, muss der Hundehalter nur mit der entsprechenden Wucht und einem Futternapf auf den Schädel des Hundes einprügeln – und fertig ist der sozialverträgliche Schäferhund!

Natürlich macht das den Erfolg nur rudimentär dokumentierende Video auf YouTube Furore! Waren es gestern Morgen 77.000 Klicks, sind diese in 24 Stunden auf fast 122.000 hochgeschnellt.

Allerdings reagiert die Gemeinde der auch sonst leicht zum Ausrasten neigenden Tierfreunde gar nicht so elastisch auf die frohe Botschaft. Der Kynogott Michale Grewe, der sich - noch gar nicht lange her - auf Stern TV so grandios blamiert hatte, erklärt auf der Canis-Facebook-Seite ob des losgebrochenen Shitstorms, was wieder keiner begreift und was die dokumentierte Szene erst richtig schlimm macht:

               Das Gute an dieser unschönen Sache ist aber, das der Hund am Leben bleiben konnte. Und für diesen ernsten Hintergrund, Spritze oder durch das Tal hindurch und weiter leben, bin ich auch bereit, zu ernsteren Maßnahmen zu greifen.

(Zitat aus Michael Grewes Stellungnahme am 18.12.2012 auf Facebook in Reaktion auf den Shitstorm der Hundefreunde und Tierschützer in Reaktion auf das YouTube-Video)  
              

Ach so! Fragt sich nur, warum man für solche Fälle dann (ziemlich sehr teure) Experten braucht? Mit einer Blechschüssel auf Hunde einprügeln, das kann doch jeder Kopfschlächter?

 

Wer beim Tanken raucht ....

Wahrscheinlich kommt es wieder aufs Timing an? Richtig! Wenn man nämlich aufs Timing achtet, kann man förmlich sehen, wie die vom Hundeführer ausgehende Aggression mit dem schon angehobenen Arm und der schlagbereiten Waffe auf den Hund übergeht, gut sichtbar deutlich bevor der Provokateur beim Hund ankommt.  Wie durch den Tankschlauch!

An dieser Stelle befand sich ursprünglich ein Screenshot aus dem strittigen Video. Da das Video inzwischen bei YouTube entfernt wurde und diese Redaktion keine Kenntnis darüber besitzt, ob ggf. juristische Gründe dafür ausschlaggebend waren, hat Doggennetz.de den Screenshot sicherheitshalber entfernt. Den Bildtext unten jedoch lassen wir stehen, weil er erklärt, was auf dem Screenshot zu sehen war! Auch die Aktivierung des Links wurde nicht aufgehoben, um darüber zu belegen, dass das Video nicht mehr verfügbar ist.
  

Bildzitat Screenshot aus http://www.youtube.com/watch?v=HrPBKbXuowE
Deutlich erkennbar hebt der Hundeführer schon schlagbereit den rechten Arm mit dem Hundenapf in der Hand, bevor der zügig ausschreitende "Provokateur" bei dem Hund überhaupt ankommt. Des Weiteren ist zu erkennen, dass der Hund hier trotz des schon sehr geringen Abstands zum "Provokateur" und dessen hohem Schritttempo noch gar nicht reagiert. Wenn es den viel zitierten Zusammenhang zwischen Hundeführer und Hund gibt, muss sich die Anspannung und "Aggressivität" des Hundeführers mit dem schon erhobenen Arm zwangsläufig auf den ohnehin vollkommen verunsicherten Hund übertragen.
Weitere Interpretationen dieser Schockszene seien der Fachwelt und jenen, die sich dafür halten, überlassen.
Persönliche Anmerkung: Meinem kerndominanten Doggenrüden Marius, den ich bis zu seinem Tod sieben Jahre unfallfrei geführt habe, hätte ich eine solche Situation niemals zugemutet. Und selbstverständlich wäre Marius bei einer solchen hochgradigen Provokation auch nach vorne gegangen. Wer solche Hunde führt (oder führen muss), dem obliegt es, so meine Meinung, solche Situationen zu vermeiden.


Michael Grewe, der sich sonst gern (und nach Doggennetz.de-Meinung in vielen Fällen auch berechtigt) über die Tierschützer lustig macht, dokumentiert hier recht eindrücklich, wie viel er mit ihnen gemein hat: Leben um JEDEN Preis! Und eine hochemotionale Herangehensweise. Denn was der Hundeführer in dem Video in seiner Körpersprache zeigt, DAS ist emotional!

Unschön und blamabel sind die völlig aus dem Ruder laufenden Reaktionen der Hunde- und Tierfreunde, die nach dem Grewe-Statement das dokumentieren, was auch DN immer wieder kritisiert: den blanken Hass. Gegen Grewe ausgesprochene massive Drohungen sind nicht akzeptabel und belegen Schlimmeres.

Trotzdem: Für diese Szene hätte es nur eine annehmbare Canis-Reaktion geben dürfen: eine Entschuldigung oder eine halbwegs plausible professionelle kynopädagogische Erläuterung! Denn was immer mit dem Hund vorher und nachher war, wenn das adäquate kynopädagogische Methoden sein sollen, dann braucht diese Welt diese Kynopädagogik nicht!

Soo hat man es vor 100 Jahren auch schon gemacht! Also „durch das Tal hindurch“, „mit ernsteren Maßnahmen“ ...

Schade: Bisher gehörte auch Doggennetz.de zu den Befürwortern von Canis und dem Ansatz dort. Tempi passati!

Zu der das gefilmte Hundeerziehungschaos nur noch verschlimmernden Hundebesitzerin, die orientierungslos durchs Bild läuft und mit ihrer völligen Reaktionslosigkeit besticht, ist auch Doggennetz.de noch kein passender Spruch eingefallen. Und das kommt nicht nur nicht alle Tage, das kommt extrem selten vor!


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Donnerstag, den 20. Dezember 2012 um 12:11 Uhr
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