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Aua826: Österreich greift gegen Tierschlepper durch: Angebliche Tierschützerin verhaftet

 

{TS-Kritik}

 

Sowohl Printmedien wie das österreichische Fernsehen berichten über die Verhaftung einer angeblichen Tierschützerin aus Steinfurt im Burgenland. Auch die deutschen Behörden sind involviert. Mitte Februar wurde bei Wiesbaden ein Tiertransport des angeblichen Tierschutzvereins angehalten und 14 Hunde beschlagnahmt (vgl. Aua811 und hier).

Nun sei die Hundehalterin und Pseudo-Tierschützerin, gegen die schon früher ein Tierhaltungsverbot verhängt worden sein soll, verhaftet worden, wie österreichische Onlinemedien und auch das österreichische Fernsehen berichten. Grund: Die Beschuldigte habe verhängte Verwaltungsstrafen in Höhe von 1.500 Euro nicht bezahlt.

Auch die angeblichen Auslandstierschutzaktivitäten der Tierschlepper werden von den Behörden untersucht:

              

Darüber hinaus ermittelt das Landeskriminalamt in Oberwart wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs und der Untreue. Die Frau wird verdächtigt, mit falschen Impfzeugnissen ihre Abnehmer getäuscht und geschädigt zu haben.

(BurgenlandORF.at: Hundehalterin aus Steinfurt verhaftet. Hervorhebung d. Red.)
              

 

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Doggennetz.de-Senf:

Beeindruckend und beneidenswert, mit welcher Konsequenz die österreichischen Behörden gegen mutmaßlich kriminelle Tierschlepper vorgehen. Auch die breite Berichterstattung der Medien wird ihre Wirkung nicht verfehlen und potenzielle Adoptanten von Auslandstieren dafür sensibilisieren, ganz genau hinzusehen, von welchen "Tierschützern" sie Hunde übernehmen möchten.

Dieses konsequente Vorgehen ist für die Bundesrepublik kaum vorstellbar. Ganz im Gegenteil: Hier maßen es sich sogenannte Tierschützer, für welche die „falschen Impfzeugnisse“ (Straftatbestand: Urkundenfälschung; wer immer diese dann auch zu verantworten hat) schon nachgewiesen sind, an, diejenigen Personen per Anwalt belangen zu lassen, welche ihre verantwortungslosen Praktiken aufdecken. Dass die dafür mandatierte Anwältin dieses Vorgehen auf Facebook auch noch öffentlich macht (vgl. Aua822; die Originaltexte wurden allerdings inzwischen bei Facebook gelöscht), dokumentiert nur eindrücklich, wie sehr die gesamte Szene inzwischen alle Maßstäbe verloren hat. Oder: Mit welcher atemberaubenden Unverfrorenheit solche Anführungszeichen-Tierschützer zu Werke gehen.

Einschränkend und ironisch muss angeführt werden:  Würden deutsche Behörden anfangen, alle Tierschützer zu inhaftieren, die Auslandstiere mit falschen Impfpässen und fehlenden Chips nach Deutschland schleppen oder sich sonstiger Spielarten von Urkundenfälschung schuldig machen, dann müssten erst noch weitere Justizvollzugsanstalten gebaut werden.


 





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Sonntag, den 02. Dezember 2012 um 09:17 Uhr
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